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Verschiedenes

 
Bronzetafel an der Meuschenmühle in Alfdorf erinnert an private Förderer
Eines der größten Mühlräder im Schwäbischen Wald

Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 3. April 2019 um 11.00 Uhr überbringt Gisela Lasartzyk, Ortskuratorin Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), gemeinsam mit Dorothee Lang-Mandel von Lotto Baden-Württemberg an die Denkmaleigentümer Dr. Beate Kohler und Stephan Heimerl eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte im Rahmen der Gesamtsanierung der Meuschenmühle in Alfdorf vor zwei Jahren dank der Lotterie GlücksSpirale für die Instandsetzung des Wasserrades 50.000 Euro zur Verfügung stellen. Das Denkmal gehört zu den über 320 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die Meuschenmühle befindet sich nordwestlich von Alfdorf, im Tal des Eisenbachs. Sie wird erstmals im Jahr 1553 als "Nibelgau-Mühle" erwähnt, vermutlich gab es aber schon im 13. Jahrhundert an diesem Standort eine Mühle. Das heutige, weitgehend original erhaltene Mühlen- und Wohngebäude stammt aus dem Jahr 1787, die funktionierende Mahlanlage jedoch aus dem 19. Jahrhundert. Sparsamer Luxus wie eine Stuckdecke, profilierte Türstöcke und Simse aus Stubensandstein zeugen vom bescheidenen Wohlstand der Müllerfamilie im ausgehenden 18. Jahrhundert.

Zur Mühlentechnik zählen zwei Mahlgänge mit Mahlsteinen und ein Gerbgang, der den im Schwäbischen Wald verbreiteten Dinkelanbau belegt. Er diente zum Entspelzen (Gerben) des Dinkels, der nach dem Dreschen nicht, wie etwa der Weizen, das blanke Korn liefert, sondern fest mit den Spelzen verbunden bleibt. Eine Seltenheit ist die aus einer Wiener Mühlenbauanstalt stammende Spitz- und Schälmaschine. Über eine Nebenwelle kann ein Butterfass angetrieben werden – eine Kuriosität in einer Mahlstube.

Das von der DSD geförderte Wasserrad hat einen Durchmesser von sieben Metern – ist also eines der größten Mühlräder im Schwäbischen Wald – und 60 Schaufeln aus Eichenholz. Das Wasser fließt von oben auf das Rad (oberschlächtiges Wasserrad), um es anzutreiben. In der Mühlenanlage überträgt sich die Kraft mit Zahnrädern und Riemen auf die jeweiligen Maschinen. In der Meuschenmühle kann das System der "Alten Deutschen Wassermühle" noch voll funktionsfähig in Betrieb erlebt werden. Die privaten Eigentümer nutzen das qualitätvolle, landschaftsprägende Kulturdenkmal museal und zu Wohnzwecken.
 
 

 
Bronze für Augsburgs Bahnbetriebswerk
Kulturschatz Nördlicher Ringlokschuppen

Am Mittwoch, den 3. April 2019 um 15.30 Uhr überbringt Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Markus Hehl von der Bahnpark Augsburg gGmbH bei einem Pressetermin im ehemaligen Bahnbetriebswerk in Augsburg eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD förderte in den Jahren 2014 und 2015 den nördlichen Ringlokschuppen. Insgesamt stellte die Denkmalschutzstiftung dank der Lotterie GlücksSpirale sowie einer zweckgebundenen Spende rund 160.000 Euro für die Sanierung der Dachtragkonstruktion zur Verfügung. Das Denkmal gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Das Kultur- und Museumsprojekt Bahnpark verfügt über Lokomotiven aus ganz Europa, wahre Schätze der Eisenbahntechnikgeschichte. Heute besteht das auf ausgedehntem Gelände stehende Betriebswerk aus dem von 1904 bis 1906 erbauten nördlichen Ringlokschuppen und weiteren zwischen 1906 und 1908 errichteten Gebäuden, dem Magazin, den beiden Radsatz-Reparaturhallen, der Schmiede, dem Kesselhaus und dem Übernachtungsgebäude. Die Wagenrichthalle wurde 1923/1924 erweitert. Hinzu kamen 1922 die Lokomotivdrehscheibe und 1935 die Triebwagenhalle.

Bereits 1840 wurde die München-Augsburger-Eisenbahn eröffnet. Vier Jahre später erfolgte der Anschluss an die Bahnstrecke von Lindau über Augsburg und Nürnberg nach Hof. Augsburg entwickelte sich nach und nach zu einem der größten Eisenbahnstandorte Bayerns mit Tausenden von Beschäftigten. Der nördliche Ringlokschuppen der ehemaligen Königlichen Bayerischen Staatseisenbahnen ist eines der wenigen, im bauzeitlichen Zustand erhaltenen Gebäude seiner Art und das Herzstück des Bahnbetriebswerks. Das zeittypische Rundhaus hatte ursprünglich 31 Lokomotivstände. Die Ostfassade ist eine gemauerte Lochfassade, die Westfassade löst sich durch die Stahl-/Glastore zwischen tragenden Betonstützen gewissermaßen auf. Innen wurde hölzernes Strebewerk verarbeitet. Die charakteristische Form des Gebäudes als Halbkreis mit vorgelagerter Drehscheibe und Sterngleisen geht zurück auf die Anforderungen des Dampflokomotivbetriebs an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts. Die Drehscheibe wurde genutzt, um die Loks in die jeweilige Fahrtrichtung zu drehen und um sie auf die jeweiligen Fahrzeugstände zur Abstellung zu verteilen. Als "Rundhaus Europa" ist der nördliche Ringlokschuppen künftig eine "Werkstatt der Entdeckungen".
 
 

 
DSD-Fördervertrag für Pfarrkirche in Waldshut-Tiengen
Der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wird saniert

Für die Turmsanierung der katholischen Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Waldshut-Tiengen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale 80.000 Euro zur Verfügung. Den Fördervertrag erhält Pfarrer Ulrich Sickinger in diesen Tagen. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende barocke Kirche ist eines von über 310 Projekten, die die DSD dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

St. Maria Himmelfahrt befindet sich im historischen Zentrum von Tiengen auf dem Schlossberg in direkter Nähe des ehemaligen Sitzes der Stadtherren im Schloss. Die Saalkirche wurde von 1753 bis 1755 nach Plänen des Baumeisters Peter Thumb errichtet. Thumb integrierte dabei den Chorturm der Vorgängerkirche aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert. Den gedrungenen Baukörper gliedern schlanke Rundbogenfenster und Lisenen. Auf dem Chorturm befindet sich ein doppelter Zwiebelhelm. Der dreijochige Innenraum ist reich mit Stuckaturen und Malereien geschmückt, der neobarocke Hochaltar wurde Ende der 1930er Jahre errichtet.

Das Gebäude weist zahlreiche Schäden auf, insbesondere an der Kupfer- und Ziegeldachdeckung. Die Holzkonstruktionen sind von Schädlingen befallen und der Sockelbereich durchfeuchtet. Auch der Glockenstuhl und das Geläut sind beschädigt. Als erste Maßnahmen zur Substanzerhaltung werden am Turm das Dachtragwerk, die Dacheindeckung, das Mauerwerk und der Glockenstuhl wiederhergestellt. Um die Pfarrkirche langfristig zu erhalten, ist jedoch eine Gesamtsanierung notwendig.
 
 

 
Bronze für die Stadtmauer in Großbottwar
Der Schutz des Mittelalters wird wiederhergestellt

Am Dienstag, den 2. April 2019 um 15.00 Uhr überbringt Gisela Lasartzyk, Ortskuratorin Stuttgart der DSD, gemeinsam mit Christoph Grüber von Lotto Baden-Württemberg an Bürgermeister Ralf Zimmermann bei einem Pressetermin im Rathaus von Großbottwar eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank der Lotterie GlücksSpirale die Sanierung der Stadtmauer vor zwei Jahren mit 50.000 Euro unterstützen. Das Denkmal gehört zu den über 320 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die mittelalterliche, bereits für 1279 nachweisbare Stadtmauer von Großbottwar umgab einst die gesamte Altstadt und lässt sich heute noch im südöstlichen Bereich erkennen. Ab 1830 wurden die meisten Türme zusammen mit größeren Mauerbereichen abgetragen. Ursprünglich besaß die Stadtmauer zur Flankierung und als Durchlass mehrere Haupttortürme. Das Obere Tor stand auf der Höhe des Gebäudes Hauptstraße 51 und der untere Torturm an der Ecke Hauptstraße/Im Zwinger, der Türlinstorturm befand sich in der Kirchstraße und ein kleinerer Turm, der Karzerturm, am westlichen Eckpunkt der Stadtbefestigung. Drei kleine Fliehtore – bei der Bürgermühle, beim Feuerlöschteich im Ronst und auf dem Werfel – ermöglichten eine rasche Flucht der Bevölkerung aus der Stadt bei Feuergefahr. Ein mit Wasser gefüllter Graben und wahrscheinlich ein trockener Graben im Nordosten mit dichtem Buschwerk vervollständigten die Verteidigungsanlage. Ein Wehrgang ermöglichte eine gedeckte Verteidigung auf der Mauerkrone.

Eine rasche Unterstützung der Mauer war nötig, da sich nahezu die gesamte Mauer im Kronenbereich aufgrund von Erosion und Pflanzenbewuchs auflöste. In weiten Abschnitten fehlte der Fugenmörtel oder war derart mürbe, dass er herausfiel. Teilweise war es bereits zu Wandausbrüche gekommen.
 
 

 
Ohne Frühstück steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes
Mit der Anzahl an Wochentagen, die auf das Frühstück verzichtet wird, steigt das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. So lautet das Ergebnis einer Metaanalyse, in der Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) die Ergebnisse bestehender epidemiologischer Studien zusammenfassend auswerteten.
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Karlsruhe: Zookassen ab April länger geöffnet
Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe hat ab kommenden Montag, 1. April, verlängerte Öffnungszeiten. Die Kassen sind dann täglich von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet, somit eineinhalb Stunden länger als im März. Die Tierhäuser und das Exotenhaus schließen um 18 Uhr, der Aufenthalt auf dem Gelände des Zoologischen Stadtgartens ist bis zum Einbruch der Dunkelheit möglich.

zum Bild oben:
Der Frühling hat Einzug gehalten, ab Montag sind auch die Kassen des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe wieder länger geöffnet / Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible
 
 

 
Freiburg: Grundsteinlegung für das neue SC-Stadion
OB Horn: „Das neue SC-Stadion wird ein neues Aushängeschild für Freiburg werden. Nachhaltigkeit, Offenheit, Kreativität und Bodenständigkeit zeichnen die neue Spielstätte des SC Freiburg aus.“

SC-Vorstand Oliver Leki: „Das neue Stadion ist ein existenzieller Schritt für unseren Verein. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Heimat für alle SC-Fans werden wird.“

Freiburg, 29. März 2019. Nachdem bereits die Bau- und Erschließungsarbeiten für das neue SC-Stadion auf Hochtouren laufen, beginnt nun mit der Grundsteinlegung die heiße Bauphase für das eigentliche Stadion.

Oberbürgermeister Martin Horn, Landesfinanzministerin Edith Sitzmann, Baubürgermeister Martin Haag, SC-Vorstand Oliver Leki, SC-Präsident Fritz Keller sowie Niklot von Bülow, technischer Vorstand der Köster GmbH und Gerhard Feldmeyer, geschäftsführender Gesellschafter der HPP Architekten, haben heute gemeinsam eine Schatulle mit Objekten im Fundament des neuen SC-Stadions deponiert. Für die Nachwelt gesammelt wurden: eine aktuelle Ausgabe des Stadionmagazins heimspiel, das SC-Jubiläumstrikot, ein SC-Schal, die aktuelle Vereinssatzung, ein Paar Torwarthandschuhe, die Baugenehmigung sowie Pläne des neuen Stadions, das städtische Amtsblatt und eine aktuelle Tageszeitung.

„Die Vorfreude ist riesig und ich bin sicher, dass das neue Stadion das Besondere an Freiburg, an der Region und am Sport-Club in idealer Weise verkörpern wird“, sagte Martin Horn, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, bei der heutigen Grundsteinlegung. SC-Vorstand Oliver Leki ergänzte: „Den Fußball-Standort Freiburg zu sichern und zu entwickeln, ist unser Antrieb – für unsere Fans und Mitglieder, die Stadt, die Region und unsere Sponsoring-Partner. Das neue Stadion ist hierfür die Grundvoraussetzung. Politik, Stadtverwaltung und SC Freiburg haben in den letzten Monaten und Jahren unglaublich viel Energie, Leidenschaft und Zeit in dieses Projekt investiert. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute mit der Grundsteinlegung ein weiteres wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu unserem neuen Stadion erreicht haben.“

Das neue Stadion sieht eine Kapazität von 34.700 Plätzen vor, wovon rund als Stehplätze (ca. 12.400) ausgewiesen sind. Bestandteil des Gesamtentwurfs sind die neue SCGeschäftsstelle, Trainings- und Funktionsräume für die Profiund U 23-Mannschaft sowie ein Fanshop mit integriertem Vereinsmuseum. Die im Bundesligabetrieb als Hospitality-Flächen genutzten Bereiche sollen außerhalb der Spieltage für Kongresse, Feiern und Tagungsveranstaltungen genutzt werden. Im direkten Umfeld des Stadions entstehen darüber hinaus ein Trainingsgelände mit zwei vollwertigen Spielfeldern und Torwart-Trainingsplätzen sowie Verkehrs- und Parkflächen für Fahrräder, PKW und Busse.

Im August 2017 beauftragte die Stadiongesellschaft (SFG), eine gemeinsame Gesellschaft von Stadt und SC, die Firma Köster GmbH aus Osnabrück, die das Projekt als Totalunternehmer auf Basis des Architektenentwurfs von HPP aus Düsseldorf realisiert.

Insgesamt kostet das Stadion, einschließlich der Trainingsplätze und der baurechtlich notwendigen Parkplätze, rund 80 Millionen Euro. Dazu kommen Infrastrukturkosten von rund 55 Millionen Euro, darin enthalten sind neben den Kosten für Straßen und Wege auch die Ausgaben für Gutachten, ökologische Ausgleichsmaßnahmen und für die restlichen Parkplätze. 16 Millionen Euro hat das Land dazugegeben.

Seit Erteilung der Baugenehmigung im November vergangenen Jahres kommen die Arbeiten zum neuen Stadion gut voran: Leitungen wurden bereits verlegt, der Magerrasen wird derzeit schrittweise auf die Deponie Eichelbuck verlagert, die Fundamente für die Tribünen werden derzeit geschaffen und zurzeit finden die Arbeiten zur Erschließungsstraße Ost statt; das ist die Verbindungsstraße zwischen Madison- und Granadaallee. In den nächsten Monaten folgt der Bau der zwei weiteren Erschließungsstraßen westlich und nördlich des Stadions und es beginnen die Rohbaumaßnahmen. Parallel werden die Park- und Trainingsplätze und die Außenflächen errichtet. Ziel ist es, das neue Stadion zur Saison 2020/2021 fertigzustellen.

Martin Haag, Baubürgermeister der Stadt Freiburg: „Die Baustelle läuft nach Plan. Wenn weiterhin alles so klappt, schaffen wir es, dass im nächsten Jahr bereits im neuen Stadion gespielt wird, auch wenn drumherum noch nicht alles fertig sein wird.“
 
 

 
Hilfe gesucht, denn der Berliner Dom bröckelt!
Berliner Dom und Deutsche Stiftung Denkmalschutz starten gemeinsame Spendenkampagne

Am Montag, den 25. März 2019 um 10.00 Uhr stellen Dr. Volker Faigle, der Vorsitzende des Domkirchenkollegiums, und Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Berliner Dom auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die dringend notwendigen Restaurierungsarbeiten an den Steinfassaden des Berliner Wahrzeichens vor. Der Berliner Dom wirkt auf den ersten Blick prächtig und gut erhalten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Fassaden des über hundert Jahre alten Gebäudes bröselt und bröckelt an allen Ecken und Enden. Wie massiv die Schäden sind, musste die Domgemeinde im vergangenen Jahr feststellen, als sie den Glockenturm restaurieren ließ. Von den dafür notwendigen Gerüsten ließen sich erstmals und in unerwartet hohem Umfang Risse, undichte Fugen und lose Gesteinsteile und defekte Natursteinoberflächen an der Fassade, an Schmuckelementen und Figuren der größten Kirche Berlins erkennen. „Wir hatten mit solchen Schadensbildern nicht gerechnet,“ so Volker Faigle.

Schuld an dem Verfall sind unter anderem die schwarzen Verkrustungen aus Ruß, Gummiabrieb und Staub, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte auf dem Sandstein abgelagert haben. Sie verhindern, dass der Stein „atmet“. Durch Luftschadstoffe und Regenwasser bilden sich Säuren, die in den Stein eindringen und ihn zersetzen. Der Wasserablauf wird gestört. Durch undichte Fugen dringt Feuchtigkeit ein und schädigt den Stein. Um die Fassade zu retten, müssen die Steinoberflächen nun dringend von Verkrustungen, Bewuchs, Verschmutzungen gereinigt und fragile Bereiche stabilisiert werden. Risse, Löcher und Rinnen müssen geschlossen und defekte Fugen wieder hergestellt werden. Die Gesamtkosten für kommenden vier Jahre belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro.

Da diese Summe von der Domgemeinde unmöglich allein aufgebracht werden kann, unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Berliner Dom nun mit einer bundesweiten Spendenkampagne. Ab sofort künden Banner, Informationstafeln, Flyer und bundesweite Aufrufe von der Notwendigkeit der Unterstützung des Domes. Steffen Skudelny ist zuversichtlich: „Wir setzen uns bundesweit erfolgreich für den Erhalt bedrohter Denkmale ein und werden dabei unterstützt von vielen engagierten Bürgern. Auch für den Berliner Dom bitten wir um Ihrer aller Hilfe!“ Die Spendenkampagne ist für mehrere Jahre vorgesehen, Baubeginn soll im Jahr 2020 sein.

Der Berliner Dom, im historischen Herzen Berlins gelegen, gilt als eine der prachtvollsten Sakralbauten des Landes und ist eine der großen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Seit 1465 existierte in Berlin eine Dom- und Hofkirche, die Friedrich der Große 1750 nördlich des Stadtschlosses durch einen barocken Neubau ersetzen ließ, der 1822 durch Karl Friedrich Schinkel klassizistisch umgestaltet wurde. Kaiser Wilhelm II. gab einen neuen, repräsentativen Zentralbau mit mächtiger Kuppel in Auftrag, der von 1893 bis 1905 nach Plänen von Julius Carl Raschdorff in Formen der Neorenaissance und des Neobarock entstand. Als eine der größten evangelischen Kirchen Deutschlands besteht der Dom heute aus der Predigtkirche, der sogenannten Tauf- und Traukirche, der Hohenzollerngruft sowie dem Dommuseum.

Den imposanten Zentralbau prägt die von vier Türmen flankierte 98 Meter hohe Kuppel. Während die Fassade zum Lustgarten hin über einer Freitreppe mit einer vorgelagerten Säulenhalle durch kolossale Säulen und verkröpfte Gesimse zu zwei monumentalen Geschossen zusammengefasst ist, ist die Spreefassade palastartige und viergeschossig. Alle Fassaden des Domes – und das Innere - zeigen einen umfangreichen Figurenschmuck mit einem protestantisch geprägten Heilsprogramm, das die Bedeutung des Domes als „Hauptkirche des Protestantismus“ unterstreichen sollte. Mit seiner einzigartigen Architektur und seinem weithin sichtbaren goldenen Kuppelkreuz ist der Berliner Dom ein Wahrzeichen der Stadt weit über deren Grenzen hinaus. Jedes Jahr besuchen ihn 900.000 Menschen aus aller Welt.

Jede Spende hilft!

Spendenkonto
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400 * BIC: COBADEFFXXX
Verwendungszweck:
PR06165-01XBerliner Dom
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