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Grundton D erklingt in der Pauluskirche in Ulm
Gaechinger Cantorey / Foto: Holger Schneider / DSD
 
Grundton D erklingt in der Pauluskirche in Ulm
Die Gaechinger Cantorey singt Bachs Motetten

Immer wieder neu begeistert die Verbindung von Musik und Architektur die Besucher der Benefizkonzertreihe „Grundton D“, die der Deutschlandfunk in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranstaltet. Anlässlich der bundesweiten Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019 findet um 18.00 Uhr ein Grundton D-Konzert in der Pauluskirche in Ulm statt. Die GAECHINGER CANTOREY, europäische Spitzenmusiker der Internationalen Bachakademie Stuttgart, führen unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann Johann Sebastian Bachs Motetten, BWV 225-229, auf. Den großartigen Klangraum dazu bietet der weitläufige Sakralbau der Pauluskirche. Der Erlös der Einnahmen fließt in die anstehenden Sanierungsmaßnahmen des Kircheninnenraums.

Für den Bau einer evangelischen Garnisonskirche wurde 1905 ein Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem der Entwurf des Architekten Theodor Fischer mit dem Motto „ain veste bvrg“ ausgewählt wurde. Die Grundsteinlegung auf dem Bauplatz nördlich des alten Friedhofs erfolgte 1908, die Einweihung fand bereits 1910 statt. Die Pauluskirche gilt als eine der ersten Betonkirchen in Deutschland. Fischer schuf über querrechteckigem Grundriss eine Kirche, die Elemente des Jugendstils und der Romanik verbindet.

Das Äußere bestimmt die Backsteinverkleidung des Baus, Beton wird insbesondere als Gliederungselement am Turmrund der Westfassade und an den seitlichen Strebepfeilern sichtbar. Die trutzige Doppelturmanlange im Osten beherbergt im fünften Geschoss das Glockengeschoss, bevor sich darüber zwei weitere Turmgeschosse frei entwickeln.

Das säulenlose Gewölbte des Kirchenschiffs im Inneren ist in Sichtbeton errichtet. Im Westen ragt das Turmrund als Orgelempore in das Schiff. Ausgerichtet ist das Kirchenschiff auf die gerade, fensterlose Altarwand im Osten. Von der ursprünglichen Ausstattung ist nur noch das von Adolf Hölzel gestaltete Kruzifix hinter einer Wandöffnung erhalten. Das Innere wurde in den 1960er-Jahren umgestaltet. Zur neuen Ausstattung der Kirche gehören neue Fenster von Klaus Arnold, der auch die Gemälde an der Ostwand schuf.

Eintrittskarten sind zum Preis von 30 €, ermäßigt 15 € zzgl. VVK-Gebühr unter www.reservix.de, u. a. im Service Center Neue Mitte, der SWP und an der Abendkasse erhältlich. Ausgestrahlt wird das Konzert im Deutschlandfunk am 1. Dezember 2019 um 21.05 Uhr als Konzertdokument der Woche.
 
Eintrag vom: 29.08.2019  




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