56plus
Mittwoch, 27. Januar 2021
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr


Verschiedenes 
 
Hoffnung auf entschleunigte Urlaubserlebnisse
Entspannter Süden (c) TMBW / Dietmar Denger
 
Hoffnung auf entschleunigte Urlaubserlebnisse
Tourismusbranche wirbt 2021 für den „Entspannten Süden“

STUTTGART, Januar 2021 – Baden-Württembergs Tourismus-Verantwortliche blicken hoffnungsvoll auf den Neustart der Reisebranche in der Urlaubssaison 2021 und möchten mit Angeboten aus den Bereichen Erholung und Entschleunigung Anreize für einen Urlaub im eigenen Land schaffen. Mit dem Themenschwerpunkt „Entspannter Süden“ soll 2021 aufgezeigt werden, welche vielfältigen Aspekte der Entspannung sich in den Urlaubszielen zwischen Schwarzwald, Schwäbischer Alb und Kurpfalz neu entdecken lassen.

„Nach einem kräftezehrenden Corona-Jahr freuen sich schon jetzt viele Menschen auf eine Auszeit vom Pandemie-Alltag und etwas Abstand von den Sorgen und Nöten der letzten Monate“, sagte Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, zum Start des neuen Urlaubsjahres. „Noch ist nicht absehbar, ab wann touristische Übernachtungen wieder möglich sind. Doch die Gastgeberinnen und Anbieter im Land stehen mit neuen Ideen und Konzepten in den Startlöchern und freuen sich auf Urlaubsgäste.“

Nicht zuletzt durch die Folgen der Corona-Pandemie sei das Interesse an Entschleunigung und Erholung im Urlaub deutlich angestiegen, wie aus Umfragen hervorgehe. „Auf diese stark gewachsene Nachfrage reagieren wir mit unserem neuen Themenschwerpunkt ‚Entspannter Süden‘ im neuen Jahr“, so Braun.

Sehnsucht nach Erholung
Wer im Alltag ein hohes Tempo bewältigt, genießt im Urlaub einen gemächlicheren Zeittakt. Wellness-Urlaub mit natürlichen Heilmitteln, Ferien in idyllischen Dörfern, Genuss-Auszeiten bei regionalen Produzenten, Pilgerwanderungen oder eine Ballonfahrt – all das kann die Sehnsucht nach Ruhe und Authentizität stillen. In Baden-Württemberg laden viele neue Angebote dazu ein, im Urlaub einen Gang runterzuschalten, die beruhigende Kraft der Natur zu genießen oder vielleicht einmal Yoga und meditatives Wandern auszuprobieren. Im Einklang mit Natur und Umwelt lässt sich eine wachsende Zahl an nachhaltigen Urlaubsmöglichkeiten entdecken.

Alles im Fluss
Von der heilenden Kraft des Wassers wussten bereits die alten Römer, an deren Badetradition mancher Kurort in Deutschlands Süden anknüpfen kann. Doch oft genügen schon der Blick auf die Wasseroberfläche eines Sees oder das gemächliche Plätschern eines Baches, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Am und auf dem Wasser entstehen daher neue Angebote, die mehr inneres Gleichgewicht versprechen. Etwa beim Yoga auf dem See oder beim Stocherkahnfahren in unberührter Natur. Auch Sebastian Kneipp, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, kommt zu neuen Ehren: Die von ihm entwickelte Wasserkur lässt sich in den zahlreichen Kneippkurorten wiederentdecken.

Unterwegs zu innerer Ruhe
Auf der Suche nach Sinn oder einfach nur mehr Gelassenheit brechen alljährlich zahlreiche Menschen zu Pilgertouren rund um den Globus auf. Dabei liegt das Gute oft viel näher: Vom seit Jahrhunderten beliebten Jakobsweg heißt es, er beginne vor der eigenen Haustür. Auch von Baden-Württemberg führen unzählige Zubringer auf den berühmten „Camino“. Darüber hinaus gibt es im Süden noch viele weitere Wege und Pfade, die zu Besinnung, Entschleunigung und innerer Einkehr einladen. Nicht nur spirituelle Menschen kommen hier ans Ziel, sondern alle, die aus dem Alltag ausbrechen und Ruhe finden möchten.

Soulfood und Slowfood
Auch in kulinarischer Hinsicht stehen die Zeichen auf Entschleunigung. Soulfood und Slowfood liegen da oft nah beieinander. Denn für gute Produkte braucht es vor allem zwei Zutaten: Liebe und Zeit. Viele Erzeuger in Deutschlands Süden haben ihre Uhren bereits umgestellt und lassen mit Geduld und einem Herz für die eigene Region besondere Produkte entstehen, die dem hektischen Alltag genussvolle Entschleunigung entgegensetzen. Egal ob bei einem der vielen Produzenten oder in einem nachhaltig ausgerichteten Restaurant: Ruhe und Entspannung gehen hier auch durch den Magen.

INFO
Weitere Inspirationen zu ganz unterschiedlichen Aspekten von Entspannung und Erholung in Baden-Württemberg gibt es im neu erschienenen Urlaubsmagazin „Süden“, das unter prospektservice@tourismus-bw.de kostenlos bestellt werden kann, oder online unter tourismus-bw.de.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Nachhaltige Aktienfonds Europa
Guter Baustein fürs Depot

Mit Aktienfonds Europa können Anleger in ihrem Weltdepot einen Akzent auf hiesige Firmen setzen. Und sie können dabei ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen. Die Zeitschrift Finanztest hat für ihre Februar-Ausgabe die Nachhaltigkeitskriterien von 27 aktiv gemanagten Fonds und 19 ETF und Indexfonds überprüft und deren Anlageerfolg ermittelt. Das Fazit: Die nachhaltigen Aktienfonds Europa eignen sich gut als ein Baustein fürs Depot. Aber kein Fonds hat in der Nachhaltigkeitsbewertung die Bestnote von fünf Punkten erhalten.

Bei den aktiven Fonds empfehlen die Experten zwei der getesteten. Beide haben drei Punkte in der Finanztest-Nachhaltigkeitsbewertung und schneiden zudem in der ökonomischen Bewertung mit Bestnoten ab. Bei den ETF werden drei empfohlen, die jeweils drei Nachhaltigkeitspunkte haben. Die ETF sind noch zu jung für eine Bewertung ihres finanziellen Erfolgs.

Nachhaltige Aktienfonds Europa eignen sich als ein Baustein fürs Depot. Am besten nutzen Anleger sie zusammen mit Weltfonds. So erhöhen sie den Anteil Europas, die USA sind dann geringer gewichtet. Für Einsteiger empfiehlt Finanztest Weltaktienfonds, auch sie hat Finanztest bereits auf Nachhaltigkeit getestet.

Der Test nachhaltige Aktienfonds Europa findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/oekofonds abrufbar.
Mehr
 

Schuhhaus Kocher

Veranstaltungen 
 
 
Karlsruhe: Rechtzeitig Vorsorge treffen
Online-Vortrag zu Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Rechtzeitige Vorsorge ist wichtig - vor allem für den Fall, dass man irgendwann nicht mehr selbst entscheiden kann. Auf was es bei der Erstellung von "Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung" zu achten gilt, erläutert Björn Gatzer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg am Donnerstag, 28. Januar, von 17 bis 18.30 Uhr bei einem kostenlosen Online-Vortrag. Benötigt wird ein Gerät mit Internetzugang, Mozilla Firefox oder Google Chrome und Tonwiedergabe. Fragen zum Thema können live (und anonym) während der Veranstaltung schriftlich im Chat gestellt werden. Anmeldungen sind unter www.karlsruhe.de/senioren möglich.

Der Abend ist Teil der Reihe "Gut informiert und aktiv leben…Keine Frage des Alters", die Stadtbibliothek und Seniorenbüro / Pflegestützpunkt gemeinsam veranstalten.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Ordnungsamt kontrolliert erneut die Einhaltung der Quarantänepflicht
Bei Verstoß droht Bußgeld, teils auch eine Strafanzeige

Freiburg. Heute, Mittwoch, 20. Januar, und am Donnerstag, 21. Januar unternimmt das Ordnungsamt wieder eine Schwerpunktaktion „Überprüfung der Absonderungspflicht“ (Quarantäne). Das präventive Überwachen, ob die Betroffenen sich tatsächlich in den eigenen vier Wänden aufhalten, ist Aufgabe der Ortspolizeibehörden. „Absonderung“ ist der allgemeingültige Oberbegriff für die Begriffe Quarantäne und Isolation. Wem eine Absonderungspflicht mitgeteilt wird, der oder die muss sich von anderen Personen zum Schutze der Allgemeinheit oder des Einzelnen vor ansteckenden Krankheiten fernhalten. Bei den zweitägigen Schwerpunktkontrollen werden wieder möglichst alle Absonderungspflichtigen überprüft. Dazu zählen infizierte Personen und ihre Kontaktpersonen, aber auch Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Kontrollen werden überwiegend telefonisch durchgeführt und durch Kontrollen vor Ort ergänzt.

Diese Schwerpunktaktion findet flächendeckend in ganz Baden-Württemberg statt. Sie soll die Bevölkerung sensibilisieren, die Absonderungsverpflichtung zu beachten, aber auch deutlich machen, dass ein Verstoß gegen diese Verpflichtung in jedem Fall Bußgeld, unter Umständen auch eine Strafanzeige nach sich zieht.
 
 

Veranstaltungen 
 
Karlsruhe: Einblicke in privates Grün
Gartenidyll in der Sudetenstraße / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Einblicke in privates Grün
Gartenprojekt "Offene Pforte": Anmeldung noch bis Ende Januar

Zum achten Mal gewährt die "Offene Pforte" in diesem Jahr Einblicke in privates Grün. Das Gartenprojekt soll zur Bereicherung der Gartenkultur beitragen. Bürgerinnen und Bürger laden an einem oder mehreren Tagen zur Besichtigung ihrer Höfe und Gärten ein. Reizvoll ist dabei die Vielfalt der Anlagen - je mehr Gartenfreunde mitmachen, desto besser. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis Ende Januar mit seinem Terminwunsch melden. Postalisch an die Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt, 76124 Karlsruhe oder per E-Mail an gartentraeume@gba.karlsruhe.de. Infos gibt es auch telefonisch unter 0721/ 133-6754 oder 133-6701.
Mehr
 

Veranstaltungen 
 
 
Karlsruhe: Gemeinsam Wohnzukunft gestalten
"Wohnwerkstatt Karlsruhe" mit Angeboten für das erste Halbjahr 2021

Mit dem Onlineangebot "Zusammenhalt braucht Räume" startet die "Wohnwerkstatt Karlsruhe" am 28. Januar um 17.30 Uhr in die erste Jahreshälfte 2021. Die Veranstaltung beleuchtet, welche Wohnkonzepte Begegnung und gemeinsame Aktivitäten fördern und zeitgleich individuelle Bedürfnisse in den Blick nehmen. Am 9. Februar geht es dann um die Frage, wie es gelingen kann, im Alter möglichst lange in der gewohnten häuslichen Umgebung zu bleiben.

Auch das weitere Programm der Arbeitsgemeinschaft "Wohnwerkstatt", der dem neben Evangelischer Erwachsenenbildung, dem Verein "Sophia" und Wohncoach Bernhard Baldas auch das Seniorenbüro und der Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe angehören, regt an zur Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen. Es ist prall gefüllt mit innovativen, spannenden und inspirierenden Themen, die Gelegenheit bieten, Lebens- und Wohnmodelle zu entwickeln und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

Für Interessierte steht unter www.youtube.de – Wohnwerkstatt Karlsruhe ein kurzer Erklärfilm bereit, der Einblick die Ideen und Möglichkeiten des Projekts gibt. Termine und Anmeldemöglichkeiten sind unter www.Wohnwerkstatt-karlsruhe.de oder www.karlsruhe.de/senioren zu finden, können aber auch bei Katrin Hardt vom Seniorenbüro und Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe unter der Telefonnummer 133-5420 erfragt
Mehr
 

Veranstaltungen 
 
Impfzentrum Messe Karlsruhe: Zahlen und Planung
Anmeldebereich im Impfzentrum Messe Karlsruhe © Stadt Karlsruhe
 
Impfzentrum Messe Karlsruhe: Zahlen und Planung
Mobile Impfteams bilden Schwerpunkt / Neue Termine ab Freitag freigeschaltet

Weiterhin ist der Corona-Impfstoff in ganz Deutschland knapp und die Liefermengen an Bundesländer und Kommunen fallen deutlich geringer aus als ursprünglich erwartet. Darunter leidet auch das Impfzentrum Messe Karlsruhe (ZIZ), das seine eigentliche Leistungsfähigkeit derzeit nicht ausnutzen kann. So läuft etwa die vom Land organisierte Terminvergabe nur schleppend, da neue Terminslots nur freigeschaltet werden können, wenn genug Dosen für Erst- und Zweitimpfung vorhanden sind.

Auch der nun verfügbare Moderna-Impfstoff kann hier nur bedingt Abhilfe schaffen, da landesweit lediglich sehr geringe Mengen zur Verfügung stehen werden. Laut einer aktuellen Mitteilung des Sozialministeriums soll das ZIZ Messe Karlsruhe in den kommenden Tagen etwa 1000 Dosen des Moderna-Impfstoffes bekommen. Bisher war geplant gewesen, nur einen Impfstoff in jedem Zentrum zu verimpfen, was sich aus logistischen Gründen als nicht umsetzbar erwies.

Impfzahlen und erwartete Lieferungen
"Trotz der schwierigen und zum Teil schwer einzuschätzenden Lage arbeiten wir natürlich daran, eine sinnvolle Verteilung des vorhandenen Impfstoffes sicherzustellen. Wir wollen so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich gegen das Virus schützen", betonte dazu PD Dr. Andreas Ruf, medizinischer Leiter des ZIZ. Aktuell wurden bereits etwa 8.400 Menschen geimpft, 5.200 davon im Impfzentrum selbst, 3.200 Personen durch die Mobilen Impfteams (MIT). In den kommenden Wochen sollen etwa 2.400 Personen wöchentlich ihre Impfung erhalten. 70 Prozent davon über die MITs und 30 Prozent bei einem Termin am ZIZ.

Diese Zahlen ergeben sich aus den bereits eingetroffenen und zu erwartenden Lieferungen. Am 9. Januar traf eine Lieferung von ca. 8000 Dosen im ZIZ ein. Die nächste Lieferung ist für den 21. Januar mit über 4000 Dosen angekündigt. Danach sollen wöchentlich weitere Lieferungen in dieser Größenordnung ins ZIZ kommen. Von den angegebenen Mengen ist jeweils die Dosis für die Zweitimpfung zurückzulegen.

Die erste Lieferung in das KIZ ist nach heutigem Kenntnisstand für den 22. Januar angekündigt. Hier werden knapp 1.000 Dosen erwartet. Eine weitere Lieferung in ähnlicher Größenordnung soll zwei Wochen später erfolgen.

Terminfreischaltung ab Freitag

Da mittlerweile wieder Lieferungen eingegangen sind, können nach Abzug der Dosen für bereits verplante Zweitimpfungen ab Freitag wieder neue Terminslots für Erstimpfungen freigeschaltet werden. Die Termine werden dann je nach Betriebszeiten des ZIZ in der kommenden Woche liegen. "Da die Nachfrage nach Impfungen weiterhin deutlich höher ist als die vorhandene Impfstoffmenge, bitten wir um Verständnis dafür, dass nicht alle Impfwilligen in den nächsten Wochen einen Termin erhalten können", so die zuständige Bürgermeisterin Bettina Lisbach. "Wir gehen davon aus, dass sich die Situation erst in einigen Wochen allmählich entspannen wird, wenn sukzessive mehr Impfstoff zur Verfügung steht". Auch betont Lisbach, dass ausschließlich über die landesweite zentrale Terminvergabe eine Terminbuchung möglich ist. Menschen, die ohne Termin beim ZIZ ankommen, können dort leider keinen Termin erhalten und deshalb auch nicht geimpft werden, selbst wenn sie zur impfberechtigten Gruppe gehören.
Mehr
 

Veranstaltungen 
 
Identität.
Christian Müller und Thomas Milz © Staatsgalerie Stuttgart
 
Identität.
Muhterem Aras am 14. Januar 2021 zu Gast bei BILDFUNK, der Radioshow der Staatsgalerie

Die zweite Folge der Radioshow »BILDFUNK. Müller & Milz im Gespräch mit...« widmet sich am 14. Januar 2021 dem Thema »Heimat«. Gesprächspartnerin ist Muhterem Aras, Präsidentin des Landtages Baden-Württemberg. Christian Müller und Thomas Milz haben sie eingeladen, um über den Begriff der Heimat zu sprechen. Dazu sitzen sie gemeinsam in der Sammlung der Staatsgalerie und betrachten das spätromantische Werk »Mittagsgebet bei der Ernte« des deutschen Malers Theodor Christoph Schütz aus dem Jahr 1861.

Das Thema Heimat begleitet Muhterem Aras ihr Leben lang. Die Landtagspräsidentin Baden-Württembergs (Bündnis 90/Die Grünen) wird 1966 als alevitische Kurdin in Anatolien in der Türkei geboren und wächst ab dem 12. Lebensjahr in Filderstadt bei Stuttgart auf.

»Ob ich mich heimisch fühle, hängt auch davon ab, ob ich mich in den Menschen an der Spitze von Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien wiedererkenne.« (Muhterem Aras im Gespräch mit dem schwäbischen Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger, veröffentlich im gemeinsamen Buch »Heimat. Kann die weg?«, erschienen 2019)

Christian Müller und Thomas Milz werden mit Muhterem Aras das spätromantische Werk »Mittagsgebet bei der Ernte« von Theodor Christoph Schütz betrachten und über Heimat und deren Romantisierung sowie über Zugehörigkeit und Ausgrenzung sprechen. Das Gemälde aus dem Jahr 1861 zeigt Menschen unter einem Apfelbaum in einer Pause von der Feldarbeit in schwäbischer Landschaft. Was ist die Verantwortung eines Kunstmuseums im Umgang mit der Heimat und ihrer Romantisierung? Auch dies eine Frage, die es zu diskutieren gilt.

BILDFUNK
Müller & Milz im Gespräch mit Muhterem Aras
Do 14.01.2020 | 20.00 Uhr - 21.00 Uhr
im Freien Radio für Stuttgart (FRS)
Sowie auf YouTube

»BILDFUNK. Müller & Milz im Gespräch mit...« ist eine Gesprächsreihe der Staatsgalerie, um Kunst und Gesellschaft zusammenzuführen und die eigene Sammlung kritisch zu hinterfragen. Sendung 1 war am 19.11.2020 mit Kousar Qasim zu Rassismus.
Mehr
 


Verschiedenes 
 
Mit Zuversicht ins neue Jahr starten
Seelöwen © Zoo Leipzig
 
Mit Zuversicht ins neue Jahr starten
Zoo Leipzig zieht Bilanz und blickt voraus

Das Jahr 2020 geht als ein außergewöhnliches Jahr in die Geschichte ein. Dies gilt für jeden Einzelnen und alle zusammen – weltweit. Auch der Zoo Leipzig hat besondere 365 Tage hinter sich. Noch nie in seiner Geschichte war er so lange geschlossen, im Frühjahr waren es knapp sieben Wochen und nun bleiben die Zoo-Tore seit dem 2. November erneut für mindestens 13 Wochen geschlossen. „Wir haben im Frühjahr eine Welle der Solidarität erlebt, die uns durch diese außergewöhnliche Zeit getragen hat und in zahlreichen Spenden, Bienchen- und Tier-Patenschaften sowie Weihnachts-Leckerbissen gemündet ist. Dieser unglaubliche Rückhalt, den unser Freundes- und Förderverein und wir gespürt haben und das Erleben, wie fest wir im öffentlichen Leben verankert sind, ohne tatsächlich unsere Besucher begrüßen zu können, lassen uns tierisch dankbar sein“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Wir sehnen den Tag herbei, an dem unsere Zoo-Tore wieder öffnen können. Bis dahin müssen wir als Gesellschaft viel Disziplin beweisen.“ Schlussendlich konnte der Zoo im letzten Jahr angesichts der Schließungen und Beschränkungen mit 1,35 Millionen Gästen rd. 400.000 weniger begrüßen als geplant. Im Jahr 2019 hatten noch 1,8 Millionen den Zoo besucht.

Was bringt das neue Jahr

Während der Lockdown und damit die Zoo-Schließung andauern, laufen das Tagesgeschäft sowie die Vorbereitungen auf einen Alltag mit Zoobesuchern weiter. Neben dem Fortgang der liebevollen und professionellen Tierpflege und dem Management des wertvollen Bestandes soll der Masterplan Zoo der Zukunft weiter umgesetzt werden. „Die Arbeiten am Aquarium laufen auf Hochtouren, sodass wir hoffentlich planmäßig in diesem Jahr eröffnen können. Auch auf der Fläche des künftigen Feuerlandes soll im Frühjahr der offizielle Baubeginn sein“ blickt Prof. Jörg Junhold voraus. In Abhängigkeit von der pandemischen Entwicklung sollen nach Rückkehr der Besucher auch verschiedenen Angeboten den Zoobesuch bereichern. Die im vergangenen Jahr ausgefallene Dinosaurier-Ausstellung soll nach Möglichkeit in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der regionalen Tourismusförderung nachgeholt werden. Auch liebgewonnene Aktionen wie tierische Entdeckertage, Pfingsten und das K!DZ-Riesenkinderfest zugunsten der Uni-Kinderklinik sollen im Laufe des Jahres wenn möglich wieder stattfinden.

zum Bild oben:
Die Seelöwen als künftige Bewohner von Feuerland genießen Training und beste Pflege
© Zoo Leipzig
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Karlsruhe: EB kondoliert zum Tod von Dr. Rudolf Schmerbeck
Früherer Stadtrat erwarb sich parteiübergreifend große Anerkennung

Zum Tod des ehemaligen Stadtrats Dr. Rudolf Schmerbeck hat Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz dessen Witwe und Angehörigen (auch im Namen von OB Dr. Frank Mentrup, der derzeit in Urlaub ist) ihr herzliches Beileid ausgesprochen.

Dr. Schmerbeck engagierte sich von 1965 bis 1976 im Karlsruher Gemeinderat und seinen Ausschüssen und prägte als Vorsitzender zwölf Jahr die erfolgreiche Entwicklung der Bürgervereins der Weststadt. In Achern-Önsbach war er bis 2004 Ortschaftsrat und stellvertretender Ortsvorsteher. "Mit Weitblick, Sachverstand und seiner auf Ausgleich bedachten menschlichen Art erwarb er sich parteiübergreifend große Anerkennung“, würdigt Luczak-Schwarz sein kommunalpolitisches Wirken, das stets an der Sache orientiert und bei dem das Wohl der Menschen die Richtschnur seines versierten Handelns gewesen sei.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Altstadträtin Angelika Wehinger am Neujahrstag verstorben
Mitbegründerin des „Forum Weingarten“ war 17 Jahre für SPD im Freiburger Gemeinderat

Die Stadt trauert um Altstadträtin Angelika Wehinger, die am Neujahrstag in Freiburg im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Angelika Wehinger vertrat in drei Wahlperioden die SPD im Freiburger Gemeinderat und engagierte sich als Stadträtin für Sozial- und Jugendpolitik, Migrantinnen und Migranten. Und ihren Heimatstadtteil Weingarten, in dem sie ab 1971 wohnte. Damals war Weingarten Freiburgs jüngster Stadtteil, entstanden aus der Wohnungsnot der Sechziger Jahre. Mietenpolitik, Mitbestimmung und Quartierssozialarbeit waren die Themen, die Angelika Wehinger besonders am Herzen lagen.

Die frühere Post- und Telekom-Mitarbeiterin wurde 1980 erstmals in den Gemeinderat gewählt, dem sie zunächst zwei Wahlperioden bis 1994 angehörte. In dieser Zeit war Angelika Wehinger Mitglied mehrerer Fachausschüsse und Kommissionen sowie des Aufsichtsrats der Freiburger Verkehrs-AG (VAG). Bei der Kommunalwahl 1994 verfehlte sie die direkte Wiederwahl und rückte zwei Jahre später in die Stadtvertretung nach. Mit der Kommunalwahl 1999 schied sie aus dem Gemeinderat aus.

Angelika Wehinger war Ende der 1980er Jahre eine der Mitbegründerinnen und erste Vorsitzende des „Forum Weingarten“ als bürgerschaftliche Vertretung des Stadtteils. Als herzliche politische Netzwerkerin hinterlässt sie mit ihren fortschrittlichen Inhalten für die Freiburger Sozial- und Stadtteilpolitik bis heute deutliche Spuren.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Altstadträtin Herta König kurz vor Weihnachten verstorben
Opfinger Ortschaftsrätin von 2004 bis 2014 für FDP im Freiburger Gemeinderat

Die Stadt trauert um Altstadträtin Herta König, die kurz vor Weihnachten am 22. Dezember im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Herta König ist in Nimburg am Kaiserstuhl geboren und aufgewachsen. Als Steuerberaterin ließ sie sich in den siebziger Jahren in Opfingen mit ihrer Familie nieder und wurde 1999 in den Opfinger Ortschaftrat gewählt. 2004 errang sie für die FDP ein Stadträtinnenmandat und wurde 2009 für weitere fünf Jahre gewählt. Sie engagierte sich unter anderem im Bau-, Verkehrs-, Umwelt-, Stadtplanungs- und Migrationsausschuss. Ihr Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge wurde zu ihrem Markenzeichen. Herta König war außerdem vielseitig ehrenamtlich engagiert, unter anderem im Verein „Kinder- und Jugendarbeit am Tuniberg“, im Gewerbeverein und in den Vorständen von Pro Familia und der Steuerberaterkammer Südbaden. Außerdem war sie Mitglied der evangelischen Stadtsynode Freiburg.
 
 

Buchtipps 
 
Thomas Terberger
 
Thomas Terberger "Tollensetal 1300 v. Chr: Das älteste Schlachtfeld Europas"
Eine Ausgrabungsstätte der Superlative: Wer waren die Krieger der Bronzezeit?

Was mit Zufallsfunden im Mai 1996 begann, gilt heute als eine der bedeutendsten Ausgrabungen weltweit: Ein Flusstal in Mecklenburg-Vorpommern war Schauplatz der frühesten in Europa dokumentierten Kriegshandlung. Ein Team von Archäologen und freiwilligen Helfern arbeitet seit 2009 daran, die Ereignisse rund um die Tollense nahe Altentreptow zu rekonstruieren.

Mit Beiträgen der Mitwirkenden und vielen Fotos dokumentiert Thomas Terberger in diesem Buch nicht nur die groß angelegten Ausgrabungsarbeiten, sondern entwirft auch ein Bild des Szenarios, das sich an diesem Flusstal abgespielt haben mag.

- Bronzezeit in Deutschland: wie der Fund im Tollensetal unseren Blick auf die Ur- und Frühgeschichte verändert

- Teamleistung der Forscher: wie Archäologen, Anthropologen, Forensiker und Naturwissenschaftler gemeinsam die Geschehnisse rund um das Schlachtfeld aufdecken

- Die Methoden der Archäologen: wie mit Metalldetektoren und durch den Einsatz von Tauchern tausende Skelett- und Gegenstandsfunde zu Tage gefördert werden

- Wettlauf gegen die Zeit: warum moderne Entwässerungsmaßnahmen die archäologische Arbeit auf dem prähistorischen Schlachtfeld erschweren

Bronze-Funde und Pfeilspitzen aus Feuerstein: Was das Schlachtfeld uns heute über die Bronzezeit verrät

Lange Zeit herrschte die Meinung, dass es in der Bronzezeit eher friedlich zuging. Die Überreste der an der Tollense gefallenen Krieger sprechen jedoch eine andere Sprache: Pfeilspitzen, die noch nach Jahrtausenden fest in Knochen stecken und zahlreiche Waffenfunde erzählen die Geschichte einer heftigen Auseinandersetzung. Verheilte Verletzungen zeugen von der Kampferfahrung der Krieger. Eine Isotopenanalyse deutet darauf hin, dass ein Teil der Opfer nicht aus der Region stammt.

Thomas Terberger gibt faszinierende Einblicke in die archäologische Feldarbeit und lässt eine außergewöhnliche Fundsituation in Beiträgen und Bildern greifbar werden!

Verlag: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2020, 112 Seiten
ISBN 978-3806241921
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Verwaltungsstab arbeitete auch über den Jahreswechsel
Ruhiges Weihnachten und Silvester mit wenigen Verstößen – Dank an die Bürgerinnen und Bürger, dass Vorgaben und Beschränkungen so gut eingehalten wurden

Organisation im Zentralen Impfzentrum (ZIZ) läuft hervorragend - rund 250 Menschen werden täglich geimpft, 600 bis 800 mobile Impfungen in der Woche

Der Verwaltungsstab arbeitete auch über den Jahreswechsel. Dem Stab gehören Vertreterinnen und Vertreter der Rettungsdienste, der Einsatzkräfte, des Gesundheitsamts, des Landkreises, der Polizei und der Stadtverwaltung an.

Ruhige Weihnachtsfeiertage und ein ruhiges Silvester mit wenigen Verstößen lautet das Fazit von Polizei und Amt für öffentliche Ordnung

Knapp eine Woche nach Eröffnung des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) auf der Messe Freiburg läuft die Organisation hervorragend. Täglich werden rund 250 Menschen geimpft, zusätzlich kommen noch wöchentlich 600 bis 800 Impfungen durch die Mobilen Impf-Teams (MIT) dazu, die die Altenpflegeeinrichtungen in Stadt und Landkreis, besuchen, um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte vor Ort zu impfen.

Das ZIZ könnte mit der kurzfristig geschaffenen Infrastruktur 1500 bis 2000 Menschen täglich impfen. Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, werden die Terminangebote entsprechend aufgestockt.

Das ZIZ ist täglich außer Sonntag geöffnet. Geimpft werden in der ersten Phase ausschließlich Menschen, die mindestens 80 Jahre alt sind oder in der Altenpflege bzw. auf Intensivstationen medizinisch tätig sind (Arzt, Krankenschwester etc.). Jeder und jede Impfwillige braucht einen Termin und muss diesen einhalten; Ausweichtermine oder Änderungswünsche gibt es nicht.

Die Stadt Freiburg dankt den Bürgerinnen und Bürgern, dass die Beschränkungen und Vorgaben aus der Corona-Verordnung des Landes insbesondere über Weihnachten und Neujahr so gut eingehalten wurden.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Impfzentrum Messe Karlsruhe - Bilanz und Ausblick
Bereits mehrere tausend Menschen geimpft / Terminvergabe hängt an Impfstofflieferungen

Seit im Impfzentrum Messe Karlsruhe (ZIZ) der erste Pieks stattfand, konnten die Ärzte-Teams vor Ort sowie die Mobilen Teams (MIT) in Pflegeeinrichtungen bis zum 1. Januar 2.475 Impfdosen einsetzen. Bis inklusive 10. Januar sollen 6.369 weitere Impfungen erfolgen.

Im Detail hatten zum Stichtag 1. Januar 1.575 Impfungen in der Messehalle stattgefunden, während 900 Impfdosen durch die MIT an Impfwillige gebracht wurden. Für den Zeitraum vom 2. bis 10. Januar entfallen 3.616 Impfungen auf das ZIZ und 2.753 auf die MITs. Innerhalb der Zuständigkeit des ZIZ werden demnach bis 10. Januar insgesamt 8.844 Dosen verimpft worden sein.

Bis Ende des Monats sollen etwa 3.900 Dosen wöchentlich geliefert werden. Da der Impfstoff für die Zweitimpfung zurückzuhalten ist, lassen sich damit insgesamt 1.950 Impfungen pro Woche einplanen.

Impfstofflieferungen bestimmen Terminvergabe
Nach wie vor ist jedoch die Nachfrage nach Terminen weitaus größer als das Impfstoff-Angebot. Eine ursprünglich für den 4. Januar geplante Lieferung ist ausgefallen.

"Um überhaupt weitere Termine einplanen zu können, benötigen wir spätestens zum 10. Januar wieder Impfstoff. Für diesen Zeitraum ist auch eine Lieferung zugesagt", betonte dazu Bürgermeisterin Bettina Lisbach. Es müsse dennoch damit gerechnet werden, in den kommenden Wochen nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung zu haben.

"Trotz Impfstart sind wir noch weit von einer Normalität entfernt", so Lisbach weiter. Die Impfung der in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegten prioritären Gruppen allein werde nach aktuellem Sachstand mehrere Monate in Anspruch nehmen. Deshalb ruft Lisbach weiterhin zu umsichtigem Verhalten und gegenseiter Rücksichtnahme auf. "Eine Verlängerung des Lockdowns halte ich mit Blick auf die überlasteten Kliniken und die weiterhin hohen Infektionsraten für notwendig. Wir müssen uns darauf einstellen, noch eine längere Zeit mit Einschränkungen zu leben, die Hygieneregeln zu beachten und uns gegenseitig vor Ansteckungen zu schützen."

Termine weiterhin nur zentral
In diesem Zusammenhang weist Lisbach auch darauf hin, dass es nicht möglich ist, Termine direkt vor Ort zu erhalten oder durch Wartezeit nachzurutschen. Die Terminvergabe läuft nicht lokal über das ZIZ, sondern erfolgt über einen zentralen Impfterminservice, durch den Impfwillige einem ZIZ zugeordnet werden. Bei Anruf über die Hotline 116117 werden die Anrufenden an das vom Land beauftragte Callcenter weitergeleitet.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Erste Zeitfenster für Impfzentrum Messe Karlsruhe verfügbar
Impfzentrum Messe Karlsruhe / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Erste Zeitfenster für Impfzentrum Messe Karlsruhe verfügbar
Terminvergabe wird bundesweit koordiniert

Kurz nachdem im Impfzentrum Messe Karlsruhe (ZIZ) am Sonntag, 27. Dezember, der Probelauf startete, sind nun erste Zeitfenster für den Regelbetrieb freigeschaltet. Diese werden ab Dienstag, 29. Dezember, für Impfwillige aus der erstpriorisierten Gruppe gemäß §2 der Coronavirus-Impfverordnung (etwa über Achtzigjährige, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie hoch exponiertes Klinik- und Pflegepersonal) buchbar sein.

Freigeschaltet sind dann Termine für die nächsten Wochen. Die Anzahl der Zeitfenster orientiert sich maßgeblich an den Ressourcen bei Impfstoff, Personal oder anderen Faktoren. Dies wird täglich überprüft und aktualisiert.

Die Terminvergabe läuft nicht lokal über das ZIZ, sondern erfolgt über einen zentralen Impfterminservice, durch den Impfwillige einem ZIZ zugeordnet werden. Dieser ist über verschieden Kanäle erreichbar:

• über www.116117.de (oder direkt https://www.impfterminservice.de/impftermine)
• über die App 116117
• über die Telefonhotline 116117
• für gehörlose Menschen über Videotelefonie über die Webseite: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/leichte-sprache-und-gebaerdensprache/

Bei Anruf über die Hotline 116117 werden die Anrufenden an das vom Land beauftragte Callcenter weitergeleitet. Bei der Terminvergabe erfolgt schließlich bereits eine Schnellprüfung der Impfberechtigung.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Karlsruhe: Optimismus bewahren und solidarisch handeln
Friedrichsplatz im Lichterglanz / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Optimismus bewahren und solidarisch handeln
Weihnachtsgruß von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup

"Liebe Karlsruherinnen, liebe Karlsruher,

2020 war ein wahrlich außergewöhnliches Jahr. Corona hat unser Leben von Grund auf verändert und prägt auch die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel. Treffen mit Freunden und Verwandten erscheinen nicht mehr selbstverständlich, der Besuch in Seniorenheimen oder auch Krankenhäusern erfordert Umsicht und Verantwortungsgefühl. Kurz: Wir alle müssen uns auf eine neue Normalität einstellen und auch weiterhin mit Einschränkungen leben.

Gleichzeitig haben die vergangenen Monate aber auch auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in unserem Land, in unserer Stadt im Umgang mit der Corona-Pandemie ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein und Solidarität mit ihren Mitmenschen aufgebracht hat. Viele haben Aufgaben übernommen, die außerhalb ihrer normalen Tätigkeiten lagen und geholfen, wo immer Hilfe nötig war – Einkaufen für Risikogruppen in der Nachbarschaft, Kinderbetreuung während des Lockdowns oder auch Unterstützung bei der Corona-Hotline zur Verfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten. Dieser vielfältige Einsatz für das Gemeinwohl erfüllt mich mit großem Respekt, und ich sage von ganzem Herzen „Danke“.

Gefragt ist jetzt entschlossenes Handeln

Trotz aller bundesweiter Vorgaben und Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens steigen in Stadt und im Landkreis die Inzidenzwerte, sind die Schwellenwerte deutlich überschritten. Das Infektionsgeschehen ist kaum noch zu kontrollieren. Unser Gesundheitssystem stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Wir alle müssen jetzt noch entschlossener handeln, um die grassierende Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Grundregeln bleiben dabei immer gleich: Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Hände waschen und Hygieneregeln beachten. Umsichtiges Verhalten ist jetzt das A und O, um sich selbst und unsere Mitmenschen zu schützen. Das gilt auch für die Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familie. Wir dürfen den Schutz unserer Lieben nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn die eine oder andere Maßnahme lästig erscheinen mag. Solidarität und Rücksichtnahme sind gefragter denn je. Es muss uns gelingen, Abstand zu halten und gleichzeitig die menschliche Nähe zu schaffen, auf die wir alle angewiesen sind, die wir uns alle wünschen.

Wichtige Weichenstellungen im Dezember

Corona hat dabei fast in den Hintergrund rücken lassen, dass im Dezember wichtige Weichenstellungen für unsere Stadt erfolgt sind. Die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger haben mich am 6. Dezember als Oberbürgermeister unserer Stadt für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. Für dieses große Vertrauen bedanke ich mich sehr herzlich. Es beschert mir den Rückenwind, um die großen Herausforderungen gemeinsam mit Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung erfolgreich angehen zu können.

Eine ganze Reihe zentraler Richtungsentscheidungen hat der Gemeinderat erst vor ein paar Tagen während der Haushaltsberatungen vorgenommen. Bei allen Unsicherheiten mit Blick auf die finanzielle Entwicklung in den kommenden Jahren haben die Stadträtinnen und Stadträte deutliche Akzente auf den Feldern Klimaschutz und Soziales gesetzt. Für mich steht weiterhin fest: Wir müssen uns in Politik und Gesellschaft ernsthaft einer grundlegenden Strukturdiskussion stellen: Was müssen wir? Was wollen wir? Was können wir uns leisten? Kurz: Wir müssen künftig Gestalten neu lernen!

Für den anstehenden Jahreswechsel möchte ich Sie ermutigen, sich Ihren Optimismus zu bewahren. Bleiben Sie gesund, bleiben Sie solidarisch, bleiben Sie zuversichtlich. Damit schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um die Herausforderungen der kommenden Zeit bewältigen zu können. Bis dahin wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und den Menschen, die Ihnen nahestehen, frohe Festtage, ein fried- und freudvolles Miteinander und einen guten Start in das Jahr 2021".
 
 

Verschiedenes 
 
 
Karlsruhe: Stadt und Diakonie klären Vorwürfe auf
Keine Bußgeldbescheide gegenüber Obdachlosen

In verschiedenen Medien wurde Mitte November über Hinweise des Diakonischen Werks Baden zu Bußgeldverfahren gegenüber Obdachlosen berichtet. Es war die Rede von Bußgeldern in Höhe von mehreren Tausend Euro, der Stadt Karlsruhe wurde ein unverhältnismäßig hartes Vorgehen gegen Obdachlose vorgeworfen.

"Uns war wichtig, diesen Sachverhalt kurzfristig zu klären und die aus unserer Sicht unberechtigten Vorwürfe auszuräumen", teilt dazu Dr. Albert Käuflein mit, der unter anderem für den Bereich öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständige Dezernent bei der Stadt Karlsruhe. "Wir waren sehr irritiert über die Medienberichte, da wir gegen obdachlose Personen keine Bußgeldbescheide erlassen. Es war uns ein großes Anliegen, die Angelegenheit gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Karlsruhe aufzuklären", so der Bürgermeister weiter.

Ordnungskräfte und Sozialarbeit kooperieren noch enger

Zwischenzeitlich fand ein gemeinsames Gespräch zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Diakonischen Werk statt. Dabei konnte auch geklärt werden, dass es sich bei den betroffenen Personen nicht um Obdachlose handelt, sondern um Menschen, die durchaus einen festen Wohnsitz in Karlsruhe haben. Bürgermeister Dr. Käuflein zeigt sich sehr erfreut darüber, dass der Austausch auf der Fachebene zeitnah gelungen ist.

"Wir begrüßen und freuen uns darüber, dass wir in einem konstruktiven Dialog mit der Stadt Karlsruhe die Problematik weitgehend klären konnten", äußert sich der Direktor des Diakonischen Werkes Wolfgang Stoll. Zukünftig sollen die Ordnungskräfte noch stärker mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des Diakonischen Werks zusammenarbeiten.

"Klar muss aber auch sein, dass es keine rechtsfreien Räume für Menschen mit geringem Einkommen geben kann", führt Dr. Käuflein aus. Ein erster Überblick über die genannten Fälle mit hohen Bußgeldern hat gezeigt, dass es sich dabei jeweils um die Zusammenfassung von mehreren Verfahren und nicht um einzelne Verstöße gehandelt hat und die Verfahren selbst rechtlich nicht zu beanstanden sind.

Um Verständnis für Corona-Maßnahmen werben

"Gerade bei Verstößen gegen die Corona-Verordnung ist aber nicht die Erzielung von Einnahmen das Ziel der Kontrollen. Es soll vielmehr in Gesprächen erreicht werden, dass sich die Menschen an die geltenden Regeln halten und damit sich selbst und auch andere vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen", beschreibt der Bürgermeister den Auftrag an die Ordnungskräfte.

In Karlsruhe wird seit Beginn der Pandemie die Strategie verfolgt, dass zunächst durch Ansprache der Ordnungskräfte auf das richtige Verhalten hingewiesen und damit versucht wird, Verständnis für die Maßnahmen zu erzielen. Die Menschen sollen die Maßnahmen akzeptieren und sich möglichst auch ohne hohen Kontrolldruck an die Regeln halten und damit ihren Beitrag zum Rückgang der Infektionszahlen leisten.

Bußgeldverfahren als letzte mögliche Maßnahme

"Wenn jedoch die konsequente Missachtung der geltenden Regeln, wiederholte Verstöße oder gar die Ankündigung, sich immer wieder regelwidrig zu verhalten, festgestellt wird, bleibt oftmals nur die Einleitung eines Bußgeldverfahrens als letzte mögliche Maßnahme", bestätigt Dr. Käuflein die Vorgehensweise der Ordnungskräfte und sagt weiter: "Diese Vorgehensweise ist völlig unabhängig davon, welcher gesellschaftlichen Schicht die betroffenen Personen angehören".
 
 

Verschiedenes 
 
 
Hilfe der Feuerwehr gegen Corona
Freiwillige Feuerwehr verteilt FFP2-Masken in Einrichtungen der stationären Pflege, Behindertenhilfe und Wohnungslosenhilfe

An Liefer- und Bringdienste hat man sich schon gewöhnt. Dass sich auch die Freiwillige Feuerwehr Freiburg mit acht ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen daran beteiligt, ist neu.

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat vor Weihnachten 11,5 Millionen kostenlose FFP2-Masken für die Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen der stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Wohnungslosenhilfe bereitgestellt. Verteilen sollen diese Masken die Stadt- und Landkreise.

Der Stadt Freiburg wurden knapp 250.000 Masken zugeteilt. Hiervon gingen rund 110.000 direkt an die größten Träger von Einrichtungen und 140.000 an das Amt für Notfallvorsorge, zum Weiterverteilen in kleineren Einrichtungen. Damit die genannten Einrichtungen ihre eigentlichen Aufgaben erledigen können, hat nun die Abteilung 17 Führung und Logistik der Freiwilligen Feuerwehr die Auslieferung dieser Sonderlieferung der Landesregierung für die Einrichtungen der Stadt Freiburg übernommen. So konnten die FFP2-Masken noch vor Weihnachten die Menschen in den Einrichtungen erreichen.

Auch die Masken für die Einrichtungen im Landkreis wurden an das Amt für Notfallvorsorge angeliefert und dann von Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises an die richtigen Stellen gebracht. Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis wirken seit Beginn der Pandemie, anfangs 14-tätig, ab Juni monatlich, bei der Verteilung der FFP2-Masken an Einrichtungen mit.

Das Amt für Notfallvorsorge ist ein gemeinsames Amt der Stadt Freiburg und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Es liefert seit Beginn der Corona-Pandemie im März Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln insbesondere an Kliniken, Seniorenheime, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und sonstige Bereiche der kritischen Infrastruktur.

Bestellungen von Schutzausrüstung und Anfragen von vorgenannten Einrichtungen können weiterhin an das Amt für Notfallvorsorge (zbmcovid@stadt.freiburg.de) aufgegeben bzw. gestellt werden.
 
 

Verschiedenes 
 
Karlsruhe: Dankeschön für Geschenke an kommende Generationen
Grabschmuck / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Dankeschön für Geschenke an kommende Generationen
Stadt schmückt die Gräber von Nachlass- und Stiftungsgebenden

"Herzlichen Dank - Stadt Karlsruhe" – rote Schleifen mit diesem Text kann man derzeit auf den Friedhöfen der Stadt an einigen Gräbern entdecken. Sie gehören zu Gestecken, mit denen die Stadt Karlsruhe verstorbener Bürgerinnen und Bürgern gedenkt, die ihrer Stadt ein besonderes Geschenk und sie zu ihrer Erbin gemacht haben – sei es in Form eines Nachlasses oder als von der Stadt verwaltete Stiftung.

"Die Nachlass- und Stiftungsgebenden eint, dass sie im lokalen Umfeld etwas Bleibendes für kommende Generationen schaffen wollten", erläutert Ursula Voboril vom Team Nachlässe und Stiftungen bei der Stadtkämmerei. Die wohltätigen Zwecke, für die die Mittel eingesetzt werden sollen, seien dabei so unterschiedlich wie die Förderinnen und Förderer. Sie reichen von der Unterstützung bedürftiger Personen jeden Alters über Zuwendungen für Tiere im Zoo bis zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern in Karlsruhe. "Auch die eingesetzten Summen variieren stark, wobei auch schon mit kleineren Beträgen etwas bewirkt werden kann", ergänzt Ursula Voboril.

Wenn die Stadt die Zuwendungen von Nachlassgebenden erhält, geschieht dies immer unter traurigen Umständen. Das erste, was die Stadt Karlsruhe tue, um die Nachlass- und Stiftungsgebenden zu würdigen, sei daher, die Trauerfeier und Beerdigung entsprechend der Wünsche der Verstorbenen zu gestalten. "Wir sind immer froh, wenn uns die Förderinnen und Förderer Hinweise gegeben haben, wie sie sich ihren Abschied wünschen. Und der Erhalt und die Pflege des Grabes sind für uns selbstverständlich", erklärt Petra Petermann, die ebenfalls dem Team Nachlässe und Stiftungen angehört. Sie freue sich über die schöne Gelegenheit, mit dem vorweihnachtlichen Grabschmuck auf die Verdienste der Nachlass- und Stiftungsgebenden aufmerksam zu machen.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Beschichtete Pfannen: Nur vier sind gut
Getestet wurden 14 beschichtete Pfannen (c) Stiftung Warentest
 
Beschichtete Pfannen: Nur vier sind gut
Solange die Versiegelung intakt ist, eignen sich Antihaft­pfannen für alles, was nicht anpappen soll. Eierspeisen, Gemüse, Fisch lassen sich sanft garen. Die Schicht ist allerdings empfindlich – scharfe Messer, saure Lebens­mittel, kratzende Reinigungs­schwämme können sie zerstören. Für die Januar-Ausgabe ihrer Zeit­schrift test hat die Stiftung Warentest 14 beschichtete Pfannen geprüft. Der Test zeigt: Früher oder später verliert jede Versiegelung ihre Wirkung.

Die Tester haben die Pfannen ordentlich bean­sprucht, um eine Nutzung über drei Jahre zu simulieren. Befüllt mit Metall­kugeln und grobem Schleif­mittel rüttelten sie jede Pfanne 45 Minuten auf einer vibrierenden Platte durch. Bei manchen bröckelten nach den Tests ganze Teile der Beschichtung ab. Für die Gesundheit ist das ungefähr­lich. Der Körper scheidet verschluckte Partikel unver­daut aus. Die Antihaft­wirkung ist jedoch zerstört.

Zwei Pfannen haben ein Sicher­heits-Problem. Bei dem Modell von Real brach der Griff ab. Das Modell von Ikea hat Schwächen in der Wärmeweiterleitung. Wird diese Pfanne ohne Öl oder Wasser auf Induktion mit hoher Stufe erhitzt, erreicht sie schnell Temperaturen von mehr als 360 Grad. Dabei können giftige Dämpfe entstehen. Außerdem wurde der Griff so heiß, dass ohne Hand­schuh Verbrennungen drohen. Das Test­ergebnis lautet deshalb: Mangelhaft.

Insgesamt vergaben die Tester vier Mal ein Gut, acht Mal ein Befriedigend und zwei Mal ein Mangelhaft. Die Preise liegen zwischen 17 Euro und 129 Euro.

Der Test beschichtete Pfannen findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/bratpfannen abruf­bar.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Kreislaufwirtschaft
NABU und Deutsche Umwelthilfe entlarven falsche Umweltversprechen des chemischen Recyclings

Neue Studie: Angebliche Umweltvorteile können nicht nachgewiesen werden – Miller: Abfallvermeidung, Mehrweg und werkstoffliches Recycling stärken

Berlin, 18.12.2020 – Das als besonders innovativ und umweltfreundlich beworbene chemische Recycling hält nicht, was es verspricht. Dies ist das Ergebnis einer aktuell veröffentlichten Studie des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und weiterer europäischer Umweltverbände. Gemeinsam haben die Verbände verschiedene Studien zu den Umweltauswirkungen des chemischen Recyclings analysiert. Das Ergebnis: Bisher fehlt es an unabhängigen Untersuchungen zu diesem Thema. In den untersuchten Publikationen werden Ergebnisse verzerrt dargestellt, ungerechtfertigte CO2-Gutschriften erteilt und wichtige Umweltaspekte außer Acht gelassen. Zusätzlich verhindert die Geheimhaltung zugrundeliegender Daten eine Reproduzierbarkeit der Studienergebnisse. Die vermeintlichen Umweltvorteile des chemischen Recyclings können damit nicht belegt werden.

Chemische Recyclingtechniken sind mit einem enormen Energiebedarf verbunden, da Kunststoffe unter hohen Temperaturen in ihre Bausteine zerlegt und dann unter erneutem Energieaufwand wieder zusammengesetzt werden müssen. Zudem entstehen beim Recyclingprozess giftige Chemikalien, die in aufwändigen Aufbereitungsprozessen wieder entfernt werden müssen und als gefährliche Abfälle zurückbleiben. Diese wichtigen Umweltaspekte wurden in bisherigen Ökobilanzen nur ungenügend berücksichtigt.

„Das mechanische Recycling ist nachweislich umweltfreundlicher als das chemische Recycling. Die Politik darf sich von intransparenten und tendenziösen Ökobilanzen nicht täuschen lassen. Initiativen sollten sich auf Recyclingfähigkeit, Sortier- und werkstoffliche Recyclingtechnologien konzentrieren. In diesen Bereichen gibt es einen enormen Handlungsbedarf. Das chemische Recycling wäre eine Sackgasse, die wichtige Mittel für andere umweltfreundlichere Technologien vergeuden würde“, kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Das chemische Recycling wird zunehmend als Alternative zu nachweislich umweltfreundlicheren werkstofflichen Recyclingverfahren betont. Unternehmen wie BASF, Südpack und Borealis haben sich im Projekt „Chemcycling“ zusammengeschlossen, um das chemische Recycling in Deutschland voranzubringen. Dabei wird mit der Umweltfreundlichkeit der Verfahren geworben, obwohl diese bisher nicht nachgewiesen sind.

„Die Versprechen der Industrie zur Umweltfreundlichkeit des chemischen Recyclings entbehren jeder Grundlage. Diese unausgereifte Technologie ist hochriskant und hat massive Umweltauswirkungen. Um die Probleme durch Kunststoffabfälle in den Griff zu bekommen, sind viele Lösungsansätze bereits vorhanden – sie müssen nur umgesetzt werden. So gibt es ein großes Potential mehr Verpackungen als bisher zu recyceln, indem sie recyclingfähig gestaltet werden. Auch sollten durch die Förderung von Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Öko-Design Abfallmengen insgesamt reduziert werden. Das chemische Recycling darf wichtige Investitionen und Entwicklungen in diese Richtung keinesfalls behindern“, sagt die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, Barbara Metz.

Nach eigenen Angaben der Chemieindustrie geht bei den bislang angewendeten chemischen Recyclingprozessen die Hälfte des eingesetzten Materials verloren. Zudem ist unklar, ob Kunststoffhersteller mit hohen Anteilen an chemisch recyceltem Material überhaupt umgehen können und ob sich dies nicht sogar negativ auf die Materialqualität auswirkt.

Hintergrund

Als chemisches Recycling werden Verfahren zusammengefasst, bei denen Altkunststoffe in ihre Grundbausteine zerlegt werden, die dann als Rohstoffe zur Herstellung von neuen Kunststoffen oder anderen Materialien dienen. Im Gegensatz zum sogenannten mechanischen Recycling findet dabei eine chemische Veränderung des Materials statt. Das chemische Recycling verspricht, aus bisher nicht recycelbaren Kunststoffabfällen neuwertige Kunststoffe herzustellen, die sogar im Lebensmittelbereich eingesetzt werden können. Zur technischen Umsetzbarkeit und Umweltrisiken dieser Technologie liegen bisher aber noch keine ausreichenden Informationen vor. Das chemische Recycling wird in Deutschland bisher nicht in großindustriellem Maßstab angewendet.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Schon Alltagsaktivitäten erhöhen das Wohlbefinden
Sport steigert das Wohlbefinden. Es müssen aber nicht unbedingt sportliche Höchstleistungen sein, die uns glücklich machen. Bereits Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen oder zur Straßenbahn laufen können die Stimmung aufhellen. Und Personen mit psychischen Problemen scheinen davon besonders zu profitieren ...
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
NABU fordert Pflicht-Biotonne überall in Deutschland
Miller: NABU-Analyse zeigt, dass zu wenige Bioabfälle getrennt gesammelt werden/ Potenzial für Klima- und Ressourcenschutz wird nicht ausgeschöpft

Berlin, 18.12.2020 – In Zeiten geschlossener Restaurants wird häufiger in den eigenen vier Wänden gekocht und entsprechend fallen mehr Küchenabfälle für die Biotonne an. Doch diese landen viel zu oft in der Restmüll- und nicht in der Biotonne. Statt in die Vergärung und Kompostierung gehen die Bioabfälle dann meist direkt in die Verbrennung und der Stoffkreislauf wird nicht geschlossen.

Eine aktuelle NABU-Analyse deckt zwei wesentliche Mängel der Bioabfallverwertung in deutschen Städten und Kreisen auf:

Erstens verfügt knapp jeder siebte Kreis über kein flächendeckendes Biotonnenangebot. 15 Kreise widersetzen sich noch immer der seit 2015 geltenden gesetzlichen Pflicht, Bioabfälle getrennt zu sammeln. Weitere 28 Kreise und Städte bieten ihren Bürgern statt einer Biotonne nur die Möglichkeit, die Bioabfälle zu einer zentralen Sammelstelle zu bringen. Die Folge sind niedrige Sammelmengen. „40 Prozent des Inhalts der Restmülltonne sind Bioabfälle. Dies hat nicht nur mit falscher Mülltrennung von Seiten der Bürger zu tun, sondern auch mit einem lückenhaften Angebot an Biotonnen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Über drei Millionen Tonnen Bioabfälle jährlich landen somit fälschlicherweise im Restmüll.

Das zweite Problem ist, dass zu viele Städte und Kreise nur eine freiwillige Biotonne anbieten, die von den Bürgern extra bestellt werden muss. Die Konsequenz ist, dass wenige Haushalte eine Biotonne haben und die Sammelmengen dadurch niedrig sind. „Mit diesem Scheinangebot werden zwar auf dem Papier die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, in der Praxis jedoch oftmals pro Kopf jährlich weniger als zehn Kilogramm Bioabfall über die Biotonne gesammelt“, kritisiert Miller. „Dies liegt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 60 Kilogramm. Das Potenzial für Klima- und Ressourcenschutz verpufft.“

Die Folge dieser Scheinlösungen und der Missachtung gesetzlicher Vorgaben ist, dass Schätzungen zufolge der bundesweite Anschlussgrad an die Biotonne nur 55 bis 60 Prozent beträgt. Das bedeutet, dass knapp die Hälfte der Haushalte keine Biotonne hat, um Küchen- und Gartenabfälle zu entsorgen.

Der NABU fordert daher eine bundesweite, flächendeckende Pflicht-Biotonne. Die Kompostierung im Garten kann als Ausnahme von der Pflicht gelten, sofern Gartenfläche und Kompostmenge in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Kommunen und Bundesländer sind gleichermaßen in der Verantwortung. „Städte und Kreise dürfen sich nicht weiter der Biotonne verweigern und müssen ernsthafte Sammelsysteme etablieren statt auf freiwillige Angebote oder Bringsysteme zu setzen“, sagt Michael Jedelhauser, NABU-Experte für Kreislaufwirtschaft. „Die Bundesländer sind befugt, rechtsaufsichtliche Maßnahmen gegenüber einzelnen Kommunen zu ergreifen. Hiervon müssen sie Gebrauch machen.“ Auch sollten die Länder in ihren Abfallwirtschaftsplänen ambitionierte Zielgrößen für getrennt gesammelte Bioabfallmengen festlegen.

Damit aber nicht nur mehr Biotonnen verteilt, sondern auch mehr Bioabfälle gesammelt und Fehlwürfe minimiert werden, braucht es eine kontinuierliche Abfallberatung durch die Entsorger und Kommunen. Denn oftmals ist das Wissen um die korrekte Mülltrennung gering. „Wem bewusst ist, warum der Abfall getrennt wird und warum man damit einen wichtigen Beitrag für Umwelt und Klima leistet, der trennt richtig und mit Überzeugung“, so Michael Jedelhauser.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Karlsruhe: Sanierter Glockenturm wieder auf dem alten Rathaus
Vom Holzbauspezialisten überholt / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Sanierter Glockenturm wieder auf dem alten Rathaus
Wolfartsweiers Feuerwehr ist in historischem Gebäude untergebracht

Mit ihrer Zentrale in einem Karlsruher Kulturdenkmal trägt die Freiwillige Feuerwehr Wolfartsweier doppelte Verantwortung. Für die Sicherheit der umliegenden Bevölkerung und die des alten, um 1730 errichteten Rathauses, in dem sie seit 1996 ihren Sitz hat. Nach rund vierjähriger Sanierung ist seit vergangener Woche auch der Glockenturm wieder auf dem Dach. Im Auftrag der Branddirektion war der schief und baufällig vorsichtshalber abgenommen worden, da nicht mehr hatte ausgeschlossen werden können, dass ihn etwa ein Sturm herabstürzen lässt. Stark verformt, war der Dachreiter beim Abtransport mit Gurten zusammenzuhalten. Die originale Wetterfahne wurde bei der Gelegenheit entwendet, die originale Kupferabdeckung war nicht zu erhalten. Nun befand sich der für rund 45.000 Euro überholte Turm wieder auf einer Ladefläche, um zurückzukehren; koordiniert von Stadtamt Durlach und Feuerwehr.

Auf dem Gelände einer spezialisierten Holzbaufirma in Königsbach-Stein waren Inaugenscheinnahme und Generalsanierung erfolgt. Die für den Glockenklang, auch in der Ferne, wichtigen Schalllamellen waren nicht mehr original vorhanden und falsch in die Eckpfosten eingesetzt, die wegen mangelnden Holzschutzes Risse hatten. Unter anderem wurden die Standsicherheit und auch beim Kapitell die Statik verbessert. Der Farbanstrich des Turms dient dem Witterungsschutz und soll wieder zur Ursprungsoptik verhelfen. Der Blechteil wird wohl in fünf bis zehn Jahren wieder zu Patina-Grün verwittern.

zum Bild oben:
Nach vierjähriger Sanierung war es vergangene Woche soweit: Mit Hilfe von Stadtamt Durlach und Branddirektion kehrte der Glockenturm des alten Rathauses zu Wolfartsweier wieder auf dessen Dach zurück.
Foto: Stadt Karlsruhe
 
 

Verschiedenes 
 
 
Rauchmelder: Die meisten melden zuverlässig
Sie sind klein und laut und müssen zum Jahresende in jeder Wohnung in Deutschland hängen: Rauchmelder. Die Stiftung Warentest hat 17 Rauchmelder geprüft, darunter drei Modelle, die sich per Funk vernetzen lassen. 13 von ihnen melden Brände zuverlässig und schneiden insgesamt gut ab. Ein Modell alarmiert zu spät.

Der Rauch ist bei einem Brand besonders gefährlich: 80 Prozent der Brandopfer ersticken. Rauchmelder in Schlafräumen und Fluren, die Fluchtwege sein können, sind in Deutschland deshalb Pflicht – zum Jahresende in jedem Bundesland. Dann laufen die Übergangsfristen zur Installation auch in Berlin und Brandenburg aus.

Die 17 Rauchmelder wurden vier verschiedenen Testfeuern ausgesetzt – zwei mehr als bei den bisherigen Rauchmelder-Tests. 13 melden die Rauchentwicklung zuverlässig und erhalten dafür ein gutes Gesamturteil. Ein weiterer Rauchmelder erkennt den Brand zu langsam und alarmiert zu spät. Dafür kassiert er ein Mangelhaft. Drei weitere Modelle schneiden befriedigend ab, da sie unter Umständen recht empfindlich auf Rauch reagieren können. Das kann die Gefahr eines Fehlalarms erhöhen.

Die 17 Rauchmelder im Test sind alle mit einer Batterie ausgestattet, die laut Anbieter zehn Jahre lang halten soll. Einige Anbieter geben eine Garantie für diese Zeitspanne. Andere garantieren weit weniger, teils nur zwei Jahre. In puncto Bedienung und Funktionskontrolle gibt es für vier Modelle Punktabzüge. Anstatt der obligatorischen Kontrolle einmal pro Jahr empfehlen ihre Anbieter, die Rauchmelder „regelmäßig“, monatlich oder gar wöchentlich zu checken – eine ungenaue oder unnötig kurze Angabe.

Der Test Rauchmelder findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/rauchmelder abrufbar.
Mehr
 

Veranstaltungen 
 
 
Karlsruhe: Weihnachtsbuden schließen
Schausteller und Festwirte wollen verantwortungsbewusst Beitrag leisten

Seit 24. November haben die Karlsruher Schaustellerinnen, Schausteller und Festwirte mit ihren Angeboten auf verschiedenen Plätzen in der Innenstadt für weihnachtliche Stimmung gesorgt. Zusätzlich gab es im Einkaufscenter Ettlinger Tor eine Auswahl an Geschenkideen von bekannten Christkindlesmarktbeschickerinnen und -beschickern. Am heutigen Mittwoch (16. Dezember) schließt das Angebot aufgrund der Pandemieentwicklung.

Dies haben die Buden-Betreiber freiwillig schon am Dienstag beschlossen, um ihren eigenen verantwortungsbewussten Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu leisten, vor allem im Hinblick auf die seit heute geltenden bundesweit geltenden verschärften Regelungen zur Kontaktbeschränkung. Auch ein reines To-Go-Angebot wird es daher nicht geben.

Für die Unterstützung und den Zuspruch bedanken sich der Karlsruher Schaustellerverband e.V. und die Festwirte sowie die Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker bei allen Besucherinnen und Besuchern.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Per pedes in die Vergangenheit: Heiligenberg Heidelberg
Altstadtpanorama Schlangenweg (c) Heidelberg Marketing GmbH / Tobias Schwerdt
 
Per pedes in die Vergangenheit: Heiligenberg Heidelberg
Gegenüber dem Heidelberger Schloss, am Nordufer des Neckars, erhebt sich der 440 Meter hohe Heiligenberg. Er bietet zahlreiche Wander-Möglichkeiten. Die Rundtour „Keltenweg“ entführt mit keltischem Ringwall, Klosterruinen und einem mittelalterlichen Wasserschacht auf Zeitreise. Am Südhang des Heiligenberges verläuft der Philosophenweg. In den angrenzenden Gärten gedeihen Exoten wie Japanische Wollmistel und Amerikanische Zypresse, Spanischer Ginster und Portugiesische Kirsche. Ein rund vier Kilometer langer Rundgang verbindet den Philosophenweg, den Schlangenweg, die Alte Brücke und die Hauptstraße in der Heidelberger Altstadt und bietet die schönsten Stadtansichten.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Wund-Wunsch-Aktion zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt
Auch in diesem besonderen Jahr hat die Josef Wund Stiftung gGmbH aus Stuttgart wieder ihre Wund-Wunsch-Aktion durchgeführt. Der Stiftungsgründer Josef Wund war als Architekt und Unternehmer u.a. für Planung, Bau und erfolgreichen Betrieb der drei Thermen in Euskirchen, Sinsheim und Titisee-Neustadt verantwortlich. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Thermen hatten nun zum zweiten Mal die Chance, eine Spende der Josef Wund Stiftung über jeweils 500 € an eine von ihnen vorgeschlagene gemeinnützige Organisation zu vermitteln. Trotz der coronabedingt schwierigen Lage der drei Thermen mit langen Schließzeiten können in diesem Jahr insgesamt 20 gemeinnützige Organisationen bedacht werden, davon wurden neun im Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt vorgeschlagen und prämiert. Somit fließen in diesem Jahr insgesamt 10.000 € an die geförderten Institutionen.

Am Montag, 14.12.2020, übergaben Petra Wund, Tochter des Stifters, und Günter Geyer, Prokurist der Josef Wund Stiftung gGmbH, im Rahmen einer Videokonferenz Dankesurkunden an die engagierten Mitarbeiter*innen des Badeparadieses Schwarzwald sowie die Spenden an Vertreter*innen der geförderten Institutionen. Petra Wund und Günter Geyer dankten den vermittelnden Mitarbeiter*innen und betonten, es sei speziell in diesem schwierigen Jahr unverzichtbar gewesen, dass sich viele Menschen in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen für gemeinnützige Zwecke engagieren - dieser Einsatz sei nicht hoch genug zu bewerten und solle mit der Spende der Josef Wund Stiftung auch wertgeschätzt werden.

Die geförderten Organisationen und Projekte sowie die vermittelnden Mitarbeiter*innen des Badeparadieses Schwarzwald sind:

Waldorf-Kindergarten Offenburg:
In dieser Einrichtung gibt es drei Kindergartengruppen mit insgesamt 70 Plätzen sowie eine Kinderkrippe mit zehn Plätzen. Träger des Kindergartens ist der Waldorfkindergarten Offenburg e.V. Mit dem Fördergeld soll der Sandkasten der Wiegenstube mitfinanziert werden, um damit den ganz Kleinen einen neuen und schönen Raum zum Spielen und Entfalten zu geben. In der Krippengruppe “Sternschnuppe“ werden Kinder im Alter von einem Jahr bis drei Jahren aufgenommen. Die Wiegenstube hat ihren Namen aus gutem Grund: Die Kinder sind noch sehr auf Fürsorge, Schutz und Halt der Erzieherinnen angewiesen.

Fußball B-Jugend SG Lenzkirch:
Die Trainer der B-Jugend der SG Lenzkirch haben es in der Corona Zeit geschafft, die Kinder mit einer Corona-Challenge fit zu halten, zu motivieren und somit den "inneren Schweinehund" zu überwinden. Es gab jeden Tag neue sportliche Herausforderungen aus den Bereichen Kondition, Fitness und Technik. Die Kinder konnten somit Punkte sammeln und diese wurden wiederum von den Trainern in einer Tabelle geführt. Ebenfalls wurden zusätzlich noch Sonderwertungen für die Kinder mit eingebaut. Für den entsprechenden Ausgleich im sicherlich nicht ganz einfachen familiären Umfeld in der Zeit der fehlenden sozialen Kontakte und des drohenden Bewegungsmangels fanden ALLE Beteiligten diese Aktion seine super Sache! Letztendlich stellte sich auch noch heraus, dass die Eltern, ohne mit in die Wertung zu kommen, genauso eifrig mitmachten. Mit dieser Aktion konnte eine schwierige Zeit, ohne soziale Kontakte (gerade im Alter der 13/14jährigen) somit gut überwunden werden. Diese Challenge hat zudem positive Spuren hinterlassen, was z.B. bei durchgeführten Testspielen deutlich wurde, weil die Fitness der Kinder deutlich über denen der Gegner lag.

Jugendfeuerwehr Breitnau:
Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Breitnau wurde 1998 gegründet. Derzeit üben acht Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren unter der Leitung des Jugendwarts Stefan Wursthorn mit Spiel und Spaß für den späteren Einsatzdienst in der aktiven Mannschaft der Feuerwehr Breitnau. Die Jugendfeuerwehr Breitnau besitzt einen Löschtrainer für Löschübungen mit Feuerlöscher. Mit dem gasbetriebenen Löschtrainer kann das Löschen eines Klein- oder eines Mülleimerbrandes mit Übungsfeuerlöschern geübt werden. Der Löschtrainer kommt innerhalb der Gemeinde Breitnau zu Löschtrainings mit Vereinen, Gruppierungen oder bei Feuerwehrveranstaltungen zum Einsatz. Aber auch gelegentlich bei Veranstaltungen anderen Hochschwarzwälder Feuerwehren. Dieser Löschtrainer soll um ein Modul "Fettbrand" erweitert werden. Mit der Spende der Josef Wund Stiftung zum Kauf des Fettbrand Moduls und dem seit 2017 dank der Bürgerstiftung Breitnau beschafften Löschtrainer wird Brandschutzausbildung für Bürger und Vereine in Breitnau aber auch im gesamten Hochschwarzwald geleistet.

DKMS – Deutsche Knochenmarkspenderdatei:
Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Kampf gegen Blutkrebs einsetzt. Ihr Ziel ist es, für jeden Blutkrebspatienten auf der Welt einen passenden Stammzellspender zu finden sowie das Wohlbefinden von Patienten zu verbessern. Mit einer Stammzellenspende kann Jeder Leben retten! Es ist so einfach und dennoch registrieren sich immer noch zu wenige Menschen in der Datei. Mit nur wenig Aufwand kann man sich als Spender in der Spenderdatei registrieren lassen. Darüber hinaus unterstützt die DKMS die Weiterentwicklung von Therapien und erforscht Behandlungsmethoden gegen Blutkrebs. Die Spendengelder werden zum Beispiel für die Finanzierung des Ausbaus der Datei genutzt, denn jede Aufnahme eines potenziellen Lebensretters kostet 35,00 Euro.

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser Freiburg:
Wenn Kinder und Jugendliche von einer lebensbegrenzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankung betroffen sind, brauchen sie und ihre Familien besondere Hilfe. Der Hospizdienst für Kinder und Jugendliche der Malteser Freiburg steht unterstützend zur Seite, betreut und begleitet mit der Zuneigung und Nähe, die ein krankes oder sterbendes Kind braucht, und mit dem Respekt vor dem Lebensraum der Familie. Ehrenamtlich tätige Hospizmitarbeitende begleiten die betroffenen Familien während der gesamten Lebens-, Sterbe- und Trauerphase oft über Jahre hinweg. Dabei orientieren sie sich an den Bedürfnissen und Wünschen der erkrankten Kinder und Jugendlichen und haben gleichzeitig deren ganze Familie im Blick. Ihre Hilfe ist an keinerlei Nationalität, Weltanschauung oder soziale Stellung gebunden und für alle kostenfrei. Seit September wird auch eine Jugendtrauergruppe angeboten. Kinder und Jugendhospizarbeit ist ein wichtiger Teil der Arbeit der Malteser. Bereits 1999 wurde in Freiburg der erste ambulante Kinderhospizdienst in Süddeutschland gegründet. Die Malteser sind eine internationale katholische Hilfsorganisation, die Menschen in Notlagen hilft, unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung, in Deutschland und weltweit.

Dachverband Bauwerk Schwarzwald e.V.:
BAUWERK Schwarzwald e.V. ist ein Kompetenzzentrum für Baukultur, Handwerk und Design im Schwarzwald. Es ist ein gemeinnütziger Verein, der als Mitglieder Unternehmen, Verbände und Initiativen aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Design, Bauindustrie, Denkmalschutz, Kunst etc. sowie Gebietskörperschaften, Kommunen und Land verzeichnet. Die Leitidee ist, die regionsspezifische Bau- und Handwerkskultur zu fördern und eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Architektur, Handwerk und Design, Forschung und Ausbildung, Experiment und Praxis zu schaffen. Bauwerk Schwarzwald ist eine Anlaufstelle für Fachleute und alle Interessierten der Handwerks-, Bau- und Wohnkultur im Schwarzwald und gleichzeitig eine Plattform zur Erhaltung und Weitergabe von Wissen und Kulturgut sowie ein Netzwerk, in dem Kammern, Verbände, Vereine, Unternehmen und andere Organisationen in wechselseitigem Austausch stehen und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Der Verein ist ein Dach für bestehende und neue Initiativen. Im Einzelnen geht es darum, Wissen zu sammeln und bereitzustellen, zu sensibilisieren und Bewusstsein zu schaffen für die einzigartige Baukultur des Schwarzwaldes und die regionale Identität über das Wissen zum kulturellen Erbe zu stärken. Dazu gehören Vernetzungen und die Stärkung von Kooperationen. Im Handwerk und Design sollen die handwerklichen und bildnerischen Neigungen junger Menschen gefördert werden und die Potenziale und Qualität(en) im Handwerk und seinen Berufsbildern aufgezeigt werden.

Musikkapelle Gütenbach:
Die Musikkapelle Gütenbach besteht aktuell aus 29 Musikerinnen und Musiker und engagiert sich das ganze Jahr über musikalisch und gesellschaftlich. Neben der Probenarbeit, Auftritten und Konzerten begleitet der Verein die Gemeinde auch bei kirchlichen oder gesellschaftlichen Anlässen wie den Volkstrauertag. Außerdem veranstaltet die Musikkapelle verschiedene Festlichkeiten, um mit den entsprechenden Einnahmen Noten, neue Instrumente oder die typische Vereinskleidung zu finanzieren. Auch für die Ausbildung des Nachwuchses und die Jugendarbeit werden finanzielle Mittel benötigt. Aufgrund der aktuellen Situation, konnte der Verein dieses Jahr kaum Konzerte oder Veranstaltungen durchführen, so dass kein Geld eingenommen werden konnte. Um jedoch weiterhin aktiv und engagiert das Vereinsleben zu gestalten, ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Bergwacht Schwarzwald:
Die Bergwacht Ortsgruppe Hochschwarzwald ist eine von insgesamt 22 Ortsgruppen der Bergwacht Schwarzwald e.V. Unsere Aufgabe ist der Rettungsdienst abseits der Straßen und Siedlungen im unwegsamen Gelände des Schwarzwaldes und die Betreuung zahlreicher Skipisten, Loipen, Sessel- und Seilbahnen in der Region. Die Spende der Josef Wund Stiftung fließt in den Neubau der Bergrettungswache in Hinterzarten; sie soll den Ablauf von Einsätzen noch reibungsloser gestalten, zum Unterstellen der Fahrzeuge und als Materiallager dienen sowie als Ausbildungsort fungieren.

Haus Lebensheimat Reiselfingen:
Träger des Haus Lebensheimat ist die Reha-Südwest Südbaden gGmbH. Das Haus Lebensheimat bietet 69 Menschen mit einer geistigen oder komplexen Behinderung an den drei Standorten Reiselfingen, Löffingen und Dittishausen ein Zuhause. Hier können die Menschen mit einer Behinderung in sieben individuell gestalteten Wohngemeinschaften ein erfülltes und sinnvolles Leben mit größtmöglicher Selbstbestimmung und Teilhabe führen. Eine familiäre Atmosphäre und ein transparenter Umgang mit Angehörigen zeichnen unser Haus aus. Durch die Spende der Josef Wund Stiftung kann den Menschen mit Behinderung auch im nächsten Jahr eine Ferienfreizeit an den Bodensee ermöglicht werden. Diese Urlaubsreisen sind eine tolle Abwechslung vom Alltag und für alle immer ein wunderschönes und sonniges Erlebnis.

* * *
Josef Wund Stiftung gGmbH

Die Stiftung wurde von Josef Wund selbst errichtet, mit dem Ziel, auf diesem Weg seine Unternehmensnachfolge zu regeln und die Allgemeinheit an seinem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben zu lassen. Der Stifter Josef Wund blickte bei Gründung der Stiftung auf ein langes, erfolgreiches Arbeitsleben zurück. Von den beruflichen Anfängen in seiner Heimatstadt Friedrichshafen als Maurer und Waldarbeiter bis hin zum international gefragten Multitalent war es für Josef Wund ein weiter, oft auch steiniger Weg. Das von ihm Erreichte ist in allererster Linie seinem Arbeitsethos, seinem Ideenreichtum sowie seinem Geschick und Mut als Firmenlenker zu verdanken. Gleichwohl war es ihm stets bewusst, dass er ohne die Gunst seiner Kundinnen und Kunden, die die von ihm entworfenen oder erstellten Gebäude nutzen oder seine Bäder besuchen, nicht dorthin gekommen wäre, wo er an seinem Lebensende stand: In der ersten Reihe der Unternehmerpersönlichkeiten im Land.

Seine biografischen Erfahrungen ebenso wie seine Dankbarkeit gegenüber seinen Kundinnen und Kunden, seinen Geschäftspartnern sowie seiner Mitarbeiterschaft haben Josef Wund dazu bewogen, die Josef Wund Stiftung ins Leben zu rufen. Die Josef Wund Stiftung sendet im Sinne ihres Stifters klare Impulse in die Gesellschaft, gibt Anstöße, bietet Unterstützung und hilft speziell denjenigen, die mit Leistungswillen aus ihrem Leben für sich und andere das Beste machen wollen.

Das Engagement für das Gemeinwohl manifestiert sich bei der Josef Wund Stiftung vor allem durch die Förderung von Projekten aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kreativität. Wir sind davon überzeugt, dass wir so einen wesentlichen Beitrag für gesellschaftlichen Fortschritt und wirtschaftliche Stabilität leisten können.

Josef Wund ist am 14. Dezember 2017 bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.
 
 

Verschiedenes 
 
Zwischen Natur- und Industriecharme – Maulbeerinsel Mannheim
Neckar und Fernmeldeturm (c) Stadtmarketing Mannheim GmbH / Hyp Yerlikaya
 
Zwischen Natur- und Industriecharme – Maulbeerinsel Mannheim
Die Mannheimer Maulbeerinsel ist keine natürliche Insel. Sie wurde in den 1920er Jahren mit dem Bau des Neckarkanals von Menschenhand erschaffen und beherbergt heute das städtische Wasserwerk. Sehr viel früher fanden dagegen die Maulbeerbäume ihren Platz: Kurfürst Karl Theodor ließ bereits im 18. Jahrhundert den Neckardamm mit ihnen bepflanzen. Die rund 7 Kilometer lange Wanderung zum Naturschutzgebiet Maulbeerinsel startet am Fernsehturm und führt dann am Neckar entlang bis zur Schleuse, von der aus man auf die Insel gelangt. Dort angekommen, kann man unweit des Stadtzentrums eine unberührte Landschaft erkunden, die zum Lebensraum für Eisvögel, Störche und Fasane geworden ist.
Mehr
 



Seite 1 2 
kieser_banner3.jpg
escap2.jpg
digidata_web_2018.jpg
schlossreinach2.png
grimm2.jpg
historix2.jpg
burkheim_winzer_banner2015.jpg
gans2.jpg

Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
stadtplan.freiburg.de
 
 


Copyright 2010 - 2021 Benjamin Jäger