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Philharmonisches Orchester Freiburg
Simon Gaudenz © Lucia Hunziker
 
Philharmonisches Orchester Freiburg
Open Air im Park 2022

BAD KROZINGEN. Am Mittwoch, den 27. Juli 2022 ab 20.00 Uhr spielt das Philharmonische Orchester Freiburg unter der Leitung von Simon Gaudenz beim Open Air im Park in Bad Krozingen.

Auf dem Programm stehen von Zoltán Kodály - Ungarisches Rondo, von Johann Baptist Vanhal - Konzert für 2 Fagotte und von Felix Mendelssohn-Bartholdy - 3. Sinfonie „Die Schottische“. Am Fagott werden die Solisten Clarens Bohner und Chiharu Asami zu hören sein. Das Orchester wird mit einer 10er-Streicher-Bestzung und insgesamt rund 60 Musikern auftreten.

Das Philharmonische Orchester Freiburg wurde 1887 gegründet und etablierte sich rasch als offizielles Orchester der Stadt am Theater Freiburg. Bereits früh arbeitete das Orchester mit Künstlern wie Clara Schumann und Richard Strauss zusammen. Das Konzerthaus Freiburg dient dem Orchester seit der Eröffnung im Jahre 1996 als zweite Heimstatt. Das Philharmonische Orchester tritt neben der Konzerttätigkeit an rund 100 Abenden pro Jahr als Opernorchester in Erscheinung. Die Mitglieder des Orchesters gestalten seit vielen Jahren eine eigene Kammermusikreihe und zusätzlich engagiert sich das Orchester in reger Kinder- und Jugendarbeit mit einer Vielzahl von speziell an ein jüngeres Publikum gerichteten Konzerten und Musikvermittlungsprojekten an Schulen in Freiburg und in der Region. Das Repertoire des Orchesters umfasst die wichtigsten Werke vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, zudem misst es der zeitgenössischen Musik sowohl in der Oper als auch im Konzert große Bedeutung bei.

Komponisten wie Wolfgang Rihm, Manfred Trojahn und Reinhard Febel komponierten Werke für das Philharmonische Orchester. Es musizierte unter bedeutenden Generalmusikdirektoren, u. a. Franz Konwitschny, Marek Janowski, Adam Fischer und Donald Rinncles. Das Philharmonische Orchester Freiburg erhielt mehrfach Nominierungen als Orchester des Jahres im Jahrbuch der Fachzeitschrift Opernwelt sowie den Preis des Verbands der deutschen Musikverleger für das beste Konzertprogramm in den Spielzeiten 1998/1999 und 2011/2012.

Profiliert, lebendig, vielseitig - drei Charakteristika bringen Simon Gaudenz’ unverwechselbare musikalische Interpretationen auf den Punkt. Seit 2018 ist er Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie und konnte bereits in den ersten Jahren seines Wirkens das Musikleben der Stadt nachhaltig prägen. Simon Gaudenz und sein Orchester begeistern mit zahlreichen neuen und innovativen Ideen, darunter der Mahler-Scartazzini-Zyklus, ein Projekt, das internationale Aufmerksamkeit erregt und dem Orchester bereits Einladungen zu Festivals wie den Gustav Mahler Musikwochen in Toblach einbrachte. Als international gefragter Gastdirigent dirigiert er zahlreiche renommierte Klangkörper wie die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Philharmonischen Orchester von Monte Carlo, Lyon und Luxembourg, das Bayerische Staatsorchester u. v. m. Nach ersten Stationen als Chefdirigent das Collegium Musicum Basel, sowie zuvor als Gründungsmitglied und Künstlerischer Leiter der camerata variabile basel, wurde er 2010 zum Ersten Gastdirigenten des Odense Symphony Orchestra ernannt. 2012 folgte die Berufung zum Chefdirigenten des traditionsreichen Kammerorchesters Hamburger Camerata, mit dem er regelmäßig in der Elbphilharmonie Hamburg auftritt und auch weiterhin als Gastdirigent verbunden ist. Aus seiner Diskographie hervorzuheben sind die hochgelobte Gesamtaufnahme von Schumanns Sinfonien sowie die mit dem OPUS KLASSIK 2020 ausgezeichnete Einspielung von Sinfonien des Haydn-Zeitgenossen Francois-Joseph Gossec für das Label cpo. In nächster Zeit sind weitere Neuerscheinungen mit der NDR Radiophilharmonie, dem Odense Symphony Orchestra und der Jenaer Philharmonie mit Werken von Mahler, Scartazzini, Spohr und Mendelssohn zu erwarten.

Das Ungarische Rondo von Zoltán Kodály wurde für die Eröffnung des Orchesterkonzerts gewählt, da die Melodie sehr beschwingt und aufweckend wirkt, so Gaudenz bei der Pressekonferenz. Die 3. Sinfonie „Die Schottische“ von Felix Mendelssohn ist ebenfalls heiter und schwungvoll aber hat zugleich etwas „raues“. Mendelssohn-Bartholdy ließ sich während einer Reise ins schottische Hochland zu seiner 3. Sinfonie inspirieren. Beeindruckt war er von der Landschaft und dem rauen Klima. Daher kommt auch der Name „Die Schottische“, so Gaudenz weiter.

Clarens Bohner wurde in Karlsruhe geboren und studierte in Hannover bei Klaus Thunemann und in Mannheim bei Alfred Rinderspacher. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, u. a. bei „Jugend musiziert“ (Bundeswettbewerb) und in Genf (1995), mit dem Delos-Bläserquintett u. a. 1993 in Osaka und 1994 beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn. Seit 1994 war er zunächst 3./1. Fagottist und ist seit 2001 Solofagottist im Philharmonischen Orchester der Stadt Freiburg. Zahlreiche Gastengagements in verschiedenen Orchestern, u. a. beim Sinfonieorchester des NDR Hamburg, beim Sinfonieorchester des SWR Baden-Baden und Freiburg, beim Bayerischen Staatsorchester München, bei der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, beim ensemble recherche und dem Ensemble Aventure und eine rege kammermusikalische Tätigkeit ergänzen seine Orchestertätigkeit. Seit 2001 hat er einen Lehrauftrag an der Musikschule Freiburg und lebt mit seiner Familie in Freiburg-Kappel.

Chiharu Asami stammt aus Tokio. 1995 kam sie nach Deutschland und studierte an der Musikhochschule Hannover bei den Professoren Klaus Thunemann und Dag Jensen. Nach Stationen bei den Duisburger Philharmonikern / Deutsche Oper am Rhein sowie den Essener Philharmonikern ist sie seit 2001 als stellv. Solo-Fagottistin im Philharmonischen Orchester Freiburg beschäftigt. Dort lernt Sie Clarens Bohner kennen, mit dem direkt zu Beginn eine gute Zusammenarbeit entsteht, die bis heute erfolgreich funktioniert. Sie beide üben fleißig für das seltene Stück und freuen sich schon sehr auf ihren Auftritt im Kurpark, so Frau Asami.

Auskünfte und Eintrittskarten sind bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. 07633 4008-164 sowie online unter www.open-air-im-park.de erhältlich.
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Eintrag vom: 22.07.2022  




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