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Montag, 21. August 2017
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Partnerschaft „Sicherer Alltag“ zwischen dem Land BaWü der Stadt Freiburg
Erfolgreiche erste Zwischenbilanz – Rückgang der Gewaltkriminalität um über zehn Prozent

Innenminister Thomas Strobl: „Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg“

Oberbürgermeister Dieter Salomon: „Wir haben eine breite Palette an konkreten Schritten zur Verbesserung des Sicherheitslage erarbeitet und teilweise schon realisiert“

„Baden-Württemberg ist Spitzenreiter in Sachen Sicherheit in Deutschland. Und wir arbeiten hart daran, dass das auch so bleibt. In Freiburg haben wir dafür eine Sicherheitspartnerschaft „Sicherer Alltag“ geschlossen. Und das sehr erfolgreich: Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2017 belegen einen deutlichen Rückgang der durch die Polizei registrierten Kriminalität in Freiburg. Die vereinbarten Maßnahmen zwischen Stadt und Land greifen“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl heute in Freiburg. „Wir haben für Freiburg in den vergangenen Monaten ein maßgeschneidertes Sicherheitskonzept umgesetzt. Die Zahlen bestätigen jetzt, dass das der richtige Weg war. Im Stadtkreis Freiburg können wir einen Rückgang bei der Gewaltkriminalität um über zehn Prozent verzeichnen. Auch der gesetzte örtliche Einsatzschwerpunkt im Bereich der Altstadt war genau richtig“, so Strobl.

Für die Stadt Freiburg unterstreicht Oberbürgermeister Dieter Salomon, wie wichtig das gemeinsame Vorgehen von Stadt und Land ist: „Nur im Schulterschluss können wir das verloren gegangene Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Freiburg wieder herstellen. Neben der personellen Verstärkung der Polizei ist die intensive Zusammenarbeit von Polizei und den verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung die Grundlage dafür“, so Salomon.

Polizeiliche Kriminalstatistik

Im ersten Halbjahr 2017 gab es im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Gewaltkriminalität im Stadtkreis Freiburg einen Rückgang um über zehn Prozent. Bei der Straßenkriminalität sind sogar Rückgänge um mehr als 15 Prozent im Stadtkreis Freiburg zu verzeichnen. Unter Gewaltkriminalität werden insbesondere die Straftaten Mord, Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Körperverletzung mit Todesfolge, gefährliche Körperverletzung und schwere Körperverletzung gefasst.

Partnerschaft Sicherer Alltag

Am 3. März diesen Jahres unterschrieben Innenminister Thomas Strobl und Oberbürgermeister Dieter Salomon einen Vertrag zur „Partnerschaft Sicherer Alltag“ in Freiburg. Ziel war es, die Gewaltkriminalität in der Stadt zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Freiburger Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Das Innenministerium Baden-Württemberg, die Freiburger Polizei mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Einsatz und die Freiburger Stadtverwaltung arbeiten derzeit intensiv zusammen

Das Polizeipräsidium Freiburg wurde bereits ab Dezember 2016 mit 25 zusätzlichen Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Einsatz verstärkt, um gezielt die Polizeipräsenz in der Stadt Freiburg zu erhöhen und verstärkt Kontrollen durchzuführen. Zusätzlich unterstützt das Polizeipräsidium Einsatz mit einer Radgruppe und einer Reiterstaffel. Ab Herbst erfolgt eine weitere Verstärkung mit zehn zusätzlichen Beamtinnen und Beamten. Parallel dazu ist vorgesehen mit einer Ermittlungsgruppe gezielt und konsequent gewalttätige Intensiv- und Wiederholungstäter zu bekämpfen.

Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz

Die zusätzlichen Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz waren bis Ende Juni 2017 in 413 Einsätzen mit mehr als 23.000 Stunden in Freiburg im Einsatz und führten hierbei 8.005 Personenkontrollen und 759 Fahrzeugkontrollen durch. Hierbei nahmen sie 189 Personen fest, was zu mindestens 39 Verhaftungen führte. Insgesamt wurden 567 Straftaten und 83 Ordnungswidrigkeiten ermittelt. Polizeipräsident Bernhard Rotzinger vom Polizeipräsidium Freiburg: „Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.“

Die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz werden in Freiburg auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt. So sind sie neben der klassischen Fahrzeug- und Fußstreife auch mit Pferden und auf Fahrrädern unterwegs. „Wir zeigen in jeder Hinsicht Flagge“, so der Polizeipräsident, „und sind sehr froh darüber, dass das Land uns diese Unterstützung zugesteht und die Kolleginnen und Kollegen des Präsidiums Einsatz jeden Tag da sind.“

Konkrete Schritte zur Verbesserung der Sicherheit durch städtische Projektgruppe „Sicherheit und Ordnung“

Im Zuge der Partnerschaft „Sicherer Alltag“ hat die Stadt im Februar 2017 das Projekt „Sicherheit und Ordnung in Freiburg“ gestartet. In diesem Projekt werden die städtischen Themen der Sicherheitspartnerschaft bearbeitet. Ziel hierbei ist es, bereits begonnen Maßnahmen im Bereich Sicherheit zu evaluieren, weiter voran zu treiben sowie weitere notwendige Maßnahmen zu identifizieren.

Einer der Schwerpunkte des städtischen Projekts ist derzeit der Aufbau des Vollzugsdienstes in Freiburg, den der Gemeinderat am 4. April 2017 beschlossen hatte. Er soll den bestehenden, nur für den Verkehr zuständigen Gemeindevollzugsdienst, ergänzen. Ab Mitte Oktober soll der neue Vollzugsdienst seine Tätigkeit aufnehmen. Der Vollzugsdienst wird im Wesentlichen die Aufgabe haben, Ordnungsstörungen in der Innenstadt festzustellen und zu unterbinden. Insbesondere soll auf die Einhaltung der städtischen Polizeiverordnung geachtet werden.

Da sich der Vollzugsdienst künftig um diese Themen kümmert, kann sich die Polizei mehr auf ihre Kernaufgabe, die Verhinderung und Verfolgung von Straftaten, konzentrieren. Schließlich soll durch den Vollzugsdienst, der eine polizeiähnliche Dienstkleidung tragen wird, die Präsenz von Ordnungspersonal in der Stadt erhöht und dadurch auch das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger gestärkt werden.

Der Vollzugsdienst wird mit insgesamt 13 Personen, einschließlich Leitungskräfte, besetzt werden. Die Stellenausschreibungen sind bereits abgeschlossen. Ab Mitte August erfolgt eine umfassende Ausbildung der neuen Mitarbeitenden.

Der Gemeinderat hat ebenfalls die Einführung eines Frauennachttaxis beschlossen. Ein Grundlagenkonzept wurde bereits im Juni 2017 in den Gemeinderat eingebracht und dort befürwortet. Die Details zur Umsetzung werden nun zeitnah geklärt, so dass das Frauennachttaxi noch in diesem Jahr starten kann.

Stadt und Polizei arbeiten derzeit auch gemeinsam an der Einführung einer Videoüberwachung in bestimmten Bereichen der Stadt, an denen eine besonders hohe Kriminalität, insbesondere Gewaltkriminalität, zu verzeichnen ist. Die rechtlichen Aspekte wurden geprüft und auch die wesentlichen Grundlagen zur technischen Umsetzung sind erarbeitet. Darauf aufbauend wird derzeit die Feinkonzeptionierung erstellt. Stadt und Polizei erhoffen sich neben der präventiven Wirkung einer Videoüberwachung auch eine bessere Aufklärungsmöglichkeit von Straftaten.

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts sind die zum Teil bereits konkret durchgeführten Verbesserungen bei der Beleuchtung des öffentlichen Raums und beim Rückschnitt von Hecken und Büschen. So konnten bereits im Juni einige dunkle Ecken durch das Garten- und Tiefbauamt beseitigt werden. Auch anhand der Rückmeldungen aus der Bürgerschaft sind weitere Verbesserungsmaßnahmen noch dieses Jahr sowie im Verlauf des Jahres 2018 vorgesehen. Der Gemeinderat hat dafür im Doppelhaushalt 2017/2018 ein Budget von insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung gestellt. Orte, an denen ein Heckenrückschnitt weiterhin notwendig und sinnvoll ist, werden derzeit in einer Prioritätenliste erfasst, mit der Umsetzung wird voraussichtlich im Herbst 2017 begonnen.

Für mehr Helligkeit sorgt derzeit auch die VAG an ihren Fahrgastunterständen. Diese werden nach und nach ausgetauscht, transparenter gestaltet und besser beleuchtet. Die VAG hat die Konzeption gemeinsam unter anderem mit der Polizei unter spezifischen Sicherheitsaspekten besprochen und angepasst.

Verschiedene Ämter befassen sich in diesen Wochen auch mit der Sicherheit an Schulen, an städtischen Kindertagesstätten und mit der Sicherheit der städtischen Mitarbeitenden an ihren jeweiligen Dienststellen. Eine erste Bestandsaufnahme wird derzeit ausgewertet. Neben baulichen Maßnahmen ist vor allem geplant, passgenaue Schulungen in Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen Akteuren für die Mitarbeitenden in den jeweiligen Bereichen anzubieten und ein solches Schulungskonzept nachhaltig einzurichten.
 
 

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Fischgerichte auf dem Forellenhof
Leckere Doradenfilets ... / Foto: Daniel Jäger
 
Fischgerichte auf dem Forellenhof
Im Forellenhof-Stüble an der Dreisam, wenige Radlerminuten vom Ortsrand von Freiburg-Lehen, läuft die Saison 2017 bis Ende September. Hier werden leckere Fischgerichte serviert, das Stüble und der Freiluftbereich sind eine wahre Erholung, wo der Gaumen verwöhnt wird und die Entspannung sich entfalten kann.

Geöffnet Donnerstag, Freitags und Samstags ab 17 Uhr
Sonn- und Feiertags ab 11 Uhr

Forellenhof, 79224 Umkirch

Die Anfahrt wird auch auf der homepage www.forellenhof-online.de beschrieben...
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Schuhhaus Kocher

Veranstaltungen 
 
 
Karlsruhe: Wie Muslime eine Heimat in Baden finden
Vortrag von Dr. Schoole Mostafawy am 3. August im Stadtmuseum

Der Vortrag "In diesem Hause wohnt mein Schatz!" von Dr. Schoole Mostafa­wy am Donnerstag, 3. August, um 18 Uhr im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais gilt dem Thema „Wie muslimische Neubürgerinnen und Neubürger über den Weg ins Landesmuseum eine Heimat in Baden finden“. Der Eintritt ist frei.

Die vor 30 Jahren aus dem Iran ausgewanderte Kunsthistorikerin und Kuratorin des Badischen Landesmuseums (BLM) spricht zunächst über die grundlegenden Voraussetzungen für eine gelungene Integration. Danach stellt sie das BLM mit seiner Türkensammlung, die einzigartige Zeugnisse osmanischen Kunst- und Kulturschaffens beherbergt, als Anlaufstelle vor.

Der Abend findet im Rahmen der Reihe "Heimat in Bewegung – Heimatbewusstsein in Baden im Zeitalter von Mobilität und Migration" des Landesvereins Badische Heimat und der Landesvereinigung Baden in Europa in Kooperation mit dem Stadtmuseum statt.
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Karlsruhe: Offene Pforte bietet idyllische Rückzugsorte
Vor allem Gartenfreunde erfreut das zurzeit eher regnerische Wetter. Im August mag es schon wieder anders aussehen, wenn die Initiative Offene Pforte des städtischen Gartenbauamts neue interessante Einblicke verschafft. So am Samstag, 5. August, von 14 bis 18 Uhr in Hohenwettersbach, Taglöhnergärten 30. Der zirka 300 Quadratmeter große Hausgarten mit Blick auf den Bergwald ist rings um das Haus mit einer großen Auswahl an Pflanzen vital und üppig angelegt. Stauden, Rosen, Gräser, Kräuter, Tomaten, Sträucher und Obstbäume bilden unterschiedliche Gartenräume. Eine große Terrasse und weitere Sitzplätze sind rings um das Haus verteilt und bieten eine interessante Verschmelzung der inneren mit der äußeren Wohnwelt. Die Terrasse wird im Sommer mediterran von Oleandern eingerahmt, die von diversen Reisen mitgebracht wurden. Ein Teich mit Seerosen rundet das Bild ab.

Gleichen Tags kann zwischen 13 und 18 Uhr wie schon im Juni der „soziale Garten“ des Vereins Initial in Wolfartsweier besichtigt werden - Gewann Im Brühl, über die Wettersteinstraße nordwärts, auf Höhe Talwiesenstraße links, dann führen 50 Meter Feldweg zum Schaugarten: mit vielen Blumen, einem Rosenrankgerüst, Heil- und auch ausgefallenen Kräutern, dazu Gemüsepflanzen. Im anschließenden großen Gewächshaus werden Gemüse und Blumen kultiviert. Besonderer Augen- und Gaumenschmaus sind die bis zu 35 Tomatensorten. Im vom Europäischen Sozialfonds mitfinanzierten sozialen Garten arbeiten zur Wiedereingliederung Beschäftigte mit Suchthintergrund und psychischen Problemen. Die Ernte in Bioqualität wird an andere soziale Einrichtungen ausgeliefert.

Ein besonderes Ambiente hält ein Durlacher Gartengrundstück im Gartenhausgebiet Bergwald am Samstag, 12. August, bereit, das von 14 bis 18 Uhr besuchbar ist. Von der Einmündung Bergwaldstraße geht es links in den Pfistergrund. Nach 170 Metern gelangt das Publikum auf der rechten Seite an sein Ziel in Hanglage und durch einen weniger bewirtschafteten Teil in den höher gelegenen Gartenbereich mit Gartenhäuschen, Blumenbeeten und verschiedenen Sitzplätzen. Ein idealer Rückzugsort, der nicht perfekt sein soll und auch gerade so gefallen kann.

Ebenfalls ein zweites Mal - wie schon im Mai - steht die Beiertheimer Karolinenstraße 10 auf dem Kalender: Am Samstag, 19. August, von 10 bis 17 Uhr. Dieser etwa 150 Quadratmeter große Garten ist Teil eines Blockinnenhofs, den ein Mieter achtsam unterhält und pflegt. Die anderen Hausbewohner erfreuen sich so an einem grünen und blühenden, Energie spendenden Raum. Während der Besichtigungszeit kann man direkt von der Haustür bis zum Hof durchgehen. Neben einem Sitzplatz ist dort ein Auslauf für Schildkröten und davor ein Beet mit mehreren Bonsaipflanzen. Im Sommer werden auch einige Kräuter, Stauden und Gehölze sowie verschiedene Sommerblumen und Tomaten gepflanzt. Einen zweiten Teil des Hofes betreuen Mieter des Nachbarhauses.
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Sitztanz
Foto: Veranstalter
 
Sitztanz "Locker auf´m Hocker"
Unter dem Motto "Locker auf´m Hocker" findet am 07. August 2017 wieder der beliebte Sitztanz im Mehrzweckraum des Seniorenzentrums Gundelfingen statt. Das ganzheitliche Bewegungsangebot beginnt um 15.30 Uhr und dauert 45 Minuten. Angeleitet wird der Sitztanz von Frau Rummler.

Unkostenbeitrag: 1,50 Euro

7. August 2017 · 15.30 Uhr
Seniorenzentrum Gundelfingen
Alte Bundesstr. 48 · 79194 Gundelfingen

Hintergrund: Was ist Sitztanz?
Seit den 1980er Jahren wird Sitztanz in Deutschland als Methode in der pädagogischen, physio- und psychotherapeutischen Arbeit angewendet. Begonnen wurde in der Arbeit mit Senioren, doch der Sitztanz kann auch bei psychisch Kranken, Koronalerkrankungen, Diabetes, Rheuma, Halbseitenlähmung, Demenz und weiteren Erkrankungen eingesetzt werden. Die Tänzer sitzen dabei meist im Kreis auf Stühlen, so kann der Körper weitgehend in seiner Gesamtheit eingesetzt werden. Handgeräte wie Tücher, Bälle, Instrumente und Wedel kommen bei einigen Tänzen zum Einsatz; Gesang, Livemusik oder Tonträger dienen der Tanzbegleitung.
 
 

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Freiburg: Brandschutz in Hochhäusern
Keine Fassadenkonstruktion in Freiburg wie die des in London abgebrannten Hochhauses

Baurechtsamt verlangt entsprechend der Landesvorgaben nicht brennbare Fassaden sowie ein zweites Treppenhaus bei Hochhäusern dieser Höhe

Bereits seit April dieses Jahres neue Abteilung im Baurechtsamt zu Brandschutz und Technik

Nach dem Brand eines 24-geschossigen Hochhauses in London Mitte Juni stellte sich die Frage, wie der Brandschutz in Hochhäusern in Freiburg aussieht. Das städtische Baurechtsamt wird heute dem Gemeinderat berichten, dass weder die Fassadenkonstruktion noch die internen Gegebenheiten, wie sie an und in dem Londoner Hochhaus bestanden, hier in Freiburg vorhanden sind und auch nicht genehmigungsfähig wären. Eine Gefahr eines solchen Brandes ist daher in Freiburg sehr unwahrscheinlich.

Bauordnungsrecht und Brandschutz ist in Deutschland Sache der Länder. In Baden-Württemberg muss bei Hochhäusern alle fünf Jahre eine Brandverhütungsschau gemacht werden. Sie dient der vorbeugenden Abwehr von Gefahren, die durch einen Brand entstehen können. Besonders sachkundige Personen, das sind Bauverständige des Baurechtsamts mit mindestens vierjähriger Berufserfahrung oder Personen des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung müssen sie vornehmen. Es ist festzustellen, ob der Entstehung und Ausbreitung von Schadenfeuer in ausreichendem Maße vorgebeugt wird und bei einem Brand wirksame Lösch- und Rettungsarbeiten möglich sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Sicherheit der Flucht- und Rettungswege.

Werden baurechtlich genehmigter Bestandsgebäude saniert, gilt der Grundsatz des Bestandsschutzes. Dies beinhaltet, dass für die Sanierung zwar die heute zugelassenen Bauprodukte verwendet werden müssen, das Gebäude anlässlich der Sanierung aber nicht an alle sich zwischenzeitlich geänderten bauordnungsrechtlichen Normen angepasst werden muss. Denn mit der früher erteilten Baugenehmigung war bereits überprüft worden, dass die Nutzung des genehmigten Gebäudes gefahrenfrei möglich ist und für den Brandfall ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind. Nur wenn der Gesetzgeber eine Nachrüstung ausdrücklich anordnet oder nachträglich eine konkrete Gefahr für Leben oder Gesundheit festgestellt wird, muss ein gestiegener Sicherheitsstandard auch im Altbau eingehalten werden. So zum Beispiel die Nachrüstung von Rauchwarnmeldern in Wohnungen. Die turnusmäßige Brandverhütungsschau dient der Überprüfung, ob die in der Baugenehmigung definierten Sicherheitsstandards nach wie vor eingehalten werden und ob neue konkrete Gefahren zu erkennen sind.

Nach der derzeit in Baden-Württemberg geltenden Landesbauordnung braucht es eine baurechtliche Genehmigung für Außenwandbekleidungen bei Hochhäusern. Eine Fassade, wie sie das bei dem Brand zerstörte Hochhaus in London vermutlich hatte, dürfte nicht aufgebracht werden. Es ist daher nicht wahrscheinlich, dass es bei einem Hochhausbrand in Freiburg zu einer ähnlichen Katastrophe kommt. Seit mehr als dreißig Jahren verlangt die Hochhausrichtlinie ausdrücklich die Anforderung einer nicht brennbarer Außenfassaden sowie bei Hochhäusern von über sechzig Metern Höhe, wie das Hochhaus in London, zwei Sicherheitstreppenräume. Die Brandschutzbestimmungen in Baden-Württemberg haben das Problem brennender Fassaden oder Fassadenteile gesehen und Regelungen getroffen, dies zu verhindern. Entsprechend verlangt das Baurechtsamt der Stadt Freiburg bei Hochhäusern nicht brennbare Fassaden.

Das Baurechtsamt begann unmittelbar nach dem Brand in London und dem Bekanntwerden der wahrscheinlich brandfördernden Ursachen mit einer Untersuchung des Freiburger Hochhausbestandes. Aus der Überwachung mittels der Brandverhütungsschauen sind dem Baurechtsamt in Freiburg über achtzig Hochhäuser bekannt. In den Tagen nach dem Hochhausbrand in London unterzog das Baurechtsamt die Freiburger Hochhäuser anhand von Bildern aller Fassadenseiten einer Sichtprüfung, ob eine gleichartige Fassadenkonstruktion vorliegen könnte. Die ist bei keinem Gebäude der Fall.

Die Freiburger Stadtbau (FSB) hat in ihrem Wohnungsbestand insgesamt acht Hochhäuser, vor allem in Weingarten. In Weingarten-West sind drei der 16-geschossigen Hochhäuser in den Jahren 2010-2016 saniert worden, für das Gebäude Binzengrün 34 läuft die Sanierung. Der Brandschutz wurde und wird bei der Sanierung deutlich verbessert: Alle Gebäude verfügen dann über Brandmeldeanlagen für Wohnungen, Fluchtwege und Lüftungsanlagen, die direkt auf die Feuerwehr aufgeschaltet sind. Die Flure haben automatische Rauch-WärmeAbzüge. Die Treppenhäuser sind als Sicherheitstreppenräume mit einer Rauchverdrängungsanlage ausgestattet, die im Brandfall automatisch anspringt und damit die zentralen Fluchtwege jederzeit benutzbar hält. Alle Wohnungseingangstüren haben eine erhöhte Brandschutzqualität und sind mit einem selbstschließenden Obertürschließer ausgestattet. Die Aufzüge werden durch Brandschutzschleusen geschützt. Die Fassaden sind mit nicht brennbarem Material gedämmt.

Für die Sanierung der weiteren Gebäude der FSB wird in enger Abstimmung mit dem Baurechtsamt und dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz das jeweilige Sanierungskonzept erarbeitet.

Wegen der besonderen Bedeutung des Brandschutzes hatte das Baurechtsamt bereits zum 1. April dieses Jahres eine neue Abteilung für Brandschutz und Technik gebildet. Derzeit läuft die Pilotphase mit dem Ziel, bei Sonderbauten und Bestandsbauten von städtischem Gebäudemanagement, FSB und dem Land eine noch bessere Zusammenarbeit von Bauseite, externen Sachverständigen wie Architekten und Gutachtern, Amt für Brand- und Katastrophenschutz und Baurechtsamt zu erreichen. hierzu gibt es wöchentlich stattfindenden Abstimmungssitzungen, in die auch neue Erkenntnisse aus anderen Brandfällen einfließen.
 
 

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Karlsruhe: Schmiedeeisernes Tor zur Wolff-Anlage wird restauriert
Tor zur Wolffanlage / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Schmiedeeisernes Tor zur Wolff-Anlage wird restauriert
Korrosionsschäden / Nicht jede Station der wechselvollen Geschichte ist bekannt

Das schmiedeeiserne Tor in der Hecke zur Wolff-Anlage im Zoologischen Stadtgarten ist verschwunden. Jedoch nicht auf Dauer, versichert das Gartenbauamt den Besucherinnen und Besuchern des Zoologischen Stadtgartens. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, das 1888 von Franz Karl Bühler geschmiedete Tor zu restaurieren. Das Tor musste kurzfristig abgebaut werden, nachdem festgestellt wurde, dass ihm Korrosion so zugesetzt hat, dass von lockeren Teilen eine Gefährdung für Passanten ausging.

Nun wird die Restaurierung in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege vorbereitet. Im ersten Schritt wird das Tor mit seinen Schäden dokumentiert, um darauf die Restaurierung aufzubauen. Ziel ist - in stetiger Abstimmung mit dem Denkmalamt – fehlende Ornamente entsprechend noch vorhandener Originalteile oder auch aufgrund alter Fotografien in alter Handwerkstechnik nachzuschmieden. Sofern die weitere Recherche Hinweise auf den Originalfarbton ergibt, soll auch dieser wieder hergestellt werden. Die aufwändigen Vorarbeiten sowie die eigentliche Restaurierung werden einige Monate erfordern. Frühestens im Frühjahr 2018 können sich Besucherinnen und Besucher der Wolff-Anlage wieder am alten Tor in neuem Glanz erfreuen. Dabei möchte die Stadt das Tor, das im Laufe der Zeit von den immer breiter werdenden Hecken fast überwachsen wurde, wieder durch Rückschnitt der Hecken mehr ins Blickfeld rücken

Von der Weltausstellung zur Wolff-Anlage im Stadtgarten

Das Tor hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – und nicht alle Stationen der außergewöhnlichen Vergangenheit sind geklärt. Und leider sind schon wenige Jahre nach Fertigstellung der ursprünglich dreiteiligen Toranlage und wohl auch zu späterer Zeit einzelne Teile - wie der Salve-Schriftzug - abhanden gekommen.

Aus unterschiedlichen Quellen gehen einzelne Stationen der Toranlage hervor:

- Der 1864 in Offenburg geborene Bühler fertigte 1888 die Toranlage. Bühler studierte nach seiner Schlosserlehre im Betrieb des Vaters an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe und war für ein Jahr an der gewerblichen Fortbildungsschule in München.
- Den ersten großen Auftritt hatte das Tor 1893 auf der Weltausstellung in Chicago: Das zweiflügelige Tor wurde als mittlerer Teil einer großen, dreiteiligen Toranlage auf der Weltausstellung ausgestellt und mit einer Medaille für Kunstschlosserei prämiert.
- Später kam das Tor - vermutlich ohne die beiden Seitenteile - in der Nähe des Nordeingangs des Stadtgartens zum Einsatz.
- Beim nächsten Standortwechsel 1920 wurde das Tor in der Wolff-Anlage zwischen nördlichem Rondell und Staudengarten aufgestellt. Damalige Abbildungen zeigen, dass das Tor von zwei Sandsteinsäulen mit dekorativen Vasen eingefasst wurde.
- Eine Umgestaltung erfuhr Bühlers Werk zur Bundesgartenschau 1967, als die Wolff-Anlage teilweise umgestaltet und dabei auch der Standort des Tores geändert wurde: Das Tor wurde zwischen zwei Granitsäulen als Durchgang vom Hauptweg zum Heckengarten aufgestellt.
- Die letzte bekannte Restaurierung ist rund 30 Jahre her. 1988 erhielt das Tor nach einer Verzinkung einen Anstrich aus Schmiedeeisenlack und eine Patinierung.

Welchen Weg die beiden Seitenflügel nach der Weltausstellung genommen haben, ist nicht bekannt. Gleiches gilt für den namensgebenden Salve-Schriftzug, bei dem auch nicht belegt ist, wann er verschwunden ist. Anliegen von Gartenbauamt und Denkmalbehörde ist es, sich bei den Arbeiten möglichst am Ursprungswerk Bühlers zu orientieren. Dabei hat das Gartenbauamt die Hoffnung nicht aufgegeben, der Geschichte des Tores noch weitere Puzzleteile hinzuzufügen. Wer dabei helfen kann, wendet sich an das Gartenbauamt unter der Telefonnummer 0721/133-6700 (E-Mail: gba@karlsruhe.de).
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Karlsruhe: Senioren-Medienmentoren zertifiziert
Ehrenamtliche erfolgreich auf neue Aufgabe vorbereitet

Was verbirgt sich hinter "Wi-Fi", "LTE" und "SIM-Karte"? Welche Gerätetypen bei Smartphones und Tablets gibt es? Welche Apps sind sinnvoll und wie werden sie installiert? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Senioren-Medienmentoren-Kurs wurden bestens auf ihre ehrenamtliche Aufgabe vorbereitet, ältere Menschen beim Kauf und bei der Nutzung von Tablets, PC und Smartphones zu unterstützen. Zum Abschluss und als Anerkennung für ihr Engagement überreichte Dietmar Bender, Referent beim Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, kürzlich den frischgebackenen Senioren-Medienmentoren das Zertifikat des Landesmedienzentrums.

Unter der Leitung von Bender erarbeiteten sie praxisnahes Wissen, um die modernen Kommunikationsmittel und Social Media sicher nutzen zu können und über Datenschutz Bescheid zu wissen. Das technische Know-How über die verschiedenen Betriebssysteme, die Vor- und Nachteile der Gerätetypen und die Tarifsysteme standen ebenfalls auf dem umfangreichen Programm. Hinzu kamen Lehrmethoden und Veranstaltungsformate, um ihre Kenntnisse optimal weitergeben zu können. Damit eröffnen die Ehrenamtlichen älteren Menschen den Zugang zu neuen medialen Angeboten, die ihnen die Alltagsorganisation erleichtern und neue Wege für Kommunikation und Unterhaltung bieten. Der Kurs wurde nach dem Senioren-Medienmentoren-Programm des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Büro für Mitwirkung und Engagement des Amts für Stadtentwicklung durchgeführt.

Informationen gibt es im Internet unter www.lmz-bw.de oder unter www.karlsruhe.de/bme. Der Kontakt zu Dietmar Bender ist unter www.dietmarbender.de möglich.
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