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Verschiedenes
(c) Slow Food | | | | | Weniger Lebensmittel in der Tonne | Dialogforum private Haushalte 2.0 legt Handlungsempfehlungen vor
Nach drei Jahren Laufzeit zieht das vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderte Projekt Bilanz: Nach der Teilnahme an den Mitmach-Aktionen des Projektes wurden deutlich weniger vermeidbare Lebensmittelabfälle in Privathaushalten dokumentiert. Daraus lassen sich wichtige Ansatzpunkte für zukünftige Maßnahmen ableiten.
Berlin, 14.10.2026 – Wie lässt sich Lebensmittelverschwendung in privaten Haushalten verringern? Dieser Frage ist das Projekt „Dialogforum private Haushalte 2.0 – Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ (DiFo 2.0) seit Oktober 2023 nachgegangen. Zum Projektende im September 2026 legen Slow Food Deutschland e. V. und das Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft der Technischen Universität Berlin ausgewählte Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen vor. Sie richten sich an alle, die Verbraucherinnen und Verbraucher beim wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln unterstützen – von Politik und Verwaltung über Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft bis hin zu Bildungseinrichtungen und Initiativen.
Das Projekt: Messen, mitmachen, vernetzen
Private Haushalte verursachen den größten Teil der Lebensmittelabfälle in Deutschland. Im Rahmen der „Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ des BMLEH knüpfte das Dialogforum private Haushalte 2.0 an das Vorgängerprojekt „Dialogforum private Haushalte“ an, das 2023 abgeschlossen worden war. Ziel war es, die Forschung zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Haushalt voranzutreiben und die Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure zu verstetigen, die Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen.
Das digitale Küchentagebuch
Kernstück war und ist ein digitales Küchentagebuch, das in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium entwickelt und in die App Zu gut für die Tonne! integriert wurde. Damit erfassen Haushalte, was sie wegwerfen, wie viel davon vermeidbar gewesen wäre und aus welchen Gründen. Gemeinsam mit Praxispartnern aus Lebensmittelherstellung und -handel entstanden fünf Mitmach-Aktionen unter dem Titel „Miss mit!“ – zu Themen wie Einkaufsplanung, Lagerung, Haltbarkeit und Resteverwertung. Im Rahmen dieser modellhaften Mitmach-Aktionen dokumentierten 222 Haushalte in über 7.400 Einträgen ihre Lebensmittelabfälle jeweils 7 Tage vor und 7 Tage nach einer Aktion. Zudem fanden Messungen im Rahmen einer begleitenden Marktforschungsstudie mit 420 Teilnehmenden statt.
Lebensmittelverschwendung wird bewusst
Das Ergebnis ist ermutigend: Die durchschnittlich dokumentierte Menge vermeidbarer Lebensmittelabfälle sank in der zweiten Messphase um rund 27 Prozent. Welchen Anteil daran die Aktionsinhalte, das tägliche Protokollieren oder andere Einflüsse hatten, lässt sich aufgrund des Studiendesigns nicht eindeutig trennen. Viele Teilnehmende berichteten jedoch, dass ihnen durch das Eintragen eigene Muster und Gründe bewusster geworden seien.
„80.000-mal isst der Mensch im Laufe seines Lebens, das sind 80.000 Entscheidungen, die er treffen muss. Dabei spielt die Ernährungsumgebung eine ebenso gewichtige Rolle, wie die Wertschätzung für Lebensmittel und die Verantwortung im Umgang mit ihnen. Deshalb haben wir Akteure entlang der Lebensmittelversorgungskette einbezogen, um zu schauen, welches Potenzial Informationsmaßnahmen von Herstellern und Handel haben. Die Ergebnisse zeigen: Konkrete, alltagstaugliche Informationen von Akteuren entlang der Wertschöpfungskette und das Messen von Lebensmittelabfällen können helfen, Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten zu reduzieren. Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist eine gemeinsame Aufgabe aller Beteiligter“, vermerkt Projektleiterin Andrea Lenkert-Hörrmann von Slow Food Deutschland e. V.
Sechs Handlungsempfehlungen (eine Auswahl)
Aus den Mitmach-Aktionen, einer begleitenden Studie und der Netzwerkarbeit leitet das Projektteam folgende Empfehlungen ab:
1. Selbstbeobachtung als Werkzeug nutzen
Wer festhält, was im Müll landet, erkennt eigene Gewohnheiten und Muster. Digitale Hilfsmittel wie das Küchentagebuch sollten deshalb weiter eingesetzt und in Bildungs- und Beratungsangebote eingebunden werden.
2. Vermeidbare Abfälle in den Mittelpunkt stellen
Schalen, Kerne oder Knochen lassen sich nicht vermeiden; ihr Anteil blieb während der Miss-Mit-Aktionen nahezu unverändert. Maßnahmen und Kommunikation sollten daher auf die Verringerung vermeidbarer Abfälle zielen. „Erfolg bedeutet nicht, dass kein Gramm mehr weggeworfen wird. Entscheidend ist, vermeidbare Abfälle gezielt zu verringern“, sagt Prof. Dr. Nina Langen, Leiterin des Fachgebiets Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft der TU Berlin. Zugleich gilt: Kompostieren ist zwar eine Form der Verwertung, gilt aber als Lebensmittelabfall und nicht als Reduzierung – entscheidend ist, dass Abfälle gar nicht erst entstehen.
3. Bei Lagerung und Vorrat ansetzen
Besonders deutlich ging die Menge zurück, die wegen Verderb oder Schimmel entsorgt wurde. Richtige Lagerung, ein guter Überblick über Vorräte und die rechtzeitige Verwendung vorhandener Lebensmittel bieten konkrete Ansatzpunkte für künftige Angebote.
4. Auf Dauer statt auf einmalige Impulse setzen
In einer begleitenden Studie mit 420 Teilnehmenden zeigten kurze, einmalige Reflexions- oder Planungsaufgaben keinen zusätzlichen Effekt. Haushalte, die bereits Erfahrung mit dem Küchentagebuch hatten, lagen zudem schon auf niedrigerem Niveau. Wirksame Maßnahmen sollten daher wiederholt, praxisnah und über längere Zeiträume angelegt werden.
5. Messmethoden weiterentwickeln
Die Auswertung zeigt, dass schon die Gestaltung eines Erfassungsinstruments die Angaben beeinflussen kann. Um Maßnahmen verlässlich zu bewerten, braucht es weitere Forschung zu geeigneten Messverfahren, längeren Beobachtungszeiträumen und die Prüfung, ob Veränderungen dauerhaft bestehen bleiben.
6. Partnerschaften und Netzwerke verstetigen
Über Partner aus der Lebensmittelwirtschaft konnten Haushalte bundesweit und niedrigschwellig erreicht werden. Die Beteiligten hoben besonders den fachlichen Austausch und die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit hervor. Diese Strukturen sowie die im Projekt aufgebauten Netzwerke von Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, öffentlichen und privaten Organisationen und Institutionen sollten über das Projektende hinaus erhalten und ausgebaut werden. Wie wichtig Austausch und Vernetzung sind, betonte auch Prof. Dr. Dr. Markus Schick, Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), auf der Abschlussveranstaltung des Projekts am 17. September 2026 in Berlin. Er würdigte die Arbeit des Dialogforums und kündigte an, dass das BMLEH mit Zu gut für die Tonne! die Netzwerkarbeit weiterführen werde.
Digitales Küchentagebuch weiterhin verfügbar
Das digitale Küchentagebuch bleibt in der App Zu gut für die Tonne! verfügbar. Drei externe Partner nutzen es weiter, und neue Mitmach-Aktionen können mit der Koordinierungsstelle Zu gut für die Tonne! vereinbart werden. Die ausführlichen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen stehen unter www.slowfood.de zum Download bereit.
Über das Projekt
Das Dialogforum private Haushalte 2.0 wurde im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert. Es arbeitete eng mit der BMLEH-Initiative Zu gut für die Tonne! zusammen. Die Projektträgerschaft erfolgte über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) über den Zeitraum Oktober 2023 bis September 2026. Das Dialogforum wurde von Slow Food Deutschland zusammen mit dem Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft der TU Berlin durchgeführt. | | Mehr | | | |
| | | | | | Ehemaliger Bestatter in Freiburg zu Haftstrafe verurteilt | Angeklagter im Fall des Diebstahls von Zahngold und Wertgegenständen beim Eigenbetrieb Friedhöfe verurteilt – Ermittlungen bestätigen Einzelfall
Zwei Jahre, nachdem der Verdacht auf Diebstahl von Zahngold und Wertgegenständen Verstorbener beim Eigenbetrieb Friedhöfe bekannt wurde, ist das Strafverfahren abgeschlossen. Am Montag, 12. Oktober, und am Mittwoch, 14. Oktober wurde der Fall vor dem Amtsgericht Freiburg
verhandelt.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen der Entwendung von Gold und Schmuck sowie des Fotografierens eines Gewaltopfers und Weiterleitung der Bilder an zwei Personen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung. Darüber hinaus wurde die Einziehung von rund 250.000 Euro aus dem Verkauf von Gold und Schmuck angeordnet. Verurteilt wurde auch die Ehefrau des Angeklagten wegen der Beteiligung an der Entwendung von Gold und Schmuck.
Damit sind die Taten nun juristisch umfassend aufgearbeitet. Die Ermittlungen haben gezeigt: Es handelte sich um einen schrecklichen Einzelfall. Dieser hat auch in der Belegschaft des Eigenbetriebs Friedhöfe große Bestürzung ausgelöst. Die Taten sind entsetzlich und zutiefst pietätlos. Stadtverwaltung und Eigenbetrieb Friedhöfe bitten um Entschuldigung bei allen Angehörigen und Nahestehenden von möglicherweise betroffenen Personen. Gleichzeitig gilt es, allen Kolleg*innen, die tagtäglich mit Engagement und Professionalität diese besondere Arbeit beim Eigenbetrieb Friedhöfe leisten, Vertrauen auszusprechen.
Im September 2024 war der Verdacht durch einen anonymen Brief an die Stadt herangetragen worden. Die Stadtverwaltung und der Eigenbetrieb Friedhöfe hatten damals sofort reagiert, Polizei und Staatsanwaltschaft informiert und vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden
zusammengearbeitet.
Als Konsequenz hat der Eigenbetrieb Friedhöfe seine Abläufe und Prozesse untersucht und optimiert. So wurden beispielsweise die Dokumentationspflichten sowie das 4-Augen Prinzip konsequent ausgeweitet. Außerdem wurde veranlasst, dass die Särge nach der zweiten Leichenschau durch den Amtsarzt versiegelt werden. Diese Maßnahmen haben sich seitdem in der Praxis bewährt und werden regelmäßig kontrolliert. | | | | | |
| Esslingen Altstadt mit St. Dionys (c) TMBW / Oliver Raatz | | | | | Esslingen: Postreiter-Spuk | | Eine echte Schauergeschichte erzählt man sich in der mittelalterlichen Fachwerkstadt Esslingen. Protagonist ist der Postreiter Michel, der auf seiner Tour eines Tages einen Ring fand. Doch man glaubte ihm sein Glück nicht, sondern bezichtigte ihn des Diebstahls und Mordes am rechtmäßigen Besitzer. Die Esslinger folterten, quälten und bestraften ihn grausam, indem sie ihn einen Kopf kürzer machten. Zu Unrecht hingerichtet, erschien der Geköpfte von dort an Jahr für Jahr in der Michaelisnacht mit seinem Kopf unter dem Arm vor dem Haus des Richters, stieß in sein Horn und verschwand wieder. Bis nach einiger Zeit die Wahrheit ans Licht kam und der wahre Mörder verurteilt wurde. Seither kann der Postmichel endlich in Frieden ruhen. Auf dem Fischbrunnenplatz steht seit 1916 der Postmichelbrunnen und erinnert an die Erzählung. | | Mehr | | | |
| Wolfegg-Alttann: Villa Sauerländer (c) DSD / Nina Probst | | | | | Außensanierung der Villa Sauerländer in Wolfegg-Alttann steht an | Klare zeitgenössisch-avantgardistische Formen setzen einen deutlichen Akzent im Ortsbild
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale für die Außensanierung der Villa Sauerländer in Wolfegg-Alttann 50.000 Euro zur Verfügung. In Alttann war 1922 auf der Grundlage traditionell betriebener häuslicher Teppichweberei eine Manufaktur für Allgäuer Handwebteppiche entstanden, die "Allgäuer Handwebteppiche Sauerländer & Co", deren Gründung der Berliner Landschaftsmaler Willi Sauerländer angeregt hatte und die er bis zu seinem Tod im Jahre 1941 leitete.
Die Villa Sauerländer wurde 1929 für den Künstler und Unternehmer nach Plänen von Architekt Richard Herre erbaut und befindet sich seitdem in Familienbesitz. Das Wohnhaus im Stil der Neuen Sachlichkeit ist ein zwei- bis dreigeschossiger Putzbau in Hanglage aus zwei gegeneinander versetzten Kuben, mit breiten Balkonterrassen im Süden und Flachdach. Die klaren zeitgenössisch-avantgardistischen Formen setzen einen deutlichen Akzent im Ortsbild, da keine Anpassung an die ländliche Architektur Oberschwabens angestrebt wurde.
Gestaltungsmerkmale des "Neuen Bauens" finden sich im funktionalen Grundriss. Der Raum wird effizient genutzt mit Hilfe von Einbaumöbeln. Das Bauwerk gewinnt einen besonderen Charme durch den gezielten Einsatz von farbigen Wandflächen, die Terrassen, die für das gesunde Leben mit Licht und Luft sorgten, das flache Dach und den Verzicht auf Ornamente sowie die schlanken Stützen, die das Haus optisch in der Schwebe halten.
Die Villa Sauerländer gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte. | | | | | |
| | | | | | Infostele am Gedenkbrunnen auf dem Platz der Alten Synagoge beschädigt | Freiburg. Die Infostele am Gedenkbrunnen auf dem Platz der Alten Synagoge wurde vermutlich in der Nacht auf Donnerstag beschädigt. Das in Richtung Dreisam gerichtete Display ist stark zersplittert und derzeit nicht nutzbar.
Die Stele informiert über die Geschichte des Ortes und unterstreicht den Gedenkcharakter des Brunnens. Zu den Hintergründen der Beschädigung und zur Schadenshöhe kann die Stadtverwaltung derzeit keine Angaben machen. Die Polizei wird umgehend über den Vorfall informiert und die Reparatur der Stele schnellstmöglich veranlasst. | | | | | |
| | | | | | Denkmalgeschützte Steinbrücke über die Eder in Nördlingen wird gerettet | Künftig wieder als Rettungszufahrt für den Rettungswagen und die Feuerwehr nutzbar
Mit einem Fördervertrag über 20.000 Euro fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale die Sanierung der denkmalgeschützten Steinbrücke über die Eder an der Mühlgasse in Nördlingen. Die Brücke, ein Zeugnis technischer Baukunst, ist historisch wie städtebaulich wertvoll. Gemeinsam mit der Egerüberbauung im Bereich des Spitalareals ist die Brücke die einzige erhaltene Massivkonstruktion innerhalb des Stadtgebietes über den Fluss. Derzeit ist die Brückenüberfahrt für den Automobilverkehr gesperrt.
Die Mühlgasse im Nördlinger Gerberviertel führt über die Steinbrücke zur 1602 errichteten Neumühle. Die Brücke überspannt die Eger mit einem flachen Segmentbogen unweit des Austrittes des Flusses unter der Stadtmauer nach Norden am Wasserturm. Der Flusslauf ist durch die am Oberstrom angrenzende Neumühle bereits wasserbaulich geführt, die Ufer sind begradigt und mit Steinmauern befestigt.
Die Bogenbrücke selbst ist aus großen Ziegeln gemauert und verputzt. Sie wirkt vor allem durch die ebenfalls gemauerten Brüstungen äußerst massiv. Aufgrund der Konstruktionsmerkmale und verwendeten Materialien lässt sie sich ins ausgehende 17. bzw. beginnende 18. Jahrhundert datieren. Während die tragende Konstruktion noch historisch ist, sind die oberen Putzlagen wie die Oberflächen modern.
Das Engagement des Stadtheimatpflegers Dr. Wilfried Sponsel und die Intervention der DSD haben dazu geführt, dass statt einer neuen Brücke eine substanzerhaltende Instandsetzungsvariante ausgeführt wird. Die statische Ertüchtigung wird durch den Einbau eines neuen Stahlbetontragwerks in Ortbeton über dem historischen Bogentragwerk sichergestellt. Zur Lastabtragung werden hinter der bestehenden Gründung Mikropfähle gesetzt. Die Variante erfordert die Sperrung der Brücke für den Schwerverkehr, das technische Denkmal wird freilich künftig wieder als Rettungszufahrt für den Rettungswagen und die Feuerwehr genutzt werden können.
Die Brücke über die Eder gehört nunmehr zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte. | | | | | |
| Bamberg-Berg: Ehem. Kloster St. Michael (c) Guido Siebert / DSD | | | | | Die Figurengruppe am Kaiserportal des ehemaligen Klosters in Bamberg | Der über Lucifer triumphierende Michael und das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde
Für die Skulpturen am Kaiserportal des ehemaligen Klosters Michaelsberg im Bamberger Berggebiet wird eine Schadenskartierung der Architekturteile und eine Bestands- und Schadenskartierung der Skulpturen vorgenommen. Dafür stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag über 5.000 Euro aus.
Am Tag des offenen Denkmals, am 13. September 2026, ist die Figurengruppe Schauplatz einer Schaubaustelle. Besucher haben dann die Möglichkeit, Einblicke in die laufenden Voruntersuchungen der Sandsteinskulpturen zu bekommen. Das Denkmal ist im Rahmen von 30-minütigen Führungen mit Kurzvorträgen zugänglich. Diese beginnen um 11.00 Uhr, 12.30 Uhr und 14.30 Uhr. Die Vorträge werden in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege geführt. Die Anmeldung erfolgt am Veranstaltungstag direkt vor Ort, die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Änderungen sind vorbehalten. Es gelten die am Veranstaltungstag vor Ort ausgehängten Termine.
Beim Kaiserportal handelt es sich um eine Skulpturengruppe des Bildhauers Johann Peter Benkert (1709-1769). Der verwandte Schilfsandstein lässt sich zwar gut bearbeiten, ist aber wenig haltbar. Die Statue des Heiligen Michaels, der über Lucifer triumphiert, ragt weitausladend auf dem Portalgiebel heraus. Links und rechts des Portals befinden sich die Skulpturen des Kaiserpaars Heinrich und Kunigunde. Die Skulpturengruppe wurde bereits mehrfach fachlich gut restauriert.
In der geplanten Fördermaßnahme ist auch die Kartierung dieser restaurierten Partien enthalten, die wie die Originalsubstanz geprüft werden müssen. Geplant ist die Abnahme, Restaurierung und Wiederaufstellung der Skulpturen, die dann mit einer Einhausung über den Winter geschützt werden. Zunächst sind nur die Voruntersuchungen geplant, die eigentliche Durchführung wird im nächsten Jahr stattfinden.
Der Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September, den die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bundesweit koordiniert, wird alljährlich in wechselnden Städten feierlich eröffnet. In diesem Jahr freut man sich in Bamberg auf das größte Kulturevent Deutschlands mit einem vielfältigen Programm. Am Sonntag, den 13. September 2026 präsentieren die Veranstaltenden in Bamberg ihre Angebote stellvertretend für alle bundesweiten Aktionen. Deutschlandweit öffnen rund 6.000 Teilnehmer ihr Denkmal, viele darunter können sonst nicht besucht werden. So wird ein buntes Mosaik der deutschen Denkmallandschaft und die unterschiedlichsten Wirkungsfelder von Denkmalschutz und Denkmalpflege einmal im Jahr vor aller Augen sichtbar.
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| © Wilhelma Stuttgart/artismedia (Olaf Kühl) | | | | | Neu: Sitzbank-Patenschaften in der Wilhelma | Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart erweitert sein Patenschafts-Portfolio
Schon seit deutlich über 20 Jahren erhält die Wilhelma Unterstützung von zahlreichen Patinnen und Paten – zunächst für ausgewählte Tierarten, später auch für Pflanzen. Im Sommer 2026 sind Sitzbank-Patenschaften als neuer Baustein hinzugekommen. Volker Heß, stellvertretender Direktor der Wilhelma, erklärt: „Mit den Sitzbank-Patenschaften haben wir eine Anregung realisiert, die von Seiten unserer Besucherinnen und Besucher an uns herangetragen wurde. Viele von ihnen haben ihren persönlichen Lieblingsplatz in der Wilhelma, mit dem sie eine ganz besondere Verbundenheit verspüren.“
Genau wie bei Tier- und Pflanzenpatenschaften handelt es sich hierbei um eine Art der Unterstützung, welche in Projekte in der Wilhelma fließen, die mit den regulären Haushaltsmitteln nicht in dieser Art und Weise umsetzbar wären. So wurden Einnahmen aus Patenschaften in den vergangenen Jahren unter anderem in die Terra Australis, in die Freianlage für Landschildkröten, die botanische Ausgestaltung des Asiatischen Schaubauernhofs mit einem Reisfeld und Bananenpflanzen, die Bonsai-Landschaft, einen Unterstand für die Vikunjas auf der Südamerika-Anlage oder in eine verbesserte Gehegegestaltung und Tierbeschäftigung bei den Raubkatzen investiert. Aktuell bestehen rund 1.100 Patenschaften für Tiere, Pflanzen – und bereits vereinzelt für Sitzbänke.
Sitzbank-Patenschaften können ab sofort wahlweise für einen Zeitraum von drei, fünf oder 10 Jahren abgeschlossen werden. Angeboten werden zunächst nur Bänke im Bereich des Maurischen Gartens. Es ist geplant, später auch Bänke in anderen Teilen der Wilhelma in das Patenschaftsprogramm aufzunehmen. Jede Patin und jeder Pate erhält neben einer Urkunde auch eine kleine Stiftungstafel mit dem eigenen Namen und auf Wunsch einen Stiftungstext von bis zu 200 Zeichen auf der jeweiligen Bank. Eine Sitzbank-Patenschaft berechtigt allerdings nicht zur exklusiven Nutzung der Bank. Patenschaften von Privatpersonen sind als Spende von der Steuer absetzbar. Firmenpatenschaften gelten steuerlich als Sponsoring. Weitere Informationen und Preise unter www.wilhelma.de/patenschaften.
zum Bild oben:
In der Wilhelma sind ab sofort auch Patenschaften für Sitzbänke möglich
© Wilhelma Stuttgart/artismedia (Olaf Kühl) | | Mehr | | | |
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