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Montag, 23. Oktober 2017
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Neues Urnenstelenfeld auf dem Hauptfriedhof wird eingeweiht
Neue Angebote der Bestattung durch Wandel in der Grabkultur

Ein neues Urnenstelenfeld kann heute auf dem Hauptfriedhof eingeweiht werden. Bei der Einweihung erläuterte Erster Bürgermeister Otto Neideck. „Die Grabkultur ist insgesamt einem großen Wandel unterworfen. Viele Menschen wünschen sich statt der traditionellen Bestattung eine andere Form der Grabstätte. Das Erinnern und das Verbundensein mit den Verstorbenen ist für die Hinterbliebenen von Bedeutung“.

Und Martin Leser, Erster Betriebsleiter des Eigenbetriebs Friedhöfe (EBF) ergänzt: Mit dieser neuen Form der Bestattung kommen wir den Wunsch vieler Angehörigen nach einer pflegeleichten Grabstätte nach“.

Viele Angehörige, die nicht in Freiburg wohnen, wählten bisher für ihre Verstorbenen die Baumbestattung, da sie nicht in der Lage waren, ein Grab in Freiburg zu unterhalten.

Wolfgang Jakob, Innungsobermeister der Bildhauer- und Steinmetzinnung, unterbreitete dem EBF die Idee, ein qualitativ hochwertiges Urnenfeld mit unterschiedlich gestalteten Skulpturen zu errichten. Dieses Feld sollte neben den Baumfeldern mit seinen quadratischen Grabplatten ein ebenfalls pflegeleichtes Angebot darstellen.

Der EBF griff diese Idee auf und entwickelte gemeinsam mit der Bildhauer- und Steinmetzinnung das neue Urnenstelenfeld auf dem Feld des Hauptfriedhofs. Als Planerin konnte eine Landschaftsarchitektin gewonnen werden. Entstanden ist ein Ensemble, auf dem insgesamt 55 Stelen in lockerer Anordnung ihren Platz finden können. Bislang sind bereits neun Stelen errichtet.

Die Umsetzung der landschaftsgärtnerisch gestalteten Fläche übernahm der EBF, die Innung stellte die Stelen bereit. Künftig können um jede Stele insgesamt bis zu vier Urnen beigesetzt werden. Der Nutzungsberechtigte erwirbt diese Grabstelle und kann sie für sich und seine Familie nutzen. Denkbar wäre auch beispielsweise eine Grabstelle für einen Verein oder eine Alters-Wohngemeinschaft.

Die bisher aufgestellten Urnenstelen werden immer weiter ergänzt, auch eigene Ideen können eingebracht werden. Lediglich die Größe von 80 Zentimeter Höhe und der Grundriss von 30 mal 30 Zentimetern sind vorgegeben. Stelen können auch bereits zu Lebzeiten erworben werden.

Die Kosten für das neue Urnenstelenfeld belaufen sich auf rund 33.000 Euro für die Geländemodellierung, die Fundamente und die Pflanzungen.

Die Gräber des Urnenstelenfelds sind Wahlgräber. Die Mindestlaufzeit beträgt 15 Jahre, die Grabnutzungsgebühren belaufen sich auf derzeit 1.962 Euro. Für den Kauf der Steinstelen fallen Kosten von 3000 bis 4000 Euro an.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Fit durch Herbst und Winter mit Anke Faller
Stegen (drk). Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Stegen, lädt am Dienstag, 24. Oktober 2017, ab 19.30 Uhr, die Bürger zu einer weiteren Vortragsveranstaltung zum Thema Gesundheit in das Haus der Vereine, Im Gewerbepark 2, Stegen, ein. Vortragende wird die bekannte Nordic-Walking Trainerin Anke Falller sein. Sie spricht über das Thema "Fit durch Herbst und Winter". Die Veranstaltung ist kostenlos.

Ein Überblick über alle Veranstaltungen zum Thema Gesundheit gibt es im Internet ...
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Veranstaltungen 
 
 
Lebensqualität und Zukunftsplanung für die Generation 55plus
Noch zwei Fachgespräche im Freiburger Westen. Teilnahme frei

Um ihre Lebensqualität und ihre Zukunftsplanung ging es bei einer Befragung, mit der sich 2016 das Amt für Soziales und Senioren (ASS) und das Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (ABI) an Freiburger Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 55 Jahren und älter gewandt haben. Im Blickpunkt standen damals Themen wie Wohnen, Netzwerke, körperliche Aktivitäten, Fort- und Weiterbildung, Internet-Nutzung und ehrenamtliches Engagement.

Nun werden in fünf Fachgesprächen die stadtteilspezifischen Ergebnisse der Befragung vorgestellt und mit Trägern und Anbietern im Seniorenbereich, mit Kirchengemeinden, Vereinen, Initiativen, Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Dabei arbeiten die Teilnehmenden Schlussfolgerungen für ihre Stadtteile und deren altersgerechte Weiterentwicklung heraus. Drei Fachgespräche haben bereits stattgefunden, zwei Termine stehen noch aus:

Am Mittwoch, 25. Oktober, um 17 Uhr findet in der Bundschuhhalle Lehen, Lindenstraße 4, das Fachgespräch über die Ergebnisse der Stadtteile Brühl, Hochdorf, Landwasser, Lehen, Betzenhausen und Mooswald statt.
Das Fachgespräch für die Stadtteile Stühlinger, Haslach und Weingarten folgt am Dienstag, 7. November, um 17 Uhr im Rathaus im Stühlinger (Altbau), Fehrenbachallee 12.

Zu Beginn eines Fachgesprächs definiert Brigitte Paradeis, Leiterin des Seniorenbüros, die Ziele der Sozialplanung für Ältere. Dann stellt Thomas Willmann vom ABI die Ergebnisse der Befragung vor und spricht zur demografischen Entwicklung in den Stadtteilen. Das Amt für Soziales und Senioren informiert über die Sozialplanung für Ältere und erläutert das weitere Vorgehen.

Nach der Pause finden Workshops zu vier Themen statt: Aktives Leben im Alter, Soziales Leben und soziale Netzwerke im Alter, Wohnen, Hilfe und Pflege. Dabei überlegen die Teilnehmenden, wie die Bedingungen für ältere Menschen in ihrem Stadtteil verbessert werden können.

Alle Träger und Anbieter im Seniorenbereich, Gemeinden, Einrichtungen, Vereine und Initiativen in Freiburg, aber auch alle ehrenamtlich Engagierten, Fachpersonen und Interessierte sind herzlich eingeladen. Jedes Fachgespräch dauert mit Pause etwa vier Stunden, von 17 bis 21 Uhr. Die Teilnahme daran ist frei.
 
 

SWR

Veranstaltungen 
 
 
"feste feiern mit Luther"
Familien- und Begegnungsfest von Diakonie und Kirche am Seepark.

Freiburg. „Feste feiern mit Luther“, das ist das Motto vom „Großen diakonischen Familien- und Begegnungsfest“ zu dem im Rahmen der Reformationswochen am Samstag, 21. Oktober von 14 Uhr bis 17 Uhr in und ums Bürgerhaus am Seepark (Gerhart-Hauptmannstr.1) eingeladen wird. Es sind zu hören die Kinderkantorei der Christuskirche und die ABC-Band (Arbeitskreis Behinderte Christuskirche) und es wird ein „Luther-Theater“ zum Mitmachen aufgeführt. Außerdem wird zu einem Trommelworkshop eingeladen, wer will kann an einer Apfelsaftpresse sich ein Glas frischen Saft einschenken oder eine Flasche abfüllen. Mit dabei ist auch das Freiburger Spielmobil, eine Hüpfburg wird aufgeblasen und vieles mehr. Essen und Trinken wird zu familienfreundlichen Preisen angeboten, was den Veranstaltern, dem Diakonischen Werk Freiburg und dem Stadtkirchenbezirk wichtig ist. Der Eintritt ist frei.
 
 

Veranstaltungen 
 
caravan live 2017
caravan live 2017 / Foto: FWTM - Roschan
 
caravan live 2017
19. – 22. Oktober 2017, Messe Freiburg

Vier Messetage rund um Reisemobile und Caravans, Technik und Zubehör, Mobilität beim Campen und Urlaubsziele.

Vom 19. bis 22. Oktober 2017 findet die caravan live, die neue Messe der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, statt. Über 60 Aussteller aus Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien informieren in der Messe Freiburg über Produktneuheiten für die Saison 2018 und beraten rund um die Themen Reisemobile und Caravans, Technik und Zubehör sowie Mobilität beim Campen. Für die Premiere der caravan live konnte die Messe unter anderem 15 Neuaussteller gewinnen, die bisher noch nicht auf der „caravan & outdoor“ vertreten waren. Erstmalig werden in Halle 4 auch gebrauchte Reisemobile angeboten. Über Reiseziele und Campingplätze können sich Messebesucher bei Ausstellern im Foyer der Messe erkundigen.

„Die Premiere der caravan live bietet unseren Besuchern an vier Messetagen ein vielseitiges Angebot mit Produktneuheiten im Bereich Reisemobile und Caravans, technischem Zubehör für die Fahrzeuge, einer Auswahl an E-Bikes und E-Scootern, gebrauchten Reisemobilen und der Präsentation verschiedener Urlaubsziele“, so Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM.

Ahorn, BELA, Cathargo, Challenger, Chausson, Dethleffs, Fendt-Caravan, Ford Nugget, Hobby, Hymer, Knaus, Karmann-Mobil, LMC, Pössl und T@B sind einige der über 40 Marken, über die sich Besucher auf der caravan live 2017 informieren und beraten lassen können. Zu den Messehighlights gehört der Campy der Firma Clever, ein Campingbus mit Aufstelldach, der bereits vor offiziellem Verkaufsstart im Januar 2018 am Stand der Auto Sutter GmbH präsentiert wird. Outdoor-Fans bietet der Aussteller car inside mit dem Hero-Camper einen robusten Caravan, der mit Straßen- und Geländebereifung erhältlich und auf Temperaturen bis minus 21 Grad ausgelegt ist. Besucher, die mit dem Gedanken spielen, ein gebrauchtes Reisemobil zu erwerben, können sich in Halle 4 zu den verschiedenen Modellen beraten lassen.

Technik und Zubehör rund um Reisemobile und Caravans
Wer für seinen nächsten Urlaub mit dem Reisemobil noch technische Ausstattung und Zubehör braucht, wird in Halle 1 fündig. Ein integriertes Sicherheits- und Informationssystem für Reisemobile und Caravans bestehend aus Kameras, WLAN Netzwerk mit Internetzugang, Alarmanlagenanbindung und GPS bietet beispielsweise die Firma Tevidi. In dem modularen System ist Videoüberwachung, Notruf, Alarmfunktion, BabyWatching per Bewegungsmelder, GPS, Navigation und Kommunikation für alle Reisenden möglich. Die Funktionen lassen sich alle auch über eine iphone-App steuern. Elektrisches Zubehör wie Solarlampen und komplette Solaranlagen als Nachrüstlösungen finden die Besucher auf dem Stand der Firma Autosolar aus der Schweiz.

Mobilität beim Campen
Ein idealer Begleiter für Campingreisen aber auch im Alltag als Stadtflitzer ist das Isy-Bosch Elektro-Kompaktrad, das die beiden Aussteller e-bike shop und Lauf und Rad Guth auf der caravan live vorstellen. Für den Transport hat das stabile Kompaktrad Klapp-Pedalen. Mit seiner One-Size-Rahmenhöhe ist es geeignet für Menschen von 1,50 m bis 1,95 m Körpergröße. Das Isy ist wendig, zielgenau und sprintstark und dabei sehr fahrstabil. Klappbare Elektro-Scooter, Elektro-Roller und verschiedene E-Bikes finden Besucher unter anderem an den Ständen von IPS Elektromobilität, Zweirad Hanser und Grünbergbikes.

Touristische Anbieter
Inspiration für den nächsten Kurztrip oder eine größere Urlaubsreise gibt es im Foyer der Messe bei Reiseveranstaltern und Destinationen. Unter den Ausstellern sind acht Campingplätze. Neben Anbietern aus Südbaden und Bayern sind die 4-Sterne Campinganlage Zögghof aus St. Leonhard in Südtirol vertreten sowie El Delfin Verde, eine Urlaubsanlage an der Costa Brava in Spanien mit Campingplatz, Bungalows und Hotel.

Kostenfrei Parken und kostenfreie Anreise mit Kombiticket Zur Messepremiere in diesem Jahr können Besucher während der caravan live 2017 kostenfrei auf den großen Parkflächen direkt auf dem Gelände der Messe Freiburg parken. Auch ca. 30 Stellplätze für Reisemobile stehen zur Verfügung.

Bis einschließlich 18. Oktober 2017 können Eintrittskarten für die caravan live 2017 bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen sowie online unter www.caravanlive.de als print@home-Ticket zum ermäßigten Vorverkaufspreis von 7,00 Euro statt regulär 10,00 Euro erworben werden. Die Eintrittskarte ist gleichzeitig RVF-Ticket.

Die caravan live wird ab diesem Jahr in einem jährlichen Turnus veranstaltet und ersetzt den Ausstellungsbereich der „caravan & outdoor“ im Rahmen der weiterhin im Frühjahr stattfindenden freizeitmessen. Die cft-freizeitmessen werden zukünftig unter neuem Namen als freizeitmessen freiburg stattfinden. 2018 vom 16. bis 18. März mit den Messebereichen: bike aktiv, ferienmesse, outdoor & sports sowie der alle 2 Jahren stattfindenden modellbau.
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Verschiedenes 
 
 
Industrie profitiert von einer starken Marke Schwarzwald
Identität und Begehrlichkeit einer Region sind sowohl für den Tourismus als auch für die Wirtschaft ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. In Zeiten der Umbrüche suchen Menschen Orte und Erlebnisse, die Identität und Geborgenheit stiften, sinnliche Erfahrungen ermöglichen, Geschichte atmen und Geschichten erzählen. Der diesjährige Schwarzwald-Tourismuskongress der Industrie- und Handelskammern im Schwarzwald (IHK) und der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) galt der Frage, wie Industrie und Tourismus im Schwarzwald noch mehr voneinander profitieren können.

Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Verbindung von „Industrie(kultur) und Tourismus“. So lautete das Thema der gemeinsamen Veranstaltung von IHK und STG am 9. Oktober 2017 in der „Auto- und Uhrenwelt Schramberg“. Überschrieben war der Schwarzwald-Tourismuskongress 2017 „Wir sind Schwarzwald“ mit „Zweiter Akt: Tradition trifft Innovation“.

Die Verknüpfung des innovativen Potenzials der Region mit der touristischen Entwicklung und der „Weltmarke Schwarzwald“ könne – so der Minister – „Pioniergewinne erschließen und auf potenzielle Investoren positiv wirken“. Schramberg sei mit seinen Industriekultur-Museen ein „pfiffiges Beispiel“, wie leerstehende Industriegebäude für den regionalen Tourismus attraktiv sein können. Innovation sei nicht nur in technologischer Hinsicht ein Schlüsselelement für den Erfolg in einem zunehmend dynamisierten Wettbewerb. Der Innovationswettbewerb strahle auch auf den Tourismus aus.

Die Digitalisierung der Wirtschaft werde auch im Tourismus zu ähnlich tiefgreifenden Veränderungsprozessen führen wie in der Industrie, betonte der Minister: „In der Digitalisierung sehe ich viel Potenzial für den Tourismus im Land, um Tradition und Moderne miteinander zu verbinden.“

Was in der Konsumgüterindustrie und im Onlinehandel dank eines ausgefeilten digitalen Datenmanagements schon zur Kundenprofilierung und Bedienung mit maßgeschneiderten Angeboten gang und gäbe ist, könne „auch im Tourismus dazu beitragen, Innovationen anzuschieben und Kosten einzusparen“. Angesichts der Digitalisierung und des erforderlichen Datenmanagements sei aber „endgültig kein Platz mehr für Kirchturmdenken“.

Auch bezogen auf den Fachkräftemangel sowie die Optimierung und Effektivierung betrieblicher Prozesse sei „für die mittelständisch geprägte Tourismusbranche im Land der Anschluss an die Digitalisierung unabdingbar“.

Für 2018 kündigte der Minister deshalb einen „Ideenwettbewerb zu innovativen und digitalen Projekten an, um beispielhafte Leuchtturmprojekte im Bereich Smart Tourismus zu generieren“.

Was macht den Schwarzwald zum Innovationsraum?

Vor rund 160 Touristikern, Unternehmern und Verbandsvertretern betonte Dr. WolfRüdiger Michel, Landrat des Landkreises Rottweil, in der Diskussionsrunde die Notwendigkeit permanenter Innovationen. Nur so hätten sich aus der vor 40 Jahren zusammengebrochenen Uhrenindustrie bedeutende Unternehmen der Medizintechnik, der Elektronik und der Feinmotorik entwickeln können. Michel: „Es geht darum, sich ständig neu zu erfinden und auf Entwicklungen einzugehen, um sich die Zukunft zu sichern.“

Philipp Hilsenbek von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg wies darauf hin, dass in einer Region, die von Industrie und Tourismus gleichermaßen geprägt ist, auch die touristischen Angebote passend zu den Bedürfnissen der Menschen entwickelt werden müssen. So sei beispielhaft, wie der neue ThyssenKrupp-Testturm für Aufzüge in Rottweil oder die früheren Industriebauten von Junghans Ziel von Industriekulturtourismus werden können.

Hansjörg Mair, seit September Geschäftsführer von Schwarzwald Tourismus, erläuterte seine Vision, den Schwarzwald zu „Deutschlands begehrtestem Lebens- und Erlebnisraum“ zu machen: „Wir müssen die Region so gestalten, dass die Einwohner gerne hier leben. Daraus erwächst ein authentisches Lebensgefühl, von dem alle profitieren und das den Urlauber am Ende sagen lässt: Da würde ich auch gerne leben!“

Hauptgeschäftsführer Martin Keppler von der IHK Nordschwarzwald stimmte ihm zu: Es gehe darum, Umwälzungen in einer Region gemeinsam zu gestalten. Industrie und Tourismus profitierten gleichermaßen davon, wenn eine Region begehrt ist. Er appellierte an die Vertreter der Kommunalpolitik, Investitionen und Veränderungen aktiv und organisiert mitzugestalten. Investoren legten zunehmend Wert auf schnelle Entscheidungen. Sie wollen gefördert und begleitet werden.

Junghans-Geschäftsführer Matthias Stotz unterstrich, dass auch Produkte wie Uhren Ausdruck eines Lebensgefühls sind, Werte verkörpern und begehrenswert sein müssen. Er kündigte an, dass 2018 der weltberühmte „Junghans-Terrassenbau“ als Museum wieder geöffnet werde. Der 1918 eröffnete architektonisch einzigartige Bau des Industriearchitekten Philipp Jakob Manz stand 25 Jahre leer. Künftig sollen sieben der neun Terrassen die Geschichte der Schwarzwälder Uhrenindustrie und Industriearchitektur zeigen.

Schwarzwald ist Lebensraum, Arbeitsplatz und Urlaubsort zugleich

„In Zeiten der Umbrüche suchen Menschen Orte und Erlebnisse, die Identität und Geborgenheit stiften“, erklärte Magister Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro Wien in seinem Impulsvortrag „Zukunft braucht Herkunft – der Schwarzwald als Lebensraum, Arbeitsplatz und Urlaubsort“.

Zur Identität einer Region tragen Bevölkerung, Unternehmen, Kreativ-Szene, Investoren, Institutionen, die touristischen Anbieter und die Touristen gleichermaßen bei. Begehrlichkeit entsteht durch Emotionen, Erlebnismöglichkeiten, Geschichte und Geschichten, die mit der Region verknüpft sind. Alles zusammen ist in einer Marke quasi codiert.

Es genügt nach seiner Einschätzung nicht, eine starke touristische Marke wie „Schwarzwald – herz.erfrischend.echt.“ zu haben. Sie müsse auch zum Bezugspunkt der regionalen Identität werden. Unter der Obhut der Schwarzwald Tourismus GmbH als „Kurator“ der Marke müsse sie die Region in Szene setzen. Reiter: „Die Marke Schwarzwald nimmt sich als ‚Produkt‘ zurück, um dann ‚als bedeutungsvolles Erlebnis umcodiert‘ die Herzen der Urlauber und der Bevölkerung zu erobern.“

Natur wird zum Projektionsraum und Fluchthelfer aus der digitalen Moderne, zum „Resonanzraum fürs Ich“. Der Mensch suche immer mehr nach „multisensorischen Erlebnissen“: Anfassen, etwas berühren, sei für Menschen gleichbedeutend mit Aneignung und löse ein Gefühl des Eigentums aus.

Reisende – so Reiter – wollen Erinnerungen sammeln, sich durch Erlebnisse inspirieren lassen und sich verändern können. Neben Essen und der Inszenierung des Körpers sind die Freizeiterlebnisse wesentlich für das, was ein Mensch als seine „Identität“ definiert.

Erlebnisse sind den heute jungen Menschen wichtiger als Produkte, das Besitzen von etwas gelte weniger als die Gewissheit, bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können. Auch ein Ort sei für die soziale Identität junger Menschen heute erst dann von Bedeutung, wenn er als „Magic Place“ für Fotos oder als Instagram-Spot taugt.

Der moderne Mensch suche nicht eine bestimmte Landschaft oder Sehenswürdigkeit, sondern Erlebnisräume, die aufgeladen sind mit Geschichten und Emotionen. Das gelte nicht nur für touristische Ziele, sondern auch für seine Arbeitsumgebung und seinen Lebensraum.

Angesichts dieser Anspruchshaltung junger Menschen komme der regionalen Entwicklung des ländlichen Raumes und der Begehrlichkeit der Region besondere Bedeutung zu. Der Tourismus müsse die Region zu einem attraktiven Freizeitraum machen und sei Marken-Botschafter. Die Unternehmen müssten dafür Sorge tragen, dass die einheimischen Talente einen Arbeitsplatz finden und die weggezogenen „Ausheimischen“ wieder heimisch werden können.

Aktuell leben etwa ein Viertel der Deutschen im ländlichen Raum, um 2050 Jahren werden es nur noch etwa 15 Prozent sein. Aber Kreative ziehen aufs Land, Arbeit und Freizeit gehen ineinander über. Es gelte deshalb „kreative Milieus“ zu schaffen und nicht mehr gebrauchte Standorte industrieller Produktion zu „transformieren“, zu neuen Kraftorten oder zu Ideenschmieden umzugestalten oder sie mit neuer Bedeutung aufzuladen.

Unter den gegebenen Bedingungen kommt nach Reiter dem Tourismus eine starke Binnenmarketing-Funktion zu: Er muss die Akteure in Netzwerkstrukturen einbinden, Identitätsprozesse gestalten, die Themenführerschaft übernehmen und die regionale Lebensqualität mitgestalten und die Marke ausgestalten.

Reiter: „Die starke Marke ‚Schwarzwald – herz.erfrischend.echt.‘ zieht als Lokomotive den Zug, welche Wagen dahinter gespannt werden, muss immer wieder aufs Neue definiert werden.“
 
 

Verschiedenes 
 
 
Kreditkarten: 23 Prozent Zinsen bei „kostenloser“ Kreditkarte
Viele Kreditkartenanbieter versprechen, dass ihre Kreditkarten rundum kostenlos sind. Dass sie dennoch zur Gebührenfalle werden können, legt die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest offen. Denn viele Anbieter haben mittlerweile die Teilzahlung – auch Revolving Credit genannt – im Kartenantrag voreingestellt. Das bedeutet, dass der Nutzer vom Rechnungsbetrag nur kleine Beträge zurückzahlt und auf die übrige Summe hohe Zinsen zahlt, im Test von Kreditkarten bis zu 23 Prozent pro Jahr.

Die Tester haben 23 Kreditkarten geprüft und zwei Modellkunden gebildet: Den Standardnutzer, der die Karte hauptsächlich für den Einkauf im Internet nutzt und den Reisenden, der im Ausland mit der Karte bezahlt und Geld abhebt. Für beide Gruppen fanden die Tester Karten, die gut geeignet sind und bei denen die Teilzahlung nicht voreingestellt ist.

Finanztest rät davon ab, ungeprüft die Kreditkarte der Hausbank zu nehmen. In Verbindung mit vielen Girokonten von Sparkassen oder Volksbanken sind die Kreditkarten oft teuer, denn neben den jährlichen Gebühren wird beim Abheben am Automaten im Ausland häufig 2 bis 3 Prozent der Summe fällig.

Bei vielen Karten kommt außerhalb der Euro-Länder zu den Abhebegebühren ein Aufschlag von etwa 1,75 Prozent dazu, die Auslandseinsatzgebühr. Sie wird auch beim Bezahlen verlangt und kann sich schnell summieren.

Die teuerste Kreditkarte im Test kostet 183 Euro im Jahr. Es gibt aber auch eine, die in Verbindung mit einem kostenlosen Girokonto gar keine Gebühr kostet. Kunden müssen lediglich einen monatlichen Geldeingang von 700 Euro sicherstellen.

Der ausführliche Test Kreditkarten erscheint in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 18.10.2017 am Kiosk).
 
 

Veranstaltungen 
 
Theatertipp: Improvisationstheater mit Syna-psen
 
Theatertipp: Improvisationstheater mit Syna-psen
IMPRO-REIHE - ZUM LACHEN IN DEN KELLER

Erregungsübertragung ist das erklärte Ziel. Lachen auf Stichwort – so improvisieren die beiden Schauspielerinnen Szenen und Geschichten aus dem Nichts. Mal tiefgründig, mal komisch, charmant und rasant. Erleben Sie eine Mischung aus Standup-Comedy, Improvisationstheater und Schauspiel.

Sybille Kleinschmitt und Natalia Herrera lassen auch Ihre Synapsen feiern.

Montag, 23. Oktober, 20 Uhr
im Wallgrabentheater Freiburg
 
 




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Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
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