56plus
Montag, 11. Mai 2026
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

Barocke Blüte: Schloss Ludwigsburg
Familie im Märchengarten von Schloss Ludwigsburg (c) TMBW / Christoph Düpper
 
Barocke Blüte: Schloss Ludwigsburg
Vor den Toren Stuttgarts ließ sich Herzog Eberhard Ludwig Anfang des 18. Jahrhunderts eine Residenz nach dem Vorbild von Versailles errichten. Das nach dem Herzog benannte Schloss Ludwigsburg, das schon bald von der gleichnamigen Residenzstadt umgeben wurde, ist eine der größten erhaltenen barocken Schlossanlagen und veranschaulicht seinen Gästen wie kaum ein anderes Schloss das Leben bei Hofe. Im Märchengarten des „Blühenden Barock“ entführen Froschkönig, Dornröschen, Rapunzel und Co. große und kleine Gäste außerdem in ihre fantastische Welt.
Mehr
 

Karlsruhe: Mehrzahl der Brunnen sprudeln
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Karlsruhe: Mehrzahl der Brunnen sprudeln
Alle 39 funktionierenden Trinkbrunnen werden in Betrieb genommen

Im Rahmen der letzten Haushaltssicherung war auch das Gartenbauamt von Kürzungen betroffen, wo sich das Budget zur Unterhaltung der Zier- und Trinkbrunnen verringert hat. Infolgedessen können nicht alle betriebsbereiten Zierbrunnen angeschaltet werden. Die Trinkbrunnen werden aus Gründen der Klimaanpassung trotz der Budgetkürzung weiterhin in Betrieb sein. Das Gartenbauamt hat im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen nun eine Liste mit den Brunnen vorgelegt, die dieses Jahr in Betrieb gehen sollen.

Bei den Kriterien wurde unter anderem die Verteilung über das Stadtgebiet berücksichtigt, ob es sich um historisch oder kulturell bedeutende Brunnen handelt, ­ihre Bedeutung im Stadtbild, die Unterhaltungskosten sowie der Wartungsaufwand. Von 82 Zierbrunnen sollen 46 in Betrieb gehen.

Zu den 46 Zierbrunnen, die eingeschaltet werden, zählen etwa die Wasserspiele am Marktplatz, der Narrenbrunnen am Kronenplatz und die Springbrunnen am Kaiserplatz Nord und Süd. Einige der Zierbrunnen können allerdings erst nach erfolgter Reparatur in Betrieb genommen werden. Von der Einsparung betroffen sind beispielsweise die Brunnenanlage am Albtalbahnhof, die Nymphengruppe im Nymphengarten und der Majolikabrunnen.

Von den insgesamt 39 funktionierenden Trinkbrunnen sollen alle angestellt werden.

Die Inbetriebnahme der für dieses Jahr vorgesehenen Trink- und Zierbrunnen ist zum großen Teil bereits erfolgt. Die Inbetriebnahme ist voraussichtlich im Mai abgeschlossen.

zum Bild oben:
Die Wasserspiele am Marktplatz sprudeln auch in diesem Sommer wieder.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
Mehr
 

Sankt Lukas in München erhält weitere Unterstützung
München: Ev.-Luth. Kirche St.Lukas (c) Peter Schabe / DSD
 
Sankt Lukas in München erhält weitere Unterstützung
Innenraumsanierung geht voran dank Spenden aus dem ganzen Land

Für die Innenraumsanierung der St. Lukaskirche in München - konkret die Natursteinarbeiten an den Bodenbelägen – erhält die Gemeinde weitere Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus der gemeinsamen Spendenkampagne in Höhe von 80.000 Euro. Weiterhin rufen die Gemeinde der Lukaskirche in München und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu Spenden für „den atemberaubenden Innenraum von Sankt Lukas“ auf. Für die laufende fach- und denkmalschutzgerechte Sanierung entstehen Kosten in Millionenhöhe. Ein Großteil der benötigten Mittel ist bereits vorhanden, doch noch fehlen 500.000 Euro. Die Kirchengemeinde bittet daher gemeinsam mit der DSD um weitere Hilfe, damit die Kirche auch in Zukunft ihrer herausragenden architektonischen Bedeutung gerecht werden kann und der Raum weiterhin für viele kirchliche, soziale und kulturelle Zwecke genutzt wird!

Zum Objekt
Die größte protestantische Kirche der Stadt München steht am Mariannenplatz mit Blick auf das Isarufer. Seit über 120 Jahren ist Sankt Lukas mit den beiden Osttürmen und der fast 64 Meter hohen Hauptkuppel selbst ein eindrucksvoller Blickfang. Entworfen und gebaut hat das Gotteshaus der um 1900 renommierte Münchener Architekt Albert Schmidt. Die nahezu vollständig erhaltenen neoromanischen und neogotischen Elemente des 1896 fertiggestellten atemberaubenden Innenraums machen die Lukaskirche zu einem Meisterwerk des Späthistorismus. Die Ausstattung – Altar und Kanzel, Kirchenbänke und Fliesenfußboden – stammen aus der Erbauungszeit und haben den Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört überstanden. Die Sanierung und Restaurierung dieses denkmalgeschützten Innenraums konnten nicht weiter aufgeschoben werden. Umfangreiche und kostenintensive Arbeiten an Wänden, Pfeilern, Gewölben, Böden und an der Orgel waren und sind unumgänglich, soll deren Schönheit für weitere Generationen erhalten bleiben.

Das Gotteshaus gehört zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/sankt-lukas
Retten Sie den atemberaubenden Innenraum von Sankt Lukas!
Verwendungszweck: PR06749-01X
Sankt Lukas München
IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400.
Online spenden: www.denkmalschutz.de/spende-sankt-lukas
Ab einer Spende in Höhe von 500 Euro können sich Unterstützer namentlich auf den neuverglasten Biforienfenstern zwischen Vorhalle und Innenraum verewigen lassen.
Mehr
 

Wohnen für alle – im Metzgergrün
Visualisierung: Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH
 
Wohnen für alle – im Metzgergrün
- Spatenstich für 208 neue Wohnungen im Freiburger Westen
- Quartiers-Service-Zentrum als zentraler Bestandteil
- Erster Bauabschnitt fertiggestellt und vermietet

Mit dem Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt im Quartier Metzgergrün setzt die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) die Errichtung eines ihrer größten Wohnungsbauprojekte fort. Im Stadtteil Stühlinger werden weitere 208 Wohnungen realisiert – darunter 125 öffentlich geförderte, 53 frei finanzierte sowie 30 Eigentumswohnungen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Im Metzgergrün entsteht dringend benötigter und vielfältiger neuer Wohnraum – darunter viele geförderte Wohnungen, aber auch frei finanzierte sowie Eigentum. Gleichzeitig investieren wir auch hier in die soziale Infrastruktur. So wächst ein Quartier, in dem gute Nachbarschaft entstehen kann.“

Der zweite Bauabschnitt ist Teil der Gesamtentwicklung Metzgergrün mit rund 550 Wohnungen in mehreren Bauabschnitten. Die Zahl der Wohnungen wird dabei mehr als verdoppelt, die Wohnfläche sogar verdreifacht. Parallel zum Baustart ist der erste Bauabschnitt mit 175 Wohnungen, davon 125 öffentlich gefördert, bereits fertiggestellt und größtenteils vermietet. Die Technische Geschäftsführerin der FSB, Dr. Magdalena Szablewska, hebt die städtebauliche Qualität hervor: „Das Quartier im Metzgergrün weist hohe ökologische, soziale und nachhaltige Qualitäten auf. Die klare städtebauliche Struktur und architektonische Akzentuierung der Gebäude mit Begegnungsflächen in den Freiräumen sowie in den Erschließungsbereichen schafft hohe Aufenthaltsqualitäten und unterstützt das nachbarschaftliche Miteinander.“

Der erste Bauabschnitt wurde mit dem DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet und steht für den ganzheitlichen Anspruch der Quartiersentwicklung – ökologisch, ökonomisch und sozial. Ergänzend setzt die FSB auf energieeffiziente Bauweisen sowie den Einsatz von Holz als nachhaltigen Baustoff.

Ein zentraler Baustein des zweiten Bauabschnitts ist das Quartiers-Service-Zentrum mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche. Mit Angeboten für Pflege, Betreuung und Begegnung schafft die FSB konkrete Unterstützung im Alltag und sorgt dafür, dass Wohnen und Versorgung im Quartier zusammen gedacht werden. Bereits im ersten Bauabschnitt gibt es einen interimistischen Quartiersraum mit regelmäßigen Beratungs- und Freizeitangeboten, der das Zusammenleben schon jetzt aktiv unterstützt.

Für den Kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Matthias Müller ist das Projekt auch wirtschaftlich ein wichtiger Baustein: „Die Mischung aus geförderten, frei finanzierten Wohnungen und Eigentum ist die Grundlage dafür, dass wir solche Quartiere überhaupt realisieren können. So sichern wir die Finanzierung und bleiben auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig.“
Mehr
 

 
Freiburg: Tierfriedhof am Bergäcker
FQB übernimmt den Betrieb zum 1. Mai

Wenn ein geliebtes Haustier stirbt, ist das ein großer Verlust. Viele Freiburger*innen wünschen sich auch für ihre vierbeinigen Freunde eine letzte Ruhestätte. In Freiburg gibt es – angrenzend an den Friedhof Bergäcker in Littenweiler – einen Tierfriedhof, der bisher privat betrieben wurde. Zum 1. Mai übernimmt die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB) den Betrieb. Verpachtet wird die Fläche durch den Eigenbetrieb Friedhöfe.

Die FQB ist der kommunale Beschäftigungsträger der Stadt Freiburg. Ihr Ziel ist es, Menschen in Arbeit zu vermitteln. Rund um den Tierfriedhof entstehen Arbeitsfelder – Langzeitarbeitslose und Menschen mit Einschränkungen bekommen hier die Chance, wieder am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Im Vorfeld der Betriebsübernahme bittet die FQB Personen, die ein Grab auf dem Tierfriedhof nutzen, sich zu melden, um die Pachtverhältnisse zu klären und laufende Nutzungsverträge verlängern zu können. Zu diesem Zweck hat die FQB die bestehenden Grabstätten mit Nummernschildchen versehen. Nutzer*innen sind aufgerufen, unter Nennung der jeweiligen Grabnummer telefonisch oder per Mail Kontakt mit der FQB aufzunehmen (0761 89822011, tierfriedhof@fqb-freiburg.de). Neue Beisetzungen sind voraussichtlich ab Juni 2026 möglich.

Weitere Infos zur FQB gibt es online
Mehr
 

Hilfe für imposante Kirchenmauer aus dem 18. Jahrhundert in Urach
Vöhrenbach: Kath. Pfarrkirche Allerheiligen (c) Nina Probst / DSD
 
Hilfe für imposante Kirchenmauer aus dem 18. Jahrhundert in Urach
Mauer mit zwei markanten Ecktürmen und Treppenaufgang ist reparaturbedürftig

Die Gemeinde der Katholischen Pfarrkirche Allerheiligen in Urach, ein Ortsteil der Stadt Vöhrenbach, erhält für Sanierungsarbeiten an der Kirchenmauer einen Fördervertrag über 50.000 Euro. Das ist möglich dank der zahlreichen privaten Unterstützer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), mithilfe der GlücksSpirale Baden-Württemberg.

Der entsprechende Fördervertrag wird am Montag, den 13. April 2026, 9.00 Uhr von Dr. Christine Blessing vom DSD-Ortskuratorium Villingen-Schwenningen an Harald Bethäuser, stellvertretender Pfarrer der römisch-katholischen Kirchengemeinde im Quellenland überreicht, im Beisein von Marina Roßmann, Regionaldirektorin Toto-Lotto.

Mithilfe der Mittel sollen unter anderem Sandsteinelemente am Treppenaufgang, die Mauerabdeckung und Wasserführung erneuert werden. Zudem soll die Mauer wieder mit einer Kalkschlämme gemäß historischem Vorbild verputzt werden.

Zum Objekt:
Die Ursprünge der Uracher Allerheiligen-Kirche liegen im elften Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt der auf romanischem Sockel gebaute Kirchturm, der anfangs keine Kuppel hatte und später die heute auffällige, karminrote Zwiebelhaube erhielt, und der im gotischen Stil erbaute Altarraum. Das Langhaus, der Hauptteil der Kirche, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche immer weiter nach hinten verlängert, zuletzt 1870/71. Die hochwertige, barocke Innenausstattung mit drei Altären erhielt die Kirche in den Jahren 1739 bis 1741.

Die Barockgemälde stammen vom bekannten Barockmaler Johann Pfunner. Die holzgeschnitzten Figuren sowie die geschnitzte Kanzel stammen von Klosterbildhauer und Holzschnitzer Matthias Faller (1707-1791), der damals auch als „Der Herrgottschnitzer des Schwarzwalds“ bezeichnet wurde.

Die Kirchenmauer, die nun restauriert werden soll, wurde zwischen 1753 und 1754 zum Schutz des Friedhofes errichtet. Sie besitzt zwei markante Ecktürme, in denen eine nur noch rudimentär erhaltene Kreuzigung und Ölberggruppe, deren Figuren wohl auch von Faller stammen, erhalten ist. Neben den Ecktürmen verfügt die Kirchenmauer über einen südlichen Aufgang, der über eine schmale, überdachte, zweiläufige Treppenanlage führt.

Die imposante Anlage mit Kirche und Mauer thront gut sichtbar über dem kleinen Ort Urach. Der besondere karminrote Zwiebelturm und die mächtige Kirchenmauer sind ein Blickfang und auch Wahrzeichen des Dorfes, das jährlich viele Touristen anzieht. Der Bau des aufwendigen Kirchenensembles lässt sich mit der Lage an dem mittelalterlichen Hauptverbindungsweg zwischen Villingen und Freiburg erklären.

Die Kirchenmauer in Urach ist eines von rund 450 denkmalgeschützten Objekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Baden-Württemberg bisher unterstützt und gefördert hat.
 
 

In Baden-Württemberg fördert die DSD 2026 mindestens 21 Baudenkmale
(c) Eisenbahn-Belvedere-Pergola-Schwäbisch-Gmünd e.V.
 
In Baden-Württemberg fördert die DSD 2026 mindestens 21 Baudenkmale
Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand bundesweit 408 Förderprojekte

In Baden-Württemberg will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 21 Denkmale mit 928.000 Euro fördern, darunter das Eisenbahn-Belvedere in Schwäbisch Gmünd, das um 1850 von dem königlichen Baurat und späteren Baudirektor Georg von Morlok in der Lindenfirststraße erbaut wurde. Das Belvedere besteht aus zwei Pavillons mit einem dazwischen liegenden Wandelgang aus massivem Bossensteinquadermauerwerk, ein massives schmiedeeisernes Tor ermöglicht den Zugang. Das Belvedere entstand beim Bau der Bahnstrecke Aalen-Stuttgart, der die Teilabgabe eines parkähnlichen Privatgartens erforderte. Die Pergola diente gewissermaßen als landschaftlicher und repräsentativer Ersatzabschluss des Gartens. Die Pergola wurde in Fachwerkbauweise mit einem Satteldach erbaut, ornamental durchbrochene Füllungen sind Schmuckelemente. Die Konstruktion wurde in klassischer Schlitz- und Zapfentechnik nach Zimmermannsart ausgeführt.

Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.

Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie online

zum Bild oben:
Eisenbahn-Belvedere in Schwäbisch Gmünd
Foto: Eisenbahn-Belvedere-Pergola-Schwäbisch-Gmünd e.V.
Mehr
 

Sanierung der historischen Knopfhäusle-Siedlung
Saniertes „Meisterhaus“ im 3. Bauabschnitt Knopfhäusle (c) FSB/ B.Kohlen
 
Sanierung der historischen Knopfhäusle-Siedlung
Innovativer Dreiklang: Denkmalschutz, Klimaziele, bezahlbares Wohnen

• Sanierung der „Meisterhäuser“ im dritten Bauabschnitt in den letzten Zügen
• Hohe Anforderungen des Denkmalschutzes
• Wichtiger Teil der Freiburger Kulturgeschichte

Mit einer Begehung vor Ort stellte die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG (FSI) heute den dritten Bauabschnitt der Sanierung der denkmalgeschützten Knopfhäusle-Siedlung im Freiburger Osten vor. Die Sanierung der ehemaligen Meisterhäuser steht kurz vor dem Abschluss, die Sanierung der „Langhäuser“ im vierten Bauabschnitt dauert noch bis Ende 2026 an. Der erste und zweite Bauabschnitt mit insgesamt 72 Reihenhäusern sind seit 2022/2023 bezogen.

Die Knopfhäusle-Siedlung an der Schwarzwaldstraße ist ein bedeutendes Zeugnis der Freiburger Stadtgeschichte. Die kleine Arbeitersiedlung wurde im 19. Jahrhundert für Beschäftigte der Knopffabrik Risler errichtet und prägt bis heute das Stadtbild im Freiburger Osten. Ziel der laufenden Sanierung ist es, diesen besonderen historischen Wohnraum zu erhalten und gleichzeitig an die Anforderungen des heutigen Wohnens anzupassen.

„Die Knopfhäusle sind ein einzigartiges Stück Freiburger Geschichte. Mit der Sanierung zeigen wir, wie der Erhalt historischer Bausubstanz, eine konsequente energetische Modernisierung und soziale Verantwortung zusammenwirken können“, betont Oberbürgermeister Martin Horn. „Wir stärken damit eine gewachsene Nachbarschaft und sichern bezahlbaren Wohnraum in einem besonderen Quartier.“

Die Sanierung der denkmalgeschützten Siedlung erfolgt in vier Bauabschnitten. Insgesamt werden rund 100 Wohnungen in acht historischen Gebäuden modernisiert. Die Planungen für das Projekt begannen 2018, der erste Bauabschnitt startete im Jahr 2020.

Die Sanierung stellt hohe Anforderungen an Planung und Ausführung, da sie im engen Zusammenspiel von Denkmalschutz, energetischer Modernisierung und sozialverträglicher Umsetzung erfolgt. Dächer, Decken und Keller mussten umfassend instandgesetzt werden. Gleichzeitig wurden Bauteile erneuert, wie Fenster und Türen; Außenwände, Dächer und Keller gedämmt sowie die gesamte Haustechnik vollständig erneuert. Moderne, kompakte Bäder und eine zentrale Heizungsanlage sorgen heute für deutlich verbesserten Wohnkomfort. Insgesamt konnte der Energiebedarf der Gebäude um rund 45 Prozent gesenkt werden.

FSI-Geschäftsführerin Dr. Magdalena Szablewska: „Die Sanierung der Knopfhäuslesiedlung stellt den denkmalgeschützten Ensemblecharakter konsequent in den Mittelpunkt. Erhalt und Reparatur der historischen Bausubstanz hatten Vorrang vor Austausch und Überformung. Fassaden, Dachlandschaften, Kamine, Holzfenster und Vorgärten wurden denkmalgerecht instandgesetzt und als identitätsstiftende Elemente bewahrt. Zeitgemäße Grundrisse und Technik wurden zurückhaltend integriert. So zeigt das Projekt, wie Denkmalschutz, Baukultur und sozialer Wohnungsbau dauerhaft vereinbar sind.“

Geschäftsführerkollege Dr. Matthias Müller hebt die Bedeutung der Förderprogramme hervor: „Ein Projekt dieser Größenordnung wäre ohne die Unterstützung von Bund, Land und Stadt nicht möglich. Die Städtebauförderung sowie KfW-Mittel schaffen die Grundlage dafür, dass wir historische Gebäude modernisieren und gleichzeitig faire Mieten sichern können.“

Etwa die Hälfte der Sanierungskosten wird durch Städtebauförderung getragen, dazu kommen Fördermittel der KfW. Ein dreistufiges Mietpreismodell der FSI stellt zudem sicher, dass die Wohnungen auch nach der Modernisierung dauerhaft bezahlbar bleiben und deutlich unter dem Freiburger Mietspiegel liegen.

Ein zentrales Ziel der Sanierung ist der Erhalt der gewachsenen Nachbarschaften. Durch ein abgestimmtes Umzugsmanagement mit Rückkehroptionen für die Mieterinnen und Mieter erhielten die Bewohnenden die Möglichkeit im Quartier zu verbleiben. Ein Sanierungsbeirat diente als kontinuierliche Dialogplattform zwischen Stadt, Politik, Interessensgruppen und Bewohnerschaft. Die strukturierte Kooperation ermöglichte tragfähige Lösungen trotz hoher technischer, sozialer und denkmalpflegerischer Anforderungen. Die Anregungen und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner der Knopfhäusle-Siedlung konnten bei der Planung weitgehend berücksichtigt.

Auch bundesweit hat das Projekt Aufmerksamkeit erregt: Die Sanierung der Knopfhäusle-Siedlung wurde 2025 mit dem dritten Platz beim KfW Award Leben in der Kategorie „Bezahlbares und flächeneffizientes Wohnen“ ausgezeichnet.

Mit der Fertigstellung der letzten Bauabschnitte wird die historische Siedlung langfristig als identitätsstiftender und bezahlbarer Wohnraum im Freiburger Osten erhalten bleiben.

Saniertes „Meisterhaus“ im 3. Bauabschnitt Knopfhäusle (c) FSB/ B.Kohlen
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 


Copyright 2010 - 2026 B. Jäger