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Verschiedenes

Wohnen für alle – im Metzgergrün
Visualisierung: Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH
 
Wohnen für alle – im Metzgergrün
- Spatenstich für 208 neue Wohnungen im Freiburger Westen
- Quartiers-Service-Zentrum als zentraler Bestandteil
- Erster Bauabschnitt fertiggestellt und vermietet

Mit dem Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt im Quartier Metzgergrün setzt die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) die Errichtung eines ihrer größten Wohnungsbauprojekte fort. Im Stadtteil Stühlinger werden weitere 208 Wohnungen realisiert – darunter 125 öffentlich geförderte, 53 frei finanzierte sowie 30 Eigentumswohnungen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Im Metzgergrün entsteht dringend benötigter und vielfältiger neuer Wohnraum – darunter viele geförderte Wohnungen, aber auch frei finanzierte sowie Eigentum. Gleichzeitig investieren wir auch hier in die soziale Infrastruktur. So wächst ein Quartier, in dem gute Nachbarschaft entstehen kann.“

Der zweite Bauabschnitt ist Teil der Gesamtentwicklung Metzgergrün mit rund 550 Wohnungen in mehreren Bauabschnitten. Die Zahl der Wohnungen wird dabei mehr als verdoppelt, die Wohnfläche sogar verdreifacht. Parallel zum Baustart ist der erste Bauabschnitt mit 175 Wohnungen, davon 125 öffentlich gefördert, bereits fertiggestellt und größtenteils vermietet. Die Technische Geschäftsführerin der FSB, Dr. Magdalena Szablewska, hebt die städtebauliche Qualität hervor: „Das Quartier im Metzgergrün weist hohe ökologische, soziale und nachhaltige Qualitäten auf. Die klare städtebauliche Struktur und architektonische Akzentuierung der Gebäude mit Begegnungsflächen in den Freiräumen sowie in den Erschließungsbereichen schafft hohe Aufenthaltsqualitäten und unterstützt das nachbarschaftliche Miteinander.“

Der erste Bauabschnitt wurde mit dem DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet und steht für den ganzheitlichen Anspruch der Quartiersentwicklung – ökologisch, ökonomisch und sozial. Ergänzend setzt die FSB auf energieeffiziente Bauweisen sowie den Einsatz von Holz als nachhaltigen Baustoff.

Ein zentraler Baustein des zweiten Bauabschnitts ist das Quartiers-Service-Zentrum mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche. Mit Angeboten für Pflege, Betreuung und Begegnung schafft die FSB konkrete Unterstützung im Alltag und sorgt dafür, dass Wohnen und Versorgung im Quartier zusammen gedacht werden. Bereits im ersten Bauabschnitt gibt es einen interimistischen Quartiersraum mit regelmäßigen Beratungs- und Freizeitangeboten, der das Zusammenleben schon jetzt aktiv unterstützt.

Für den Kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Matthias Müller ist das Projekt auch wirtschaftlich ein wichtiger Baustein: „Die Mischung aus geförderten, frei finanzierten Wohnungen und Eigentum ist die Grundlage dafür, dass wir solche Quartiere überhaupt realisieren können. So sichern wir die Finanzierung und bleiben auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig.“
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Freiburg: Tierfriedhof am Bergäcker
FQB übernimmt den Betrieb zum 1. Mai

Wenn ein geliebtes Haustier stirbt, ist das ein großer Verlust. Viele Freiburger*innen wünschen sich auch für ihre vierbeinigen Freunde eine letzte Ruhestätte. In Freiburg gibt es – angrenzend an den Friedhof Bergäcker in Littenweiler – einen Tierfriedhof, der bisher privat betrieben wurde. Zum 1. Mai übernimmt die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB) den Betrieb. Verpachtet wird die Fläche durch den Eigenbetrieb Friedhöfe.

Die FQB ist der kommunale Beschäftigungsträger der Stadt Freiburg. Ihr Ziel ist es, Menschen in Arbeit zu vermitteln. Rund um den Tierfriedhof entstehen Arbeitsfelder – Langzeitarbeitslose und Menschen mit Einschränkungen bekommen hier die Chance, wieder am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Im Vorfeld der Betriebsübernahme bittet die FQB Personen, die ein Grab auf dem Tierfriedhof nutzen, sich zu melden, um die Pachtverhältnisse zu klären und laufende Nutzungsverträge verlängern zu können. Zu diesem Zweck hat die FQB die bestehenden Grabstätten mit Nummernschildchen versehen. Nutzer*innen sind aufgerufen, unter Nennung der jeweiligen Grabnummer telefonisch oder per Mail Kontakt mit der FQB aufzunehmen (0761 89822011, tierfriedhof@fqb-freiburg.de). Neue Beisetzungen sind voraussichtlich ab Juni 2026 möglich.

Weitere Infos zur FQB gibt es online
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Hilfe für imposante Kirchenmauer aus dem 18. Jahrhundert in Urach
Vöhrenbach: Kath. Pfarrkirche Allerheiligen (c) Nina Probst / DSD
 
Hilfe für imposante Kirchenmauer aus dem 18. Jahrhundert in Urach
Mauer mit zwei markanten Ecktürmen und Treppenaufgang ist reparaturbedürftig

Die Gemeinde der Katholischen Pfarrkirche Allerheiligen in Urach, ein Ortsteil der Stadt Vöhrenbach, erhält für Sanierungsarbeiten an der Kirchenmauer einen Fördervertrag über 50.000 Euro. Das ist möglich dank der zahlreichen privaten Unterstützer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), mithilfe der GlücksSpirale Baden-Württemberg.

Der entsprechende Fördervertrag wird am Montag, den 13. April 2026, 9.00 Uhr von Dr. Christine Blessing vom DSD-Ortskuratorium Villingen-Schwenningen an Harald Bethäuser, stellvertretender Pfarrer der römisch-katholischen Kirchengemeinde im Quellenland überreicht, im Beisein von Marina Roßmann, Regionaldirektorin Toto-Lotto.

Mithilfe der Mittel sollen unter anderem Sandsteinelemente am Treppenaufgang, die Mauerabdeckung und Wasserführung erneuert werden. Zudem soll die Mauer wieder mit einer Kalkschlämme gemäß historischem Vorbild verputzt werden.

Zum Objekt:
Die Ursprünge der Uracher Allerheiligen-Kirche liegen im elften Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt der auf romanischem Sockel gebaute Kirchturm, der anfangs keine Kuppel hatte und später die heute auffällige, karminrote Zwiebelhaube erhielt, und der im gotischen Stil erbaute Altarraum. Das Langhaus, der Hauptteil der Kirche, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche immer weiter nach hinten verlängert, zuletzt 1870/71. Die hochwertige, barocke Innenausstattung mit drei Altären erhielt die Kirche in den Jahren 1739 bis 1741.

Die Barockgemälde stammen vom bekannten Barockmaler Johann Pfunner. Die holzgeschnitzten Figuren sowie die geschnitzte Kanzel stammen von Klosterbildhauer und Holzschnitzer Matthias Faller (1707-1791), der damals auch als „Der Herrgottschnitzer des Schwarzwalds“ bezeichnet wurde.

Die Kirchenmauer, die nun restauriert werden soll, wurde zwischen 1753 und 1754 zum Schutz des Friedhofes errichtet. Sie besitzt zwei markante Ecktürme, in denen eine nur noch rudimentär erhaltene Kreuzigung und Ölberggruppe, deren Figuren wohl auch von Faller stammen, erhalten ist. Neben den Ecktürmen verfügt die Kirchenmauer über einen südlichen Aufgang, der über eine schmale, überdachte, zweiläufige Treppenanlage führt.

Die imposante Anlage mit Kirche und Mauer thront gut sichtbar über dem kleinen Ort Urach. Der besondere karminrote Zwiebelturm und die mächtige Kirchenmauer sind ein Blickfang und auch Wahrzeichen des Dorfes, das jährlich viele Touristen anzieht. Der Bau des aufwendigen Kirchenensembles lässt sich mit der Lage an dem mittelalterlichen Hauptverbindungsweg zwischen Villingen und Freiburg erklären.

Die Kirchenmauer in Urach ist eines von rund 450 denkmalgeschützten Objekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Baden-Württemberg bisher unterstützt und gefördert hat.
 
 

In Baden-Württemberg fördert die DSD 2026 mindestens 21 Baudenkmale
(c) Eisenbahn-Belvedere-Pergola-Schwäbisch-Gmünd e.V.
 
In Baden-Württemberg fördert die DSD 2026 mindestens 21 Baudenkmale
Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand bundesweit 408 Förderprojekte

In Baden-Württemberg will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 21 Denkmale mit 928.000 Euro fördern, darunter das Eisenbahn-Belvedere in Schwäbisch Gmünd, das um 1850 von dem königlichen Baurat und späteren Baudirektor Georg von Morlok in der Lindenfirststraße erbaut wurde. Das Belvedere besteht aus zwei Pavillons mit einem dazwischen liegenden Wandelgang aus massivem Bossensteinquadermauerwerk, ein massives schmiedeeisernes Tor ermöglicht den Zugang. Das Belvedere entstand beim Bau der Bahnstrecke Aalen-Stuttgart, der die Teilabgabe eines parkähnlichen Privatgartens erforderte. Die Pergola diente gewissermaßen als landschaftlicher und repräsentativer Ersatzabschluss des Gartens. Die Pergola wurde in Fachwerkbauweise mit einem Satteldach erbaut, ornamental durchbrochene Füllungen sind Schmuckelemente. Die Konstruktion wurde in klassischer Schlitz- und Zapfentechnik nach Zimmermannsart ausgeführt.

Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.

Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie online

zum Bild oben:
Eisenbahn-Belvedere in Schwäbisch Gmünd
Foto: Eisenbahn-Belvedere-Pergola-Schwäbisch-Gmünd e.V.
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Sanierung der historischen Knopfhäusle-Siedlung
Saniertes „Meisterhaus“ im 3. Bauabschnitt Knopfhäusle (c) FSB/ B.Kohlen
 
Sanierung der historischen Knopfhäusle-Siedlung
Innovativer Dreiklang: Denkmalschutz, Klimaziele, bezahlbares Wohnen

• Sanierung der „Meisterhäuser“ im dritten Bauabschnitt in den letzten Zügen
• Hohe Anforderungen des Denkmalschutzes
• Wichtiger Teil der Freiburger Kulturgeschichte

Mit einer Begehung vor Ort stellte die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG (FSI) heute den dritten Bauabschnitt der Sanierung der denkmalgeschützten Knopfhäusle-Siedlung im Freiburger Osten vor. Die Sanierung der ehemaligen Meisterhäuser steht kurz vor dem Abschluss, die Sanierung der „Langhäuser“ im vierten Bauabschnitt dauert noch bis Ende 2026 an. Der erste und zweite Bauabschnitt mit insgesamt 72 Reihenhäusern sind seit 2022/2023 bezogen.

Die Knopfhäusle-Siedlung an der Schwarzwaldstraße ist ein bedeutendes Zeugnis der Freiburger Stadtgeschichte. Die kleine Arbeitersiedlung wurde im 19. Jahrhundert für Beschäftigte der Knopffabrik Risler errichtet und prägt bis heute das Stadtbild im Freiburger Osten. Ziel der laufenden Sanierung ist es, diesen besonderen historischen Wohnraum zu erhalten und gleichzeitig an die Anforderungen des heutigen Wohnens anzupassen.

„Die Knopfhäusle sind ein einzigartiges Stück Freiburger Geschichte. Mit der Sanierung zeigen wir, wie der Erhalt historischer Bausubstanz, eine konsequente energetische Modernisierung und soziale Verantwortung zusammenwirken können“, betont Oberbürgermeister Martin Horn. „Wir stärken damit eine gewachsene Nachbarschaft und sichern bezahlbaren Wohnraum in einem besonderen Quartier.“

Die Sanierung der denkmalgeschützten Siedlung erfolgt in vier Bauabschnitten. Insgesamt werden rund 100 Wohnungen in acht historischen Gebäuden modernisiert. Die Planungen für das Projekt begannen 2018, der erste Bauabschnitt startete im Jahr 2020.

Die Sanierung stellt hohe Anforderungen an Planung und Ausführung, da sie im engen Zusammenspiel von Denkmalschutz, energetischer Modernisierung und sozialverträglicher Umsetzung erfolgt. Dächer, Decken und Keller mussten umfassend instandgesetzt werden. Gleichzeitig wurden Bauteile erneuert, wie Fenster und Türen; Außenwände, Dächer und Keller gedämmt sowie die gesamte Haustechnik vollständig erneuert. Moderne, kompakte Bäder und eine zentrale Heizungsanlage sorgen heute für deutlich verbesserten Wohnkomfort. Insgesamt konnte der Energiebedarf der Gebäude um rund 45 Prozent gesenkt werden.

FSI-Geschäftsführerin Dr. Magdalena Szablewska: „Die Sanierung der Knopfhäuslesiedlung stellt den denkmalgeschützten Ensemblecharakter konsequent in den Mittelpunkt. Erhalt und Reparatur der historischen Bausubstanz hatten Vorrang vor Austausch und Überformung. Fassaden, Dachlandschaften, Kamine, Holzfenster und Vorgärten wurden denkmalgerecht instandgesetzt und als identitätsstiftende Elemente bewahrt. Zeitgemäße Grundrisse und Technik wurden zurückhaltend integriert. So zeigt das Projekt, wie Denkmalschutz, Baukultur und sozialer Wohnungsbau dauerhaft vereinbar sind.“

Geschäftsführerkollege Dr. Matthias Müller hebt die Bedeutung der Förderprogramme hervor: „Ein Projekt dieser Größenordnung wäre ohne die Unterstützung von Bund, Land und Stadt nicht möglich. Die Städtebauförderung sowie KfW-Mittel schaffen die Grundlage dafür, dass wir historische Gebäude modernisieren und gleichzeitig faire Mieten sichern können.“

Etwa die Hälfte der Sanierungskosten wird durch Städtebauförderung getragen, dazu kommen Fördermittel der KfW. Ein dreistufiges Mietpreismodell der FSI stellt zudem sicher, dass die Wohnungen auch nach der Modernisierung dauerhaft bezahlbar bleiben und deutlich unter dem Freiburger Mietspiegel liegen.

Ein zentrales Ziel der Sanierung ist der Erhalt der gewachsenen Nachbarschaften. Durch ein abgestimmtes Umzugsmanagement mit Rückkehroptionen für die Mieterinnen und Mieter erhielten die Bewohnenden die Möglichkeit im Quartier zu verbleiben. Ein Sanierungsbeirat diente als kontinuierliche Dialogplattform zwischen Stadt, Politik, Interessensgruppen und Bewohnerschaft. Die strukturierte Kooperation ermöglichte tragfähige Lösungen trotz hoher technischer, sozialer und denkmalpflegerischer Anforderungen. Die Anregungen und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner der Knopfhäusle-Siedlung konnten bei der Planung weitgehend berücksichtigt.

Auch bundesweit hat das Projekt Aufmerksamkeit erregt: Die Sanierung der Knopfhäusle-Siedlung wurde 2025 mit dem dritten Platz beim KfW Award Leben in der Kategorie „Bezahlbares und flächeneffizientes Wohnen“ ausgezeichnet.

Mit der Fertigstellung der letzten Bauabschnitte wird die historische Siedlung langfristig als identitätsstiftender und bezahlbarer Wohnraum im Freiburger Osten erhalten bleiben.

Saniertes „Meisterhaus“ im 3. Bauabschnitt Knopfhäusle (c) FSB/ B.Kohlen
 
 

Staatsoper Stuttgart: Bühne der Meisterklasse
Staatsoper Stuttgart von außen (c) Stuttgart-Marketing GmbH / Sarah Schmidt
 
Staatsoper Stuttgart: Bühne der Meisterklasse
Ein echtes architektonisches Juwel liegt im Stuttgarter Schlossgarten: Die Staatsoper Stuttgart ist im neoklassizistischen „Littmann-Bau“ beheimatet, der den Zweiten Weltkrieg als eines von wenigen historischen Gebäuden der Stadt weitgehend unbeschadet überstanden hat. Hier treffen musikalische Exzellenz, innovative Inszenierungen und historische Architektur aufeinander. Damit zählt die Staatsoper Stuttgart zu den renommiertesten Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas. Sie wurde auch bereits mehrfach als „Opernhaus des Jahres“ ausgezeichnet.
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Magnolienblüte taucht die Wilhelma in ein Meer von Farben
© Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann
 
Magnolienblüte taucht die Wilhelma in ein Meer von Farben
Die Blüte der Magnolien im Maurischen Garten der Wilhelma hat begonnen

In der Wilhelma nimmt eines der eindrucksvollsten Schauspiele der Pflanzenwelt Fahrt auf: Dank der schon zu Monatsbeginn sonnenreichen Tage und frühlingshaften Temperaturen entfalten die Magnolien im Maurischen Garten nun ihre ganze Pracht. Das langgestreckte Oval des historischen Gartens verwandelt sich Schritt für Schritt in ein Meer von Farben und markiert damit für viele Besucherinnen und Besucher den botanischen Start in den Frühling.

Die auffälligen Blüten der meisten Magnolien erscheinen bereits vor dem Austrieb der Blätter. Den Auftakt der Blütezeit machen meist die Sternmagnolien vor dem Maurischen Landhaus mit ihren schmalen, schneeweißen Blütenblättern. Ihnen folgen die rosafarbenen und purpurnen Tulpenmagnolien, die den Maurischen Garten prägen. Es entwickelt sich ein wechselndes Farbenspiel aus Weiß-, Rosa- und Purpurtönen. Deutlich später im Frühjahr blühen dagegen die bis dahin bereits belaubte Gurkenmagnolie vor dem Aquarium oder auch die Immergrünen Magnolien am Haupteingang und an den Subtropenterrassen.

Der Maurische Garten beherbergt den größten Magnolienhain nördlich der Alpen. In der gesamten Wilhelma wachsen heute mehr als 90 Magnolien aus fast 30 verschiedenen Arten und Sorten, der überwiegende Teil davon im historischen Herzen der Anlage. Die Geschichte der Magnolien in der Wilhelma reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. König Wilhelm I. von Württemberg ließ ab 1850 die ersten Exemplare in seine Parkanlagen bringen. Zehn von ihnen stehen noch heute im Park und sind inzwischen über 170 Jahre alt. Damit gehören sie nicht nur zu den botanischen Besonderheiten der Wilhelma, sondern auch zu lebenden Zeugnissen ihrer kulturhistorischen Entstehungszeit. Die jüngsten Magnolien wurden erst im vergangenen Herbst gepflanzt: Es handelt sich um vier Exemplare unterschiedlicher Sorten, die im Bestand der Wilhelma bislang fehlten, ihn aber hinsichtlich Form und Farbe ihrer Blüten gut ergänzen.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht sind Magnolien bemerkenswert: Die Pflanzengattung existiert seit mehr als 100 Millionen Jahren, als noch Dinosaurier die Kontinente bevölkerten. Magnolien zählen damit zu den ältesten heute noch lebenden Blütenpflanzen der Erde. Botanikerinnen und Botaniker bezeichnen sie daher oft als „lebende Fossilien“.

Die Pflege der Magnolien ist anspruchsvoll. Clemens Hartmann, Baumexperte in der Wilhelma, erklärt: „Unser Magnolienhain ist ein Kleinod, das gut gepflegt werden muss. Im vergangenen Jahr haben wir die Bewässerung von Magnolien und Rasen entkoppelt, um die Bäume noch zielgerichteter mit Wasser zu versorgen. Außerdem haben wir durch das Einbringen von Lauberde das Bodenleben vitalisiert. Wir danken dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma dafür, dass er uns beim Erhalt unseres historischen Magnolienhains finanziell kräftig unterstützt.“ Hartmann verrät auch, warum einige Magnolien weiß angestrichen sind: „Hohe Temperaturen machen besonders den älteren Magnolien zu schaffen. Dort, wo aufgrund der bereits lichten Kronen zu viel Sonnenstrahlen auf Stamm und Äste strahlen, haben wir mit weißer Baumfarbe für Sonnenschutz gesorgt.“

Das Engagement der Wilhelma und ihres Fördervereins beschränkt sich nicht nur auf die Pflege der eigenen Parkanlagen. Weltweit gelten mehr als die Hälfte der rund 335 bekannten Magnolienarten als bedroht, vor allem durch den Verlust ihrer natürlichen Lebensräume aufgrund von Abholzung. Wilhelma-Direktor Dr. Kölpin betont: „Zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma unterstützen wir die Organisation Jocotoco dabei, ehemals gerodete Regenwaldflächen in Ecuador zu renaturieren. Damit haben wir nicht nur seltene Magnolienarten vor dem Aussterben gerettet, sondern auch die Lebensräume unzähliger weiterer Tier- und Pflanzenarten bewahrt.“

zum Bild oben:
Bei immer mehr Magnolien im Maurischen Garten öffnen sich die Blüten.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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Freiburg: Bezahlbar Wohnen im Brühl / Güterbahnareal Nord
(c) Foto: Michael Spiegelhalter / Freiburger Stadtbau GmbH
 
Freiburg: Bezahlbar Wohnen im Brühl / Güterbahnareal Nord
- 76 geförderte Wohnungen fertiggestellt
- Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sowie zwei Sechs-Zimmer-Wohnungen
- Grünes Zimmer als Herzstück im urbanen Umfeld

Mit der Fertigstellung der Wohnanlage in der Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße setzt die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) ein weiteres sichtbares Zeichen im Rahmen der Wohnbauoffensive FSB 2030. Nach rund zwei Jahren Bauzeit sind im Quartier Brühl/Güterbahnareal 76 öffentlich geförderte Mietwohnungen bezogen. Sie umfassen Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sowie zwei Sechs-Zimmer-Wohnungen. Zehn Kleinstwohnungen sind für Personen vorgesehen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und gemäß dem FSB-Maßnahmenkatalog „Barrierefreies Bauen“ umgesetzt.

„Bezahlbarer Wohnraum ist essenzieller Bestandteil moderner, zukunftsorientierter Quartiere“, betont Oberbürgermeister Martin Horn. „Die Nutzungsvielfalt ist für die künftige Entwicklung von Stadtteilen von hoher Bedeutung. Dieses Projekt steht für soziale Ausgewogenheit und für unseren klaren politischen Willen, geförderten Wohnungsbau konsequent umzusetzen.“ Zur sozialen Infrastruktur gehört auch die viergruppige Kindertagesstätte – die erste deutsch-italienische städtische Kita Freiburgs.

Die Technische Geschäftsführerin der FSB, Dr. Magdalena Szablewska, verweist auf die architektonische und energetische Qualität des Projekts. „Der siebengeschossige Baukörper mit seiner vorgehängten Holzfassade setzt einen markanten Akzent im Quartier. Holzkonstruktionen unterschiedlichster Art sind Teil unseres nachhaltigen Handelns“, so Szablewska. Der großzügig begrünte Innenhof – das „Grüne Zimmer“ – bildet die zentrale Mitte des Gebäudeensembles und schafft hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die kleinen Nutzer der städtischen Kita.

Das Ensemble besteht aus drei Baukörpern mit insgesamt über 5.000 Quadratmetern Wohnfläche – ein straßenseitiges Langhaus mit vorgehängter Holzfassade und zwei Punkthäuser in monolithischer Massivbauweise. Durch die Realisierung sog. Schachteltreppenhäuser konnten die Innenhofflächen von Feuerwehrzufahrten freigehalten werden zu Gunsten einer großzügigen Innenhofbegrünung mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein Mobilitätskonzept ergänzt das Projekt: In der Tiefgarage entstehen 48 Pkw-Stellplätze, vorgerüstet für E-Lademöglichkeiten. Ergänzend wurden 190 Fahrradstellplätze in der Tiefgarage sowie weitere oberirdische Stellplätze geschaffen. Wer auf ein eigenes Auto verzichtet, erhält eine Unterstützung zum ÖPNV-Ticket.

Mit der Fertigstellung des zweiten Projektes am Güterbahnareal Nord entsteht ein vielfältiges bezahlbares Wohnangebot mitten in Freiburg. Für den Kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Matthias Müller ist die Fertigstellung auch ein wirtschaftliches Signal. „Bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht von selbst. Er braucht verlässliche Finanzierung und klare politische Entscheidungen. Dieses Projekt steht für beides – für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum und für wirtschaftliche Verantwortung.“

Über die Freiburger Stadtbau (FSB)
Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) plant, baut und saniert für Freiburg – mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Mit rund 11.000 Wohnungen, davon etwa 10.000 im eigenen Bestand, ist sie die größte kommunale Wohnungsbaugesellschaft in Südbaden. Rund 385 Mitarbeitende engagieren sich bei der FSB und ihren Tochtergesellschaften für gutes Wohnen und eine lebenswerte Stadt. Als Muttergesellschaft des FSB-Verbunds steuert sie gemeinsam mit der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG (FSI), der Freiburger Kommunalbauten GmbH & Co. KG (FKB) und der Regio Bäder GmbH (RBG) zentrale Bereiche der städtischen Infrastruktur: Wohnen, Bauen, Bäderbetrieb und Parkraumbewirtschaftung.

zum Bild oben:
Laubengang: OB Martin Horn mit der FSB-Geschäftsführung Dr. Magdalena Szablewska (Mitte) und Dr. Matthias Müller (r.) auf dem Laubengang beim Rundgang
(c) Foto: Michael Spiegelhalter / Freiburger Stadtbau GmbH
 
 



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