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Donnerstag, 15. Januar 2026
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Verschiedenes

Sehnsuchtsorte im Süden
Beste Aussichten beim Camping am Bodensee (c) TMBW / Gregor Lengler
 
Sehnsuchtsorte im Süden
Erleben, wo Baden-Württemberg berührt

STUTTGART, Januar 2026 – Märchenhafte Schlösser, moderne Architektur, Lost Places mit Geschichte und spektakuläre Landschaften: Baden-Württemberg bietet eine Vielfalt an Schauplätzen, die das Land zu einer Leinwand für unvergessliche Geschichten machen. 2026 entführt die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) auf eine Reise zu den „Sehnsuchtsorten im Süden“. Den Auftakt für das Themenjahr bildet die Urlaubsmesse CMT, die vom 17. bis 25. Januar in Stuttgart stattfindet.

„Unser Jahresthema ist diesmal so emotional wie individuell“, sagte TMBW-Geschäftsführerin Christine Schönhuber im Vorfeld der CMT. „Ein Sehnsuchtsort kann alles sein: Für die einen ist es der Lieblings-Urlaubsort der Kindheit, für die anderen ein urbaner Feelgood-Spot oder ein Kraftort im Grünen.“

Der Stuttgarter Fernsehturm ist für viele Einheimische einer dieser besonderen Orte, denn er ist nicht nur ein Aussichtspunkt, der die Landeshauptstadt mit dem Umland verbindet, sondern auch ein Heimatsymbol. Und Gäste erkennen an dem markanten Gebäude, das in diesem Jahr schon seinen 70. Geburtstag feiert, dass sie mitten im Urlaubsland angekommen sind.

Wer dem Trubel der Großstadt entfliehen möchte und sich nach Landidylle sehnt, findet im württembergischen Allgäu beschauliche Dörfer, grüne Wiesen und herzliche Gastgeberinnen, erholt sich beim Glamping am Bodensee oder schöpft beim Streuobstwiesenbaden auf der Schwäbischen Alb neue Kraft.

Für Familien bietet der Schwarzwald eine echte Märchenlandschaft, in der man das Rotkäppchen, die sieben Zwerge oder das Rumpelstilzchen zuhause wähnt. Zwischen hohen Tannen und bemoosten Felsen kann man sich auf die Suche nach ihnen begeben und dabei auch in die Fantasiewelten der regionalen Geschichten eintauchen.

Aktive auf der Suche nach dem Besonderen schließen bei der Freiwilligenarbeit im Markgräfler Weinberg neue Freundschaften mit Einheimischen und Co-Workern aus der ganzen Welt, schnuppern auf dem Lembergturm im Donaubergland Höhenluft oder erkunden in der Laichinger Tiefenhöhle die Unterwelt.

Und Kulturfans sind dazu eingeladen, zum 60. Jubiläum an der Oberschwäbischen Barockstraße eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen oder im Garten von Schloss Weikersheim in ein Blumenmeer einzutauchen.

„Bei uns in Baden-Württemberg sind die Möglichkeiten so vielfältig, dass jeder Gast einen ganz besonderen Ort für sich finden kann“, so Christine Schönhuber. „Ganz egal, ob es sich dabei um eine unserer berühmten Sehenswürdigkeiten handelt oder um ein abgelegenes Hideaway.“

INFO:

Zahlreiche Inspirationen zu den Sehnsuchtsorten in Baden-Württemberg liefert das frisch erschienene Urlaubsmagazin „SÜDEN“, das über den Link visit-bw.com/de/broschuerenbestellung kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden kann.

Das Magazin und viele weitere Angebote aus Baden-Württemberg präsentiert die TMBW vom 17. bis 25. Januar auch auf der Stuttgarter Urlaubsmesse CMT in Halle 6 und online unter visit-bw.com.
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Freier Eintritt für alle Menschen, die sich das Wunderland nicht leisten können
 
Freier Eintritt für alle Menschen, die sich das Wunderland nicht leisten können
Gerade startet erneut unsere Aktion im Miniatur Wunderland, bei der alle Menschen kostenlos hereinkommen dürfen, die sich den Eintritt normalerweise nicht leisten können. Wir machen das nun seit vielen Jahren. Und obwohl ich weiß, was kommt – obwohl ich es schon so oft erlebt habe – trifft es mich jedes Mal wieder mit voller Wucht.

Das Prinzip ist unverändert einfach. Vielleicht gerade deshalb so kraftvoll. Jeder Mensch entscheidet für sich selbst, ob er oder sie sich den Eintritt leisten kann. Wir verlangen keinen Nachweis. Keine Erklärung. Keine Rechtfertigung. Wer an einem der ausgewählten Januartage an der Kasse sagt – oder schreibt, oder andeutet – „Ich kann mir das nicht leisten“, bekommt ohne Nachfrage ein Ticket.

Und dann passiert etwas, das man nicht planen kann.

Menschen beginnen zu erzählen. Fast immer.
Manchmal leise, manchmal hastig, manchmal unter Tränen.
Es ist, als würde an dieser Kasse für einen kurzen Moment alles herausbrechen, was sonst keinen Platz hat: Dankbarkeit, Scham, Wut, Traurigkeit, Erschöpfung, Hoffnung.

Da ist die Alleinerziehende, die jeden Euro dreimal umdreht.
Der Rentner, der sagt, dass er früher viel gearbeitet hat – und sich heute kaum noch etwas gönnt.
Die Familie, die gerade eine schwere Krankheit hinter sich hat.
Menschen, die ihren Job verloren haben.
Menschen, die sich vom Staat allein gelassen fühlen.
Menschen, die einfach nur müde sind.

Es ist das Leben. Ungeschönt. Direkt. Pur.

Eine Szene werde ich nie vergessen – und sie steht stellvertretend für hunderte, tausende andere.

Vor ein paar Jahren half ich zufällig selbst an der Kasse aus. Eine Mutter kam mit ihrem kleinen Sohn zu mir. Ganz vorsichtig fragte sie, ob es wirklich stimme, dass sie kostenlos hinein dürften. Als ich „na klar“ sagte und ihnen die Tickets reichte, fingen beide an zu weinen. Einfach so. Die Mutter erzählte mir, dass ihr Sohn zu Weihnachten nur einen einzigen Wunsch gehabt hatte: einmal ins Miniatur Wunderland. Sie konnte ihn ihm nicht erfüllen. Dann hörte sie von unserer Aktion und kam – ohne zu wissen, ob es wirklich klappt. In dem Moment, in dem sie die Tickets in der Hand hielt, fiel alles von ihr ab.

Wir standen da zu dritt. Mit feuchten Augen. So schön. So traurig. So menschlich. Solche Momente erleben wir seit Jahren immer wieder. Und sie hören nicht auf. Im Gegenteil.

Weit über 100.000 Menschen haben wir allein über diese Aktion eingeladen. Und trotzdem begegnet uns jedes Jahr auch das andere Gesicht dieser Zeit: Misstrauen. Ablehnung. Manchmal sogar offener Hass. Besonders schlimm war es 2017. Damals, während der Hochphase der Flüchtlingsbewegung, wurden wir massiv angefeindet, weil wir selbstverständlich auch Geflüchtete eingeladen haben, wenn sie sich den Eintritt nicht leisten konnten. Es gab wüste Beschimpfungen. Drohungen. Briefe, die man nicht vergisst.

Und doch passierte auch damals etwas Ermutigendes: Auf den Hass folgte eine Welle der Solidarität. Stillere Stimmen, aber viele. Es zeigte sich erneut, was wir leider immer wieder beobachten: Angst und Wut sind laut. Menschlichkeit ist oft leise.

Auch dieses Jahr lesen wir wieder Kommentare, die sagen: „Man kann den Menschen doch nicht vertrauen.“ Und jedes Jahr frage ich mich: Stimmt das wirklich? Unsere klare Antwort nach all diesen Jahren lautet: Nein.

Unsere Einschätzung ist, dass sich rund zwei Drittel der Menschen, die das Angebot nutzen, den Eintritt wirklich nicht leisten können. Weitere viele leben so knapp, dass jeder Kinobesuch, jedes Museum, jede Cola eine bewusste Entscheidung ist. Und ja – es gibt auch einen sehr kleinen Anteil, der die Aktion vielleicht ausnutzt. Aber er ist verschwindend gering. Deutlich unter fünf Prozent.

Wir wissen das nicht nur aus Gesprächen an der Kasse, sondern auch aus Zahlen. An diesen Tagen bricht unser Pro-Kopf-Umsatz im Bistro massiv ein. Nicht ein bisschen – sondern deutlich. Das bedeutet: Viele dieser Menschen können sich nicht einmal ein Getränk leisten. Das ist keine Theorie. Das ist Realität.

Und genau deshalb zerreißt es mir jedes Jahr wieder das Herz.
Und genau deshalb erfüllt es mich jedes Jahr wieder mit tiefer Dankbarkeit.

Weil Vertrauen sich lohnt.
Weil Menschlichkeit funktioniert.
Weil Glück wirklich mehr wird, wenn man es teilt.

Ich wünsche mir so sehr, dass diese Aktion nicht etwas Besonderes bleibt. Dass Museen, Theater, Kinos, Tierparks, Freizeitparks – all die Orte, die in ruhigen Zeiten ohnehin Kapazitäten haben – den Mut finden, ähnliche Wege zu gehen. Es kostet weniger, als man denkt. Und es gibt unendlich viel zurück.

Vielleicht ist dieses Jahr wieder ein guter Moment, darüber zu sprechen. Darüber zu schreiben. Es weiterzutragen.

Denn auch wenn ich nichts Neues erzähle:
Es ist leider immer noch nötig.

Von Herzen
Frederik Braun
Miniatur Wunderland Hamburg GmbH

Alle Fakten zur Aktion stehen wie immer online
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Denkmalnetz Bayern klagt gegen Abrisserlaubnis in Thurnau
Thurnau: Gasthof zum weißen Schwanen (c) Harald Stark
 
Denkmalnetz Bayern klagt gegen Abrisserlaubnis in Thurnau
Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Rettung für den ehemaligen Gasthof „Zum Weißen Schwanen“

Mit der Einreichung einer Verbandsklage am 22. Dezember 2025 des Denkmalnetz Bayern (DNB) soll der geplante Abriss des ehemaligen Gasthofs „Zum Weißen Schwanen“ von 1654 verhindert werden. Unterstützt wird die Klage durch die bundesweit tätige private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Das Anwesen gehört als Einzeldenkmal zu den ältesten Bauten im Denkmalensemble Ortskern Thurnau. Entgegen der offiziellen Begründung der Regierung von Oberfranken ist der ehemalige Gasthof nach der aktuellen Dokumentation im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss in gutem baulichen Zustand und birgt wertvolle historische Details und Originalsubstanz. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte dem Abriss widersprochen, weder die Kreisheimatpflege noch die Bezirksheimatpflege stimmten dem Abriss zu, Alternativen wurden im Verfahren offenbar nicht geprüft.

Die Begründungen der Regierung von Oberfranken für die Genehmigung des Denkmalabbruchs erscheint daher wahrheitswidrig. Einsturzgefährdet ist aufgrund unterlassener Sicherungsarbeiten lediglich eine Wand der angebauten Scheune. Das bayernweit tätige Denkmalnetz geht davon aus, dass die vorliegende Abrisserlaubnis der Regierung von Oberfranken formell rechtswidrig ist.

Die nun eingereichte Klage soll dem bürgerschaftlichen Engagement vor Ort zunächst Zeit verschaffen. Nur so können die Bedeutung des außerordentlich wertvollen Baudenkmals, ein gut erhaltenes Zeugnis handwerklicher Zimmermannskunst im Denkmalensemble Thurnau, sichtbar gemacht und kreative Lösungen entwickelt werden.
 
 

 
Filmtipp: Sorry, Baby
USA 2025, ab 12 Jahren, 103 Minuten
Regie: Eva Victor
Darsteller: Eva Victor, Naomi Ackie, Louis Cancelmi

Agnes kämpft nach einem sexuellen Übegriff mit dem Alltag, der Zeit und der Erinnerung. In all den Jahren steht ihr ihre beste Freundin zur Seite… Ein kluger und unglaublich ehrlicher Blick auf das, was nach dem Schlimmsten kommt – und über lebensrettende Freundschaft. In ruhigen Bildern und mit feinem Gespür für Zwischentöne gibt Regisseurin und Hauptdarstellerin Eva Victor ein Debüt, das in Erinnerung bleibt: witzig, schmerzhaft, tröstlich, aufrüttelnd und zutiefst berührend. Ein wütend-zärtliches Stück Kino, das auf leisen Sohlen nachhallt.

Agnes (Eva Victor), eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – mit der bedingungslosen Unterstützung ihrer guten Freundin Lydie (Naomi Ackie)… Mit SORRY, BABY empfiehlt sich Eva Victor für ihre Regiekarriere – mit einer überraschend souveränen, mutigen Visitenkarte. Die Nachwuchsregisseurin wagt den schmalen Grat zwischen Komödie und Trauma – und gewinnt das riskante Match auf ganzer Linie. Victor interessiert sich nicht für das Spektakel des Schmerzes, sondern für die absurden, ermüdenden, manchmal komisch-bizarren Folgen. Gerade darin liegt die Kraft dieses überaus bemerkenswerten Dramas: Im Banalen, im Lächerlichen, im Unausgesprochenen. Der Humor ist staubtrocken, die Beobachtung skalpellscharf: Die Figuren sind keine einfachen Opfer-Schablonen, sondern widersprüchliche, suchende Menschen. Die Dialoge sind knackig und schlagfertig, die Situationen mal zum Brüllen, mal kaum auszuhalten. Ein Film, der trifft – und hängenbleibt. Ein Indie-Diamant mit Biss und Herz, der Victor unwiderruflich als eine starke neue Stimme des amerikanischen Kinos ausweist.

Läuft im Friedrichsbau Freiburg
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Freiburg: Katharina Schirmbeck wird FWTM-Geschäftsführerin
Katharina Schirmbeck © Oliver Franke/TPO SPO
 
Freiburg: Katharina Schirmbeck wird FWTM-Geschäftsführerin
Frau Schirmbeck wird den Bereich Tourismus und Innenstadt, Märkte und Event, Marketing und Unternehmenskommunikation sowie Gebäudemanagement und IT übernehmen

Katharina Schirmbeck, wird zweite Geschäftsführerin der Freiburger Wirtschaft, Touristik und Messe (FWTM). Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren wählte der Gemeinderat heute die derzeitige Tourismus-Direktorin aus St. Peter-Ording. Am 1. April wird sie ihre neue Funktion als FWTM-Geschäftsführerin im Bereich Tourismus und Innenstadt, Märkte und Events, Marketing und Unternehmenskommunikation sowie Gebäudemanagement und IT antreten.

In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzendem der FWTM äußert sich Oberbürgermeister Martin Horn erfreut: „Mit Jens Mohrmann und Katharina Schirmbeck ist die FWTM-Spitze wieder komplett. Mit Katharina Schirmbeck haben wir eine engagierte und ambitionierte Führungspersönlichkeit gewinnen können, die eine hohe Agilität und Erfahrung in der Personalverantwortung mitbringt. Mit ihr haben wir wieder ein starkes Führungsduo, das die FWTM kraftvoll, nachhaltig und zukunftsorientiert weiterführen wird.“

„Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem engagierten Team der FWTM und den vielen Partnerinnen und Partnern in der Stadt die kommenden Entwicklungen aktiv zu gestalten., sagte Katharina Schirmbeck im Gemeinderat. „Freiburg bringt hervorragende Voraussetzungen mit, um erfolgreiche Ansätze fortzuführen und zugleich mutig neue Impulse zu setzen – diesen Weg möchte ich mit dem Team entschlossen und mit viel Freude weitergehen.“

In den vergangenen fünf Jahren leitete Katharina Schirmbeck den Tourismusbetrieb von St. Peter-Ording – einem der beliebtesten Urlaubsorte an der Nordseeküste, mitten im Nationalpark Wattenmeer und mit jährlich rund 2,7 Millionen Übernachtungen. In dieser Funktion verantwortete sie die strategische Weiterentwicklung des Ortes und steuerte zentrale Themen wie Marketing, Veranstaltungen und die Digitalisierungsstrategie. Zudem war sie für die Bewirtschaftung kommunaler Immobilien – darunter die berühmten Pfahlbauten am Strand – sowie für wesentliche Bau- und Infrastrukturprojekte zuständig. Unter ihrer Führung wurden zahlreiche Gästeservices digitalisiert und wichtige Zukunftsinvestitionen umgesetzt. Die Verbindung aus Betriebsführung, Tourismus-Expertise, Digitalisierungskompetenz und Erfahrung im Umgang mit kommunalen Einrichtungen bildet eine starke Grundlage für ihre neue Aufgabe in Freiburg.

Bevor Schirmbeck 2021 nach St. Peter-Ording wechselte, war sie in verschiedenen Leitungsfunktionen für einen der größten Tourismuskonzerne der Welt tätig. Über viele Jahre hinweg verantwortete sie das internationale Fernreisegeschäft, später die digitale Transformation des weltweiten Einkaufs von Hotelkapazitäten – Erfahrungen, die ihr ein tiefes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und komplexe Transformationsprozesse vermittelt haben.

Katharina Schirmbeck folgt auf Hanna Böhme, die bisherige
Geschäftsführerin der FWTM, die zum 1. Januar 2026 ihre neue Stelle als Hauptgeschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Industrieller Unternehmen Baden e.V. (wvib) antritt.
 
 

 
Freiburg: Wohnraum schaffen mit kreativen Lösungen
Stadt vergibt die Liegenschaft Schwarzwaldstraße 69, bestehend aus drei Gebäuden, im Rahmen eines Erbbaurechts an die Genossenschaft Wohnbau Bogenständig

Es gibt zu wenig Wohnraum in Freiburg – besonders für Einzelpersonen. Immer mehr Menschen suchen eine kleine, bezahlbare Wohnung. Für diejenigen, die nach Krankheit, Trennung oder Schicksalsschlägen ihr Dach über dem Kopf bereits verloren haben, ist es besonders schwierig, sich gegen andere Bewerber*innen durchzusetzen.

Die Stadt entwickelt deshalb neben Neubauprojekten wie in der Alice-Salomon-Straße in St. Georgen weitere Formate für mehr Wohnraum. Unter anderem werden Kooperationen mit Bauträgern und Genossenschaften angestrebt, um dringend benötigte Kleinstwohnungen zu schaffen – nicht nur im künftigen Stadtteil Dietenbach und im Kleineschholz, sondern auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden.

Bei einem Fachtag des Amtes für Soziales zu Strategien für eine Überwindung von Wohnungslosigkeit kamen Gespräche über mögliche Nutzungen leerstehender Gebäude zustande. Es folgten Gespräche mit der Genossenschaft Wohnbau Bogenständig eG, die darauf spezialisiert ist, „schwierige“ Immobilien für Zielgruppen mit besonderen Bedarfslagen zu sanieren. Im Anschluss hat die Genossenschaft ein Konzept vorgelegt, städtische Gebäude zu sanieren und darin Einzelapartments für wohnungslose Menschen zu schaffen. Die Genossenschaft bewirtschaftet Gebäude über mehrere Jahrzehnte und stellt den gesamten Wohnraum der Zielgruppe des Amtes für Soziales zur Verfügung. Vermittelt werden Personen aus der städtischen Wohnungsnotfallhilfe, die aktuell in Wohnheimen untergebracht sind. So gelangen diese wieder in ein eigenes Mietverhältnis und der Stadt entstehen weniger Kosten als beim Betreiben von Wohnheimen.

Im Zuge der Gespräche rückte die Liegenschaft Schwarzwaldstraße 69 in den Fokus. Sie umfasst das denkmalgeschützte Vordergebäude an der Schwarzwaldstraße sowie zwei Hintergebäude. Bis 2019 wurden dort wohnungslose Menschen untergebracht. Anschließend musste der Standort aufgegeben werden, da ein weiterer Betrieb ohne umfassende Sanierung nicht mehr möglich war. Für die Gebäude wäre eine erhebliche Investition erforderlich gewesen. Vor diesem Hintergrund wurde geprüft, wie die Liegenschaft wirtschaftlich sinnvoll weiterentwickelt werden kann. Mehrere Gespräche und Verhandlungen – zuletzt im Jahr 2024 – blieben jedoch ohne Ergebnis. Da sich die Gebäude gut für das Nutzungskonzept eignen, wird die Liegenschaft im Rahmen eines 75-jährigen Erbbaurechts vergeben. Aus einem ehemaligen städtischen Wohnheim entstehen nun bis zu 22 Mietwohnungen. Diesem Vorhaben hat der Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig zugestimmt. Die Projektentwicklung soll nun zeitnah umgesetzt werden.

Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Mit der Vergabe der Schwarzwaldstraße 69 gehen wir als Stadt neue Wege im sozialen Wohnungsbau. Durch Sanierung schaffen wir schnell dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum. Leerstand wird beendet, ohne das Grundstück dauerhaft aus der Hand der Stadt zu geben. Die geplanten Kleinstwohnungen verbinden soziale Verantwortung mit nachhaltiger Nutzung unserer Ressourcen.“

Baubürgermeister Martin Haag ist erfreut: „Die Schwarzwaldstraße 69 hat uns mit ihrer schwierigen Bausubstanz lange gefordert. Umso erfreulicher ist es, dass wir das historische Gebäude erhalten, sanieren und mit einer sinnvollen Nutzung versehen können – und das dauerhaft im Erbbaurecht gesichert. Mit der Vergabe schaffen wir gemeinsam mit einem starken Partner dringend benötigten Wohnraum für Menschen, die es besonders schwer haben. Das zeigt, wie sich bauliche Herausforderungen in soziale Chancen verwandeln lassen.“
 
 

Karlsruhe: „Der Stadtgarten im Winter“
© Stadt Karlsruhe, Zoologischer Stadtgarten, Timo Deible
 
Karlsruhe: „Der Stadtgarten im Winter“
Führung mit Klaus Weindel am kommenden Sonntag

Eine besondere Führung gibt es am kommenden Sonntag, 14. Dezember, um 10:30 Uhr im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe mit Klaus Weindel, ehemaliger stellvertretender Leiter des Gartenbauamts, zu erleben. Organisiert wird der Rundgang durch die winterliche Anlage vom Verein Stadtgartenfreu(n)de Karlsruhe.

Neben der historischen Entwicklung der denkmalgeschützten Parkanlage wird ein besonderer Schwerpunkt auf die winterlichen Eindrücke und die winterliche Atmosphäre gelegt. Die Führung ist kostenfrei, jedoch ist der Erwerb einer gültigen Eintrittskarte erforderlich. Diese kann über www.zoo-karlsruhe.de oder vor Ort an den Kassenhäuschen erworben werden. Treffpunkt ist der Eingang Nord, Festplatz/Kongresszentrum, des Zoologischen Stadtgartens.
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Zwischenbilanz zum 52. Freiburger Weihnachtsmarkt 2025
Rekordbesuch am 29. November

Der seit dem 20. November 2025 geöffnete 52. Freiburger Weihnachtsmarkt zieht eine sehr positive Zwischenbilanz. Bereits in dieser Woche wird der 1.000.000. Besuchende erwartet – und damit rund eine Woche früher als im vergangenen Jahr. Besonders hervorzuheben: Am 29. November 2025 wurde mit rund 100.000 Besuchenden ein absoluter Tages-Besucherrekord aufgestellt. Die hohe Resonanz bestätigt den Weihnachtsmarkt erneut als eines der beliebtesten winterlichen Ereignisse in der Region.

Der Weihnachtsmarkt präsentiert sich auch 2025 als stimmungsvolles Highlight in der Freiburger Altstadt: Rund 400.000 Lichter erhellen die acht Plätze der Innenstadt sowie das atmosphärisch beleuchtete Colombi-Schloss. Die besondere Lichtgestaltung trägt maßgeblich zur einladenden Atmosphäre bei und wird von den Besuchenden sehr gut angenommen.
Trotz drei regnerischer Tage zu Beginn der vergangenen Woche – darunter der verregnete Sonntag, 7. Dezember – zeichnet sich insgesamt ein äußerst positiver Verlauf ab. Das stabile und zuletzt freundliche Winterwetter sorgt für wachsende Besucherzahlen. Auch die Anreisezahlen bestätigen das große Interesse: Bis zum 6. Dezember verzeichnete die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) bereits 748 Reisebusse, die den Karlsplatz zum Ein- und Ausstieg nutzten. Die Busse parkten anschließend zentral auf dem Messegelände – ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Innenstadt.
 
 



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