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Verschiedenes

Hilfe für den Turm der Kapellenkirche
Rottweil: Kapellenkirche (c) Wegner / DSD
 
Hilfe für den Turm der Kapellenkirche
Natursteinarbeiten in Rottweil gehen weiter

Die Fortsetzung der Natursteinarbeiten am Turm der Kapellenkirche unterstützt die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erneut mit einem Fördervertrag über 80.000 Euro. Am 28. Oktober 2022 um 11.00 Uhr überbringt Dr. Anita Auer, Ortskuratorin Villingen-Schwenningen der DSD, gemeinsam mit Frank Ackermann von Lotto Baden-Württemberg einen symbolischen Vertrag, der dank Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale möglich wurde, an Kirchenpfleger Andreas Schmötzer. Die Kapellenkirche gehört zu den rund 390 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Mittel ihrer Treuhandstiftungen sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die Kapellenkirche von Rottweil besitzt mit ihrem 70 Meter hoch aufragenden, mit reichem und qualitätvollem spätgotischen Figurenschmuck versehenen Turm nationale Bedeutung. Nachdem in den 1960er und 2010er Jahren bereits Instandsetzungsarbeiten am Turm durchgeführt wurden, finden sich heute umfangreiche Schäden am Dach und an der Fassade. Die kath. Kirchengemeinde will die Gesamtsanierung in vier Bauabschnitten durchführen.

Rottweil, nach Zähringer Muster gegründet, gilt als die älteste Stadt im heutigen Baden-Württemberg. Der spätmittelalterliche Stadtkern hat sich seither erhalten, ihn prägen heute zahlreiche Kirchen, erkergeschmückte Bürgerhäuser und geschmiedete Stechschilder, die im 16. Jahrhundert Vorschrift waren.

Zum Objekt:
An der Stelle einer 1313 nachgewiesenen Marienkapelle begann um 1330 der Bau der Rottweiler Kapellenkirche. Der heute das Stadtbild prägende gotische Turm der Wallfahrtskirche "Zu unserer lieben Frau" wurde bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts in seinen drei quadratischen Untergeschossen vollendet. Bis zum Ende des Jahrhunderts wurde als Kirchenschiff ein Saalbau angefügt. Als 1727 die Chorgewölbe einstürzten, gestaltete man das Langhaus barock und malte es auch dementsprechend aus.

Zugleich wuchs der Turm um zwei achteckige Obergeschosse mit je acht hohen, durchbrochenen Spitzbogenfenstern in spätgotischer Formensprache gen Himmel. Die Steinmetzzeichen an den Turmuntergeschossen verweisen auf Heinrich Parler aus Gmünd, die oktogonalen Obergeschosse sowie der Chor lassen sich Aberlin Jörg zuschreiben. Die gesamte spätgotische Bauplastik des Turmes ist äußerst qualitätvoll und gilt als Hauptwerk des "Rottweiler Stils" dieser Schule am Ober- und Mittelrhein. Wenige Jahre später fand der Turm seinen Abschluss in Form eines achteckiges Pyramidendachs. Der Turm weist eine reiche und äußerst qualitätvolle spätgotische Bauplastik auf.
 
 

 
Freiburg: B-31-Tunnel nachts gesperrt
Arbeiten vom 8. Bis zum 11. November

Die die B-31-Tunnel im Freiburger Osten werden wegen Kontroll-, Wartungs-, Reparatur- und Reinigungsarbeiten in den Nächten von Dienstag, 8. November, bis Donnerstag, 10. November, voll gesperrt.

Zunächst ist das in Richtung stadteinwärts der Fall. Die Röhren sind in der Nacht von Dienstag, 8. November, auf Mittwoch, 9. November, in der Zeit von 20 Uhr bis circa 6.30 Uhr voll gesperrt. In der Nacht darauf, vom Mittwoch 9. November, auf Donnerstag 10. November sind die Tunnel dann in Richtung stadtauswärts gesperrt. Hier gilt die Sperrung in der Zeit von 20.30 Uhr bis circa 7 Uhr.
 
 

St. Johann Baptist in Neu-Ulm
NeuUlm: St.Johann Baptist, Christusfigur(c) Schabe / DSD
 
St. Johann Baptist in Neu-Ulm
Christusfigur dank der Julius Rohm-Stiftung an neuem Platz zurück

Am 1. November wurde in Neu-Ulm die restaurierte und vor dem Langhaus der St. Johann Baptist-Kirche auf dem Johannesplatz wieder aufgebaute Christusfigur nach einem Festgottesdienst geweiht. Möglich wurde die Maßnahme dank eines weiteren Fördervertrages der Julius Rohm-Stiftung in Höhe von 32.500 Euro. Die Julius Rohm-Stiftung zu Ehren von Julius Rohm, dem ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeister von Neu-Ulm, war stets ein treuer Begleiter der Gesamtinstandsetzung der St. Johann Baptist in Neu-Ulm, bis sie vor zwei Jahren nach langer Planungs- und Renovierungszeit ihre Pforten wieder der Öffentlichkeit öffnen konnte. Schon 2009 war die Treuhandstiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit von der Partie, als erste Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden. Insgesamt investierte die Rohm-Stiftung inzwischen über 500.000 Euro für die Restaurierung der Kirche.

Der aus Beton gegossene Christus am Kreuz bekrönte früher als Teil einer Kreuzigungsgruppe das Westwerk der Kirche in 15 Meter Höhe. Er wurde während der Baumaßnahmen eingelagert und nun vor dem Langhaus der Kirche auf dem Johannesplatz wieder aufgebaut.

Die St. Johann Baptist-Kirche gehört zu den über 530 Objekten, die die private DSD dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt
Die Johannes dem Täufer geweihte Kirche am bayerischen Donauufer entstand 1857 als einschiffige neuromanische katholische Garnisons- und Pfarrkirche. In den 1920er Jahren wurde die Kirche erweitert. Dabei setzte die Stadt ihr Vorhaben um, ein modernes Pendant zum Ulmer Münster mit eigener Bedeutung zu schaffen. Der verpflichtete Architekt Dominikus Böhm schuf von 1922 bis 1927 ein dreischiffiges expressionistisches Bauwerk, das zu einem der bedeutendsten deutschen Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts zählt.

Der Reformer des katholischen Kirchenbaus nutzte für den Ausbau Baumaterialien, die aus den abgebrochenen Befestigungsanlagen stammten, wie Jurakalkstein, Ziegel und Biberschwanzreste, sodass die mächtigen Außenmauern und Türme bewusst mit dem weißen, mystisch anmutenden Innenraum kontrastieren. Die wirkungsvolle Raumschöpfung erreichte der Architekt durch die Gewölbe aus einer Rabitzkonstruktion als Putzträger. Böhm konnte bei dieser Kirche seine Ideen zur Dynamisierung des Raums und zur Lichtführung in sakralen Räumen überzeugend vorführen. Schwere Bombenschäden erzwangen nach dem Krieg den Wiederaufbau. Hierbei nutzte Böhm die Möglichkeit, bestimmte Details zu revidieren und die von der Gemeinde gewünschte direkte Belichtung des Innenraums einzubauen.

Die Julius Rohm-Stiftung ist eine von über 260 Stiftungen, die die DSD treuhänderisch unter ihr Dach aufgenommen hat. Die auf Dauer angelegte Unterstützung der Treuhandstiftungen hat sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt, das nicht mehr aus der deutschen Denkmallandschaft wegzudenken ist. Spenden und Zustiftungen sind in jeder Höhe möglich: DSD Julius Rohm-Stiftung * DE26 3702 0500 0001 5311 00 * BFSWDE33XXX.
 
 

 
Das Risiko von Wildunfällen steigt
Nach Umstellung der Uhren am 30. Oktober: Über die Vor- und Nachteile der Zeitumstellung wird gerne gestritten. Fakt ist: für die Menschen beginnt der Tag eine Stunde früher, für die Wildtiere ändert sich aber nichts. Schließlich richtet sich ihr natürliches Verhalten nicht nach der Uhrzeit.

In der Folge sind Menschen eine Stunde später dran. Damit wird der abendliche Berufsverkehr in die dunkle Tageszeit verlegt und das Risiko für einen Wildunfall steigt: in der anfangs ungewohnten Dunkelheit bemerken Verkehrsteilnehmer Wild, das über die Straße wechselt, zu spät. Diese Unfälle lassen sich durch angepasste Fahrweise und erhöhte Aufmerksamkeit in den Dämmerungs- und Nachtstunden vermeiden. Immerhin entspricht eine Kollision mit einem Reh bei Tempo 60 einer Aufprallwucht von fast einer Tonne.

Was aber tun, wenn es passiert? Elementar ist (nach dem Absichern der Unfallstelle) das Verständigen der Polizei, und dies vor allem aus Tierschutzgründen. Angefahrene Wildtiere müssen möglichst schnell vom zuständigen Jagdausübungsberechtigten gefunden, von ihren Leiden erlöst und schließlich entsorgt werden.

Werden Wildunfälle nicht umgehend gemeldet, nehmen Beteiligte den qualvollen Tod des Tieres in Kauf. Auch ein scheinbar unverletztes Wildtier, dass nach einer Kollision im Wald verschwindet, kann innere Verletzungen aufweisen und verendet oft erst nach Stunden. Jagdausübungsberechtigte werden in der Regel mit Jagdhunden schnell fündig und können verletzte Wildtiere tierschutzgerecht töten. Nur der Jagdausübungsberechtigte stellt die Bescheinigung aus, die bei der Teil- oder Vollkaskoversicherung zur Schadenregulierung eingereicht werden kann.

Bitte melden Sie daher Wildunfälle unverzüglich der Polizei. Sie stellt den Kontakt zu Jagdausübungsberechtigten her.
 
 

 
„Ein Gewinn für den Messestandort Freiburg!“
1. LEBEN UND TOD Freiburg mit rund 1.800 Teilnehmenden

Dienstag, 25. Oktober 2022 · Was lange währt, wird endlich gut: Getreu diesem Sprichwort fand am vergangenen Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober 2022, die langersehnte Premiere der LEBEN UND TOD in der Sick-Arena Freiburg statt – und das mit großem Erfolg. Insgesamt kamen an beiden Tagen 1.803 Teilnehmende in die Halle, um sich in heller und lebensbejahender Atmosphäre den Themen am Lebensende zu widmen. „Wir sind überwältigt von diesem guten Start“, sagt Projektleiterin Meike Wengler. „Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv, viele von ihnen sind extra aus der Schweiz angereist.“

Nachdem die Verantwortlichen der Messegesellschaften Bremen und Freiburg bereits 2019 die Zusammenarbeit verkündet hatten, musste die Umsetzung pandemiebedingt zwei Jahre auf sich warten lassen. Doch das Warten hat sich gelohnt, so sind sich beide Seiten einig. „Diese besondere Veranstaltung ist ein großer Gewinn für den Messestandort Freiburg. Ich war sehr beeindruckt von der Leichtigkeit, mit der sich die Menschen dem doch schweren Thema widmen“, sagt Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Der Geschäftsführer der Messe Bremen, M3B GmbH, Hans Peter Schneider ergänzt: „Der Grundstein für die LEBEN UND TOD Freiburg ist gelegt – nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit dem Freiburger Team. Die Veranstaltung hat viel Potenzial und wir freuen uns, zusammen positiv in die Zukunft zu blicken.“

Für einen Gänsehautmoment sorgten am Freitag rund 30 Vertreter:innen der Sternenkinderbewegung, darunter Bestatter:innen, Vereinsvorsitzende und Fotograf:innen. Sie kamen spontan auf der Bühne zusammen, um die Gründung des Bundesverbandes Kindstod in Schwangerschaft und nach Geburt (BVKSG) offiziell zu verkünden. Ihr Ziel: Sternenkindern und der damit einhergehenden Thematik noch mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung beimessen. „Das war ein wirklich besonderer Moment“, erinnert sich Wengler. „Und es hebt wieder einmal das zentrale Element der LEBEN UND TOD hervor: den persönlichen Austausch. Denn die Beteiligten kannten sich zum Großteil nur digital und haben sich hier in Freiburg erstmals getroffen. Aus einem spontanen Impuls heraus entstand dann die Verkündung auf unserer Bühne.“

Wer die LEBEN UND TOD Freiburg verpasst hat, kann dank des On-Demand-Pakets auch weiterhin auf das Kongressprogramm zugreifen: Ab 59 Euro erhalten Interessierte bis zum 16. April 2023 uneingeschränkten Zugriff auf alle Beiträge.
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Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg
Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg (c) Ernst Fesseler
 
Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg
Westallgäu und Oberschwaben stehen im Mittelpunkt des Bauernhaus-Museums Allgäu-Oberschwaben Wolfegg unweit von Ravensburg. Auf mehr als 15 Hektar Land verteilen sich 19 Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Neben den Bauernhäusern aus verschiedenen Orten gibt es ein Fischerhaus samt „Fischhälterei“. Auch Trafohäuschen und Straßenwärterhütten sind hier noch zu sehen. Inmitten der wiederbelebten traditionellen Kulturlandschaft mit Hecken, bunt blühenden Wegrändern, Wiesen und Äckern. In den Teichen schwimmen heimische Fischarten, und an Land leben Vierbeiner und Geflügel. Ein Schwerpunkt des Museums, das rund 300 Jahre ländliches Leben in dieser Region abbildet, liegt auf der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der „Schwabenkinder“.
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Ratgeber Altersvorsorge für Selbstständige
Rechtzeitig planen, sinnvoll vorsorgen

Selbstständige sind bei der Altersvorsorge besonders gefordert, denn sie müssen zwingend aktiv werden, damit die Absicherung für den Ruhestand gelingt. Egal ob als Handwerksmeisterin, Arzt, Künstlerin, Buchhändler oder Gastwirtin: Das Buch Altersvorsorge für Selbstständige der Stiftung Warentest hilft, Schritt für Schritt die geeignete Vorsorgestrategie zu finden.

Dafür geht es bei jeder und jedem erst einmal darum, die persönliche Ausgangsposition zu ermitteln, also die bisherigen Vorsorgeaktivitäten zu überblicken, die gesetzlichen Vorgaben kennenzulernen und die aktuellen finanziellen Spielräume auszuloten. Welche Ansprüche auf Leistungen aus Versorgungswerken, privaten Versicherungen oder aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind bereits vorhanden? Welche Anlagemöglichkeiten für die zusätzliche Vorsorge kommen infrage und wie viel Geld hat man monatlich dafür überhaupt zur Verfügung? Tatsächlich genügen wenige Bausteine, um ein Polster für später aufzubauen.

Im Ratgeber werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorsorge-Bausteine genannt. Von börsengehandelten Indexfonds (ETF), freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rente, Rürup-Verträgen oder der Investition in Immobilien – Autorin Isabell Pohlmann erläutert die wichtigsten Eigenschaften der Vorsorge-Alternativen im Detail. „Allerdings gibt es keine Alleskönner unter den vorgestellten Möglichkeiten. Letztlich geht es darum, eine für die eigene berufliche und finanzielle Situation passende Mischung für die Vorsorge zu finden, um im Alter auf sichere Einnahmen zurückgreifen zu können und in der Ansparphase trotzdem flexibel zu bleiben,“ so Pohlmann.

Die Autorin Isabell Pohlmann arbeitet freiberuflich als Journalistin für Finanzen und Verbraucherfragen. Zuvor war sie Redakteurin der Zeitschrift Finanztest. Sie hat bereits mehrere Bücher für die Stiftung Warentest geschrieben, unter anderem Das Versicherungs-Set, Meine Rente, Finanzplaner für Frauen und Finanzplaner 60+.

Das Buch „Altersvorsorge für Selbstständige“ hat 176 Seiten und ist ab dem 18. Oktober 2022 für 22,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter test.de/selbststaendige-altersvorsorge.
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Unsere Herzen wärmen Winnyzja
"Karlsruhe hilft" sammelt Spenden für Wärmestationen in angehender Partnerstadt

Getragen durch den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats hatte sich die Stadt Karlsruhe Mitte des Jahres auf die Suche nach einer ukrainischen Partnerstadt begeben und wurde in der Zentralukraine mit der innovativen und nach Europa orientierten Stadt Winnyzja rasch fündig. Zu einem ersten Treffen der beiden Oberbürgermeister kam es vergangene Woche im Vorfeld der fünften Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz in Augsburg. Hierin trat erneut und deutlich zu Tage, wie viel Potenzial die geplante Verbindung der ungefähr gleich großen Städte bietet und welche nachhaltigen Projekte in Zukunft beide Städtepartner bereichern könnten. Bis Frieden mit Russland einkehrt, werden sich diese jedoch schwerlich umsetzen lassen, denn oberstes Ziel ist es, die Menschen der beiden Städte im Austausch zusammenzuführen. Die zwischenmenschlichen Brücken, die Aktivitäten von Kulturschaffenden, Schulen und Vereinen werden warten müssen, solange Karlsruhe aus der Distanz auf den täglichen Schrecken des Krieges in der Ukraine blickt.

Russische Raketen haben Kraftwerk getroffen
Um der Partnerstadt zumindest die helfende Hand zu bieten, erkundigte sich die Stadtverwaltung nach der Lage vor Ort und dem Bedarf an Hilfsgütern in Winnyzja. Der Oberbürgermeister der Stadt, Serhii Morhunov, trug diese ausgerichtet an den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur sowie dem bevorstehenden Winter vor. Demnach plant die russische Föderation mutmaßlich eine systematische Zerstörung der kritischen Infrastruktur der Ukraine. Aktuell haben beispielsweise russische Raketen in der Region Winnyzja ein Kohlekraftwerk zur Warmwasser- und Stromerzeugung getroffen. Man rechnet damit, dass bei Minusgraden die Gasinfrastruktur und die Wärmeenergieerzeugung angegriffen wird. Winnyzja verfügt über ein zentrales Wärmeversorgungssystem, welches größtenteils durch Gas gespeist wird. Lediglich 25 Prozent der Energie wird durch Holz zugeführt.

Die Beheizung von privatem Wohnraum stellt die Stadtverwaltung Winnyzja daher in den kommenden Monaten vor ein großes Problem, insbesondere bezüglich der 218 Hochhäuser der Stadt, die komplett durch Fernwärme versorgt werden. Ein gewisser Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner kann in den Kellern vor der Kälte Schutz suchen. Diese Möglichkeit will Winnyzja aber vor allem alten Menschen und Kindern offenhalten. Für die übrigen Betroffenen sollen Wärmestationen in Form von Zelten auf öffentlichen Flächen, wie Parkplätzen und in Grünanlagen bereitgestellt werden. In der Stadt Winnyzja halten sich zudem und momentan 44.000, in der Oblast 181.000 Binnenflüchtlinge auf. Darunter befinden sich 29.000 Menschen unter der Armutsgrenze, davon viele Familien. Die Stadt beherbergt 1.000 kinderreiche Familien mit mehr als fünf Kindern. Die humanitäre Hilfe wird zentral organisiert, über den städtischen Haushalt finanziert und funktioniert soweit gut. Zudem sind verschiedene internationale Hilfsorganisationen vor Ort, unter anderem das Deutsche Rote Kreuz.

Man müsse trotzdem mit Optimismus in die Zukunft sehen, betonte Oberbürgermeister Serhii Morhunov. Ohne diesen könne man weder im Leben, noch in diesem brutalen Krieg bestehen. "Die Städtepartnerschaft mit Karlsruhe unterstützt diesen Optimismus und hat große symbolische Bedeutung für die Stadt Winnyzja".

Um Spenden wird gebeten
Die Stadt Karlsruhe möchte der vorgetragenen Bitte nach doppelschichtigen Zelten und Dieselgeneratoren zur Wärmegewinnung gemeinsam mit den anderen Partnerstädten Winnyzjas nachkommen. "Diese Hilfeleistung würde große Wirkung mit sich bringen und könnte gleichmäßig oder nach Bedarf über das gesamte Stadtgebiet verteilt werden", so das Hauptamt der Stadt Karlsruhe. Um die Anschaffung der Hilfsausrüstung zu unterstützen, wird um Spenden unter dem Stichwort "Karlsruhe hilft" auf das Spendenkonto der Stadt Karlsruhe: IBAN DE10 6605 0101 0108 0777 77, BIC KARSDE66XXX (Sparkasse Karlsruhe) gebeten.
 
 



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