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Bronze für Schloss Fraunberg
Fraunberg: Schloss (c) Schabe / DSD
 
Bronze für Schloss Fraunberg
Einfühlsame dauerhafte Sicherung des Bestandes

Am Freitag, den 10. Mai 2019 um 14.30 Uhr überbringt Axel Hofstadt, Ortskurator München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Beatrix Numberger von Lotto Bayern bei einem Pressetermin vor Ort an Baronin Herdana von Fraunberg eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD förderte 2015 die Instandsetzung der Ringmauer von Schloss Fraunberg mit 30.000 Euro. Das historische Anwesen gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Schloss Fraunberg liegt unweit der Kirche in der Auenwald- und Mooswiesenlandschaft am Strogenfluss. Das Schloss wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von Sifridus von Fraunberg als Wasser- und Wehrburg erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage schwer beschädigt und weitgehend neu wieder aufgebaut. In den Jahrhunderten danach wurden an Nebengebäuden immer wieder Abbrüche vorgenommen, das zentrale Schlossgebäude mit der Ringmauer jedoch blieb bewahrt.

Bei dem Schloss handelt es sich um eine dreigeschossige Anlage mit mittelalterlichem Burggraben, umgeben von einem kleinen Park und der etwa 100 Meter langen, weitgehend kreisrunden Schlossmauer. Teile der Hausfundamente, der Umfassungsmauer sowie des Bergfrieds sind mittelalterlich. Die Ring- und Stützmauer ist ein etwa drei Meter hohes Ziegelbauwerk, die das Schlossgebäude bis auf die Westfassade umläuft, wo der Mauerring nördlich und südlich in die Fassadenfläche übergeht. So erhebt sich das Gelände auf drei Seiten des Schlosses um ein Geschoss über den niedriger liegenden und ans Wasser grenzenden Teil des Bodens.

Die Ringmauer, die auf dem unstabilen, erst in sechs Metern Tiefe nicht mehr schwingenden Boden am Rande des Erdinger Mooses steht, wurde bei einer Schlosssanierung in den 1980er und 1990er Jahren durch Erdvernagelung stabilisiert. Bei den jüngst ausgeführten Sanierungsmaßnahmen wurden die in den letzten 35 Jahren aufgetretenen Schäden an den Mauerwerksziegeln und -fugen repariert. Der Wasserablauf der Mauerkrone wurde wiederhergestellt. Eine Lehmpackung am Mauerfuß sollte verhindern, dass Oberflächenwasser in größerem Umfang aufsteigt und zu Feuchteschäden führt. Zur Vermeidung tiefer gehender Schäden wurden schadhafte Steine und Fugen saniert und rund 200 Steine durch neue ersetzt, die als handgefertigte Backsteine nach historischem Vorbild in einer darauf spezialisierten Ziegelei hergestellt wurden.
 
Eintrag vom: 13.05.2019  




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