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Schwedenhaus in Nürnberg wird gefördert
Nürnberg: Schwedenhaus (c) Schabe / DSD
 
Schwedenhaus in Nürnberg wird gefördert
Nutzung bestimmt den Bauprozess mit

Einen symbolischen Fördervertrag über 30.000 Euro für die Sanierung der Holzbauteile am sogenannten Schwedenhaus in der Großreuther Straße 98 in Nürnberg überbringt Hans Weller, Ortskurator Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), bei einem Presse- und Fototermin vor Ort am Mittwoch, den 28. November 2018 um 11.00 Uhr im Beisein von Fred Handrischik von Lotto Bayern an Dr. Herbert May, den ersten Vorsitzenden der Nürnberger Bauernhausfreunde e.V. Zahlreiche Schäden sind zu beseitigen, so die Schäden an den Fachwerk-Außenwänden, der historischen Dachdeckung, den Fenstern und Fensterläden, den Fußbodenbelägen im Erdgeschoss, der Treppe und am Schornstein. Hinzu kommen Schäden, die die vor Jahrzehnten aufgebrachten Zementputze verursacht haben.

Das sogenannte Schwedenhaus befindet sich außerhalb des innerstädtischen Bereiches von Nürnberg. Der Name kommt von der Dachkonstruktion, die sich auf schwedische Vorläufer bezieht. Das eingeschossige Haus deckt ein hohes Walmdach, dessen Sparren in einem kleinen Auflagerbalken am First strahlenförmig zusammenlaufen. Die Lastabtragung geschieht wie bei einem Pfettendachstuhl ohne nennenswerte Schubkräfte. Der Dachstuhl ist durch den als Rauchabzug genutzten Dachraum stark geschwärzt. An den Balken und am Holz des darunter befindlichen Geschosses finden sich umfangreiche Schädigungen durch langanhaltenden Befall durch Hausbock. Darüber hinaus ist Fäulnis an den Fußpunkten vorhanden. Es ist geplant, das gesamte Haus einzuhausen und mittels Warmluft den aktiven Schädlingsbefall abzutöten. Im Anschluss werden die schadhaften Fichte- und Tannenhölzer ausgetauscht.

Im Inneren ist ein zurückhaltender Ausbau geplant, um das Haus als Museum nutzen zu können. Die Wand-, Decken- und Ausstattungsteile aus verschiedenen Zeiten bis zur Nachkriegszeit bleiben erhalten und sichtbar. Eine dauerhafte Temperierung soll über eine Fußleistenheizung bzw. eine Fußbodenheizung sichergestellt werden. Ein Raum behält seinen Ofen. Auch im Bad, wo Wasser und Abwasser für die Toilette neu installiert werden, bleibt die dort befindliche Wanne aus der Nachkriegszeit erhalten. Die für die Museumsnutzung erforderliche Ausstattung fließt in die Abstimmungsprozesse während des künftigen Bauprozesses ein.

Das Schwedenhaus gehört zu den über 400 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
 
Eintrag vom: 28.11.2018  




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