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Buch- und Lesetipps
| | | Buchtipp: Helmut Luft und Monika Vogt "Gutes Altern" | Verborgene Chancen und Hindernisse
Die heute nicht mehr unwahrscheinliche Aussicht, 80, 90 oder 100 Jahre alt zu werden, verschafft uns mehr Lebenszeit, auf die aber niemand wirklich vorbereitet ist. »Maßnahmen« gegen die direkten Auswirkungen indes sind weithin bekannt. Welchen inneren Kräften das Altern aber unterliegt und wie wir uns durch unbewusste Vorurteile und versteckte psychische Zusammenhänge oft selbst schaden, ist für viele ein blinder Fleck.
»Das Buch (…) möchte ich den älteren, aber auch den jüngeren meiner Zeitgenossen wärmstens empfehlen. Es erfüllt was sein Titel verspricht. Es hilft uns, durch Selbst-verborgenheit erschaffenes Leid zu erkennen, es zu vermeiden und die Chancen der Erfahrungen eines langen Lebens zu nutzen, überhaupt erst wahrzunehmen. Es ist klar und übersichtlich geschrieben, bringt aus Literatur, Dichtung und Philosophie, aber auch den neueren Forschungen der Medizin und Biologie die vielfältigsten Anregungen, die zu selbstständigem Weiterdenken anregen.« (Margarete Mitscherlich, aus dem Geleitwort)
Brandes & Apsel Verlag 2011, 260 Seiten, EUR 24,90
ISBN 978-3-86099-708-6 | | | | |
| | | | Buchtipp: Eckart Witzigmann "Gartenland in Kinderhand" | Vor ein paar Wochen wartete ich auf der Händlerseite des Münstermarktes an einem Gemüsestand darauf, bedient zu werden. Vor mir eine junge Familie, der Sohn vielleicht sieben Jahre alt. Er stand direkt vor den italienischen Kirschtomaten, die eine fantastische Farbe hatten, und ein hervorragendes Aroma, wie ich vom Probieren am Vortag wusste. Auch dem Jungen vor mir gestattete die Marktfrau, die Kirschtomaten zu versuchen. Er studierte den Korb gründlich, entschied sich für eine ganz bestimmte Tomate, nahm sie vorsichtig in die Hand und steckte sie in den Mund. Er kaute bedächtig, schmeckte, und nickte dann verständig. „Ja, die ist gut, aber die in unserem Garten schmecken viel besser!“ sagte er selbstbewusst. Die Händlerin lachte und antwortete, dass eine Tomate, die eine lange Reise hinter sich hätte natürlich nie so gut schmecken könnte, wie eine frisch im Garten gepflückte.
Ich war überrascht und erfreut, dass ein Kind so selbstsicher bei der Verkostung eines Gemüses sein, und dann ein entschiedenes Urteil fällen konnte. Meine Erfahrung ist eher, dass heute viele Menschen glauben, keine Zeit mehr für Kochen und gemeinsam Essen zu haben. Und so wachsen Kinder auf, die das gar nicht mehr kennen – eine regelmäßige Mahlzeit im Kreis der Familie oder im Kreis der Freunde. Unterwegs schnell ein Döner gegriffen, die Hefeschnecke in der Straßenbahn gegessen, und das nicht ausnahmsweise, sondern ganz oft. Welches Kind weiß denn heute, wie Mohrrüben wachsen, oder dass Erbsen aus der Schale gepult werden, und nicht aus der Dose?
Abhilfe schaffen möchte hier das Buch „Gartenland in Kinderhand“.
„Der Geschmack der Kindheit ist es, den wir nie wieder vergessen“. Dies stellt Herausgeber Eckart Witzigmann seinen Betrachtungen voran und es wirkt wie ein Leitsatz für das ganze Buch. Im ersten Teil werden einige Ergebnisse des Projektes „Gartenland in Kinderhand“ geschildert. Über die Baden-Württemberg-Stiftung und die Stiftung Kinderland erhielten Kitas im Genießerländle nach einem Wettbewerb Zuwendungen für das Anlegen eines eigenen Gartens. Die eigentlichen Gestalterinnen waren dann jeweils die Erzieherinnen in den Kitas und natürlich die Kinder. Ziel dieses Projektes war, Kindern die Natur anhand eines eigenen Gartens wieder nahe zu bringen, sie erleben zu lassen, wie selbst gesäte Pflanzen wachsen, und gedeihen, und welcher Pflege sie bedürfen bevor man am Ende eine knallrote Tomate oder einen dicken Kürbis ernten darf. Jetzt kann man nachlesen, was daraus geworden ist. Wie ein roter Faden zieht sich dabei durch alle Beispiele die Freude: die Freude am Planen, denn die Kinder durften bestimmen, was angebaut wird. Die Freude am gemeinsamen Bauen, denn die Eltern, Großeltern und Nachbarn halfen mit. Die Freude, den Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen, die Freude am Ernten und dann – die Freude am Zubereiten und Essen.
Dass den Machern des Buches und natürlich des Projektes diese Freude ganz wichtig ist, findet sich ebenfalls in den Beiträgen der Köche wieder, die sich - im Anschluss an ein Zwischenkapitel mit den ersten Tipps für das Anlegen eines Hochbeetes - an die kulinarischen Freuden ihrer Kindheit erinnern. Und das bedeutete fast immer auch: gemeinsam essen. Dazu steuern die Profis noch jeweils ein Rezept aus ihrer Küche bei, natürlich mit den Zutaten, die sich im Kinder-Garten anpflanzen und ernten lassen. Dass nun alle Rezepte geeignet seien, wie auf dem Bucheinband angekündigt, auch in Kindergärten und Schulen zubereitet zu werden, wage ich zu bezweifeln. Welcher Kindergarten hält schon Fleur de Sel und Rauchöl vor, oder ist mit Kokotten von 4 cm Durchmesser ausgestattet. Da ist eine Kürbissuppe und die Kartoffel-Karottensuppe mit Schäufele, oder Fleischküchle mit hausgemachten Pommes Frites, sowie der Apfelpfannkuchen „Erbprinz“ wohl paktikabler. Die etwas komplexeren Rezepte bieten sich dann schon eher für eine Familienkochsause am Sonntag an.
Insgesamt ein schönes Buch, in Vorworten begleitet von Charles Prince of Wales und Carlo Petrini, reich bebildert, und zweifellos inspirierend für alle, die das Abenteuer „Gartenland in Kinderhand“ selbst angehen möchten.
Hampp Verlag 2011, EUR 19,80
ISBN 978-3-942561-11-2 | Mehr | | | | | Autor: Irene Heitz |
| | | | Buchtipp: "Anti-Aging" | Fit fürs Alter
Vitamine, Medikamente, körperliche Aktivität und Ernährungsformen: Was hilft am besten gegen den schleichenden Alterungsprozess? Die Experten der Stiftung Warentest haben im Ratgeber "Anti-Aging" zusammengetragen, was wirklich hilft und worauf man sich nach dem derzeitigen Stand des Wissens verlassen kann.
Es gibt sie nicht, die Pille, die das Alter vertreibt und ewige Jugend und ein langes gesundes Leben schenkt. Doch man kann selbst viel zu einem langen und aktiven Leben beitragen. In dem Buch wird erklärt, was beispielsweise gegen Alterskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Hautalterung und Krebs hilft.
Umfangreich widmet es sich dem Thema Ernährung und gibt Tipps gegen Übergewicht. Wie man sexuell aktiv bleibt, wird ebenso erläutert wie ein effektives Training des Gedächtnisses. Ausführliche Informationen zu Medikamenten, Vitaminen und Therapien runden den Ratgeber ab.
Der Ratgeber "Anti-Aging" hat 160 Seiten und ist seit dem 16. September 2011 zum Preis von 16,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/shop. | Mehr | | | |
| | | | Buchtipp: "Leben und Wohnen im Alter" | Selbstbestimmt - aber sicher wohnen
Wo möchte ich wohnen, wenn die Kräfte nachlassen und Unterstützung durch andere nötig wird? Der neue Ratgeber "Leben und Wohnen im Alter" der Stiftung Warentest bietet einen Überblick über die Möglichkeiten, wie sich die eigene Wohnsituation oder die der Eltern verbessern lässt.
Die Experten der Stiftung Warentest zeigen auf, was ältere Menschen tun können, wenn sie so lange wie möglich in ihrem vertrauten Zuhause wohnen bleiben möchten. Zudem werden Möglichkeiten aufgelistet, wenn man umziehen möchte. Falls man einmal Hilfe und Pflege benötigen sollte, bietet das Buch auch einen Überblick über geeignete Alternativen, wie beispielsweise ambulante Pflegedienste oder mobile soziale Dienste.
Nach dem Motto "selbstbestimmt - aber sicher" zeigen viele Beispiele von "Leben und Wohnen im Alter", was derzeit erprobt und machbar ist. Die Palette reicht von der Wohnungsanpassung über Hilfen im Alltag bis hin zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten und betreuten Wohngruppen. Da neue Wohn- und Betreuungsmodelle und nachhaltige Quartierskonzepte noch nicht überall zu finden sind, gibt das Buch auch einen Überblick über Wohnformen wie betreutes Wohnen und das Pflegeheim.
Der Ratgeber "Leben und Wohnen im Alter" hat 240 Seiten und ist ab dem 14. September 2011 zum Preis von 19,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/shop | Mehr | | | |
| | | | Buchtipp: Vince Ebert "Machen Sie sich frei! Sonst tut es keiner für Sie” | Das neue Buch von Vince Ebert. Nach seinem Bestseller „Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie” legt Vince Ebert nun nach: „Machen Sie sich frei! Sonst tut es keiner für Sie”.... | Mehr | | | |
| | | | Buchtipp: "Sehr gut haltbar machen" | Jetzt geht es ans Einmachen: Gelees, Konfitüre und Marmeladen, Himbeeressig, Mangochutney oder Paprika-Mandel-Pesto: Selbstgemachtes ist ein Highlight auf dem Frühstücksbrot, als Salat-Dressing oder Pasta-Soße. Im Buch "Sehr gut haltbar machen" der Stiftung Warentest gibt es nicht nur Tipps zu Geräten und Zutaten, sondern vor allem mehr als 150 Rezepte, die den erntefrischen Geschmack für Monate konservieren. ... | Mehr | | | |
| | | | „Kunst verwandelt“ - Präsentation des BUGA-Kunstkataloges | Koblenz (pm). In der Tradition der documenta, deren Wurzeln in der Bundesgartenschau 1955 in Kassel liegen, präsentiert auch die Bundesgartenschau Koblenz 2011 in allen Geländeteilen bedeutende Werke internationaler Künstler. Die beiden Kuratorinnen Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch und Heike Strelow sowie BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas und BUGA-Planungsleiterin Ulrike Kirchner präsentierten nun in der Galerie Rheinbastion den neuen BUGA-Kunstkatalog. Nach der Vorstellung des BUGA-Kunstkonzeptes, bei der auch Dr. Ariane Fellbach-Stein aus dem rheinland-pfälzischen Kultusministerium, Ulla Windheuser-Schwarz als 2. Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender Künstler Rheinland-Pfalz zugegen waren, führte ein gemeinsamer Rundgang über das BUGA-Gelände zu ausgewählten Kunstwerken.
Die speziell für die Bundesgartenschau Koblenz 2011 entwickelten Kunstkonzepte wollen Natur und Kunst in einem Dialog darstellen, in dem sich beide Seiten gleichberechtigt behaupten. Die Kunstwerke sollen mit den Orten und Inhalten der Bundesgartenschau Koblenz 2011 verwachsen, gleichzeitig aber auch ihre Eigenständigkeit bewahren. Mit Heike Strelow und Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch konnten zwei erfahrene Kuratorinnen gewonnen werden. Beide nehmen in ihren jeweiligen Gestaltungsansätzen Bezug auf das übergeordnete Thema „Natur“. BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas erläuterte die Gründe, warum man bei der Auswahl der Kunst auf diese Expertinnen zurückgegriffen habe: „Uns war es wichtig, ein konsequentes Konzept zu verfolgen, anstatt willkürlich Kunstbeiträge zusammen zu stellen.“
Welche große Rolle der Kunst auf der BUGA Koblenz 2011 beikommt, betonte Ulrike Kirchner, Planungsleiterin der BUGA Koblenz 2011 GmbH: „Die Kunst leistet auf der Bundesgartenschau Koblenz 2011 einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung von Gartenräumen. Durch sie können die Besucher auch bekannte oder vertraute Dinge aus einem neuen Blickwinkel sehen“. Dabei sei die Kunst nicht nur dekoratives Beiwerk, sondern setze sich mit dem jeweiligen Ort auseinander. So spielten beispielsweise Michele Brodys „Grass Skirts“, die Reifröcke, im Schlossgarten mit den aristokratischen Bildern.
Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Direktorin des im BUGA-Geländeteil „Blumenhof am Deutschen Eck“ liegenden Ludwig Museums, hat die Konzeption und Umsetzung in den Flächen des inneren Blumenhofs, des Skulpturengartens und des Paradiesgartens übernommen: „Es war eine große Herausforderung, auf der zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche, in diesem historisch-sakralen Naturraum etwas zu präsentieren, das aus dem Normalen herausragt.“ Unter ihrer Kuratorenschaft sind hier Arrangements in einem Spannungsfeld von Kunst und Natur entstanden: Zentral positioniert bildet etwa im Blütengarten die Figur „Alchemy“ von Jaume Plensas – eine Mischung aus Mensch und Pflanze – das Ineinander-Verwobensein von Mensch und Natur ab. Den Blick für eine Zwischenwelt voller ungehörter Geräusche eröffnet HD Schrader, der mit einer Sound- und Objektinstallation die Kommunikation der Fledermäuse erlebbar werden lässt. Die „Batnestingshouses“ des deutschen Künstlers finden ihren Platz zwischen Deutschherrenhaus und Blütengarten und werden dort die Besucher in den Bann ihrer audiovisuellen Erlebniswelt ziehen. „Uns ist wichtig, dass die Besucher, die vielleicht wegen ganz anderer Interessen die BUGA Koblenz 2011 besuchen, die Kunst wahrnehmen und mit ihr in eine Form von Interaktion treten“, so Reifenscheid-Ronnisch.
In den innerstädtischen Geländeteilen und im Bereich der Festung Ehrenbreitstein verwirklichte die Frankfurter Kuratorin Heike Strelow ihr Konzept, dessen Ansatz in den Prinzipien des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp begründet liegt. So begann auch der Rundgang auf dem Schlossplatz der Festung Ehrenbreitstein an dem „Bewegten Tanzgeschmeide“ von Hans Arp, das das Arp Museum Bahnhof Rolandseck als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. „Arps künstlerisches Wirken ist von der Veranschaulichung natürlicher Prozesse geprägt; das Werden und Vergehen symbolisieren Plastiken, die von in ineinander übergehenden Massen und weichen Formen bestimmt sind“, so Strelow. Diesem Wandel stellt sich auch die Künstlerin Michele Brody mit ihren „Grass Skirts“ im Schlossgarten: Die Installation konfrontiert den Betrachter mit der Vergänglichkeit. Die Gerüste der Skulpturen sind mit einem Stoffkleid überzogen, aus dessen Taschen Grashalme wachsen. Im Verlauf der Zeit verändert sich die Skulptur durch das ständig wachsende Gras, das im Stoff seine Spuren hinterlässt.
Eine Symbiose von gärtnerischer Kulisse und Kunstinstallation schafft der „Klanggarten“ im Rhododendrenhain im Ausstellungsbereich „Kurfürstliches Schloss“. Der „Klanggarten“ ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule Mainz, des Spektrum Villa Musica – Netzwerk Neue Musik Rheinland-Pfalz und des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz. Zwischen den Rhododendren können die Besucher den eigens kreierten Klanginstallationen der Künstler lauschen und den Ort so auf eine besondere Art erfahren. Idee des Projektes ist dabei, dass sich der „Klanggarten“ über die Ausstellungszeit der BUGA Koblenz 2011 fortschreitend entwickelt und so den Wandel der Natur im Lauf der Jahreszeiten darstellt. Prof. Peter Kiefer erläuterte den Teilnehmern des Rundgangs ausführlich sein Projekt.
Im BUGA-Kunstkatalog „Kunst verwandelt“ sind alle Werke ausführlich dargestellt. Die 58-seitige, reich bebilderte Publikation ist gegen eine Schutzgebühr von 4 Euro im Museum Ludwig, an den Infopavillons sowie im BUGA-Merchandising im Gärtnermarkt und an der Bergstation der Seilbahn erhältlich. | Mehr | | | |
| | | | Buchtipp: Bernhard Maaz / Jürgen Hohmuth "Dresden aus halber Höhe" | Der Fotograf Jürgen Hohmuth kommt in seinen Bildern den schönsten Dresdner Bauten und Denkmalen auf außergewöhnliche Weise sehr nahe. Seine Aufnahmen der Barockstadt wurden mit einem ferngesteuerten Zeppelin über den Dächern von Dresden gemacht und zeigen die berühmtesten Bauwerke der Elbstadt aus einer ungewöhnlichen, besonders faszinierenden Perspektive. ... | Mehr | | | |
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