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Sonntag, 21. April 2019
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Verschiedenes

 
Abrufkredite
Die Alternative zum Dispokredit

Bankkunden, die ihr Konto überziehen, zahlen für ihren Dispokredit derzeit im Schnitt knapp 10 und in der Spitze immer noch 13 Prozent Zinsen. Deutlich günstiger sind Abrufkredite. Ihre Sollzinsen liegen bei den günstigsten Banken bei weniger als 5 Prozent, das zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest. Deshalb empfiehlt die Stiftung in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest allen, die dauerhaft im Dispo sind, einen Abrufkredit. Der Haken: Nur 26 von 148 befragten Anbietern haben einen Abrufkredit im Programm.

Abruf- oder Rahmenkredite sind vielen nicht geläufig. Bei Abrufkrediten erhält der Kunde einen Kreditrahmen, über den er frei verfügen kann. Zinsen werden nur auf den in Anspruch genommenen Betrag fällig. Der Kredit hat keine feste Laufzeit. Den Zins kann die Bank immer an den Marktzins anpassen. Welchen Kreditrahmen die Banken für ihre Abrufkredite anbieten, ist unterschiedlich. Finanztest fand bei den Banken im Test Höchstbeträge für den Kredit zwischen 1.500 und 50.000 Euro. Voraussetzung ist immer ein regelmäßiges Einkommen.

Ein weiterer Vorteil von Abrufkrediten: Über die Zinsen hinaus fallen keine zusätzlichen Kreditkosten an – keine Bearbeitungsgebühr, keine Bereitstellungsprovision und auch keine Kontoführungsgebühr für das Kreditkonto. Verbraucher sollten aber auch hier kritisch vergleichen: Die Deutsche Bank macht beispielsweise als einzige Bank den Zins für ihren Abrufkredit von der Bonität des Kunden abhängig. Kunden mit guter Bonität zahlen nur 3,92 Prozent, die mit schlechter Bonität 10,34 Prozent. Von einem Abrufkredit beim Fintech-Unternehmen Cashpresso rät Finanztest sogar ab: Das Unternehmen verlangt mit knapp 14 Prozent die höchsten Zinsen. Teurer als jeder Dispokredit.

Finanztest rät: Wer sein Girokonto regelmäßig überzieht, ist in der Regel mit einem Abrufkredit deutlich günstiger dran als mit seinem Dispo. Aber trotzdem gilt: Geliehenes Geld ist teures Geld. Deshalb sollte auch der Abrufkredit nicht dauerhaft genutzt werden.

Der Test Abrufkredite findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online ...
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Das Kreuz gehört zum Friedensprojekt Europa
Predigt von Stadtdekan Engelhardt an Karfreitag

Freiburg. In seiner Predigt zu Karfreitag ging Stadtdekan Markus Engelhardt auf die besondere Rolle von Pontius Pilatus ein. In seiner Auslegung eines Textes aus dem Johannesevangelium (Kap. 19, Verse 16 bis 30) in der Matthias-Claudius-Kapelle in Günterstal bezeichnete Engelhardt den Präfekten (Statthalter) des römischen Kaisers als Populisten, der Jesus, vor dessen Verurteilung „der eifernden Menge überlassen“ habe. Unfreiwillig und wider Willen sei der heidnische Potentat aber zum Akteur Gottes geworden. Denn „ohne es zu merken wird er zum Proklamator der Königswürde Jesu“. Denn ein Unschuldiger, erleidet die Sinnlosigkeit, Ungerechtigkeit und „alles Elend der Welt“.

Jesus selbst sei tief verwurzelt gewesen in den Traditionen seines jüdischen Volkes, das er geliebt habe, so Engelhardt. Dennoch wäre Jesu eine Parole wie „Israel zuerst“ nie über die Lippen gekommen. Jesu zeige wie Gottes Liebe selbst menschliche Bindungen sprengen könne - auch ein Nationalgefühl werde unerheblich.

In diesem Zusammenhang sprach der Stadtdekan auch die bevorstehende Europawahl an, die eine „schicksalhafte Bedeutung“ habe. „Es entscheidet sich, ob Europa weiterhin ein großartiges, immer noch einzigartiges Friedensprojekt bleibt, das alle Mühe und Schweiß endloser Brüsseler Nachtsitzungen lohnt - oder ob es an der Feindschaft der Vorgestrigen kaputt geht, für die die eigene Nation der oberste Wert ist und die Europa und seine Organisationen verächtlich als „System“ brandmarken, weil sie nie akzeptieren konnten, dass eine Gemeinschaft verschiedener Völker und Nationen mehr und wertvoller ist als die eigene Nation.“ Europa sei ein Friedensprojekt zu dessen DNA das Kreuz gehöre. Dies beinhalte, dass zu seinen Grundlagen die „unveräußerliche Würde des Menschen“, gehöre, die nicht abhängig vom Status, Hauptfarbe, Nation oder Religion sei. „Christus ist an diesem Tag nicht gegen Muslime und Migranten, gegen Linke oder Rechte am Kreuz gestorben, sondern für uns alle“, sagte Engelhardt zu den Gläubigen.
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124. Südbadische Gebrauchtwagen-Verkaufsschau (GWS)
12. - 14. April 2019, Messe Freiburg

Rund 180 Gebrauchtfahrzeuge wurden auf der 124. Südbadischen Gebrauchtwagen-Verkaufsschau von regionalen Fachhändlern und Autohäusern verkauft – das bedeutet einen Umsatz von über 2,5 Millionen Euro.

Die Südbadische Gebrauchtwagen-Verkaufsschau hat am vergangenen Wochenende mit großer Auswahl, Qualität und Beratungsmöglichkeiten rund um den Gebrauchtwagenkauf überzeugt. Rund 40 Fachhändler aus der Region präsentierten über drei Veranstaltungstage hinweg 773 eingefahrene Gebrauchtwagen der verschiedensten Hersteller und Preiskategorien in den Hallen und auf dem Boulevard der Messe Freiburg.

Über 7.000 Besucher nutzten dieses Angebot um sich zu informieren, die Fahrzeuge zu vergleichen und gegebenenfalls den Kaufabschluss zu besiegeln. Rund 180 Fahrzeuge konnten an den drei Messetagen direkt vor Ort verkauft werden – jedes fünfte davon war ein Diesel. Erfahrungsgemäß werden bei den teilnehmenden Händlern mindestens noch einmal so viele Fahrzeuge im Nachmessegeschäft innerhalb der nächsten Woche verkauft.

Das günstigste verkaufte Fahrzeug auf der 124. Südbadischen Gebrauchtwagen-Verkaufsschau war ein Toyota Yaris für 2.400 €. Ein VW T6 California hat für 49.000 € seinen Besitzer gewechselt und war damit das teuerste verkaufte Fahrzeug. Der Durchschnittspreis aller verkauften Fahrzeuge lag bei rund 14.780 €.

Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG veranstaltet die 125. Südbadische Gebrauchtwagen-Verkaufsschau vom 11. - 13. Oktober 2019 traditionsgemäß auf dem Gelände der Messe Freiburg.
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St. Georg in Milbertshofen erhält Bronzetafel zur Erinnerung
Sakramentshäuschen und Einfriedungsmauer

Am Freitag, den 5. April 2019 um 14.00 Uhr bei einem Pressetermin vor Ort überbringt Franz Graf Stillfried, Vorsitzender der treuhänderischen Baudenkmal-Stiftung München in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Georg Schneid, Vorsitzender des Fördervereins Alte St. Georgskirche, und Anna Schneid von der Kirchenverwaltung eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Deutsche Stiftung Denkmalschutz – Gefördert durch die treuhänderische Baudenkmal-Stiftung München“. Die Tafel soll das Engagement der privaten Förderer der DSD auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung halten und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Baudenkmal-Stiftung stellte 2015 bei der Neugestaltung der Außenanlagen für die Instandsetzung der Einfriedungsmauer und die Erstellung einer Grundrissdarstellung der ehemaligen spätgotischen Dorfkirche der heutigen St. Georgskapelle in Milbertshofen 10.000 Euro zur Verfügung. Das Denkmal gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Die Geschichte des Ortes Milbertshofen geht in das 12. Jahrhundert zurück. Die heutige St. Georgskapelle wurde um 1507 unter dem Abt Leonhard II. vom Kloster Schäftlarn, zu dem das Hofgut seit 1140 gehörte, neu errichtet. Sie bildet damit eines der ältesten Gebäude im Münchner Norden. Ihr ursprüngliches Aussehen ist durch die Kupferstichfolge von Michael Wening aus dem Jahr 1701 überliefert. Der reich ausgestattete Kirchenraum, den unter anderem spätmittelalterliche Fresken schmücken, fiel 1944 weitgehend einem Bombenangriff zum Opfer. Stehen blieben lediglich die Türme, die Sakristei und Teile des Chores. Dennoch blieben bedeutende Teile der künstlerischen und liturgischen Ausstattung erhalten, so der sogenannte Keferloher Grabstein mit der ersten bekannten Reliefdarstellung bäuerlicher Arbeit aus der Zeit um 1500, das Sakramentshäuschen und Reste von Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert, eine Glocke von 1582 und der Georgs-Altar, der auf 1510 datiert ist.

Bereits 2000 unterstützte die DSD die Sanierung der Sandsteinausstattung mit rund 5.000 Euro. Damals war insbesondere das sandsteinerne Sakramentshäuschen in einem sehr verschmutzten und oberflächengefährdeten Zustand. Auch drei in den Außenwänden vermauerte Grabplatten wurden damals gereinigt und gefestigt.

DSD Baudenkmal-Stiftung München
IBAN: DE91370800400264818009
BIC: DRESDEFF370
 
 

Bronzetafel an der Meuschenmühle in Alfdorf erinnert an private Förderer
Alfdorf: Meuschenmuehle (c) Willinger / DSD
 
Bronzetafel an der Meuschenmühle in Alfdorf erinnert an private Förderer
Eines der größten Mühlräder im Schwäbischen Wald

Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 3. April 2019 um 11.00 Uhr überbringt Gisela Lasartzyk, Ortskuratorin Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), gemeinsam mit Dorothee Lang-Mandel von Lotto Baden-Württemberg an die Denkmaleigentümer Dr. Beate Kohler und Stephan Heimerl eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte im Rahmen der Gesamtsanierung der Meuschenmühle in Alfdorf vor zwei Jahren dank der Lotterie GlücksSpirale für die Instandsetzung des Wasserrades 50.000 Euro zur Verfügung stellen. Das Denkmal gehört zu den über 320 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die Meuschenmühle befindet sich nordwestlich von Alfdorf, im Tal des Eisenbachs. Sie wird erstmals im Jahr 1553 als "Nibelgau-Mühle" erwähnt, vermutlich gab es aber schon im 13. Jahrhundert an diesem Standort eine Mühle. Das heutige, weitgehend original erhaltene Mühlen- und Wohngebäude stammt aus dem Jahr 1787, die funktionierende Mahlanlage jedoch aus dem 19. Jahrhundert. Sparsamer Luxus wie eine Stuckdecke, profilierte Türstöcke und Simse aus Stubensandstein zeugen vom bescheidenen Wohlstand der Müllerfamilie im ausgehenden 18. Jahrhundert.

Zur Mühlentechnik zählen zwei Mahlgänge mit Mahlsteinen und ein Gerbgang, der den im Schwäbischen Wald verbreiteten Dinkelanbau belegt. Er diente zum Entspelzen (Gerben) des Dinkels, der nach dem Dreschen nicht, wie etwa der Weizen, das blanke Korn liefert, sondern fest mit den Spelzen verbunden bleibt. Eine Seltenheit ist die aus einer Wiener Mühlenbauanstalt stammende Spitz- und Schälmaschine. Über eine Nebenwelle kann ein Butterfass angetrieben werden – eine Kuriosität in einer Mahlstube.

Das von der DSD geförderte Wasserrad hat einen Durchmesser von sieben Metern – ist also eines der größten Mühlräder im Schwäbischen Wald – und 60 Schaufeln aus Eichenholz. Das Wasser fließt von oben auf das Rad (oberschlächtiges Wasserrad), um es anzutreiben. In der Mühlenanlage überträgt sich die Kraft mit Zahnrädern und Riemen auf die jeweiligen Maschinen. In der Meuschenmühle kann das System der "Alten Deutschen Wassermühle" noch voll funktionsfähig in Betrieb erlebt werden. Die privaten Eigentümer nutzen das qualitätvolle, landschaftsprägende Kulturdenkmal museal und zu Wohnzwecken.
 
 

Bronze für Augsburgs Bahnbetriebswerk
Augsburg: Bahnbetriebswerk (c) Schabe / DSD
 
Bronze für Augsburgs Bahnbetriebswerk
Kulturschatz Nördlicher Ringlokschuppen

Am Mittwoch, den 3. April 2019 um 15.30 Uhr überbringt Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Markus Hehl von der Bahnpark Augsburg gGmbH bei einem Pressetermin im ehemaligen Bahnbetriebswerk in Augsburg eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD förderte in den Jahren 2014 und 2015 den nördlichen Ringlokschuppen. Insgesamt stellte die Denkmalschutzstiftung dank der Lotterie GlücksSpirale sowie einer zweckgebundenen Spende rund 160.000 Euro für die Sanierung der Dachtragkonstruktion zur Verfügung. Das Denkmal gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Das Kultur- und Museumsprojekt Bahnpark verfügt über Lokomotiven aus ganz Europa, wahre Schätze der Eisenbahntechnikgeschichte. Heute besteht das auf ausgedehntem Gelände stehende Betriebswerk aus dem von 1904 bis 1906 erbauten nördlichen Ringlokschuppen und weiteren zwischen 1906 und 1908 errichteten Gebäuden, dem Magazin, den beiden Radsatz-Reparaturhallen, der Schmiede, dem Kesselhaus und dem Übernachtungsgebäude. Die Wagenrichthalle wurde 1923/1924 erweitert. Hinzu kamen 1922 die Lokomotivdrehscheibe und 1935 die Triebwagenhalle.

Bereits 1840 wurde die München-Augsburger-Eisenbahn eröffnet. Vier Jahre später erfolgte der Anschluss an die Bahnstrecke von Lindau über Augsburg und Nürnberg nach Hof. Augsburg entwickelte sich nach und nach zu einem der größten Eisenbahnstandorte Bayerns mit Tausenden von Beschäftigten. Der nördliche Ringlokschuppen der ehemaligen Königlichen Bayerischen Staatseisenbahnen ist eines der wenigen, im bauzeitlichen Zustand erhaltenen Gebäude seiner Art und das Herzstück des Bahnbetriebswerks. Das zeittypische Rundhaus hatte ursprünglich 31 Lokomotivstände. Die Ostfassade ist eine gemauerte Lochfassade, die Westfassade löst sich durch die Stahl-/Glastore zwischen tragenden Betonstützen gewissermaßen auf. Innen wurde hölzernes Strebewerk verarbeitet. Die charakteristische Form des Gebäudes als Halbkreis mit vorgelagerter Drehscheibe und Sterngleisen geht zurück auf die Anforderungen des Dampflokomotivbetriebs an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts. Die Drehscheibe wurde genutzt, um die Loks in die jeweilige Fahrtrichtung zu drehen und um sie auf die jeweiligen Fahrzeugstände zur Abstellung zu verteilen. Als "Rundhaus Europa" ist der nördliche Ringlokschuppen künftig eine "Werkstatt der Entdeckungen".
 
 

DSD-Fördervertrag für Pfarrkirche in Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen: Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt / Foto: Wegner / DSD
 
DSD-Fördervertrag für Pfarrkirche in Waldshut-Tiengen
Der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wird saniert

Für die Turmsanierung der katholischen Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Waldshut-Tiengen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale 80.000 Euro zur Verfügung. Den Fördervertrag erhält Pfarrer Ulrich Sickinger in diesen Tagen. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende barocke Kirche ist eines von über 310 Projekten, die die DSD dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

St. Maria Himmelfahrt befindet sich im historischen Zentrum von Tiengen auf dem Schlossberg in direkter Nähe des ehemaligen Sitzes der Stadtherren im Schloss. Die Saalkirche wurde von 1753 bis 1755 nach Plänen des Baumeisters Peter Thumb errichtet. Thumb integrierte dabei den Chorturm der Vorgängerkirche aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert. Den gedrungenen Baukörper gliedern schlanke Rundbogenfenster und Lisenen. Auf dem Chorturm befindet sich ein doppelter Zwiebelhelm. Der dreijochige Innenraum ist reich mit Stuckaturen und Malereien geschmückt, der neobarocke Hochaltar wurde Ende der 1930er Jahre errichtet.

Das Gebäude weist zahlreiche Schäden auf, insbesondere an der Kupfer- und Ziegeldachdeckung. Die Holzkonstruktionen sind von Schädlingen befallen und der Sockelbereich durchfeuchtet. Auch der Glockenstuhl und das Geläut sind beschädigt. Als erste Maßnahmen zur Substanzerhaltung werden am Turm das Dachtragwerk, die Dacheindeckung, das Mauerwerk und der Glockenstuhl wiederhergestellt. Um die Pfarrkirche langfristig zu erhalten, ist jedoch eine Gesamtsanierung notwendig.
 
 

Bronze für die Stadtmauer in Großbottwar
Grossbottwar: Stadtmauer (c) Willinger / DSD
 
Bronze für die Stadtmauer in Großbottwar
Der Schutz des Mittelalters wird wiederhergestellt

Am Dienstag, den 2. April 2019 um 15.00 Uhr überbringt Gisela Lasartzyk, Ortskuratorin Stuttgart der DSD, gemeinsam mit Christoph Grüber von Lotto Baden-Württemberg an Bürgermeister Ralf Zimmermann bei einem Pressetermin im Rathaus von Großbottwar eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank der Lotterie GlücksSpirale die Sanierung der Stadtmauer vor zwei Jahren mit 50.000 Euro unterstützen. Das Denkmal gehört zu den über 320 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die mittelalterliche, bereits für 1279 nachweisbare Stadtmauer von Großbottwar umgab einst die gesamte Altstadt und lässt sich heute noch im südöstlichen Bereich erkennen. Ab 1830 wurden die meisten Türme zusammen mit größeren Mauerbereichen abgetragen. Ursprünglich besaß die Stadtmauer zur Flankierung und als Durchlass mehrere Haupttortürme. Das Obere Tor stand auf der Höhe des Gebäudes Hauptstraße 51 und der untere Torturm an der Ecke Hauptstraße/Im Zwinger, der Türlinstorturm befand sich in der Kirchstraße und ein kleinerer Turm, der Karzerturm, am westlichen Eckpunkt der Stadtbefestigung. Drei kleine Fliehtore – bei der Bürgermühle, beim Feuerlöschteich im Ronst und auf dem Werfel – ermöglichten eine rasche Flucht der Bevölkerung aus der Stadt bei Feuergefahr. Ein mit Wasser gefüllter Graben und wahrscheinlich ein trockener Graben im Nordosten mit dichtem Buschwerk vervollständigten die Verteidigungsanlage. Ein Wehrgang ermöglichte eine gedeckte Verteidigung auf der Mauerkrone.

Eine rasche Unterstützung der Mauer war nötig, da sich nahezu die gesamte Mauer im Kronenbereich aufgrund von Erosion und Pflanzenbewuchs auflöste. In weiten Abschnitten fehlte der Fugenmörtel oder war derart mürbe, dass er herausfiel. Teilweise war es bereits zu Wandausbrüche gekommen.
 
 



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