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Mittwoch, 18. Mai 2022
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Verschiedenes

 
Karlsruhe: Stadt geht auf die Betroffenen zu
Das OA informiert über rechtliche Vorgaben des neuen Prostituiertenschutzgesetzes

Am 1. Juli 2017 ist das Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten. Zuständig für dessen Umsetzung war zunächst das baden-württembergische Sozialministerium, seit 1. November 2017 sind die Zuständigkeiten neu geregelt. Seither ist für Personen, die in Karlsruhe im Prostitutionsgewerbe tätig sind oder eine Prostitutionsstätte betreiben, das städtische Ordnungs- und Bürgeramt (OA) die zuständige Anlaufstelle. „Wir führen die nach den Vorschriften des Prostituiertenschutzgesetzes notwendigen Anmelde- und Erlaubnisverfahren durch und stehen für alle Fragen im Zusammenhang mit diesem neuen Gesetz den Betroffenen zur Verfügung“, nennt Amtsleiter Dr. Björn Weiße die Aufgaben, die dabei seine Behörde übernimmt.

Für Betreiber von Prostitutionsstätten, zu denen nicht nur Bordelle und Laufhäuser zählen, sondern auch Wohnungen und Fahrzeuge, in denen sexuelle Dienstleistungen angeboten werden, richtete das OA vor Kurzem eine Informationsveranstaltung aus. „Leider konnten wir nicht alle Fragen der Anwesenden zufriedenstellend beantworten, weil uns schlichtweg noch viele Antworten und die entsprechenden Verwaltungsvorschriften fehlen“, blickt Weiße auf die Veranstaltung zurück, die breiten Zuspruch gefunden hatte. Das OA habe dabei aber zahlreiche Fragen aufgegriffen und leite diese bei Bedarf an die Aufsichtsbehörden weiter. „Wichtig war uns mit dieser Informationsveranstaltung vor allem, erste Grundinformationen weiterzugeben und die Betreiber von Prostitutionsstätten nochmals eindringlich auf den 31. Dezember hinzuweisen“, so der OA-Chef weiter. Das Prostituiertenschutzgesetz regelt nämlich abschließend, dass auch Personen, die schon jahrelang ihr Gewerbe betreiben, die Prostitutionsstätten nur dann zumindest vorläufig weiterführen dürfen, wenn sie bis spätestens 31. Dezember 2017 einen entsprechenden Erlaubnisantrag gestellt haben. Wird diese Frist versäumt, darf das Gewerbe erst dann wieder betrieben werden, wenn dafür eine behördliche Erlaubnis erteilt wurde.

Vor dem Hintergrund des großen Interesses und der vielen offenen Fragen plant das OA eine weitere Informationsveranstaltung im Frühjahr. Weiße hofft, „dass wir bis dahin ausreichende Erfahrungswerte in diesem auch für uns neuen Aufgabengebiet sammeln konnten und die notwendigen Vorschriften in der erforderlichen Ausführlichkeit vorliegen“.

Fortsetzen will das OA auch die in den vergangenen Wochen gestartete enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Landratsamt und den Nachbarstädten Bruchsal, Ettlingen und Pforzheim. Darüber hinaus versucht die Behörde auf unterschiedlichen Wegen in der Prostitution tätige Menschen zu erreichen. So verteilte etwa der Kommunale Ordnungsdienst auf seinen Streifen Infoflyer zum Thema, die das OA in verschiedenen Sprachen erstellt hatte.
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Zusatzrente: Bequeme Sofortrente oder chancenreicher Auszahlplan
Wer kurz vor der Rente steht und über eine größere Geldsumme aus Sparplan, Versicherung oder Betriebsrente verfügt, möchte möglichst viel und lange etwas davon haben. Die Zeitschrift Finanztest untersucht in ihrer aktuellen Ausgabe die Sofortrente und einen selbst gesteuerten Fondsauszahlplan mit Indexfonds (ETF). Fazit: Je nach Anlegertyp kann ein Auszahlplan die bessere Wahl sein. Der Einsatz: 100 000 Euro – die Ergebnisse lassen sich leicht auf andere Summen übertragen.

Bei der Sofortrente handelt es sich um eine sofort beginnende klassische Rentenversicherung. Sie ist das Standardprodukt, wenn man einen größeren Geldbetrag in eine lebenslange Rente umwandeln will. Die Rentenexperten von Finanztest haben 26 Angebote geprüft und nur zwei mit Gut bewertet.

Die Ausbeute ist mit 321 Euro monatlicher Rente selbst beim Testsieger eher bescheiden. Dafür fließt sie ein Leben lang und die Rente kann in Zukunft steigen, wenn die Versicherer das Geld erfolgreich anlegen. Außerdem muss sich der Rentner nach dem Abschluss nicht mehr darum kümmern.

Bei einem selbstgeschneiderten Auszahlplan über 30 Jahre fahren Anleger mit regelmäßigen Entnahmen aus risikoreicheren Aktien-ETF und sicherem Tagesgeld zweigleisig. Wie erfolgreich die Strategie ist, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa der Entwicklung auf den Kapitalmärkten und dem Mischverhältnis zwischen sicherer und risikoreicher Anlage. Die Fondsexperten von Finanztest haben deshalb für den Auszahlplan unterschiedliche Szenarien gebildet.

Läuft es gut an den Kapitalmärkten, ist der Auszahlplan um einiges lukrativer als die Sofortrente. Bei einem ausgewogenen Mischverhältnis zwischen Tagesgeld und Aktien könnten Rentner theoretisch 30 Jahre lang im Durchschnitt jeden Monat 562 Euro entnehmen. Bei kürzeren Laufzeiten ist es noch deutlich mehr. Dagegen sehen die sicheren Sofortrenten alt aus.

Doch es kann auch ganz anders kommen: Läuft es über Jahrzehnte schlecht, würde der Auszahlplan nur eine monatliche Rate von durchschnittlich 251 Euro abwerfen. Weitere Nachteile: Die Auszahlung schwankt und das Geld ist irgendwann aufgebraucht.

Finanztest zeigt in seiner Dezember-Ausgabe, mit welcher Zusatzrente Sparer mit Sofortrenten oder Auszahlplänen rechnen können und unterstützt Ruheständler mit hilfreichen Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Online ist der Test abrufbar ...
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Basiskonto: Von 0 bis über 300 Euro Kosten im Jahr
Das Basiskonto – ein Girokonto für jedermann – ist bei vielen Banken zu teuer. Es kostet bis über 300 Euro im Jahr, wie eine Untersuchung der Zeitschrift Finanztest belegt. Die Tester vermuten daher einen „Abwehrpreis“, mit dem sich manche Banken weniger zahlungskräftige Kunden vom Hals halten wollen. Nur bei zwei von 108 Banken ist das Basiskonto für den Modellkunden von Finanztest in der Filiale kostenlos. Bei der Bremischen Volksbank kostet dieses Konto am meisten: 328,30 Euro im Jahr.

Jeder hat das Recht auf ein Girokonto, auch Obdachlose und Asylbewerber. Auch wer kein regelmäßiges Einkommen hat oder neu im Land ist, soll damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen können und Überweisungen, Daueraufträge und Kartenzahlungen tätigen, aber auch Bargeldein- und auszahlungen. Nicht festgelegt hat sich der Gesetzgeber darauf, wie teuer solch ein Konto sein darf. Den Spielraum nutzen viele Banken dazu, ihre Kunden abzuschrecken.

Kostenlos ohne Bedingungen ist das in der Filiale geführte Basiskonto nur bei den Regionalbanken PSD Bank Karlsruhe-Neustadt und der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Für ein herkömmliches Girokonto, auf das regelmäßig ein Gehalt oder die Rente fließt, sind 60 Euro Jahreskosten akzeptabel, inklusive aller Buchungen und der Girocard. Diese Grenze unterschreiten nur 9 von 108 Banken beim Basiskonto. Vier der fünf Großbanken liegen im Test mit ihrem Basiskonto bei mehr als 100 Euro. Und vier Regionalbanken verlangen zwischen 204 und über 300 Euro.

Der ausführliche Test Basiskonto erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (seit 15.11.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/basiskonten abrufbar.
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Anlegen mit ETF: 742 Indexfonds im Test
Während Zinsanlagen kaum noch etwas abwerfen, freuen sich Aktienfondsbesitzer seit längerem über stolze, meist zweistellige Renditen pro Jahr. Erfahrene Anleger wissen natürlich, dass diese Euphorie kein Dauerzustand sein wird. Trotzdem schätzt die Stiftung Warentest Aktien immer noch als langfristig aussichtsreichste Geldanlage ein. Und der bequemste Einstieg in die Aktienmärkte führt über Exchange Traded Funds, kurz ETF. Im neuen Spezial-Heft von Finanztest Anlegen mit ETF finden Anleger alle Informationen, die sie für die Auswahl von ETF brauchen und Bewertungen für mehr als 740 Fonds.

Für ETF sprechen ihre einfache Funktionsweise und die niedrigen Kosten. Bequeme Anleger wissen außerdem zu schätzen, dass sie die Fondsentwicklung nicht ständig kontrollieren müssen.

Einsteiger erfahren in diesem Heft alles Wichtige rund um Börsenindizes, Fondsauswahl und Wertpapierdepots. Wer sich schon gut auskennt und eigene Anlageideen hat, findet in dem großen Tabellenteil einen passenden ETF.

Das Finanztest Spezial ETF hat 130 Seiten und ist für 8,80 Euro ab 2. Dezember im Handel oder kann online bestellt werden unter www.test.de/spezial-etf.
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Freiburg: Neubau Kronenbrücke
Spektakuläre nächtliche Arbeiten – THW hebt Behelfsbrücke mit zwei Mobilkränen aus

Bestehender Rad- und Fußweg über die Behelfsbrücke wird gesperrt und parallel auf die Westseite der neuen Kronenbrücke verlegt

Südliche B31-Fahrbahn in Höhe Kronenbrücke ist nachts nur einspurig befahrbar

Spektakuläre nächtliche Arbeiten an der neuen Kronenbrücke. In der Nacht von Freitag, 8. auf Samstag, 9. Dezember, wird die Behelfsbrücke über der Dreisam ausgehoben. Wie bereits der Einhub wird das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Müllheim zusammen mit den Ortsverbänden Freiburg, Emmendingen und Breisach, den Aushub der Brücke ehrenamtlich leisten.

Zwei Tage zuvor, am Mittwoch, 6. Dezember, wird der bestehende Rad- und Fußweg über die Behelfsbrücke gesperrt und parallel auf die Westseite der neuen Kronenbrücke verlegt. Gesperrt wird ab 10 Uhr, die Verlegung des Weges dauert voraussichtlich bis 15 Uhr. In dieser Zeit wird der Verkehr durch die Polizei geregelt.

Ab Mittwoch, 6. Dezember, ab 10 Uhr wird auch der Dreisamuferradweg (FR1) zwischen Kaiserbrücke und ronenbrücke gesperrt. Die Umleitung verläuft über die Günterstal-, Basler-, Goethe- und Werthmann-/Wilhelmstraße.

Die Behelfsbrücke wird mit zwei Mobilkränen und mit rund 40 Einsatzkräften des THW ausgehoben. Die Mobilkräne für den Aushub werden südlich und nördlich der Dreisam am Fahrbahnrand der B31 aufgestellt.

Dazu muss am Freitag, 8. Dezember, ab 20 Uhr die südliche B31-Fahrbahn im Bereich der Lessingstraße auf Höhe der Kronenbrücke bis Samstag früh von zwei auf einen Fahrstreifen reduziert werden.

Zudem muss während des Aushubs der neu eingerichtete Fuß- und Radweg über die Kronenbrücke aus Sicherheitsgründen von Freitag, 8. Dezember, ab etwa 17.30 Uhr bis Samstag, 9. Dezember, 7.30 Uhr, für den Rad- und Fußverkehr voll gesperrt werden. In dieser Zeit sollen zu Fußgehende und Radfahrende auf die Kaiser- oder Schnewlinbrücke ausweichen.

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) sowie das Garten- und Tiefbauamt (GuT) bedanken sich bei den Anwohnenden und Verkehrsteilnehmenden für das Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Behinderungen und Beeinträchtigungen.

Weitere Informationen über aktuelle Baustellen in der Stadt Freiburg erhalten Sie im Internet ...
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Politischer Adventskalender
Dieses Jahr stimmt die LpB Freiburg mit einem politischen Adventskalender auf die Weihnachtszeit ein. Hinter 24 Türchen verbergen sich in dieser Adventszeit weibliche Persönlichkeiten, die unsere Welt mit ihren Ideen und Handlungen verändert haben. Anlass hierzu ist das einhundertjährige Bestehen des Frauenwahlrechtes in Deutschland, das sich 2018 jährt.

Ein kurzer Vorstellungstext, weiterführende Informationen und interessante Fakten über unsere Frauen finden Sie online hinter dem jeweiligen Türchen und auch in unserem weihnachtlich dekorierten Shop, immer dienstags und donnerstags zwischen 9 und 17 Uhr.

Sie können den Adventskalender online finden ...
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Spendenübergabe an „Einfach Helfen e.V.“
itp Ingenieur GmbH setzt sich für den guten Zweck ein

Der gemeinnützige Verein „Einfach Helfen e.V.“ durfte sich vergangene Woche über eine besonders großzügige Spende freuen. Andreas Bökamp, Geschäftsführer der itp Ingenieur GmbH in Freiburg, überreichte der Gründerin und 1. Vorsitzenden Mauritia Mack im 4-Sterne Hotel „Colosseo“ des Europa-Park letzten Mittwoch einen Scheck über 10.000 Euro. Darüber hinaus kündigte der 30-Jährige an, die wohltätige Organisation auch zukünftig regelmäßig unterstützen zu wollen. Seit 2008 macht sich der Verein „Einfach Helfen e.V.“ für Menschen in der Region stark, die durch Schicksalsschläge oder eine Krankheit in existentielle Not geraten sind und schnelle, unkomplizierte Hilfe benötigen. Allein im laufenden Jahr konnte auf diese Weise über 100 Betroffenen und ihren Familien geholfen werden.

Dipl.-Ing. Architektin Mauritia Mack: „Über das beherzte Engagement und die finanzielle Unterstützung von Herrn Bökamp und seinem Team freue ich mich sehr. Neben der Ingenieurwissenschaft verbinden uns der Gemeinsinn und der Wunsch, Personen in der Umgebung, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, gezielt zur Seite zu stehen. Gemeinsam mit ,Einfach Helfen e.V.̕ können wir vieles bewirken und 2018 vielleicht noch mehr Personen begünstigen.“ „Das vielseitige soziale Engagement von Frau Mack beeindruckt mich sehr. Gerne möchten die itp Ingenieur GmbH und ich langfristig mit ihr und ,Einfach Helfen e.V.̕ zusammenarbeiten und Menschen in der Region unterstützen“, so Andreas Bökamp.
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Auszeichnung für Kommunen in Baden-Württemberg
Zehn Kommunen des Landes erhielten am 29. November 2017 im Marmorsaal des Stuttgarters Neuen Schlosses Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro. Sie haben bewiesen, dass ihre Bürgerinnen und Bürger besonders viel für eine zukunftsfähige und gerechte Welt tun.

Stuttgart, 29. November 2017: Baden-Baden, Brühl, Dornstadt, Engen, Fellbach, Köngen, Karlsruhe, Lahr, Stuttgart und Ulm – diese baden-württembergischen Kommunen und ihre lokalen Eine-Welt-Initiativen wurden in diesem Jahr für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Mit ihren Aktivitäten während der Eine-Welt-Tage im September und Oktober zeigten sie, dass jede und jeder etwas für gerechtere Lebenschancen weltweit tun kann. Die Preisverleihung im Neuen Schloss Stuttgart im Beisein von Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg, bildete den Abschluss der Initiative Meine. Deine. Eine Welt. 2017. Sie übergab die Preise im Zuge der feierlichen Preisverleihung. „Die von der engagierten Bürgerschaft im Land unterstützten entwicklungspolitischen Initiativen genießen einen exzellenten Ruf. Die Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftlichen Organisationen und die örtlichen Verwaltungen handeln pragmatisch, sehr motiviert und haben einen langen Atem“, sagte Erler.

„Entwicklungszusammenarbeit fängt nicht in Ländern des Globalen Südens an, sondern hier bei uns, direkt vor der Haustür, in den Kommunen. Durch die vielen gemeinsamen Aktionen kreativer und engagierter Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger entsteht ein Netzwerk für mehr globale Verantwortung“, sagte Philipp Keil, der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Die Stiftung ruft alle zwei Jahre zur Initiative Meine. Deine. Eine Welt. auf, 2017 zum zweiten Mal in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global.

„Dieses Projekt ist eine Erfolgsgeschichte, die wir dem hervorragendem Einsatz und unermüdlichem Engagement der Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg zu verdanken haben. Ihre zahlreichen und vielfältigen Aktionen haben uns gezeigt, wie kommunale Entwicklungspolitik vor Ort gelebt werden kann. Damit leisten sie einen wirkungsvollen Beitrag zu dem entwicklungspolitischen Ansatz des Landes und des Bundes.“ betonte Annette Turmann, Projektleiterin bei der SKEW.

29 Städte und Gemeinden sowie ein Landkreis beteiligten sich 2017 mit rund 360 Veranstaltungen an dem Projekt. Die Preisträger verdeutlichten in besonderem Maße, wie sich die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung umsetzen lässt. Ziel 1 ist etwa, Armut in jeder Form und überall zu beenden. Und Ziel 11 verfolgt, Städte und Siedlungen nachhaltiger zu gestalten.

Die Jury, die aus Experten aus den Bereichen Kommunen, Bildung und Partnerschaftsarbeit bestand, legte bei der Bewertung besonderen Wert auf die lokale Vernetzung, die Ansprache der Zielgruppen, die Öffentlichkeitsarbeit und auf den modellhaften Charakter für andere Initiativen.

Über die Preisträger: Kleine Kommunen

1. Preis: Die Gemeinde Köngen mit seinen knapp 10.000 Einwohnern war zum ersten Mal Teil der Initiative Meine. Deine. Eine Welt. Überzeugend war das abwechslungsreiche Programm mit 23 Veranstaltungen innerhalb eines Monats. Dafür bedurfte es einerseits einer hohen Motivation der Bürgerinnen und Bürger sowie vieler Mitmenschen, die sich einbringen und engagieren. Nahezu 20 verschiedene Gruppen beteiligten sich in Köngen am Programm, darunter Vereine, Einzelhandelsgeschäfte, Kirchengemeinden und die Verwaltung. Dieses breite Bündnis an Akteuren sowie die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und der Zivilgesellschaft stellte die Jury besonders heraus.

2. Preis: Sich mit schweren Themen zu befassen, kann Spaß machen, das zeigte Dornstadt und überzeugte mit den Aktionstagen für Nachhaltigkeit. Mit sehr ansprechenden Flyern und Plakaten wurde zu vielen Veranstaltungen eingeladen. Beispielsweise gestalteten Kinder insgesamt 1.001 Weltkugeln, die dann für einen guten Zweck versteigert wurden. Fußabdrücke mit Tipps für nachhaltiges Handeln wurden an vielen Ecken der Gemeinde aufgeklebt und erinnern daran, dass jede und jeder Verantwortung trägt.

3. Preis: Engen und Brühl teilten sich in diesem Jahr Platz drei unter der kleinen Kommunen. Beeindruckend an Brühl war unter anderem die 20-jährige Partnerschaft mit Dourtenga in Burkina Faso. Das Jubiläum war Anlass, zwei Vertreter aus Westafrika einzuladen. Der Besuch war Teil der mehrwöchigen Brühler Afrikatage. Dabei wurde eine kommunale Klimapartnerschaft unterzeichnet und damit ein wichtiges Zeichen für die Zukunft gesetzt. Engen hat 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus 70 verschiedenen Nationen. Dieser Reichtum wurde von den Bürgerinnen und Bürgern während der Initiative genutzt, so die Jury. Sie beschäftigten sich damit, welchen Einfluss die aktuellen politischen Ereignisse weltweit auf die lokale Bevölkerung haben.

Über die Preisträger: Mittlere Kommunen

1. Preis: Fellbach überzeugte besonders durch über 50 Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 50 Kooperationspartnern. Die Ideenvielfalt ihrer Aktionen fiel dem Gremium besonders ins Auge und, dass jede der vielen Aktionen direkt mit einem der 17 SDGs in Verbindung gebracht wurde. So etwa die Installation von Schülerinnen und Schülern, die 2.100 Coffee-to-go-Becher vor dem Weltladen auftürmten. Zuvor hatten sie sich bei Bäckereien über den Konsum des Coffees to go erkundigt, Schautafeln erstellt, um so mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Diese Aktion stieß bei breiten Bevölkerungskreisen Gedanken an, was es für die Erde bedeuten würde, wenn jeder so leben würde, wie wir hier in Deutschland.

2. Preis: Baden-Baden überzeugte die Jury mit dem Veranstaltungsprogramm „Interkulturelle Wochen. Vielfalt verbindet. Angekommen in Baden-Baden.“ Ein besonders schönes Ziel der vielfältigen Veranstaltungen war es, viele Menschen aus verschiedenen Kontexten zusammenzubringen. Das sei besonders gelungen, betonte die Jury. Eine der vielen Aktionen war die Fotoausstellung „Untergegangen“ des syrischen Filmemachers Abdullah Rajab Almalla. Diese Ausstellung zeigte im See am Augustaplatz Fotografien des heutigen Aleppos unter Wasser. Symbolisch sollte dabei auf die Zerstörung des Weltkulturerbes und auf das Schicksal vieler Menschen, die bei der Flucht im Meer geblieben sind, erinnert werden.

3. Preis: Fairer Handel und Globales Lernen standen im Fokus der Lahrer Aktionstage. Viele Veranstaltungen standen im Zusammenhang mit der langjährigen Partnerschaft mit der costa-ricanischen Stadt Alajuela, mit der sie auch eine Kommunale Klimapartnerschaft pflegt. Auch lobte die Jury das fruchtbare Zusammenspiel des lokalen Netzwerks. Das sorgte dafür, dass ein breites Publikum erreicht wurde und Themen aus verschiedenen Perspektiven erörtert werden konnten. Diese Netzwerkarbeit stünde symbolisch für die Notwendigkeit, dass die globalen Herausforderungen nur durch Gleichverteilung auf viele Schultern gelöst werden könnten, so das Gremium.

Über die Preisträger: Große Kommunen

1. Preis: „Städte sind zentrale Orte der Transformation.“ Diesen Slogan setzte die Stadt Stuttgart während der Initiative Meine. Deine. Eine Welt. besonders gut um und erhielt dafür den ersten Platz im Wettbewerb der großen Kommunen. „Das Stuttgarter Programm hat mit seinem starken SDG-Bezug eine Vorbildwirkung, um in die Fläche auszustrahlen“, so lautete eine der Begründungen der Jury. Außerdem sei es Stuttgart besonders gut gelungen, ein Bündnis an verschiedenen Mitstreitern zusammenzubringen. Die Landeshauptstadt habe sich zu einem dauerhaften und strategischen Engagement bekannt.

2. Preis: An Karlsruhe gefiel der Jury gefiel das attraktive Veranstaltungsangebot, die Mischung an Mitwirkenden und die unterschiedlichen Veranstaltungsorte. Diese Vielfalt an Schauplätzen sorgte für eine Vielfalt an Besuchern. „Fairer Handel wirkt und schafft Perspektiven – in Burundi“ unter diesem Motto hat Karlsruhe in diesem Jahr zwei große Themenbereiche in den Fokus gestellt und miteinander verbunden. Seit diesem September gibt es den Karlsruher Fächer-Kaffee – ein fairer Stadtkaffee aus Burundi. Dieser Kaffee ist ein weiterer Baustein in der Partnerschaftsarbeit mit dem ostafrikanischen Partnerland.

3. Preis: Ulm belegt mit dem Veranstaltungsprogramm „Meine. Deine. Eine Welt. und den Ulmer Friedenswochen“ Platz drei. Über sechs Wochen lang beschäftigten sich Ulmerinnen und Ulmer in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten und an unterschiedlichen Orten mit Frieden und Krieg, aber auch mit der Schaffung von gerechten und sozialen Zuständen für den inneren Frieden in einer Gesellschaft. Dabei wurde ein breites Publikum erreicht, was die Jury besonders lobte.

Unter den rund 160 Gästen des Abends waren neben Vertretern aller beteiligter kommunalen Netzwerke hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung, darunter Abgeordnete aus Bund und Land sowie Bürgermeister. Den Abend moderierte Silke Arning vom SWR.

Über Meine. Deine. Eine Welt.
Sieben Mal fand die von der SEZ im Jahr 2006 ins Leben gerufene Initiative bislang statt. Insgesamt nahmen dabei fast 90 unterschiedlichen Kommunen Baden-Württembergs teil, viele davon mehrfach. 2017 waren acht Kommunen zum ersten Mal dabei. Ziel ist es, das Bewusstsein für globale Themen zu schärfen, eigenes verantwortliches Handeln im Alltag anzuregen und lokale Netzwerke zu stärken. Meine. Deine. Eine Welt. ist Teil des Partnerschaftszentrums der SEZ und findet im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms statt
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