Frankreich, Spanien 2025 | Ab 12 Jahren | 116 Minuten
Regie: Maryam Touzani
Darsteller: Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane
Tanger. María verbrachte ihr Leben in der Calle Malaga. Doch nun kämpft die 79-jährige um ihr Kostbarstes: ihr Zuhause und ihre Erinnerungen… Ein warmherziges Drama über Würde, Widerstand und die unerwarteten Wege, auf denen das Leben neue Liebe und Lebenslust schenkt – von Maryam Touzani (DAS BLAU DES KAFTANS, ALLE LIEBEN TOUDA)!
María Ángeles (Carmen Maura), 79, ist tief verwurzelt im spanischen Viertel von Tanger. Ihre Wohnung in der Calle Málaga – voller Erinnerungen, Blumen und antiker Schätze – ist ihr ganzer Stolz. Vom Balkon aus beobachtet sie das bunte Treiben der Stadt – ruhig, zufrieden, in ihrer eigenen Welt. Doch als ihre Tochter Clara die Wohnung verkaufen will, gerät alles ins Wanken. Statt ins Seniorenheim zu ziehen, stellt sich María Ángeles quer. Mit Witz, List und Herz kämpft sie um ihr Zuhause. Überraschend findet sie dabei neue Nähe, Lebenslust und eine Liebe, die sie längst verloren glaubte… CALLE MALAGA ist ein feinfühlig inszeniertes Drama über gelebtes Leben, Älterwerden, Familie, Herkunft und Identität, das seine Geschichte weniger über große Wendungen als über Stimmungen und zwischenmenschliche Nuancen erzählt. Der Film spielt fast ausschließlich im Mikrokosmos einer einzigen Straße – Regisseurin Maryam Touzani setzt dabei auf dichte Atmosphäre: warme Farben, lange Einstellungen und ein zurückhaltender Soundtrack schaffen ein Gefühl von Intimität. Die Kamera beobachtet ihre Figuren aufmerksam, fast dokumentarisch, und gibt ihnen Raum, sich zu entfalten. Dadurch wirken die Konflikte – seien es familiäre Spannungen, unerfüllte Träume oder gesellschaftliche Zwänge – glaubwürdig und nahbar. Besonders hervorzuheben sind die schauspielerischen Leistungen. Die Darsteller, allen voran die umwerfende, Herzen gewinnende Hauptdarstellerin Carmen Maura (man denke nur an ihre unvergessliche Rolle in VOLVER) verleihen ihren Figuren Tiefe, ohne in Pathos zu verfallen. Kleine Gesten, Blicke und Pausen erzählen oft mehr als Worte. Ein stimmungsvolles Werk, das von seinen Figuren lebt.
Läuft in der Harmonie Freiburg |