|

Verschiedenes
| | | Immobilienmarktbericht 2017 des Gutachterausschusses | In Freiburg haben Immobilien im Wert von 971 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Vertragszahlen sinken, Preise steigen
Die Attraktivität Freiburgs ist ungebrochen, die Nachfrage übersteigt weiterhin deutlich das Wohnraumangebot, und auch im Jahr 2017 haben sich alle Trends der vergangenen Jahre auf dem örtlichen Immobilienmarkt bestätigt. Das gaben Erster Bürgermeister Otto Neideck und Christian Vogt, der stellvertretende Vorsitzende des Gutachterausschusses und stellvertretende Leiter des Vermessungsamts, die heute die Daten des Immobilienmarkts 2017 in Freiburg vorgestellt haben, bekannt.
Mit 2.368 registrierten Verkaufsfällen (2016= 2.845) wurde im Jahr 2017 dennoch der dritthöchste Umsatz seit Beginn der Aufzeichnungen 1971 erreicht. Wie in den Vorjahren wird über einen Mangel an Bauplätzen im Geschosswohnungsbau mit und ohne gewerblichen Anteil wie auch für Ein- und Zwei-Familien-Wohnhäuser geklagt. Die Preise variieren dort stark, je nach Lage der Grundstücke.
Im Jahr 2017 wurden insgesamt 37 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser gehandelt (davon 24 in den Außengemarkungen und 13 im Stadtgebiet). Der durchschnittliche Preis pro Bauplatz betrug dabei 264.000 Euro. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis über das gesamte Gemeindegebiet Freiburg lag bei 611 Euro. Bei Bauplätzen für eine mehrgeschossige Bauweise mit und ohne gewerblichen Anteil hat der Gutachterausschuss 10 Kauffälle verzeichnet (davon 6 in Haslach). Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 747 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Der Durchschnittspreis je Baugrundstück lag bei etwa 1,6 Millionen Euro für eine rund 2.000 Quadratmeter große Fläche.
Im Neubau wurden bei Einfamilienhäusern (Reiheneckhäuser, Reihenmittelhäuser, Doppelhaushälften) 8 Kauffälle registriert.
Gebrauchte Reiheneckhäuser und Doppelhaushälften (ca. 140 qm Wohnfläche, 520 qm Grundstück) lagen bei rund 549.000 Euro, also 3.960 Euro pro qm Wohnfläche, bei 41 registrierten Kauffällen.
Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser haben bei 650 qm Grundstücksgröße und 140 qm Wohnfläche durchschnittlich rund 520.000 Euro gekostet. Das sind knapp 4.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, bei 43 registrierten Kauffällen.
Bei Villen lag der Quadratmeterpreis bei rund 5.400 Euro, in diesem Bereich steigen die Preise am stärksten. Die „durchschnittliche“ Villa kostete 1,3 Millionen Euro bei 830 qm Grundstücksfläche und rund 250 qm Wohnfläche, bei 22 registrierten Kauffällen.
Insgesamt wurden 2017 knapp 180 Ein- und Zweifamilienwohnhäuser und 73 Mehrfamilienhäuser verkauft.
Den größten Anteil der Kauffälle bildete 2017 der Teilmarkt für Wohnungs- und Teileigentum. Es wurden 339 Neubauwohnungen veräußert, darunter 61 Wohnungen für Studierende (2016: 158). Der durchschnittliche Kaufpreis je Quadratmeter Wohnfläche lag bei 5.470 Euro, wobei die Durchschnittswerte stark vom Stadtteil abhängen. Bei den Studentenwohnungen lagen die Durchschnittswerte 2017 bei 4.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche; im Vorjahr waren es 5.100 Euro.
Während im Jahre 2015 im Erstverkauf noch 1,4 Prozent der Käufe bis zu einem Wert von 3.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche veräußert wurden, gab es 2016 und 2017 keinen einzigen Verkauf mehr in diesem Preissegment. Die Mehrzahl der Verkäufe (58 Prozent) lag 2017 in der Spanne von 3.500 bis 5.000 Euro pro qm Wohnfläche. Über 7.000 Euro pro qm Wohnfläche lagen 2017 immerhin 9 Prozent aller Kauffälle.
Im Wiederverkauf, also bei gebrauchten Wohnungen, wurden durchschnittlich 3.600 Euro (2016: 3.300) je Quadratmeter Wohnfläche erzielt, auch hier mit großen Unterschieden von Stadtteil zu Stadtteil. 2016 lagen 9 Prozent der Verkäufe unter 2.000 Euro pro Quadratmeter, 2017 waren es noch 4 Prozent. Nun lagen knapp 3,5 Prozent der Verkäufe bei einem Quadratmeterpreis von über 5.500 Euro.
Der Immobilienmarktbericht 2017 des Gutachterausschusses wird aktuell fertig gestellt und kann ab Mitte April 2018 erworben werden. Der Gutachterausschuss für die Ermittlung von Grundstückswerten in Freiburg ist im Vermessungsamt (Berliner Allee 1, 79114 Freiburg, vermessungsamt@stadt.freiburg.de) angesiedelt und erteilt Auskünfte (Immobilienmarktberichte, Bodenrichtwerte, Wertermittlung, Kaufpreissammlung) unter Tel. 0761/201-4234. | | | | |
| | | | Klaus Doldinger’s Passport & Jocelyn B. Smith zu Gast beim Open Air im Park 2018 | BAD KROZINGEN. Nach dem großen Erfolg von Klaus Doldinger’s Passport mit dem SpecialGuest Soul-Sänger Max Mutzke konnte Klaus Doldinger’s Passport für 2018 wieder für den Kurpark Bad Krozingen gewonnen werden. Das fachkundige Publikum, der laue Sommerabend und die besondere Atmosphäre vor der Konzertmuschel haben Klaus Doldinger bewogen, nochmals in Bad Krozingen aufzutreten.
Er bringt die Opern-, Jazz- und Soul-Sängerin Jocelyn B. Smith aus Berlin mit. Die USamerikanische Sängerin war sowohl im Vorprogramm beim Electric Light Ochestra sowie bei den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle zu sehen und zu hören.
Das Konzert findet am Freitag, 3. August 2018, statt. Der Vorverkauf für das Stuhlkonzert hat begonnen. Karten sind bei der Tourist-Information Bad Krozingen und bei BZ-Ticket erhältlich. Tel. 07633 4008-163. | | | | |
| | | | Karlsruhe: Zielstrebig und menschlich | Glückwünsche aus dem Rathaus zum 70. Geburtstag von Ulrich Schuhmacher
Dem früheren Stadtrat Ulrich Schuhmacher hat Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zu seinem 70. Geburtstag am 11. März im Namen der Stadt Karlsruhe und ihres Gemeinderats wie auch persönlich sehr herzlich gratuliert.
Wörtlich heißt es in seinem Schreiben: „Beharrlich und fair, zielstrebig und menschlich - als Kommunalpolitiker haben Sie bewiesen, dass sich diese Eigenschaften erfolgreich vereinen lassen.“ Von 1984 bis 1994 habe Schuhmacher die Arbeit des Gemeinderats, seiner Ausschüsse und damit die Entwicklung der Stadt mitgeprägt. Als gelernter Architekt habe er Diskussionen zur sozialen Wohnungspolitik und ökologischen Stadtplanung mit seiner Expertise bereichert. Nachdrücklich habe er sich für seine Anliegen eingesetzt, beispielsweise für den Erhalt von Baudenkmälern. „Mit Ihrer kompetenten und zugleich aufgeschlossenen Art genossen Sie im Gremium wie auch bei den Bürgerinnen und Bürgern Achtung und Sympathie“, wünschte Mentrup Ulrich Schuhmacher auch weiterhin alles Gute, Glück und Gesundheit. | | | | |
| | | | Gewinnung von Fachkräften für Pflege und haushaltsnahe Dienste | Freiburg. Am 5. März 2018 trafen sich Vertreter und Vertreterinnen von Pflegeinstitutionen sowie ambulanten und stationären Hilfen. Neue Möglichkeiten der Rekrutierung von Fachkräften wurden vorgestellt.
Bereits im Titel der Veranstaltung „Gewinnung von Fachkräften für Pflege und haushaltsnahe Dienste“ wird in den Fokus gestellt, was bei den Pflegeeinrichtungen, Seniorenwohnanlagen und Wohnstiften aber auch den Anbietern von mobilen Sozialdiensten von hoher Dringlichkeit ist: Wie kann der immer weiter ansteigenden Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot an Fachkräften im Pflegebereich begegnet werden vor dem Hintergrund eines nahezu leergefegten regionalen Arbeitsmarktes?
Das besondere Augenmerk dieser Veranstaltung lag in der Vermittlung von Informationen zu Rekrutierungswegen von ausländischen Fachkräften und den notwendigen Anerkennungsverfahren ausländischer Ausbildungen, die von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Agentur für Arbeit (ZAV) und dem Welcome Center Freiburg-Oberrhein präsentiert wurden; die Heiliggeistspitalstiftung Freiburg steuerte hier das Best-Practic-Beispiel bei.
Dass auch Geflüchtete als Zielgruppe für die Pflege in Frage kommen und wie die Aufnahme einer Arbeit oder einer Ausbildung zur Integration beitragen kann, wurde vom Team Flucht & Asyl der Agentur für Arbeit Freiburg, dem Welcome Center Sozialwirtschaft der Diakonie Baden und dem DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz vorgestellt.
Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Information über die Fördermöglichkeiten von Qualifikationsmaßnahmen durch die
Agentur für Arbeit Freiburg. Als Best-Practice-Beispiel zeigte die Sozialstation Südlicher Breisgau, wie durch betriebsinterne Qualifizierung von bisherigen Hilfskräften auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Vorstellung des Maßnahmenbündels zur Fachkräftegewinnung in der Pflege durch den Casa Intensivpflegedienst. Dieser Institution ist es gelungen, auch in diesen Zeiten durch vielfältige personalpolitische Maßnahmen nicht nur Fachkräfte zu gewinnen, sondern diese auch längerfristig zu binden.
Um dem Pflegenotstand langfristig entgegen zu wirken, sollte aber nicht nur die Mitarbeitergewinnung in den Blick genommen werden. Sondern auch, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im eigenen Betrieb gehalten werden können.
Einige Praxisbeispiele zeigen, wie man auch mit begrenzten Möglichkeiten und Ressourcen eine gute Mitarbeiterpflege betreiben kann. Von der AGP Sozialforschung aus Freiburg und dem Demografienetzwerk Dortmund wurde ein Ergebnisbericht zum Thema „Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Personalarbeit in der Langzeitpflege“ herausgegeben. Bei diesen Schlüsselfaktoren wird als ein Punkt die attraktive Vergütung für Pflegepersonal gesehen – dies wird aber nur als ein Punkt von vielen aufgeführt.
Als Voraussetzungen zur Mitarbeitergewinnung und -sicherung werden unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle, verlässliche Dienstplangestaltung, Fortbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten oder Gesundheitsförderung gesehen. Wenn die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht werden kann, profitieren alle Beteiligte. Die Angestellten selbst, aber auch die Arbeitgeber und vor allem die Pflegebedürftigen.
Die Resonanz der rd 30 Veranstaltungsteilnehmer/innen war durchgehend positiv.
Die Veranstaltung wurden vom Welcome Center Freiburg-Oberrhein, der Freiburg Wirtschaft Touristik & Messe GmbH & Co.KG, der Agentur für Arbeit Freiburg in enger Kooperation und im Auftrag des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Freiburg durchgeführt.
Über das Welcome Center Freiburg-Oberrhein: Das Welcome Center mit Sitz in der Agentur für Arbeit Freiburg hilft internationalen Fachkräften, die in der Region arbeiten und leben möchten und ist zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die internationale Fachkräfte einstellen und in ihre Belegschaft integrieren wollen. Projektträgerin des Welcome Centers, das im Juli 2014 eröffnet wurde, ist die FWTM. Die Beratung und der Service des Welcome Centers sind kostenlos. Weitere Informationen: www.welcomecenter-freiburg-oberrhein.de
Kontakt:
Welcome Center Freiburg-Oberrhein
Lehener Str. 77, 79106 Freiburg
Mail: welcomecenter@fwtm.de
Tel.: 0761 / 13 7979 -55 | Mehr | | | |
| | | | Karlsruhe: Auch ohne Jurastudium Recht sprechen | Stadt sucht ehrenamtliche Schöffen für die Amtszeit 2019 bis 2023
Für die Amtsgerichtsbezirke Karlsruhe und Karlsruhe-Durlach sucht die Stadt Karlsruhe rund 150 Erwachsenenschöffen und 60 Jugendschöffen, die für die Amtszeit 2019 bis 2023 ehrenamtlich tätig sein möchten. Schöffen sind Richter ohne Robe und Jurastudium, kommen aus allen Schichten der Bevölkerung und haben die unterschiedlichsten Berufe. Sie nehmen an Hauptverhandlungen in der Strafgerichtsbarkeit teil und sind somit in gleichem Maße für das Urteil verantwortlich wie Berufsrichter. In der Regel wird ein Schöffe zu zwölf Sitzungstagen pro Geschäftsjahr herangezogen und dafür von seinem Arbeitgeber freigestellt.
Wer sich als Schöffe oder Schöffin bewerben will, muss die deutsche Staatsangehörigkeit und den Wohnsitz in Karlsruhe haben und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein. Kandidatinnen und Kandidaten für das Schöffenamt müssen dazu befähigt sein, ein öffentliches Amt zu bekleiden, dürfen nicht straffällig geworden sein. Ferner sollten Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Notare oder Polizisten nicht ins Schöffenamt berufen werden und Jugendschöffen Erfahrungen in der Jugenderziehung haben. Über die Aufnahme in die Vorschlagsliste der Erwachsenenschöffen befindet im Mai der Gemeinderat, bei den Jugendschöffen liegt die Entscheidung beim Jugendhilfeausschuss.
Das Bewerbungsformular sowie weitere Informationen zu Amt und Wahlverfahren sind unter www.karlsruhe.de/b4/buergerengagement/wahlen/schoeffenwahl verfügbar. Interessierte Erwachsenenschöffen senden ihre Bewerbung bis 8. April per Post an das städtische Wahlamt, Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe, telefonische Auskünfte gibt es unter der Nummer 0721/133-1242. Die Bewerbung als Jugendschöffe sollte bis 26. März bei der Sozial- und Jugendbehörde (0721/133-5413) in der Kaiserallee 4 vorliegen.
Die Schöffenwahl findet im Herbst statt. Wer gewählt ist, erhält eine Mitteilung des Amtsgerichts. | Mehr | | | |
| | | | Bauarbeiten an der Haltestelle Stadttheater | Wegen des Einbaus eines Blindenleitsystems an der Haltestelle Stadttheater ist dort von Montag, 5. März, an für etwa zwei Wochen lang immer jeweils einer der vier Bahnsteige nicht nutzbar. Aus diesem Grund kann es hier in den kommenden zwei Wochen zeitweise zu geringfügigen Verzögerungen im Betriebsablauf kommen | | | | |
| | | | Wählerinitiative „Stimmen für Salomon“ | Am 22.02.2018 hat sich die parteiübergreifende Wählerinitiative „Stimmen für Salomon“ gegründet.
Ziel der Initiative ist die parteiübergreifende Unterstützung der Kandidatur von Dieter Salomon zur Oberbürgermeisterwahl. Gemeinsam setzen sich die Stimmen für Salomon dafür ein, dass Dieter Salomon seine gute Arbeit für Freiburg fortsetzen kann. Der Vorsitzende der Stimmeninitiative Albert Mergelsberg: „Da es sich bei der Wahl zum Oberbürgermeister um eine Persönlichkeitswahl handelt, engagieren wir uns als Bürgerinnen und Bürger für Dieter Salomon, weil wir glauben, dass er die richtige Person für diese Position ist. Freiburg hat in den vergangenen 16 Jahren in Zukunftsfeldern wie der Stadtentwicklung, der frühkindlichen Bildung und Betreuung, der Wirtschaft und dem Klimaschutz entscheidende Schritte nach vorne unternommen. Investitionen in die Infrastruktur und die Schulen sowie die Konsolidierung des Haushaltes gingen Hand in Hand. Diese sehr erfolgreiche Entwicklung mit Dieter Salomon an der Spitze der Stadt wollen wir nachhaltig fortsetzen.“
Weitere Informationen und den wachsenden Kreis der Unterstützerinnen und Unterstützer finden Sie auch im Internet ... | Mehr | | | |
| | | | Deutsch-französische Gespräche beleben Partnerschaft und Europa | Karlsruher Delegation um OB Mentrup besucht „Innovation im Dialog“ in Nancy
„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen für Männer und Frauen, die einen gemeinsamen Willen haben. Packen wir es an, und wir werden es wieder schaffen. In vielen Ländern der Welt wartet man auf Europa, auf Deutschland und auf Frankreich." Mit diesen Grußworten verkörperte der Präsident der gastgebenden Metropolregion Grand Nancy, Dr. André Rossinot, den Geist einer neuen pro-europäischen Dynamik. Diese füllten die Akteurinnen und Akteure der in dieser Art ersten „Deutsch-Französischen Gespräche“ in Karlsruhes lothringischer Partnerstadt Nancy am 22. und 23. Februar mit Leben. Ein gemeinsames Wirtschaftsförderungsprogramm, eine gemeinsame Neuausrichtung und Manifestation der Initiative „Magistrale für Europa“ (Hochgeschwindigkeits-Bahnkorridor von Paris bis Budapest), eine Vertiefung der Zusammenarbeit im wissenschaftlichen und kulturellen Sektor sowie in der IT(-Sicherheit) sind einige der konkret erarbeiteten, gewinnbringenden Vorhaben.
OB Mentrup würdigt neues Format
„Das ist das, was uns zusammenhält, gegen die zunehmende weltweite Instabilität voranzuschreiten – für Verständigung“: So beschwor Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in seinem Vortrag („Inklusive und nachhaltige Entwicklungsstrategie für eine deutsche Großstadt in einem Netzwerk aus regionalen, nationalen und europäischen Beziehungen“) die für Deutschland und noch länger Karlsruhe besondere, konstruktive Freundschaft. Die Bedeutung der Kooperation souveräner Kommunen nehme noch zu, und der regelmäßige Austausch, speziell auf Arbeitsebene, sei essenziell, um „nicht nur an der Oberfläche zu harmonieren“. Mentrup zeigte sich überzeugt, „dass das Format der deutsch-französischen Gespräche dazu geeignet ist“. Damit traf er den Konsens der an „Innovation im Dialog“ Mitwirkenden.
Dazu zählten der Vorsitzende des Ausschusses für Außenwirtschaft der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe, Robert W. Huber, der wissenschaftliche Leiter der Deutsch-Französischen Initiative des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Prof. Dr. Johannes Orphal, und Daniel Kaiser vom KIT-Institut für Angewandte Materialien. Rund zwei Stunden tauschte sich der Präsident der in Nancy beheimateten IHK des Départements Meurthe-et-Moselle, Franҫois Pélissier, mit Huber aus. „Wir wollen ein Wirtschaftsförderungsprogramm aufstellen und einen Wirtschaftstag in Karlsruhe abhalten“, berichtete der Franzose im persönlichen Gespräch mit der Karlsruher Verwaltungs-Delegation um OB Mentrup von Schwerpunkten wie Industrie 4.0 und Dualer Ausbildung.
Digitales, Werkstoffe, Gesundheit, Kreativwirtschaft
Nicht von ungefähr ist Staatspräsident Emmanuel Macron Schirmherr dieser deutsch-französischen Gespräche. Tritt er doch wie im Wahlkampf seit Amtsantritt vehement für neuen Elan pro Europa aus der bestärkten deutsch-französischen Achse ein. Die Digitalisierung, neue Werkstoffe und Gesundheit mit Fragen und Antworten aus beiden Ländern waren die erörterten und debattierten Kernthemen während der beiden Tage. Hinzu kam „Kultur- und Kreativwirtschaft an der Schnittstelle zur Innovation“. Ganz im Sinne der Leiterin des Karlsruher Kulturamts, Dr. Susanne Asche, die daran zum Netzwerken anknüpfte. Neben ihr gehörten der Delegation an: Hauptamtsleiter Martin Wiederkehr und die Leiterin der Stabsstelle Außenbeziehungen (ABZ), Nicole Walther. Zur ABZ-Verantwortung zählt auch die Initiative „Magistrale für Europa“. Als deren Vorsitzender warb Mentrup dafür, dass die französischen Kommunen trotz ihrer bereits erbrachten großen Leistungen für die Ost-West-Schnelltrasse an Bord bleiben. Zumal die Initiative mehr Wirkkraft durch eine neue Organisationsform als Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit anstrebe. Diese soll im Juni beschlossen werden, und Teil des dann offensiv zu vertretenden Forderungskatalogs könnte ein TGV-Halt in Nancy sein.
„Die Gespräche finden zum richtigen Zeitpunkt statt, denn die Menschen wissen, dass Europa eine Neuausrichtung braucht“, führte Nancys Oberbürgermeister Laurent Hénart in seiner Ansprache in den Grands Salons des Rathauses aus. Neben dem digitalen Wandel nannte er den ökologischen als elementare Herausforderung und exemplarisch auch die Annäherung an vor allem wirtschaftlich progressive Schwellenländer wie Indien und China. „Und ich bin fest davon überzeugt: Wir brauchen eine kulturelle Politik.“ Neues Denken war auch Leitmotiv der Rede seines Karlsruher Amtskollegen. Darin erläuterte er den IQ-Prozess der Stadt, also die Ausrichtung, sechs Korridorthemen mit den sechs darin verwobenen Dezernaten innovativ und quer anzugehen. „Auch ein pädagogisches Konstrukt, weil man Verantwortung trägt und zugleich die anderen braucht.“ Gleiches gilt für die seit 2017 in einer GmbH agierenden Mitglieder der TechnologieRegion Karlsruhe im Sinne eines „noch engeren Schulterschlusses zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Ferner hob Mentrup unter anderem als Anregung und Einladung für die französischen Freunde die Fachkräfteallianz, den Aktionsplan Mobilität, das weitreichend grenzübergreifend vernetzte KIT, die Telemedizin als Perspektive für kleine wie große Krankenhäuser, Karlsruhes führende Rolle in Sachen Cyber-Sicherheit sowie seine Koordinationsfunktion für Urbane Mobilität als EU-Themenpartnerschaft hervor.
Gespräche sollen institutionalisiert werden
Stadt und Metropolregion Nancy wollen indes die deutsch-französischen Gespräche verstetigen. Diese verschafften auch unmittelbare Impulse durch die verschiedenen, aufwendig organisierten und vielfältig bereichernd besetzten Foren bis hin zur Studierenden-Simulation des Deutsch-Französischen Ministerrats. Der Fokus gilt eben auf Basis des nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen ehemaligen Feinden wegweisend Erreichten der gemeinsamen Zukunft. | | | | |
|
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257
|
|
|