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Buchtipps

Buchtipp: Bernd Ingmar Gutberlet
 
Buchtipp: Bernd Ingmar Gutberlet "Heimsuchung"
Seuchen und Pandemien: Vom Schrecken zum Fortschritt

Wie die Menschheit aus jeder Krise gestärkt hervorging: Bei aller Heimsuchung und allem Schrecken ist die Geschichte der Seuchen eine Erfolgs- und Fortschrittsgeschichte, und das nicht nur medizinisch. Während bis vor rund hundert Jahren Infektionskrankheiten die Todesursache Nummer eins waren, wurden sie – nicht zuletzt durch die in Pandemien gesammelten Erfahrungen – in den westlichen Industrieländern seither zurückgedrängt. Damit stieg die Lebenserwartung der Menschen in beträchtlichem Maße.

Darüber hinaus schrieben viele Seuchen und Pandemien große Geschichte – im Guten wie im Schlechten. Während sich die Masern als unsichtbare Unterstützer bei der Eroberung der Neuen Welt einen unrühmlichen Namen machten, wurden gegen die Pocken zum ersten Mal Impfungen eingesetzt. Der Cholera ist es zu verdanken, dass im 19. Jahrhundert große Fortschritte bei städtischen Hygienekonzepten und der Kanalisation gemacht wurden; die Tuberkulose richtete den Blick auf die Schattenseiten der Industrialisierung – und damit auch auf zu ergreifende Gegenmaßnahmen. Bei der Spanischen Grippe 1918 hingegen versagten die meisten Staaten beim Schutz der Menschen weitgehend.

Viele Einzelaspekte aus der Seuchengeschichte kommen uns heute nur allzu bekannt vor: von Verschwörungstheorien und rabiaten Schutzmaßnahmen über Lockdown und Impfgegner bis hin zum mutigen und aufopferungsvollen Einsatz für Kranke und andere Leidtragende und der Fähigkeit, als Gesellschaft zusammenzustehen und der Herausforderung zu trotzen.

Bei allem damit verbundenen Leid profitieren wir auch in der Corona-Pandemie von den Lehren aus der Seuchengeschichte. Das Buch ermöglicht durch die Rückschau auf vergangene, überstandene Pandemien einen Blick auf die Gegenwart, der nicht nur erhellend, abwechslungsreich und unterhaltsam, sondern auch bestärkend ist.

Europa Verlag 2021, 368 Seiten, € 24,00 (D), 24,70 (A)
ISBN 978-3-95890-426-2
 
 

Erfolgreich im Homeoffice
 
Erfolgreich im Homeoffice
Tipps für eine gesunde Work-Life-Balance

Flexibles Arbeiten von Zuhause ist inzwischen für viele Menschen eine Option. Welche Vorteile kann Homeoffice haben und wie gelingt der Einstieg? Um sich gut in der neuen Situation zurechtzufinden, gibt der Ratgeber Erfolgreich im Homeoffice der Stiftung Warentest zahlreiche Tipps, damit die Rahmenbedingungen stimmen.

Braucht man einen ergonomischen Arbeitsplatz mit höhenverstellbarem Schreibtisch? Wie hält man am besten Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen? Welche bewährten Arbeitstechniken helfen dabei strukturiert und konzentriert zu arbeiten?

Von der Pomodoro-Methode über das Eisenhower-Prinzip bis hin zur SMART-Methode. In dem Buch werden konkrete Arbeitsmethoden für gutes Selbstmanagement vorgestellt, die die Selbstmotivation stärken und konzentriertes Arbeiten fördern. In einem weiteren Kapitel wird aufgezeigt, wie man am besten Über- und Unterstunden dokumentiert oder welche Apps es gibt, die das Arbeiten im Team erleichtern. Um seelisch und körperlich gesund zu bleiben und Job und Privatleben im Gleichgewicht zu halten, hat das Buch ebenfalls viele Ratschläge parat. Auch in rechtlichen und steuerlichen Fragen hilft der Ratgeber der Stiftung Warentest. Er enthält wichtige Informationen rund um das Thema Versicherungen bei Unfall und Krankheit oder Tipps wie man den neuen Schreibtisch und Bürostuhl von der Steuer absetzen kann.

Erfolgreich im Homeoffice hat 177 Seiten und ist ab dem 28. Oktober für 19,90 Euro im Handel erhältlich. Über test.de/erfolgreich-im-homeoffice kann es außerdem online bestellt werden.
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Buchtipp: Ute Bales
 
Buchtipp: Ute Bales "Vom letzten Tag ein Stück"
Neuer Roman der Freiburger Schriftstellerin, in dem es ums Fortgehen und Bleiben und um den Verlust einer Landschaft mit einer langen Vergangenheit geht

In ihrem neuen Roman geht Ute Bales der Frage nach, wohin der Mensch gehört, wenn Heimat immer weniger greifbar wird, wenn sich Menschen immer mehr von ihren Landschaften entfernen, wenn sie diese Bindung verlieren und letztlich ihre Landschaften nicht mehr brauchen. Dabei fokussiert sie den Egoismus unserer Zeit und das Ignorieren von Vergangenheit und Zukunft.

Hintergrund des Romans ist eine Umweltkatastrophe, die sich seit Jahrzehnten, unbemerkt von einer größeren Öffentlichkeit, vollzieht. Gemeint ist der Abbau der vulkanischen Berge der Eifel, deren Ausbeutung von Lava und Basalt für schnelles Geld und maximalen Profit.

Bales beschreibt ein traditionsbehütetes Dorf, arglose Bewohner, einen geplünderten Berg, die hilflosen Versuche eines jungen Mannes, der sich gegen diese Zerstörung wehrt und eine Ich-Erzählerin, die bei alldem zusieht.

Zentrale Figur der Erzählung ist Bertram, ein Aussteiger. Das Dorf, in dem er lebt, interessiert ihn wenig. Dafür aber die Landschaft, die Natur, die Berge, die Pflanzen. Er lebt von Gelegenheitsjobs, ist politisch interessiert, spielt Gitarre, liest viel. Sein Haus, ein ehemaliger Bauernhof, steht allen offen, mit denen sich gut diskutieren lässt. Als die Wettenfeld Lava GmbH den Bauern Felder und Wiesen am vulkanischen Berg abkaufen will und dabei keinen Hehl daraus macht, Basalt und Lava abbauen zu wollen, ahnt Bertram die Wunden und Verluste, die die Zerstörung des Berges für das Dorf bedeuten würde. Er befürchtet das Verschwinden von Insekten und Pflanzen, ist sicher, dass der Wind die Richtung ändern wird und Wasserläufe versickern werden. Sein Zorn über die immer brutaler werdenden Eingriffe in die Natur wächst, als der Berg zum Abbau freigegeben wird. So ein Berg, da ist er sich sicher, darf nicht einem gehören, auch nicht allen, sondern – niemandem. Zusammen mit der Ich-Erzählerin, die ihn liebt, wird er aktiv, nimmt an Demos teil, entwirft Flugblätter, schreibt Briefe an die Verantwortlichen. Am Berg sucht er nach einer seltenen Pflanzen- oder Tierart, hofft, dadurch den Abbau aufhalten zu können. Weil er nichts findet, beginnt er Giftpflanzen zu züchten.

Der Verlust des Berges geht immer stärker mit dem Verlust der eigenen Identität und Geschichte einher. Als in einem Frühjahr der Ginster nicht mehr blüht und er einen der vertrauten Bäche nicht mehr finden kann, verschwindet Bertram spurlos. Die einzige, die nach ihm sucht, ist die Ich-Erzählerin, die seine Geschichte rekonstruiert. Bertram, der Berg, die Tiere und Pflanzen stehen sozusagen symbolhaft für die vermisste Landschaft und so ist „Vom letzten Tag ein Stück“ in der Spannung zwischen Untergang und Sehnsucht nach Verlorenem angesiedelt. Es geht darin nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, was das Verschwinden von Landschaft mit den Menschen macht.

Rhein Mosel Verlag 2021, 246 Seiten, € 19,80 (D)
ISBN: 978-3-89801-442-7
 
 

Buchtipp: Lucy Pollock
 
Buchtipp: Lucy Pollock "Buch über das Älterwerden"
(für Leute, die nicht darüber sprechen wollen)

Alles, was Sie über das Älterwerden wissen müssen: Wir werden immer älter. Doch wie können wir unsere gewonnene Lebenszeit – und die unserer Angehörigen – so glücklich und gut wie möglich gestalten?

Mit Humor, Güte und Menschlichkeit, aber auch mit unbeirrbarer Aufrichtigkeit teilt die renommierte Geriaterin Dr. Lucy Pollock in diesem Buch ihre medizinischen wie menschlichen Erfahrungen. Zudem hat sie eine Hoffnung machende Botschaft, denn sie sagt: Es gibt für alles eine Lösung, man muss nur darüber reden. Die Bedeutung des offenen Gesprächs untermauert sie mit berührenden Fallbeispielen und macht so den Lesern Mut, auch heikle Themen anzusprechen:

• Wie bringe ich Ärzte dazu, zuzuhören?
• Ist es okay, wenn meine Mutter sieben verschiedene Medikamente einnimmt?
• Sind wir im Alter alle zu Inkontinenz verdammt?
• Sollte mein Vater noch Auto fahren, und wenn nicht, wer kann ihn aufhalten?
• Woran erkenne ich ein gutes Pflegeheim?

DuMont Buchverlag 2021, 352 Seiten, € 22,00 (D)
ISBN 978-3-8321-8150-5
 
 

Buchtipp:  Bernd Schwarze
 
Buchtipp: Bernd Schwarze "Mein Wille geschehe"
Kriminalroman. Nach einer gemeinsamen Idee und mit einem Nachwort von Sebastian Fitzek
»Manchmal benutzt Gott das Böse in uns, um Gutes zu tun.«

Ein erfolgloser, von Skrupeln geplagter Pastor ist plötzlich fähig, die Menschen mit seinen Predigten zu begeistern. Ursache seiner wundersamen Verwandlung: Der Kirchenmann hat eine Todsünde begangen – Mord! Ein ebenso ungewöhnlicher wie authentischer Kriminalroman, geschrieben vom pastoralen Leiter der Kultur- und Universitätskirche St. Petri zu Lübeck, Dr. theol. Bernd Schwarze.

Im Affekt schlägt Pastor Benedikt Theves einem gewalttätigen Ehemann, der ihm ausgerechnet in der Sakristei seiner Kirche ein abscheuliches Video zeigt, das schwere silberne Altarkreuz über den Schädel. Tief erschüttert und gleichzeitig seltsam befreit versteckt der Pastor sein Opfer in der Krypta. Schon bald spürt er eine nie gekannte Energie in sich. Hat ausgerechnet sein Verstoß gegen das 5. Gebot ihm zu Selbstbewusstsein und Charisma verholfen? Um den Schwachen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, schwingt er ab sofort nicht nur das Kruzifix, sondern auch wirkmächtige Reden im Namen des Herrn. Er wird beliebter, seine Kirche platzt aus allen Nähten, aber nicht nur die schöne Frau des Opfers sucht auf einmal Theves` Nähe – sondern auch der misstrauische Hauptkommissar René Wilmers, der dem Pastor ebenso im Nacken sitzt wie sein schlechtes Gewissen …

Die Idee zu diesem tiefsinnigen Kriminalroman kam Pastor Bernd Schwarze bei einem gemeinsamen Abendessen mit seinem Freund Sebastian Fitzek. (Ob Fitzek ihm dabei auch seine Sünden gebeichtet hat: darüber schweigt er wie ein Grab.)

Verlag Knaur 202, 384 Seiten, € 14,99 (D)
ISBN: 978-3-426-52752-8
 
 

Ausstellungs- und Buchtipp: »Nonnengruft – Schätze des Alten Friedhofs«
 
Ausstellungs- und Buchtipp: »Nonnengruft – Schätze des Alten Friedhofs«
Ausstellung bis 24.7. in Freiburg

Selbst alteingesessene Freiburger wissen nicht, dass viele der Grabmale auf dem Alten Friedhof in Herdern-Neuburg nur Kopien sind. Die Originale wurden zum Schutz vor Umwelteinflüssen in den 1980er Jahren ins Schwarze Kloster am Rotteckring umgelagert. Dort, in der Nonnengruft unterhalb der Kirche St. Ursula, stehen die 34 Originale. Im Rahmen des Freiburger Stadtjubiläums, sind die Grabmale jetzt in einer Ausstellung zu sehen:

Nonnengruft – Schätze des Alten Friedhofs
Ausstellung vom 18. Juni bis 24. Juli
Montag bis Samstag von 12 bis 17 Uhr
Rotteckring 12, Freiburg
Der Eintritt ist frei.

Zu Ausstellung erscheint der gleichnamige Katalog, herausgegeben von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Freiburg i.Br. e.V. Darin werden die Originale ausführlich beschrieben. Zahlreiche Abbildungen und historische Fotografien illustrieren die Grabmale und ihre Geschichte. Ein historischer Überblick verdeutlicht die Besonderheit des Alten Friedhofs, auf dem die Freiburger vom 17. bis weit ins 19. Jahrhundert ihre Toten beerdigten. Inzwischen ist der Friedhof mit seinen ca. 1170 Grabmalen, der St. Michaelskappelle und dem alten Baumbestand ein Kultur- und Naturdenkmal.

Der Bucherlös trägt zum Erhalt des Alten Friedhofs bei.

Rombach Verlag 2021, 100 Seiten, € 12,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5194-7
 
 

Buchtipp: Elli Voss
 
Buchtipp: Elli Voss "Mit fünfzig erwartest du Meer"
Roman

Eine Busreise erst in und dann aus der berühmten Midlife-Crisis.
Augenzwinkernd, witzig, turbulent und mal ganz.

"Vor sieben Minuten glaubte ich felsenfest, dass mir das Beste noch bevorstand: die Reise zu meinem Lieblingsitaliener Rocco Minelli, dem charmanten Eisverkäufer, der mir vor über vierzig Jahren am Strand von Jesolo eine Extrakugel Vanille geschenkt hat. Per te, la più bella ragazza del mondo. Dieser Satz hat sich unauslöschlich in meine Erinnerung eingebrannt. Wie oft hört man diese Worte schon im Leben? Werner hat mir jedenfalls noch nie ein derartiges Kompliment gemacht. Er ist die Ernsthaftigkeit und Zuverlässigkeit in Person, gesegnet mit dem trockensten Humor seit der Erfindung des Entfeuchtungsgeräts."

Romy wird fünfzig, und ihr Mann Werner schenkt ihr eine romantische Reise nach Italien. Glaubt sie zumindest. Als sich herausstellt, dass es sich um eine Schnäppchen-Busfahrt handelt, auf der Töpfe und Koffer verkauft werden, ist Romys Freude bereits erheblich gedämpft. Zum Glück sitzt die quirlige Lilo mit im Bus. Als die beiden Frauen an einer Raststätte die strengen Zeitvorgaben des Busfahrers aus den Augen verlieren, fährt der Bus ohne sie weiter. Romy kann nicht glauben, dass ihr Werner sie einfach an der Autobahn stehen lässt. Und beschließt, auszubrechen, um echte Abenteuer zu erleben.

Eine köstliche Mischung aus Lebenserfahrung und neuem Abenteuergeist.

Heyne Verlag, 416 Seiten, € 10,99 (D), 11,30 (A) / SFr 16,90
ISBN 978-3-453-42352-7
 
 

Buchtipp: Dr. Larry Payne
 
Buchtipp: Dr. Larry Payne "Yoga ab 55 für Dummies"
Yoga ist keine Frage des Alters

Von Yoga kann man in jedem Alter profitieren. Wie, das zeigt der Yoga-Lehrer Dr. Larry Payne sehr anschaulich in seinem neuen Buch „Yoga ab 55 für Dummies“. Er bietet Übungen, die jeder auch dann machen kann, wenn sich erste Wehwehchen wie Knieprobleme oder Rückenschmerzen zeigen. Und besonders wichtig: seine kurzen Übungsprogramme lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

Gerade ältere Menschen profitieren besonders von Yoga. Denn es wirkt gegen das Altern: Es vertreibt die Steifheit und die Trägheit aus dem Körper, reduziert Verspannungen und stärkt das Selbstbewusstsein.
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