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Sonntag, 23. Januar 2022
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Verschiedenes

 
Freiburg: Radweg an der Breisacher Straße wird neu gebaut
Fuß- und Radweg von der Breisacher Straße in die Lehener Straße mussgesperrt werden – Umleitungen ausgeschildert

Das Garten-und Tiefbauamt (GuT) plant seit längerem die Rad-Vorrang-Route FR2 (Güterbahnradweg) unter der neu gebauten Brücke der Breisacher Straße hindurch zu verlängern. Damit soll die Anbindung des FR2 an die Uniklinik verbessert und der Radweg FR2 Richtung Norden weiter ausgebaut werden.

Die Mitarbeiter des GuT beginnen am Montag, 29. August, mit dem Bauvorhaben. Für diese Arbeiten muss der Fuß- und Radweg von der Breisacher Straße zur Lehener Straße gesperrt werden. Die Umleitung für Fußgänger und Radfahrende wird über die Blücherstraße ausgeschildert.

In der Breisacher Straße muss der Gehweg zwischen Killianstraße und der Brücke über die Güterbahn ebenfalls gesperrt werden, die Fußgänger werden gebeten die gegenüberliegende Straßenseite zu benutzen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des Jahres.

Das Garten- und Tiefbauamt bittet um Verständnis für die verkehrlichen Einschränkungen. Weitere Informationen über aktuelle Baustellen in der Stadt Freiburg erhalten Sie im Internet unter www.freiburg.de/baustellen.
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Boxspringbetten und Matratzen aus Onlineversand: Böses Erwachen
Keines von 12 geprüften Boxspringbetten ist rundum empfehlenswert. In vielen der Betten zu Preisen von 1.500 bis 4.200 Euro für ein Doppelbett bilden sich im Dauertest Kuhlen – anders als bei Top-Matratzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift. Veröffentlicht sind die Ergebnisse auch auf www.test.de/matratzen.

Schon im Neuzustand sind viele Matratzen so weich, dass der Schlafende tief einsinkt. Das schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, der Schlaf ist weniger erholsam. Durch den Einfluss von Wärme und Schweiß bildet sich im Dauergebrauch eine Kuhle, die stützende Fläche verwandelt sich fast in eine Hängematte. Die Testergebnisse sind entsprechend: Siebenmal vergaben die Tester ein Befriedigend, drei Boxspringbetten sind ausreichend, zwei sogar mangelhaft. Das einzige bisher mit gut bewertete Boxspringbett ist ein Doppelbett aus einer früheren Untersuchung für 2.480 Euro, das noch erhältlich ist.

Ebenfalls im Test: Zwei Kaltschaum- und drei Latexmatratzen (90 x 200 cm) aus dem Onlineversand. Nur eine der fünf, eine Matratze für 400 Euro aus dem Online-Möbelhaus Home24.de, schafft ein Gut, eine ist mangelhaft, weil sie hohe Mengen des vermutlich krebserzeugenden Flammschutzmittels TCPP enthält. Die beste im Internet bestellbare Matratze ist unverändert Bodyguard von Bett1.de für 199 Euro. Die Stiftung Warentest hatte sie im Mai 2015 im Test und seither mehrfach nachgetestet. Sie war stets unverändert gut.

Der ausführliche Test erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 26.08.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/matratzen abrufbar.


Drei Fragen an Hans-Peter Brix, Projektleiter test:

Was macht eine gute Schlafunterlage aus?
Sie stützt den Körper in Rücken und Seitenlage. In der Rückenlage passt sie sich dem Körper so an, dass die natürliche Doppel-S-Form der Wirbelsäule erhalten wird. In der Seitenlage lässt sie die Schulter und das Becken so tief einsinken, dass sich zwischen Halswirbelsäule und Steißbein eine gerade Linie bilden. Außerdem ist eine gute Matratze haltbar, ordentlich verarbeitet, sie enthält keine Schadstoffe, ihr Bezug lässt sich waschen. All das und noch mehr testen wir.

Wie schneiden die Boxspringbetten im Test ab?
Menschen unterscheiden sich in Größe, Gewicht und Körperform. Kleine, leichte Personen liegen vielleicht auf einer anderen Matratze bequemer als große, schwere. Die Boxspringbetten schneiden im Punkt Liegeeigenschaften gut bis befriedigend ab. Sie sind damit nicht besser als herkömmliche Matratzen. Im Vergleich zur klassischen Matratze neigen Boxspringbetten unter Einfluss von Wärme und Feuchte zu Kuhlenbildung. So überzeugen die in diesem Jahr getesteten Kaltschaum – und Latexmatratzen durchweg mit guten Liegeeigenschaften. Auch noch nach längerer Nutzung.

Warum sind die Liegeeigenschaften der Boxspringbetten so unbefriedigend?
Bei fast allen geprüften Modellen maßen wir eine große oder sehr große Kontaktfläche. Das heißt: Die Matratzen sind so weich, dass der Schlafende tief einsinkt. Das schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, der Schlaf ist dadurch weniger erholsam.
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Dreister Dispozins: Banken langen beim Dispozins weiter kräftig zu
Bis zu 13,75 Prozent hohe Dispozinsen fanden die Finanzexperten der Stiftung Warentest bei einer Erhebung der Überziehungszinsen von allen 1.424 deutschen Banken und Sparkassen. Im Durchschnitt sind die Dispozinsen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte gefallen und liegen jetzt bei rund 10 Prozent. Die niedrigeren Dispozinsen gibt es aber häufig nur bei Kontomodellen, die einen hohen Kontoführungspreis haben. Veröffentlicht ist die Untersuchung in der September-Ausgabe von Finanztest und online auf www.test.de/dispo.

Unrühmlicher Spitzenreiter beim Dispozins sind die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost (Direkt- und Klassik-Konto) mit 13,75 Prozent, die Raiffeisenbank Aulendorf mit 13,06 Prozent und die VR-Bank Landsberg-Ammersee mit 13,01 Prozent. Am wenigsten müssen Kunden dagegen bei Direktbanken wie der Deutschen Skatbank mit dem Trumpfkonto zahlen, wenn sie ins Minus rutschen, 4,24 Prozent. Knapp dahinter liegt das Servicekonto der Augsburger Aktienbank mit 4,8 Prozent. An diesen Zinssatz reicht kaum eine Filialbank heran. Obwohl die Banken gesetzlich dazu verpflichtet sind, den Dispozins auf ihrer Webseite eindeutig und verständlich zu veröffentlichen, halten sich 30 Geldhäuser nicht daran. Eins veröffentlicht den Zins gar nicht, bei 29 ist nicht erkennbar, wie hoch der Zinssatz tatsächlich ist. Bei der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach in Bayern erfährt der Kunde zum Beispiel, dass ein Dispozins von 4,75 bis 12,75 Prozent fällig wird, je nach Bonität des Kunden. Wie diese berechnet wird, erfährt er nicht.

Immer mehr Banken bieten teure Premiumkonten an und werben dafür zum Beispiel mit einem niedrigen Dispozins. Doch selbst wenn sie den Dispokredit regelmäßig nutzen, zahlen Kunden mit einem solchen Kontomodell oft drauf.

Der ausführliche Test Dispozinsen erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (seit 17.08.2016 am Kiosk) und ist unter www.test.de/dispo abrufbar.
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Testament: Mit dem richtigen Testament den Familienfrieden sichern
Nur ein Testament stellt sicher, dass das Vermögen nach den eigenen Wünschen verteilt wird. Doch viele selbst verfasste Testamente sind unklar oder sogar unwirksam. Die Rechtsexperten der Stiftung Warentest haben deshalb alle Aspekte rund um das Testament zusammengetragen. Sie erläutern, worauf es beim Verfassen des letzten Willens ankommt, erklären, wie man Partner absichern und Streit unter den Erben vermeiden kann, zeigen Steuerspartipps auf und legen dar, wann ein Notar benötigt wird. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und auf www.test.de/testament.

Wenn kein Testament vorliegt, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein. Sie ist nicht per se schlecht, verteilt das Erbe allerdings streng schematisch und passt nur selten zu den eigenen Familienverhältnissen. Wenn das Vermögen im eigenen Sinne verteilt werden soll, ist ein Testament notwendig. Die Hilfe eines Notars ist für die Aufsetzung nicht unbedingt notwendig, wichtig sind aber die richtige Form und eindeutige Formulierungen.

Bevor das Testament aufgesetzt wird, sollte man sich einen genauen Überblick über das eigene Vermögen und die Verbindlichkeiten verschaffen. Dann überlegt man, wer etwas erhalten soll. Will man einen nahen Angehörigen oder den Ehepartner enterben, hat dieser trotzdem Anspruch auf den Pflichtteil. Doch auch dieser lässt sich weiter reduzieren.

Der ausführliche Bericht Testament erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (seit 17.08.2016 am Kiosk) und ist unter www.test.de/testament abrufbar.
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Freiburg: Wieder ganz oben
Bundesweite Plakatkampagne zum Wiederaufstieg des SC Freiburgs in die erste Bundesliga

Pünktlich zum Saisonauftakt gratulieren die Freiburger dem SC Freiburg zum Wiederaufstieg in die erste Bundesliga und laden mit einer bundesweiten Plakatkampagne Fußballfans nach Freiburg ein. „FREIBURG: WIEDER GANZ OBEN – Wir freuen uns auf Euch!“ heißt es auf großflächigen Werbetafeln in Leuchtvitrinen an den Hauptbahnhöfen und ICE-Knotenpunkten in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Köln und Stuttgart vom 22. August bis zum 1. September.

„Die Stadt Freiburg und der SC Freiburg besitzen beide höchste Sympathiewerte und beide ergänzen sich im uneingeschränkt positiven Image. Der SC ist ein wertvoller Werbe- und Imageträger, um die Schwarzwald-Hauptstadt Freiburg auch noch weiter bekannt zu machen“, so FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann. Mit den Plakatierungen wird der SC Freiburg und die Stadt Freiburg bei Reisenden gleichermaßen beworben. Die Models auf dem Plakat sind nicht nur echte SC-Fans, sondern alle auch FWTM-Mitarbeiter.

Der SC erfreut sich einer großen Beliebtheit in der Region und die Freiburger sind stolz, dass es ihrem Verein nach 1998 und 2003 nun zum dritten Mal gelungen ist, direkt wieder aufzusteigen. Freiburg trägt nun neben den Titeln sonnigste Stadt Deutschlands und Green City auch wieder das Label "Erste Bundesliga-Stadt". Die Stadt Freiburg blickt erwartungsvoll der kommenden Saison entgegen und freut sich auf spannende Spiele und viele Gäste – ob als Touristen oder als Fußballfans.
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Schauspielerin Gesine Cukrowski besucht Irland im Europa-Park
Die grüne Insel kennt Gesine Cukrowski bereits von zahlreichen TV-Drehs. Auf Irland spielte zum Beispiel die Fernseh-Romanze „Licht über dem Wasser“. Im neuen Themenbereich „Irland – Welt der Kinder“ im Europa-Park entdeckte die Schauspielerin sofort charakteristische Bauten und freute sich: „Jetzt kann man sogar in Deutschland Urlaub in Irland machen, ohne dafür weit reisen zu müssen.“ Auch dreizehn weitere europäische Länder sind im weltweit größten saisonalen Freizeitpark vertreten und bieten neben landestypischer Architektur und kulinarischen Leckerbissen auch jede Menge Attraktionen für die ganze Familie. Besonders gerne lässt sich Gesine Cukrowski den Fahrtwind in Achterbahnen wie „Silver Star“ oder „WODAN – Timburcoaster“ um die Nase wehen. Sehr angetan zeigte sich die Schauspielerin von der gelebten Nachhaltigkeit des Europa-Park, der mit einem Laufwasserkraftwerk, Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerken einen erheblichen Anteil an Energie selbst produziert. Soziales Engagement ist der Berlinerin sehr wichtig. Sie unterstützt unter anderem den gemeinnützigen Verein SterniPark e.V.. Kinder liegen der zweifachen Mutter besonders am Herzen: „Es ist schön, zu sehen, dass es im Europa-Park nur strahlende Kinderaugen gibt. Das ist der perfekte Ort für einen Familienurlaub.“
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Staatliche Graphische Sammlung München gastiert in Tokio
SACRED AND SECULAR: ISRAHEL VAN MECKENEM & EARLY GERMAN ENGRAVING

Ausstellungsdauer: bis 19.09.2016 | The National Museum of Western Art, Tokio

Vor wenigen Wochen wurde das 1959 von Le Corbusier errichtete „National Museum of Western Art“ (NMWA) in Tokio in das UNESCO-Kulturerbe aufgenommen. Das Museum beherbergt die bedeutendste Sammlung europäischer Kunst in Asien. Dort gastiert zurzeit die Staatliche Graphische Sammlung München unter dem Titel „Sacred and Secular: Israhel van Meckenem & Early German Engraving“ mit einer Ausstellung zum frühen deutschen Kupferstich, mit seinen Altbeständen eine der Stärken des Münchner Kabinetts.

Um die Person von Israhel van Meckenem (um 1445-1503), dem mit Abstand produktivsten Stecher des 15. Jahrhunderts, belegen Werke des Meisters E. S., des Hausbuchmeisters, Martin Schongauers und des jungen Albrecht Dürer die rasante Entwicklung des neuen Mediums Kupferstich. Dieses hatte sich soeben erst aus der Technik der Goldschmiedegravierung entwickelt – und ist auch der Grund, warum alle Protagonisten der Frühzeit dieses Mediums selbst ausgebildete Goldschmiede waren.

Die 70 Leihgaben aus München, darunter Rarissima etwa aus der Druckgraphiksammlung des Nürnberger Stadtarztes und Humanisten Hartman Schedel (1440-1514), ergänzt mit punktuellen Leihgaben des British Museum London und Goldschmiedewerken aus dem Besitz des Bayerischen Nationalmuseums und des Germanischen Nationalmuseums, belegen das Experimentieren mit einer gerade erst erfundenen Technik.

Bildthemen zwischen traditioneller religiöser Kunst und dem als Sujet neu sich öffnenden „säkularen“ Alltagsleben spannen einen weiten inhaltlichen Bogen, mit Wirkung wiederum auf das Kunsthandwerk und rasch sich entwickelnden Strategien verlagsmäßiger Vermarktung.

Die Ausstellung wird bis zum 19. September 2016 im National Museum of Western Art in Tokio gezeigt
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Die Provenienzforschung in der Staatsgalerie Stuttgart
Forschungsprojekt zu Ernst Ludwig Kirchner in der Staatsgalerie Stuttgart abgeschlossen

Die Provenienzforschung in der Staatsgalerie Stuttgart präsentiert ein weiteres Ergebnis ihrer Arbeit: Die Wissenschaftler untersuchten die Herkunft von 143 Graphiken des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), um einen möglichen verfolgungsbedingten Entzug auszuschließen.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse schließen auch Lücken in der Provenienzforschung an weiteren Museen in Deutschland.

Das Forschungsprojekt wurde vom Land Baden-Württemberg und der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste gefördert.

Gemäß des Inventareintrags stammen die 143 Blätter von Ernst Ludwig Kirchner aus der »Sammlung Dr. Gervais, Zürich / Lyon« und sind seit 1957 im Besitz des Museums. Ziel des Forschungsvorhabens war es, den bisher unbekannten Sammler Dr. Gervais zu identifizieren, mögliche jüdische Vorbesitzer der Werke zu recherchieren und weitere Informationen zu ihrer Provenienz zu ermitteln.

Die Kunsthistorikerin Sandra-Kristin Diefenthaler M. A. arbeitete unter der Leitung von Dr. Anja Heuß, Provenienzforscherin an der Staatsgalerie, von August 2015 bis Juli 2016 an der Erforschung dieser speziellen Fragestellung innerhalb des Sammlungsbestandes des Museums. Der Bestand an Werken von Ernst Ludwig Kirchner umfasst mit 350 Gemälden, Skulpturen und Graphiken einen zentralen Kern im Bereich der Klassischen Moderne. Die untersuchten 143 Blätter nehmen dabei rund die Hälfte der Graphik im Sammlungsbestand ein.

Aufmerksam geworden durch einen Bericht von Roman Norbert Ketterer, Stuttgarter Kunsthändler und seit 1954 auch offizieller Nachlassverwalter Ernst Ludwig Kirchners, war man in der Vergangenheit davon ausgegangen, dass die Werke der Sammlung Gervais möglicherweise aus jüdischen Sammlungen stammten.

Aufgrund umfassender Recherchen in in- und ausländischen Archiven und Museen lässt sich die sogenannte »Sammlung Gervais« mit einer ursprünglichen Größe von über 900 Werken benennen. Anhand der Inventarnummern konnten dieser Sammlung zugehörige Werke in anderen Museen wie der Staatlichen Graphischen Sammlung in München, dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, dem Ulmer Museum und weiteren Häusern in Deutschland identifiziert werden. Die Forschungsergebnisse ermöglichen daher auch anderen Museen in Deutschland weiterführende Erkenntnisse über ihren Sammlungsbestand.

Die Existenz des Sammlers Dr. Gervais ließ sich hingegen in keiner Weise belegen. Weder in Zürich noch in Lyon war Dr. Gervais nachweisbar. Aufgrund der historischen Umstände – Kirchners künstlerischer Nachlass galt nach dem Zweiten Weltkrieg als deutsches Feindvermögen und sollte in der Schweiz liquidiert werden – halten es die Experten der Staatsgalerie für wahrscheinlich, dass das Ehepaar Gervais eine Erfindung der Verkäufer war, um Kirchner-Werke aus dem Nachlass nach Deutschland verkaufen zu können.

Trotzdem die genauen Erwerbungsumstände der Sammlung nicht eindeutig geklärt werden können, schließt die Staatsgalerie aus, dass es sich bei den Blättern um verfolgungsbedingt entzogene Werke handelt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Sammlung aus dem Nachlass des Künstlers stammt.


Die Provenienzforschung in der Staatsgalerie Stuttgart

Seit Oktober 2009 untersucht Dr. Anja Heuß die Bestände an der Staatsgalerie Stuttgart auf ihre Provenienzen hin. Die Stelle ist seit 2015 durch das Land Baden-Württemberg verstetigt worden. Von August 2015 bis Juli 2016 unterstützte Sandra-Kristin Diefenthaler M. A. die Provenienzforschung am Museum. Ihre Projektstelle wurde vom Land Baden-Württemberg und dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert.
Die Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Herkunft der Kunstwerke und konzentriert sich dabei insbesondere auf die Zeit von 1933 bis 1945 und prüft, ob in dieser Zeit möglicherweise ein aus heutiger Sicht unrechtmäßiger Besitzwechsel stattgefunden hat.

In der Staatsgalerie Stuttgart sind davon ca. 1.500 Gemälde und 4.500 Grafiken betroffen. Davon wurden bisher 650 Kunstwerke überprüft (Stand Juli 2016), eingeschlossen die Werke aus der sogenannten »Sammlung Gervais«. Aufgrund der Forschungen restituierte die Staatsgalerie Stuttgart seit 1998 sieben Werke aus ihrem Besitz und die Freunde der Staatsgalerie zwei Werke aus deren Eigentum an die rechtmäßigen Erben.

zum Bild oben:
Sandra-Kristin Diefenthaler untersucht das Blatt »Drei Akte im Tannendickicht«, 1926, Kohle und Aquarell auf gelblichem, dünnen Karton, 46,2 x 34,8 cm, Staatsgalerie Stuttgart
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