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Verschiedenes
Burg Meersburg (c) Patrick Muntzinger | | | | | Wehrhafte Festung am See: Burg Meersburg | | Hinter den Mauern der Meersburg am Bodensee verbergen sich mehr als 1.000 Jahre Geschichte. Einer alten Sage nach legte der Merowingerkönig Dagobert im 7. Jahrhundert den Grundstein für den strategisch günstig auf einem Molassefelsen errichteten Stützpunkt. Über die Jahrhunderte lebten und wirkten hier viele Könige, Kaiser und Fürstbischöfe. Die Festung wurde angegriffen und belagert, aber nie bezwungen oder zerstört – ein Alleinstellungsmerkmal, das eine Zeitreise durch verschiedene Epochen möglich macht. Für Kinder gibt es ein Quiz mit Fragen zum Leben auf der Burg. | | Mehr | | | |
| | | | | | Die Marienkapelle in Bad Kissingen | Das Ortskuratorium Bad Kissingen lädt zu Vortrag und Führung zum UNESCO-Welterbetag ein
Das Ortskuratorium Bad Kissingen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Sonntag, den 7. Juni 2026 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu einer dreiteiligen Veranstaltung ein, bei der anlässlich des UNESCO-Welterbetags „Die Marienkapelle in Bad Kissingen“ in der Kapellenstraße 17 in 97688 Bad Kissingen in den Fokus gerät. Zunächst beschäftigt sich ein Vortrag um 14.00 Uhr mit einem Erdenbürger der Gemeinde, dann findet ab 16.30 Uhr eine Führung durch das Bauwerk statt. Die ganze Zeit über informiert ein Stand bei der Kapelle über die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Im Vortrag unter dem Titel "Bekannte hab´ ich hier nicht gesehen, nicht ´mal aus Kissingen! Was das Kissinger Rathaus mit Ceylon zu tun hat." behandelt die Lebensgeschichte von Carl Leo Heußlein von Eußenheim (1838-1870), dem letzten Spross der Familie Heußlein von Eußenheim, der auf dem Kapellenfriedhof in der Familiengruft beigesetzt wurde. Die Adelsfamilie hatte ihren Sitz im heutigen Neuen Rathaus. Carl Leo zog es früh in die Welt hinaus. Auf seinen Reisen nach Ceylon und Mexiko erlebte er verschiedene Abenteuer. Dr. Raymund Müller vom Ortskuratorium Bad Kissingen zeichnet das Leben von Carl Leo nach, berichtet von der Entstehungsgeschichte des Reisetagebuchs und liest daraus die aufregendsten Passagen vor. Carl Leo wurde 1870 aufwändig nach Kissingen überführt.
In der Führung "Schicht für Schicht – von der mittelalterlichen Wallfahrtskapelle, dem barocken Umbau und der Friedhofskultur des 19. Jahrhunderts zu den liturgischen Veränderungen im 20. Jahrhundert" geht Professor Reinhard Haus vor Ort der Kapellengeschichte nach. Die Marienkapelle, seit 1348 urkundlich nachweisbar, trug zunächst das Patrozinium der Gottesmutter Maria. Den Dreißigjährigen Krieg überstand das Gotteshaus sehr angeschlagen, so dass der Zustand der Kapelle um 1700 sehr desolat war. Dennoch wurde sie im 17. Jahrhundert als Ziel von Dankwallfahrten für die Beendigung der Pest rege aufgesucht. 1727 wurde Balthasar Neumann damit beauftragt, die Kirche neu zu bauen. Nach den Bauarbeiten wurde der erste Bischof von Würzburg, der heilige Burkard, ihr neuer Patron. Mittlerweile hat die Kirche mehrere Sanierungen und Übermalungen erfahren. Haus erläutert die historischen Schichten im Innern der Kapelle und zeigt Parallelen zu anderen Gotteshäusern. | | | | | |
| Schloss Lichtenschein (c) janisview | | | | | Romanschloss der Romantik: Schloss Lichtenstein | | Hoch auf einem steilen Felsen gelegen, ist das Hauptgebäude von Schloss Lichtenstein mit dem runden Bergfried und einer Zugbrücke schon von weitem zu erkennen. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die einstige Burg dem Dichter Wilhelm Hauff. Seine Beschreibung im 1826 erschienenen Roman „Lichtenstein“ faszinierte den Grafen von Württemberg derart, dass er den Felsen mit der Ruine kurzerhand kaufte und dort ab 1840 eine neue Festung nach dem beschriebenen Vorbild erbauen ließ. Wer nach dem Besuch im Romanschloss noch aktiv werden möchte, kann sich in den elf Kletter-Parcours im angrenzenden Abenteuer-Park in luftige Höhen wagen. | | Mehr | | | |
| Remlingen: Holzmühle (c) Dororthe Trouet / DSD | | | | | Alte Holzmühle in Remlingen öffnet am Deutschen Mühlentag für Besucher | Treuhandstiftung der DSD kümmert sich um Bewahrung des technischen Denkmals
Am Pfingstmontag, den 25. Mai 2026, öffnet die Holzmühle in Remlingen, Holzmühle 2 in 97280 Remlingen, von 13.00 bis 17.00 Uhr als eine von rund 600 Mühlen bundesweit im Rahmen des Deutschen Mühlentags ihre Türen und lädt Besucher dazu ein, das besondere technische Denkmal vor Ort zu erleben. Interessierte können die historische Mühlenanlage besichtigen und nachvollziehen, wie in einer traditionellen Wassermühle Getreide verarbeitet wird. Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Bewahrung der Anlage wird gebeten.
Die Mühle, ein bedeutendes Zeugnis der Technikgeschichte, ist nach wie vor funktionstüchtig. Heute erzeugen die Wasserräder der Mühle Strom, doch das Wasserrad der mittleren Mühle kann auch zum Antrieb eines Mahlgangs umgestellt werden. Im angeschlossenen Mühlenmuseum veranschaulichen historische Geräte und Exponate – etwa ein Getreidesilo, ein Mühlsteinkran oder eine Spitz- und eine Schälmaschine für Getreide – die Arbeitsschritte der Getreideverarbeitung.
Die Geschichte der Holzmühle reicht bis ins frühe Mittelalter zurück – bereits im neunten Jahrhundert ist an dieser Stelle ein Mühlenstandort nachgewiesen – und ist eng mit der Geschichte des nahegelegenen Klosters Holzkirchen verbunden. Dieses hatte die Herrschaft über Remlingen und errichtete die Mühlenanlage im Aalbachtal. Die mehrfach erneuerten Mühlengebäude stammen heute größtenteils aus dem 19. Jahrhundert. Das L-förmige Hauptgebäude mit der ehemaligen Müllerwohnung bildet bis heute den Mittelpunkt der Anlage.
Betreut wird die Mühle von der treuhänderischen „Stiftung Mühlenmuseum Holzmühle in memoriam Margarete und Emil Röhm“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Treuhandstiftung ist nach den Eltern der Stifterin Marianne Röhm benannt, die sich mit viel Engagement um den Erhalt der von ihren Vorfahren ererbten alten Holzmühle gekümmert hat. Viele der Exponate im von ihr aufgebauten Mühlenmuseum stammen aus der privaten Sammlung.
Um die Zukunft der Holzmühle zu sichern, vermachte die 2021 verstorbene Marianne Röhm sie zusammen mit weiteren Immobilien der Stiftung. Dadurch wird die alte Holzmühle nicht nur erhalten, sondern ist auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Vorjahr sind die Fenster neu gestrichen worden und die Küche in der angrenzenden Müllerwohnung wurde mit denkmalgerechten Materialien, etwa Kalk statt Raufasertapete, restauriert.
Am Deutschen Mühlentag, der 2026 zum 32. Mal stattfindet, öffnen am Pfingstmontag neben der Holzmühle Remlingen Hunderte historische Wind- und Wassermühlen bundesweit ihre Türen. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung mit ihren Landes- und Regionalverbänden dazu ein, das Kulturgut Mühle zu entdecken.
Spendenkonto
DSD Stiftung Mühlenmuseum Holzmühle
IBAN: DE43 3702 0500 0001 8119 00
Weitere Informationen online | | Mehr | | | |
| Familie im Märchengarten von Schloss Ludwigsburg (c) TMBW / Christoph Düpper | | | | | Barocke Blüte: Schloss Ludwigsburg | | Vor den Toren Stuttgarts ließ sich Herzog Eberhard Ludwig Anfang des 18. Jahrhunderts eine Residenz nach dem Vorbild von Versailles errichten. Das nach dem Herzog benannte Schloss Ludwigsburg, das schon bald von der gleichnamigen Residenzstadt umgeben wurde, ist eine der größten erhaltenen barocken Schlossanlagen und veranschaulicht seinen Gästen wie kaum ein anderes Schloss das Leben bei Hofe. Im Märchengarten des „Blühenden Barock“ entführen Froschkönig, Dornröschen, Rapunzel und Co. große und kleine Gäste außerdem in ihre fantastische Welt. | | Mehr | | | |
| © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | | | | Karlsruhe: Mehrzahl der Brunnen sprudeln | Alle 39 funktionierenden Trinkbrunnen werden in Betrieb genommen
Im Rahmen der letzten Haushaltssicherung war auch das Gartenbauamt von Kürzungen betroffen, wo sich das Budget zur Unterhaltung der Zier- und Trinkbrunnen verringert hat. Infolgedessen können nicht alle betriebsbereiten Zierbrunnen angeschaltet werden. Die Trinkbrunnen werden aus Gründen der Klimaanpassung trotz der Budgetkürzung weiterhin in Betrieb sein. Das Gartenbauamt hat im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen nun eine Liste mit den Brunnen vorgelegt, die dieses Jahr in Betrieb gehen sollen.
Bei den Kriterien wurde unter anderem die Verteilung über das Stadtgebiet berücksichtigt, ob es sich um historisch oder kulturell bedeutende Brunnen handelt, ihre Bedeutung im Stadtbild, die Unterhaltungskosten sowie der Wartungsaufwand. Von 82 Zierbrunnen sollen 46 in Betrieb gehen.
Zu den 46 Zierbrunnen, die eingeschaltet werden, zählen etwa die Wasserspiele am Marktplatz, der Narrenbrunnen am Kronenplatz und die Springbrunnen am Kaiserplatz Nord und Süd. Einige der Zierbrunnen können allerdings erst nach erfolgter Reparatur in Betrieb genommen werden. Von der Einsparung betroffen sind beispielsweise die Brunnenanlage am Albtalbahnhof, die Nymphengruppe im Nymphengarten und der Majolikabrunnen.
Von den insgesamt 39 funktionierenden Trinkbrunnen sollen alle angestellt werden.
Die Inbetriebnahme der für dieses Jahr vorgesehenen Trink- und Zierbrunnen ist zum großen Teil bereits erfolgt. Die Inbetriebnahme ist voraussichtlich im Mai abgeschlossen.
zum Bild oben:
Die Wasserspiele am Marktplatz sprudeln auch in diesem Sommer wieder.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | Mehr | | | |
| München: Ev.-Luth. Kirche St.Lukas (c) Peter Schabe / DSD | | | | | Sankt Lukas in München erhält weitere Unterstützung | Innenraumsanierung geht voran dank Spenden aus dem ganzen Land
Für die Innenraumsanierung der St. Lukaskirche in München - konkret die Natursteinarbeiten an den Bodenbelägen – erhält die Gemeinde weitere Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus der gemeinsamen Spendenkampagne in Höhe von 80.000 Euro. Weiterhin rufen die Gemeinde der Lukaskirche in München und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu Spenden für „den atemberaubenden Innenraum von Sankt Lukas“ auf. Für die laufende fach- und denkmalschutzgerechte Sanierung entstehen Kosten in Millionenhöhe. Ein Großteil der benötigten Mittel ist bereits vorhanden, doch noch fehlen 500.000 Euro. Die Kirchengemeinde bittet daher gemeinsam mit der DSD um weitere Hilfe, damit die Kirche auch in Zukunft ihrer herausragenden architektonischen Bedeutung gerecht werden kann und der Raum weiterhin für viele kirchliche, soziale und kulturelle Zwecke genutzt wird!
Zum Objekt
Die größte protestantische Kirche der Stadt München steht am Mariannenplatz mit Blick auf das Isarufer. Seit über 120 Jahren ist Sankt Lukas mit den beiden Osttürmen und der fast 64 Meter hohen Hauptkuppel selbst ein eindrucksvoller Blickfang. Entworfen und gebaut hat das Gotteshaus der um 1900 renommierte Münchener Architekt Albert Schmidt. Die nahezu vollständig erhaltenen neoromanischen und neogotischen Elemente des 1896 fertiggestellten atemberaubenden Innenraums machen die Lukaskirche zu einem Meisterwerk des Späthistorismus. Die Ausstattung – Altar und Kanzel, Kirchenbänke und Fliesenfußboden – stammen aus der Erbauungszeit und haben den Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört überstanden. Die Sanierung und Restaurierung dieses denkmalgeschützten Innenraums konnten nicht weiter aufgeschoben werden. Umfangreiche und kostenintensive Arbeiten an Wänden, Pfeilern, Gewölben, Böden und an der Orgel waren und sind unumgänglich, soll deren Schönheit für weitere Generationen erhalten bleiben.
Das Gotteshaus gehört zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/sankt-lukas
Retten Sie den atemberaubenden Innenraum von Sankt Lukas!
Verwendungszweck: PR06749-01X
Sankt Lukas München
IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400.
Online spenden: www.denkmalschutz.de/spende-sankt-lukas
Ab einer Spende in Höhe von 500 Euro können sich Unterstützer namentlich auf den neuverglasten Biforienfenstern zwischen Vorhalle und Innenraum verewigen lassen. | | Mehr | | | |
| Visualisierung: Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH | | | | | Wohnen für alle – im Metzgergrün | - Spatenstich für 208 neue Wohnungen im Freiburger Westen
- Quartiers-Service-Zentrum als zentraler Bestandteil
- Erster Bauabschnitt fertiggestellt und vermietet
Mit dem Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt im Quartier Metzgergrün setzt die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) die Errichtung eines ihrer größten Wohnungsbauprojekte fort. Im Stadtteil Stühlinger werden weitere 208 Wohnungen realisiert – darunter 125 öffentlich geförderte, 53 frei finanzierte sowie 30 Eigentumswohnungen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Im Metzgergrün entsteht dringend benötigter und vielfältiger neuer Wohnraum – darunter viele geförderte Wohnungen, aber auch frei finanzierte sowie Eigentum. Gleichzeitig investieren wir auch hier in die soziale Infrastruktur. So wächst ein Quartier, in dem gute Nachbarschaft entstehen kann.“
Der zweite Bauabschnitt ist Teil der Gesamtentwicklung Metzgergrün mit rund 550 Wohnungen in mehreren Bauabschnitten. Die Zahl der Wohnungen wird dabei mehr als verdoppelt, die Wohnfläche sogar verdreifacht. Parallel zum Baustart ist der erste Bauabschnitt mit 175 Wohnungen, davon 125 öffentlich gefördert, bereits fertiggestellt und größtenteils vermietet. Die Technische Geschäftsführerin der FSB, Dr. Magdalena Szablewska, hebt die städtebauliche Qualität hervor: „Das Quartier im Metzgergrün weist hohe ökologische, soziale und nachhaltige Qualitäten auf. Die klare städtebauliche Struktur und architektonische Akzentuierung der Gebäude mit Begegnungsflächen in den Freiräumen sowie in den Erschließungsbereichen schafft hohe Aufenthaltsqualitäten und unterstützt das nachbarschaftliche Miteinander.“
Der erste Bauabschnitt wurde mit dem DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet und steht für den ganzheitlichen Anspruch der Quartiersentwicklung – ökologisch, ökonomisch und sozial. Ergänzend setzt die FSB auf energieeffiziente Bauweisen sowie den Einsatz von Holz als nachhaltigen Baustoff.
Ein zentraler Baustein des zweiten Bauabschnitts ist das Quartiers-Service-Zentrum mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche. Mit Angeboten für Pflege, Betreuung und Begegnung schafft die FSB konkrete Unterstützung im Alltag und sorgt dafür, dass Wohnen und Versorgung im Quartier zusammen gedacht werden. Bereits im ersten Bauabschnitt gibt es einen interimistischen Quartiersraum mit regelmäßigen Beratungs- und Freizeitangeboten, der das Zusammenleben schon jetzt aktiv unterstützt.
Für den Kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Matthias Müller ist das Projekt auch wirtschaftlich ein wichtiger Baustein: „Die Mischung aus geförderten, frei finanzierten Wohnungen und Eigentum ist die Grundlage dafür, dass wir solche Quartiere überhaupt realisieren können. So sichern wir die Finanzierung und bleiben auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig.“ | | Mehr | | | |
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