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Verschiedenes

Erbschaft für blühende Parkanlagen
© Stadt Karlsruhe, Stadtkämmerei
 
Erbschaft für blühende Parkanlagen
Stadt Karlsruhe setzt Nachlass von Elisabeth Seitz ein

Die Erbschaft von Elisabeth Seitz ermöglicht der Stadt Karlsruhe, den Blumenschmuck und die gärtnerische Pflege an zentralen Standorten gezielt über das reguläre Maß hinaus zu erweitern und qualitativ weiterzuentwickeln. Damit wird zugleich der ausdrückliche Wille der Erblasserin umgesetzt, der Karlsruher Bevölkerung mit einer attraktiven Gestaltung der Grünanlagen Freude zu bereiten.

Elisabeth Seitz verstarb im September 2018 im Alter von 98 Jahren. In ihrem Testament setzte sie die Stadt Karlsruhe als Alleinerbin ein. Zu Lebzeiten besuchte sie regelmäßig den Stadtgarten und erfreute sich an dessen Blumenschmuck sowie der gärtnerischen Gestaltung der Parkanlage und weiterer Grünflächen in der Stadt. Ihr Vermächtnis soll nun dauerhaft dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität und die Attraktivität dieser Orte für alle Bürgerinnen und Bürger weiter zu erhöhen.

Nachhaltige Stadtbegrünung

Ein Schwerpunkt der Verwendung der Erbschaftsmittel liegt auf der Produktion von Wechselbepflanzungen und Stauden. Hierfür werden über einen Zeitraum von vier Jahren insgesamt 100.000 Euro bereitgestellt. Die zusätzlich produzierten Zierpflanzen und Stauden ergänzen bestehende Schmuckpflanzungen im Stadtgarten, im Citypark sowie auf dem Friedrichsplatz, Kolpingplatz und Festplatz. Dabei setzt die Stadt verstärkt auf insektenfreundliche und möglichst biozertifizierte Pflanzen und entwickelt die Pflanzkonzepte im Sinne einer nachhaltigen und klimaangepassten Stadtbegrünung weiter.

Ein weiterer Baustein ist die Sanierung und Pflege des Stadtgartens. Für die Überarbeitung sanierungsbedürftiger Flächen stehen 2026 zunächst 25.000 Euro und in den drei darauffolgenden Jahren jeweils 50.000 Euro zur Verfügung – insgesamt 175.000 Euro. Mit den Mitteln können benötigte Materialien beschafft und, wo erforderlich, Reparatur- und Sanierungsarbeiten mit Unterstützung externer Unternehmen umgesetzt werden.

Erneuerung des Rosengartens

Besondere Aufmerksamkeit gilt außerdem dem historischen Rosengarten und den Staudenbeeten im Stadtgarten. Für deren grundlegende Pflege und Erneuerung werden über vier Jahre hinweg insgesamt 200.000 Euro bereitgestellt. Der Rosengarten zählt zu den prägenden Bereichen des Stadtgartens und war zugleich ein Ort, den die Nachlassgeberin Elisabeth Seitz besonders gern besuchte. Viele Rosenbestände sind inzwischen überaltert oder haben aufgrund von Bodenmüdigkeit an Vitalität verloren, zudem sind die Beete stark verunkrautet. Durch den Einsatz zusätzlicher Fachfirmen sollen die erforderlichen Arbeiten unterstützt und die Anlage wieder in ihrer besonderen gestalterischen Qualität erlebbar gemacht werden.

Mit dem jetzt vorgesehenen Mitteleinsatz in Höhe von insgesamt 475.000 Euro wird ein wesentlicher Teil des Nachlasses von Elisabeth Seitz im Sinne ihres Testaments umgesetzt. So bleibt der Blumenschmuck, der Elisabeth Seitz zeitlebens am Herzen lag, auch künftig für viele Menschen erlebbar.

zum Bild oben:
Familie Seitz besuchte in den 50er-Jahren häufig den Stadtgarten.
© Stadt Karlsruhe, Stadtkämmerei
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Hilfe für die Altäre von St. Peter und Paul in Bad Schussenried-Steinhausen
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Oberschwäbischen Barockstraße

Für Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an den Altären der St. Peter und Paul-Kirche in Bad Schussenried-Steinhausen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden, der Erträge der treuhänderischen Renate und Prof. Dr. med. Burkhard Bültmann-Stiftung sowie der Lotterie GlücksSpirale 70.000 Euro zur Verfügung. Es sollen Schäden und starke Verschmutzungen beseitigt werden, die die Fresken, Stuckornamente und Holzausstattung im Innenraum der Kirche aufweisen. Sie sind bedingt durch ungünstige raumklimatische Bedingungen und zu hohe Luftfeuchte, dadurch kommt es zur Kondensatbildung an der Raumschale.

Im Zentrum von Steinhausen, nordöstlich von Bad Schussenried, befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, die zugleich eine Marienwallfahrtskirche ist. Sie wurde von 1728 bis 1733 von Dominikus Zimmermann erbaut und stuckiert, die Deckenfresken schuf sein Bruder Johann Baptist Zimmermann. Das Gotteshaus ist ein bedeutendes Beispiel für den Regencestil im oberschwäbischen Barock am Übergang zum Rokoko.

Das äußere Erscheinungsbild lässt weder auf einen Zentralbau noch auf eine Basilika schließen. Die vier barocken Giebel lassen einen symmetrisch gegliederten Bau oder ein vermeintliches Querhaus mit zwei Scheingiebeln vermuten. Doch die konvex geschwungenen Wandelemente, die zwischen Quer- und Längsachse vermitteln, deuten auf das Oval des Innenraums hin. Diesem ist ein ebenso ovaler Ring aus zehn quadratischen Pfeilern einbeschrieben, die eine flache Kuppel tragen. In den Zwischenräumen der Pfeiler befinden sich an der Außenwand zwei Reihen von je vier reich dekorierten Fenstern. Dem Schiff ist im Osten das quergestellte Oval der Apsis angefügt, in dem sich der monumentale Hochaltar befindet. Ihm gegenüber befindet sich an der Westseite die Orgelempore. Das Innere ist reich mit Stuckzierat und Rocailleformen sowie Deckenmalereien geschmückt. Über dem Westportal erhebt sich ein hoch aufragender Glockenturm mit Zwiebelhaube, der in drei Geschosse untergliedert ist.

St. Peter und Paul, eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Oberschwäbischen Barockstraße, gehört zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
 
 

Schlager-Gala im Kurpark
Kerstin Ott (c) Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen
 
Schlager-Gala im Kurpark
Ein unvergessliches Heimspiel und „Musik, Musik, Musik“

BAD KROZINGEN. Die Kur und Bäder GmbH bereitet sich auf das Schlager-Highlight des Sommers vor: Am Donnerstag, den 23. Juli 2026, verwandelt sich der Kurpark ab 20:00 Uhr in eine stimmungsvolle Open-Air-Bühne. Mit Kerstin Ott, Liane und Reiner Kirsten verspricht die diesjährige Schlager-Gala eine emotionale und mitreißende Sommernacht voller Hits, Herzlichkeit und bester Laune. Für Kurzentschlossene gibt es noch Tickets!

Große Emotionen und ein echtes „Wohnzimmer-Gefühl“

Wenn am Donnerstagabend die Scheinwerfer im Kurpark angehen, ist das für einen der Künstler ein ganz besonderes Heimkommen: Schlagersänger und Moderator Reiner Kirsten verbindet eine jahrelange, tiefe Freundschaft mit Bad Krozingen. „Bad Krozingen ist mittlerweile mein musikalisches Wohnzimmer geworden“, verrät der sympathische Breisgauer im Interview. „Das Publikum hier kommt ganz bewusst, um die Musik zu genießen. Wenn ich auf die Bühne gehe und sehe, dass das Team hinter den Kulissen T-Shirts von mir trägt oder Schilder hochhält, ist das einfach einzigartig. Die Stimmung in Bad Krozingen ist jedes Mal eine Sensation.“ Eröffnet wird der Abend von der charmanten Sängerin Liane. Das Publikum darf sich neben ihren Solo-Auftritten auch auf gefühlvolle Duette und unvergessliche Schlager-Klassiker freuen, die sie gemeinsam mit Reiner Kirsten auf die Bühne bringt. „Es wird gelacht, getanzt und gefeiert – wir machen einfach eine riesengroße Party“, verspricht Kirsten.

Kerstin Ott: „Singen, tanzen, ausflippen“

Als Highlight des Abends wird Chartstürmerin Kerstin Ott („Die immer lacht“) dem Publikum im Kurpark einheizen. Die Künstlerin freut sich ganz besonders auf die persönliche Atmosphäre in Bad Krozingen: „Ich mag Auftritte, bei denen es etwas ‚kuscheliger‘ ist, immer sehr gerne. Die Stimmung ist dann besonders herzlich und warm“, so Kerstin Ott.

Mit dem Schwarzwald verbindet sie übrigens eine ganz sportliche Erinnerung: „Ich bin hier mal eine relativ lange Strecke Fahrrad gefahren und habe die Höhenunterschiede total unterschätzt. Aber landschaftlich ist es einfach wunderschön.“

Für ihren Auftritt hat sie eine klare Botschaft an alle Besucher im Gepäck: „Ich möchte, dass die Menschen für ein paar Momente ihren stressigen Alltag vergessen. Singen, tanzen, ausflippen, weinen, lachen – alles soll an diesem Abend ausgelebt werden.“ Gefragt, wie sie die bevorstehende Gala in drei Worten beschreiben würde, antwortet sie lachend: „Musik, Musik, Musik!“

Auskünfte und Eintrittskarten für alle Open Air Veranstaltungen gibt es bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. 07633 4008-164 sowie online unter www.open-air-im-park.de
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Hornbühl Ost fertiggestellt
FSB: Hornbühl-Ost (c) M.Spiegelhalter
 
Hornbühl Ost fertiggestellt
FSB schafft 24 geförderte Wohnungen im Freiburger Osten

• Drei Gebäude in Holzbauweise bezugsfertig
• Städtebaulicher Abschluss des Neubaugebiets
• Nachhaltiger Holzbau mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlagen und Fassadenbegrünung

Am östlichen Rand Ebnets wurden in den vergangenen 18 Monaten drei Holzhäuser mit 24 öffentlich geförderten Mietwohnungen von der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) errichtet. Vier der erstellten Wohnungen werden im Rahmen des städtischen Programms „Einfach.Gemeinsam.Wohnen“ genutzt. Der neu geschaffene Wohnraum kann im August bezogen werden. Das Bauprojekt zeichnet sich durch hohe ökologische Qualitäten aus: Wärmepumpe, Photovoltaikanlagen und Fassadenbegrünung. Oberbürgermeister Martin Horn: „Das Projekt umfasst alles, was modernes, zeitgemäßes und nachhaltiges Bauen und Wohnen ausmacht. Mit den neuen Wohnungen schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für Familien und stärken die soziale Vielfalt in der Ortschaft.“

Das Projekt, das die FSB im November 2024 begonnen hatte, setzt die bestehende
Wohnbebauung an der Hornbühlstraße und den Kreuzäckern fort und bildet den städtebaulichen Abschluss des Neubaugebiets Hornbühl Ost. Die Holzbauweise schafft dabei einen besonderen Bezug zur umgebenden Landschaft und fügt sich selbstverständlich in den Ortsrand von Ebnet ein. Das Ensemble mit überwiegend 3- und 4-Zimmer-Wohnungen ist an der Schwarzwaldstraße viergeschossig, die beiden südlichen Häuser Richtung Dreisam weisen eine Dreigeschossigkeit auf. Der ruhende Verkehr wird in einer Tiefgarage organisiert. Das Planungskonzept stammt vom Architekturbüro Harter + Kanzler & Partner aus Freiburg.

Mit Ausnahme der Balkone, der Laubengänge und der Tiefgarage ist das Projekt vollständig aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz errichtet: Die Fassaden sind aus heimischer Weißtanne, die Wände in Holzrahmenbauweise und die Decken aus Massivholzelementen gefertigt. Erstmalig hat die FSB in einem Neubauvorhaben die Wärmeversorgung über eine Wärmepumpe realisiert. Das geneigte Satteldach ermöglicht

einen optimierten Ertrag an Solarstrom über Photovoltaikanlagen, die auf den Süddächern montiert sind. Die FSB-Geschäftsführung mit Dr. Magdalena Szablewska und Dr. Matthias Müller kommt daher zu dem Schluss: „Hornbühl Ost steht beispielhaft für unseren Anspruch, bezahlbaren Wohnraum mit hoher ökologischer Qualität zu verbinden. Die konsequente Holzbauweise, die klimafreundliche Energieversorgung und die barrierefreie Ausgestaltung zeigen, wie nachhaltiger Wohnungsbau in Freiburg heute aussehen kann. Das Projekt ist ein weiteres Beispiel unserer Nachhaltigkeits- und Holzbaustrategie.“

Über Laubengänge, außenliegende Treppenhäuser und Aufzüge sind die Häuser barrierefrei zugänglich. Sowohl die Laubengänge als auch die Balkonanlagen werden begrünt. Im Bereich des Innenhofes werden zudem Möglichkeiten für das Gärtnern angeboten. Ergänzt werden die Freianlagen durch attraktive Spielflächen für die Kleinen. Jeder Wohnung ist ein Stellplatz in der Tiefgarage zugeordnet, in der auch 48 Fahrradabstellplätze geschaffen werden. 20 weitere Stellplätze für Fahrräder werden vor den Hauseingängen für Besucherinnen und Besucher eingerichtet. Die Tiefgarage wird weiterhin mit E-Lademöglichkeiten für PKWs vorgerüstet.
 
 

In schwindelerregender Höhe: Hängebrücken im Schwarzwald
Hängebrücke Blackforestline (c) Schwarzwald Tourismus GmbH / Klaus Hansen
 
In schwindelerregender Höhe: Hängebrücken im Schwarzwald
Sie ist 380 Meter lang, 60 Meter hoch und gerade mal etwas über einen Meter breit: Die Hängebrücke „Wildline“ in Bad Wildbad verbindet den Sommerberg mit dem Baumwipfelpfad und bietet spektakuläre Ausblicke über den Schwarzwald. Auch die „Blackforestline“ bei Todtnau fügt sich elegant in die Natur ein: Unter der Hängebrücke kann man den Todtnauer Wasserfall in die Tiefe stürzen sehen. Als neueste Konstruktion lädt ab Mai 2026 die „Neckarline“ in Rottweil in schwindelnde Höhen. Mit ihrer geschwungenen Form eröffnet sie neue Perspektiven auf die älteste Stadt Baden-Württembergs.
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Konzert der Bäume: Klangoase im Luisenpark Mannheim
Klangoase im Mannheimer Luisenpark (c) Luisenpark Mannheim
 
Konzert der Bäume: Klangoase im Luisenpark Mannheim
Erst locken einen die Klänge an, dann lassen sie einen nicht mehr los. Und unweigerlich geht der Blick nach oben, um ihren Ursprung zu entdecken. Die sechs Klangquellen sind jedoch gut in den Bäumen versteckt, die sich über die Ruheinsel im Mannheimer Luisenpark beugen. Von dort aus erfüllen unterschiedliche Klänge des in der Stadt heimischen Komponisten Peter Seiler den Landschaftsgarten. Zarte Geigen, ein melancholisches Klavier, aber auch verschiedene Laute der Natur verzaubern die Ohren der Gäste, die sich auf den Liegen ihren Tagträumen hingeben.
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Freiburg: Amt für Soziales am Donnerstag, 9. Juli, geschlossen
Wegen einer internen Veranstaltung ist das Amt für Soziales in der Fehrenbachallee 12 am Donnerstag, 9. Juli, geschlossen. Dies gilt auch für das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt. Die OASE – Zentrum für wohnungslose Menschen ist davon nicht betroffen.
 
 

Respektierung des Denkmalschutzes von Siemens-Areal in Erlangen gefordert
Erlangen: Siemens-Areal (c) Weller, Ortskuratorium Erlangen der DSD
 
Respektierung des Denkmalschutzes von Siemens-Areal in Erlangen gefordert
DSD fordert Stadt Erlangen zu fachgerechter Überarbeitung der Planung auf

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fordert von der Stadt Erlangen, bei den Planungen für den Umbau des ehemaligen Siemens-Areals die bestehenden denkmalpflegerischen Vorgaben verbindlich einzuhalten und auch den Umgebungsschutz zu berücksichtigen. In einem Schreiben vom 19. Juni 2026 kritisiert die Stiftung insbesondere die geplante Überbauung des denkmalgeschützten Gebäudeteils an der Mozartstraße sowie die vorgesehene Umgestaltung des sogenannten Roten Platzes von 1982. Sie appelliert an die Stadt, die historische Substanz sowie die städtebauliche Bedeutung des Areals bei der weiteren Planung zu sichern.

Nach Auffassung der DSD werden zentrale denkmalfachliche Einwände des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege seit dem zugrunde liegenden Realisierungswettbewerb im Jahr 2022 nicht ausreichend berücksichtigt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schließt sich diesen fachlichen Einschätzungen des Landesamtes ausdrücklich an. Im international ausgelobten Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil, den die Eigentümer des Areals in enger Abstimmung mit der Stadt Erlangen ausgelobt hatten, konnte sich der Entwurf eines Architekturbüros vor Ort durchsetzen.

Positiv bewertet die Stiftung an der Planung, dass das ehemalige Verwaltungshochhaus, der sogenannte Glaspalast, denkmalgerecht saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden soll. Damit bleibt ein prägendes Bauwerk der Nachkriegsmoderne im Stadtbild erhalten, das gemeinsam mit den gegenüberliegenden historischen Bauten zentrale Entwicklungslinien der Unternehmens- und Architekturgeschichte der Firma Siemens sichtbar macht.

Kritisch sieht die DSD hingegen geplante Eingriffe am Hochhauskomplex. Insbesondere die vorgesehene Überbauung eines Seitenflügels würde das charakteristische Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Ensembles erheblich beeinträchtigen. Die für die Architektur der Nachkriegszeit typische Komposition aus Hoch- und Flachbau droht dadurch verloren zu gehen. Zugleich wären aus statischen Gründen erhebliche Eingriffe in die historische Bausubstanz erforderlich.

Auch die geplante Umgestaltung des zentralen Platzbereichs bewertet die Stiftung kritisch. Der Rote Platz ist von wesentlicher Bedeutung für die Wahrnehmung des Hochhauses und die Gesamtwirkung des Ensembles. Er bildet historisch das Zentrum des ehemaligen Siemens-Areals. Sein prägendes Bodenmosaik verweist auf die industrielle Geschichte Erlangens und die einstige Bedeutung der Chipproduktion am Standort. Die vorgesehene Neugestaltung wirft zudem praktische und ökologische Fragen auf, da die geplante Bepflanzung baulich nur eingeschränkt realisierbar erscheint und ein gewachsener Baumbestand aufgegeben werden soll.

Kritisch sieht die Stiftung zudem, dass für zentrale Teile des Ensembles bislang keine abschließenden denkmalfachlichen Untersuchungen vorliegen. Eine verbindliche Bewertung des Denkmalwerts weiterer Gebäude sowie des Platzbereichs müsse vor einer Genehmigung als Grundlage für die weitere Planung erfolgen.

„Wir begrüßen ausdrücklich die geplante denkmalgerechte Sanierung des Glaspalasts. Gerade deshalb ist es wichtig, auch bei den übrigen Teilen des Ensembles die denkmalpflegerischen Anforderungen konsequent zu berücksichtigen. Die vorhandenen Qualitäten des gesamten Areals dürfen nicht vorschnell geschwächt werden“, erklärt Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz betont, dass sie die Revitalisierung des ehemaligen Siemens-Areals ausdrücklich unterstützt. Es muss jedoch eine Planung vorliegen, die sowohl den Anforderungen einer zeitgemäßen Nutzung als auch den denkmalpflegerischen Belangen dieses für Erlangen bedeutenden Ensembles gerecht wird.
 
 



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