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Montag, 4. März 2024
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Verschiedenes

 
Gold: Sauberes Anlagegold ist schwer zu finden
Goldabbau ist ein schmutziges Geschäft. Wer saubere Barren oder Münzen kaufen will, kann sich auf gängige Zertifizierungen nicht verlassen. Das zeigt eine Umfrage der Stiftung Warentest unter Kreditinstituten und Händlern, die Privatanbietern das Edelmetall verkaufen. Die Branche geht Umwelt- und soziale Probleme noch nicht entschieden an.

Die Goldförderung geht oft mit Missständen einher: Der Einsatz giftiger Chemikalien gefährdet Mensch und Umwelt, und die Arbeiter verdienen kaum genug zum Leben. Viele Kinder arbeiten in den Goldfördergebieten, und oft floriert dort auch die Kriminalität. Wer damit nichts zu tun haben und saubere Goldbarren oder -münzen kaufen will, hat es schwer. Die Juni-Ausgabe von Finanztest hat bei 17 großen Kreditinstituten und 13 Händlern gefragt, welche Wege das Gold, das sie anbieten, genommen hat. Nur zehn Kreditinstitute und sieben Goldhändler gaben überhaupt Auskunft.

Alle Anbieter verwiesen auf Zertifizierungen. Doch was dahinter steht und wie sauber das Gold tatsächlich ist, stellten viele Goldanbieter auch auf Nachfrage nicht klar dar. Gängig ist „konfliktfreies“ Gold. Das bedeutet, dass es nicht im Zusammenhang mit der Finanzierung von Terrorismus und kriegerischen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo steht. Bei wieder verwendetem Gold ist zwar auch nicht ausgeschlossen, dass es dubiose Praktiken bei seiner Förderung oder dem Handel damit gab. Wer solches Recyclinggold kauft, hat immerhin mit aktuellen Umweltproblemen im Bergbau nichts zu tun.

In der Schmuckindustrie ist das Bewusstsein für die Probleme ausgeprägter. Einige Goldschmiede und Juweliere bieten Schmuck aus Minenkooperativen an, die sich höhere Standards gesetzt haben. Ohne Chemikalien wird Gold in geringen Mengen in Deutschland gefördert.

Der ausführliche Test Gold erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 20.05.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/gold abrufbar.
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Auslandsreise-Krankenversicherungen: Oft lohnt sich der Wechsel
Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist für gesetzlich Versicherte ein Muss, denn ein medizinischer Rücktransport nach Deutschland kann im schlimmsten Fall mehrere zehntausend Euro kosten. Die Policen haben sich weiter verbessert und sind nach wie vor günstig. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest, die für ihre Juni-Ausgabe 33 Auslandsreise-Krankenversicherungen für Familien und 47 Verträge für Einzelpersonen getestet hat.

Eine „sehr gute“ Absicherung für Alleinreisende gibt es bereits ab 7,92 Euro im Jahr, den besten Jahresschutz für Familien mit Kind für 17,80 Euro. Besonders Senioren sollten die Preise vergleichen, da fast alle Auslandsreise-Krankenversicherer die Beiträge erhöhen, wenn der Versicherte ins Seniorenalter kommt – lediglich ein Anbieter verzichtet auf einen Alterszuschlag.

Die Experten von Finanztest raten davon ab, spontan zur Reisebuchung im Internet eine Versicherung mit abzuschließen. Dort werden zwar gerne Versicherungspakete angeboten, die Qualität ist aber oft unklar. Die Tarife und Leistungen hingegen in Ruhe zu vergleichen lohnt sich. „Gute“ Reiserücktrittsversicherungen stehen unter www.test.de/reiseruecktrittsversicherung im Internet.

Der ausführliche Test Reisekrankenversicherungen erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 20.05.2015 am Kiosk), und ist bereits unter www.test.de/reisekrankenversicherung abrufbar.
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Gerichtsurteil zur Riester-Rente
Deutsche Rentenversicherung Bund muss Schadenersatz für entzogene Riester-Zulagen zahlen

Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist erstmals zu Schadenersatz verurteilt worden, weil sie einer Riester-Sparerin die Zulagen für ihr Kind rechtswidrig aberkannt hat. Das Landgericht Berlin verurteilte die DRV Bund, 235 Euro plus Zinsen an die Riester-Sparerin zu zahlen (Az. 28 O 229/14), wie die Stiftung Warentest auf ihrem Internetportal test.de berichtet.

Dem Urteil war ein jahrelanger Streit um die Kinderzulagen vorausgegangen. Anfang 2012 hatte die Sparerin, die mit einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung zusätzlich fürs Alter vorsorgt, von ihrem Riester-Anbieter erfahren, dass die DRV Bund die Kinderzulagen für die Jahre 2006 bis 2010 einfach wieder zurückgebucht hat – im „vollmaschinellen Verfahren“, ohne Anhörung.

Ihre dafür zuständige Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) hatte sich schlicht bei der falschen Kindergeldkasse erkundigt und meinte, die Sparerin sei nicht kindergeldberechtigt. Die Berechtigung ist Voraussetzung für die Riester-Kinderzulage. Erst 2013 buchte die ZfA die Zulagen wieder zurück – insgesamt 831 Euro.

Doch weil dieses Geld jahrelang in ihrem Riester-Vermögen fehlte, entstand der Sparerin ein Renditeschaden von knapp 203 Euro. Außerdem verlangte ihr Riester-Anbieter Cosmos Direkt gut 32 Euro Gebühren für die „Wiedereinbuchung“ der einst entzogenen Kinderzulagen. Den Schaden von insgesamt 235 Euro plus Zinsen bekommt die Riester-Sparerin nun ersetzt.

Die DRV Bund habe „schuldhaft einen rechtswidrigen Verwaltungsakt erlassen“ und müsse dafür haften, so die Anwältin der Klägerin in der Klageschrift. Am Nachmittag vor dem Tag der mündlichen Verhandlung erkannte die DRV Bund die Klageforderungen an – per Fax an das Gericht. Das Landgericht Berlin sprach daraufhin ein entsprechendes Anerkenntnisurteil und gab der Klage in vollem Umfang statt.

Die Stiftung Warentest hatte in ihrer Zeitschrift Finanztest bereits 2013 kritisiert, dass die Zulagenstelle Riester-Zulagen wieder zurückbucht, ohne die Sparer vorher anzuhören. Wenn dies auf einem Irrtum oder mangelnder Kommunikation beruht, ist es für Riester-Sparer mit viel Zeit und Aufwand verbunden, die Zulagen wieder zurückzubekommen. Der Staat fördert die Riester-Rente mit Grundzulagen und Kinderzulagen. Sie sind entscheidend für die Rentabilität der Riester-Rente.
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Fortbildung in Freiburg
Der Frühling ist da - Zeit für die persönliche und berufliche Weiterbildung. Zahlreiche Kursanbieter hierfür findet man im Freiburger Kursbuch.

Im größten Verzeichnis Freiburger Kursanbieter präsentieren sich zahlreiche kleine und große Kursanbieter, die in Sachen Aus-, Fort- und Weiterbildung interessant sind. Hierbei werden die vielfältigsten Lebensbereiche von Arbeit, Beruf, Bildung über Sprachen, Gesundheit, Körper, Selbsterfahrung bis hin zu Kunst, Tanz und Theater abgedeckt.

Jetzt beginnen zahlreiche Kurse, die für das berufliche Fortkommen oder für die persönliche Entwicklung interessant sind. Das Freiburger Kursbuch präsentiert in seiner Online-Ausgabe laufend aktualisierte Kursangebote, aktuelle Meldungen und moderne Internetfunktionen. Einfacher können Kurssuchende und Kursanbieter kaum zueinander finden. Im Internet findet man es unter www.freiburger-kursbuch.de. Die nächste Druckausgabe für das zweite Halbjahr 2015 erscheint Anfang Juni.
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Freiburg: Zukunftpläne für den Schlossbergturm
Stadt als Eigentümerin bevorzugt Stahlkonstruktion, um den maroden Turm dauerhaft zu sichern

Chemische Behandlung der geschädigten Holzkonstruktion wäre zu teuer, zu aufwändig und würde nicht lang genug halten

Der Schlossbergturm ist marode und derzeitig provisorisch gesichert. Bereits nach sechs Jahren war das Holz durch Pilz- und Insektenbefall geschädigt. Nun muss die Stadt Möglichkeiten prüfen, dem Turm durch eine dauerhafte Lösung eine längere Lebensdauer zu sichern. Die Stadt möchte auf alle Fälle vermeiden, dass der Turm kurzfristig abgebaut werden muss. Die gerodete Stelle im Stadtwald am südlichen Schlossberg, in 436 Metern Höhe, bliebe dann ohne Bauwerk.

Der 33 Meter hohe Aussichtsturm auf der Salzbüchslekuppe ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wegen Pilz- und Insektenbefalls war er aber schon mehrfach gesperrt. Die jüngste Freigabe hatte das zuständige Gebäudemanagement (GMF) der Stadt Freiburg vor einem knappen Jahr, vor den Pfingstferien 2014, erteilt, nachdem in enger Abstimmung mit Statiker, Prüfstatiker und dem Regierungspräsidium als zuständiger Bauaufsicht eine kurzfristige provisorische Sicherung am Turm angebracht worden war. Dafür wurden an den Stämmen oben und unten Manschetten gesetzt und dann drei „Andreaskreuze“ aus je zwei Stahlseilen angebracht.

Diese provisorische Sicherung hat rund 45.000 Euro gekostet, der gesamte Aufwand seit 2008 beträgt rund 100.000 Euro. Damit ist aber das Grundproblem nicht gelöst: Die Schädigung durch Pilz- und Insektenbefall an den sechs Douglasien-Stämmen, die die horizontalen Windkräfte aufnehmen, schreitet schneller und sichtbarer fort als prognostiziert. Daher muss der Turm spätestens im Herbst wieder geschlossen werden.

Für die endgültige Sanierung erarbeitet das Gebäudemanagement seit der letzten Sperrung in den Pfingstferien 2014 verschiedene Konzepte in Holz- und Stahlkonstruktionen. Im Bauausschuss am 30. April 2014 hat das GMF das Konzept einer Stahlkonstruktion vorgestellt, die sich an den Entwurfsgedanken der „gedrehten“ Holzstämme anlehnt. Dieses Konzept wurde dann am 29. April 2015 auf dessen Einladung auch dem Kuratorium Schlossberg präsentiert. Das Kuratorium votierte dabei mit sehr großer Mehrheit für diese „Stahl-Lösung“.

Als Hubert Horbach, der Architekt des Schlossbergturms, sein Urheberrecht einforderte, kam es in den vergangenen Wochen zu mehreren Gesprächen mit der Stadt. Dabei brachten die damaligen Entwurfsverfasser Horbach und Max Scherberger eine Lösung des Problems durch chemisch behandelte Hölzer in einer modifizierten Konstruktion ins Gespräch. Zudem fand ein Fachgespräch mit den Planverfassern und ihrem Sachverständigen sowie einem von der Stadt beigezogenen Holzsachverständigen statt.

Ergebnis: Die Stadt wird diesen Turm nicht durch eine andere Holzkonstruktion ersetzen. Baubürgermeister Martin Haag macht deutlich: „Wir wollen den Turm für die Bevölkerung erhalten. Dazu brauchen wir eine dauerhafte Lösung. Alle Experten, die wir dazu gehört haben, sagen, dass dies nur mit einer Stahlkonstruktion möglich ist.“

Die Vorschläge des Architekten, auf eine chemische Imprägnierung zurückzugreifen, hält das Gebäudemanagement nicht für ausreichend. Die Holzstämme am Turm sind im Durchmesser 80 cm dick. Der chemische Holzschutz durch Kesseldruckverfahren ist nur im hellen, 3-6 cm schmalen Splintholz wirksam. Holzschutzmittel dringen wegen der dichteren Zellstruktur nicht in das tiefere Kernholz ein. Im Kernholz befinden sich aber die eingelassenen Stahlbauteile für die kraftschlüssigen Verbindungen zum Stahlturm und zu den Fundamenten. Da nicht imprägnierbar, bleibt dieser Bereich anfällig für Kondenswasser und stehende Feuchtigkeit. Damit bietet er ideale Verhältnisse für Pilzbefall und -ausbreitung.

Eine Vielzahl technischer und handwerklicher Faktoren erhöht das Risiko, erneut in Holz zu bauen. Dieses Risiko ist dem GMF nun zu groß – auch angesichts der Probleme, mit denen andere Holztürme in der Umgebung in ähnlicher Höhenlage zu kämpfen haben, etwa der Eichbergturm bei Emmendingen. Selbst bei optimaler Imgrägnierung und Bauausführung hält der von der Stadt zugezogene Holzsachverständige eine Lebenszeit der vom Architekten vorgeschlagenen Lösung von höchstens 20 Jahren für realistisch. Dieser Sachverständige wird regelmäßig im Kontext von Schadensfällen als gerichtlicher Sachverständiger zugezogen. Demgegenüber ist bei einer fachlich einwandfreien Stahlkonstruktion von einer Lebensdauer von mindestens 80 Jahren auszugehen. So hat etwa der Rosskopfturm in den 126 Jahre seit seinem Bau nur
minimale Folgekosten verursacht (Sanierungsaufwand insgesamt ca. 125.000 Euro).

Die vom Architekten vorgeschlagene Imprägnierlösung macht dagegen ein verstärktes, aufwändiges Monitoring über den Zustand des Turm erforderlich. Dafür fehlen der Stadt die personellen Kapazitäten, und die Kosten des Monitorings sind unvertretbar hoch.

Zwar bietet Freiburg seit Jahrzehnten ein Beispiel für eine stabile, bei Spaziergängern und Naturfreunden äußerst beliebte Holzkonstruktion: Der 31 hohe Meter Eugen-Keidel-Turm auf dem Schauinsland steht auch Jahrzehnte nach seiner Errichtung 1981 wie eine Eins da. Dabei sind hier viele Stahlteile im Holz verbaut, im Gegensatz zum einfacher konstruierten Schlossbergturm. Aber die klimatischen Bedingungen auf dem 1284 Meter hohen Gipfel des Schauinslands sind ganz andere als 850 Meter tiefer am Rand der Altstadt. Laut Gutachtern wird das Holz am Schlossberg ganzjährig viel wärmer als am Schauinsland. Am Schlossberg findet der Pilz rund acht Wachstumsmonate pro Jahr vor und audf dem Gipfel des Schauinslands nur zwei Monate.

Die Stadt stellt das Urheberrecht, das Architekt Horbach geltend macht, nicht grundsätzlich in Frage. Allerdings ist bei der Veränderung von bestehenden Bauwerken eine Abwägung zwischen dem Urheberrecht des Entwurfsverfassers und den berechtigten wirtschaftlichen Interessen des Bauwerkseigentümers vorzunehmen (§ 39 Abs. 2 Urheberrechtsgesetz). Überwiegen dabei die Interessen des Eigentümers, kann der Urheber Veränderungen des Bauwerks nicht verhindern. Aufgrund der Aussagen der Sachverständigen überwiegt das Interesse der Stadt an einer wirtschaftlichen und dauerhaften Lösung. Die Stadt geht davon aus, dass diese Sichtweise im Streitfall auch von einem Gericht bestätigt würde, strebt aber weiterhin eine gütliche Einigung an.

Hintergrund: Der Schlossbergturm
Der Schlossbergturm wurde im Jahre 2002 vom Kuratorium Schlossberg e.V. geplant und errichtet. Das Kuratorium hat seinerzeit den Architekten beauftragt und die Baukosten in Höhe von 375.000 Euro übernommen. Nach der Fertigstellung wurde er Eigentum der Stadt Freiburg. Die Schlussabnahme durch das Bauordnungsamt erfolgte im November 2002, seither liegt die Betreiberverantwortung bei der Stadt. Dazu zählt auch die Verantwortung für die Instandhaltung und Betriebssicherheit des Turmes.
 
 

 
Freiburg: Muttertag – Auszeit im KEIDEL Bad
Am 10. Mai ist es wieder soweit – Muttertag. Die Heldinnen des Alltages werden an diesem Tag besonders verwöhnt. Ruhe und Erholung sind an diesem Tag ein wunderbarer Ausgleich für den abwechslungsreichen Alltag. Das KEIDEL Mineral Thermalbad geht an diesem Tag mit einem attraktiven Zusatzangebot auf die Bedürfnisse der Damen ein.

Entspannung und das Auftanken der Energiereserven stehen an diesem Tag im Vordergrund. Die Sauna am See wird zur Damenlandschaft – Women only – ist an diesem Tag das Motto. Die Damensauna wird den Heldinnen des Alltages mit einem vielseitigen Zusatzangebot versüßt. Duftreisen, Klangschalenzeremonien und Lyrics in der Sauna lassen die Frauen gedanklich in die Ferne reisen. Die weiteren Saunen sind selbstverständlich auch für Männer zugänglich.

„Wir freuen uns sehr mit diesem Angebot unsere weiblichen Gäste zu verwöhnen. Das Angebot reicht von der exklusiven Damensauna über meditierendes Yoga bis hin zu einer kleinen prickelnden Überraschung,“ erklärt Oliver Heintz, Geschäftsleiter des KEIDEL Bades und der Regio Bäder GmbH. „An diesem Tag möchten wir die Wohlfühloase im Mooswald für unsere Damen zu einem besonderen Ereignis werden lassen.“

Neben dem Zusatzangebot in der Sauna können sich die Gäste bei einer Paarmassage verwöhnen lassen oder bei einer professionellen Yogastunde den Alltagsstress hinter sich lassen.
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Pflegeheimbewohner mit Vertragsärger nicht alleine lassen
Projekt zum Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz endet
vzbv fordert auch künftig Unterstützung für Verbraucher in der Pflege

Einseitige Preiserhöhungen, überzogene Mithaftung von Angehörigen, ausufernde Zusatzleistungen – Verträge von Pflege- und Behinderteneinrichtungen enthalten häufig fragwürdige Klauseln. Seit 2010 hat der vzbv gemeinsam mit Verbraucherzentralen in zwei Projekten rund 3000 Verbraucherinnen und Verbraucher beraten, informiert und Anbieter verklagt. Im Mai endet das zweite Projekt.
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Freiburg: Christuskirche wird heller und spiritueller
Finanzierung und Bauplanung beschlossen

Freiburg (gh). Mit einem Aufwand von drei Millionen Euro soll die Christuskirche generalsaniert werden. Dies beschloss die evangelische Stadtsynode in einer Sondersitzung (Mo. 27. 4.) bei dämmrigen Lichtverhältnissen und kühlen Raumtemperaturen direkt im Kirchengebäude. Anfang Juli soll bereits mit den Arbeiten begonnen werden. Laut Plan könnte in die „neue“ Christuskirche im Herbst kommenden Jahres zum 125-jährigen Bestehen des Gotteshauses bezugsfertig sein. Die feierliche Wiederindienstnahme der Kirche ist für den 1. Advent 2016 geplant.

Die Christuskirche sei „die einzig erhaltene historische evangelische Kirche in der Stadt“, erklärte Stadtdekan Markus Engelhardt vor den Synodalen. Das habe sie zur evangelischen Hauptkirche in Freiburg werden lassen und gebe dem Renovierungsprojekt „herausragende Bedeutung für die gesamte Stadtkirche“. Dies rechtfertige die Entscheidung des Stadtkirchenrates, das Projekt der Synode zur Entscheidung vorzulegen. Nach langen Überlegungen und Planungen habe sich jetzt ein finanziell außergewöhnlich günstiges Zeitfenster geöffnet, das nicht unbegrenzt offen stehe und darum genutzt werden müsse.

Architekt Werner Sandhaus, der mit seinem Büro im Jahr 2013 den Mehrfachwettbewerb zur Sanierung der Kirche gewonnen hatte (wir berichteten) erläuterte ausführlich die Ausführungs- und Werkplanung. So müssen wegen schadhafter Ziegel Teile des Dachs erneuert werden, in das an manchen Stellen Wasser eindringt. Der Dachstuhl sei zwar „im Wesentlichen intakt“, jedoch müsse die vorhandene Bleistaubbelastung saniert und Dämmstoffe müssten ausgetauscht werden. Auch im Sockelbereich der Außenwände sowie bei den Treppenanlagen bestehe Handlungsbedarf. Ein barrierefreier Zugang steht ebenfalls auf dem Maßnahmenprogramm.
Im Inneren wird der Chorraum neu gestaltet, die Emporen werden baulich zurück genommen, die Elektroinstallation wird komplett erneuert und die Lichtsituation soll deutlich verbessert werden. Bei alle Umbaumaßnahmen ist auch ein Akustiker eingebunden, der darauf achtet, dass die gute Akustik der Kirche, die auch für Konzert genutzt wird, erhalten bleibt. Dies sind nur einige der geplanten zahlreichen Veränderungen. Insgesamt soll das Innere der Kirche heller, nach dem Einbau einer neuen Heizungsanlage angenehmer, vor allem aber dem spirituellen Charakter als Gotteshaus wieder angemessener werden.

Für das gesamte Projekt seinen im Haushalt der Stadtkirche drei Millionen Euro eingestellt. Diese Summe dürfe auf keinen Fall überschritten werden, erläutere Werner Bachmann. „Jeder Euro, den wir einsparen können, ist ein wichtiger Euro“, sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses, der zugleich dem zuständigen Ältestenkreis der Pfarrgemeinde Ost vorsteht. Zuschüsse gibt es von der Evangelischen Landeskirche aus dem neu aufgelegten Sonderbauprogramm für historische Kirchengebäude in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Auch aus der „Ortskirchenkasse“, einer Stiftung der Freiburger Kirche, gibt es einen zweckgebundenen Zuschuss über einen halbe Million Euro. Schließlich wird ein weiterer landeskirchlicher Zuschuss von ebenfalls 500.000 Euro speziell für „Dach und Fach“ erwartet. An Eigenmittel setzt der Stadtkirchenbezirk gemeinsam mit der Pfarrgemeinde Ost 500.000 Euro ein. Davon müssen noch 125.000 Euro durch Spenden und Fundraising eingesammelt werden.

In den vergangenen acht Jahren seien im Stadtkirchenbezirk zahlreiche Baumaßnahmen durchgeführt worden, gab Reinhard Schelkes den Synodalen einen Überblick. Der Vorsitzende des Bauausschusses stellte die zehn größeren und zahlreiche kleinere Bauprojekte vor, die ein Gesamtvolumen vor über zehn Millionen Euro hatten. Das im Jahr 2007 beschlossene Immobilienkonzept, wonach etwa 45 Prozent der damals vorhandenen Flächen zu reduzieren waren, werde in absehbarer Zeit realisiert sein. Profitiert hätten vor allem Kindertageseinrichtungen, die die abgegebenen Gemeindeflächen für ihre Erweiterungen nutzen konnten.

zum Bild oben:
Das Foto zeigt eine Entwurfszeichnung des geplanten neuen Chorraums der Christuskirche (Foto: Günter Hammer / Entwurf: Architekturbüro Sandhaus)
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