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Verschiedenes

 
KunstZeit
Führungen für Menschen mit Demenz in Münchner Museen und Kunsträumen.

Wie kann Menschen mit Demenz ein barrierefreier Zugang zu Kunst ermöglicht werden? Wie können Besuche in Museen und Ausstellungsräumen und die Teilnahme an Führungen für Betroffene gestaltet werden?

Seit 2016 geht das Projekt KunstZeit diesen Fragen in der Praxis nach und bietet Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und Begleiterinnen wie Begleitern ein vielfältiges Führungsprogramm in den Münchner Museen und Ausstellungsorten Artothek, Bayerisches Nationalmuseum, Lenbachhaus, Museum Villa Stuck, Pinakothek der Moderne und Staatliches Museum Ägyptischer Kunst.

Auch dieses Jahr finden in den Wochen vor und nach dem Welt-Alzheimer-Tag am 21.September 2019 wieder Führungen und Fachveranstaltungen statt.

Die Führungen ermöglichen lebendige, sinnliche Zugänge zu ausgewählten Werken und Objekten. Annäherungen an Kunst erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei auf ganz unterschiedliche Weise: durch intuitives Entdecken oder Tasten, im gemeinsamen Gespräch oder in Rundgängen mit musikalischen wie künstlerisch-praktischen Akzenten. Die auf den jeweiligen Austragungsort abgestimmten Konzepte schaffen dabei den Rahmen für ein gemeinsames Kunsterleben der Betroffenen mit ihren Angehörigen und Begleitpersonen.

KunstZeit beruht auf einem gemeinsamen Konzept der Artothek, des Lenbachhauses, der Pinakothek der Moderne und des Museums Villa Stuck. Seit 2016 werden die KunstZeit-Veranstaltungen auch im Bayerischen Nationalmuseum und im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München angeboten.


Programm
von KunstZeit – Führungen für Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und Begleitpersonen – im Zeitraum vom 17. - 27. September 2019

Die Führungen dauern inklusive eines kleinen Umtrunks ca. 90 Minuten und sind kostenfrei. Es fällt lediglich der Eintritt in das jeweilige Museum an, bzw. ist der Besuch in einigen Häusern kostenfrei.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt beim jeweiligen Ausstellungsort


Dienstag, 17. September 2019, 10.30 Uhr
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Menschen, Tiere und ihre Umgebung in der Kunst des Blauen Reiter
Die Bilder des Blauen Reiter sind mit ihren kräftigen Farben und ihrer klaren Bildsprache sinnliche Werke, die zu einer Reise durch fantastische Welten von Tier und Mensch einladen.

Anmeldung: Martina Oberprantacher (Kunstvermittlung)
Telefon: 089 233 320-28
Email: kunstvermittlung-lenbachhaus@muenchen.de


Samstag, 21.September 2019, 11.00 Uhr
Pinakothek der Moderne
KunstZeit – Führungen für Menschen mit Demenz

Die Kraft der Farbe
Zu diesem Rundgang durch die Pinakothek der Moderne laden wir nicht nur Betroffene, Familienmitglieder und Betreuende von Pflegeeinrichtungen ein, sondern alle Interessierten. Gemeinsam nehmen wir uns Zeit, den kräftigen Farben in den Bildern nachzuspüren. Kurze Geschichten und Assoziationen, aber auch Raum für stille Betrachtungen bringen uns die Werke näher.

Im Anschluss sprechen wir in einer Kaffee- und Teerunde über Methoden der Vermittlung im Umgang mit demenziellen Erkrankungen und lassen das Gesehene wirken.

Anmeldung: Christopher Förch (Kunstvermittlung)
Telefon: 089 23805-198
Email: buchung@pinakothek.de


Samstag, 21. September 2019, 14 Uhr
Museum Villa Stuck
KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk
„Wenn Orpheus sang, dann kamen die Tiere der Erde, die Vögel der Luft, die Fische im Wasser und lauschten“.
Der Künstler Franz von Stuck errichtete 1897/98 als junger Maler, Graphiker und Bildhauer seine beeindruckende Künstlervilla in München. Ein Rundgang mit musikalischen Akzenten durch die repräsentativen Wohnräume und das Künstleratelier ermöglicht einen lebendigen, sinnlichen Zugang.

Anmeldung: Johanna Berüter (Kunstvermittlung)
Telefon: 089 544 441-29
Email: johanna.berueter@muenchen.de


Sonntag, 22. September 2019, 14.00 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Ein Potpourri aus Blüten und Musik
Im Garten von Schloss Ismaning vergnügt sich eine fröhliche Gesellschaft und lauscht der Nachtigall des Zaren. Eine mit Blüten besetzte prunkvolle Porzellanvase führt den Sommer in seiner schönsten Pracht vor Augen. Mit begleitenden Materialien zum Tasten, Hören und Riechen können die Kunstwerke auf ganz individuelle Art erlebt werden.

Anmeldung: Dorothea Band (Kunstvermittlung)
Telefon: 089 211 24-216
Email: bay.nationalmuseum@bnm.mwn.de


Dienstag, 24. September, 2019, 11 Uhr
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Kunst und Zeit
Formen und Farben, Menschen und Götter, beeindruckende Kunstwerke aus 5000 Jahren Altägypten entdecken wir gemeinsam und nähern uns haptisch und sinnlich den Statuen an, die bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben.

Anmeldung: Roxane Bicker (Kulturvermittlung)
Telefon: 089 289 27-634
Email: buchungen@smaek.de


Freitag, 27.09.2019, 10.30 bis 12 Uhr
Artothek – städtischer Kunstverleih
Fachveranstaltung

ArtDay! Rot & Gelb & Blau = BUNT
Impulsvortrag und Praxiseinblick
Der Impulsvortrag gibt Einblicke in das Konzept und die Praxis des Programms „ArtDay! Rot & Gelb & Blau." Dieses bietet besondere Kunsterfahrungen für alte und hochaltrige Menschen mit kognitiven und mobilen Einschränkungen. Vor ausgewählten Originalen aus dem Kunstverleih ist ausreichend Zeit, eigene Gedanken, Gefühle und Erinnerungen einzubringen. Biografisches Erzählen und sinnenhafte Zugänge verbinden sich. Die Themen orientieren sich am Lauf der Jahreszeiten, musikalische Untermalung oder künstlerisch-praktische Akzente ergänzen das intuitive Entdecken.
Eine Veranstaltung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Museen, der inklusiven Kulturarbeit und Vermittlung sowie aus Einrichtungen und Initiativen für Betroffene.
Referentinnen: Dagmar Bosch und Ruth Lobenhofer,
Einritt frei.

Anmeldung bis 21.9.2019: Stephanie Lyakine-Schönweitz (Kunstvermittlung Artothek)
Telefon: 089 233 216-84
Email: kunstvermittlung@muenchen.de

Darüber hinaus können bei allen beteiligten Museen und Ausstellungsorten während des ganzen Jahres Termine für Gruppen gebucht werden. Eine Anmeldung ist über die genannten Buchungsstellen möglich.
 
 

 
Verbundenheit und Ästhetik
Pfarrer Franke wechselt in den Schuldienst

Freiburg. Nach zwölf Jahren Gemeindedienst in der Pfarrgemeinde Ost im Predigtbezirk Petrus-Paulus wechselt Pfarrer Markus Franke zum Schuljahresbeginn in den Schuldienst. Künftig wird der Theologe als Schulpfarrer am Kolleg St. Sebastian in Stegen und an den St. Ursula-Schulen in der Hildastraße tätig sein. Am kommenden Sonntag, 8. September wird Pfarrer Franke durch Stadtdekan Markus Engelhardt in einem Gottesdienst um 16 Uhr in der Petruskirche, Lorettostraße 61, verabschiedet. Dem Gottesdienst schließt sich ein Empfang an.

Markus Franke (57) war seit 2007 für die rund 4000 Evangelischen in der Unterwiehre und der Freiburger Altstadt zuständig. Hinzu kam die seelsorgliche Begleitung von Menschen im Lorettokrankenhaus, in drei Kindertagesstätten und in fünf Seniorenheimen. Rückblickend freut sich der Pfarrer, dass das Petrus-Paulus-Gemeindezentrum in dieser Zeit komplett saniert werden konnte und seit vier Jahren wieder intensiv genutzt werde. „Sonntags sind die Räume ausgebucht“, berichtet er freudig. Drei verschiedene Gemeinden nutzen den Saal für Gottesdienste und Feiern. Sonntagmorgens feiert zunächst die evangelische Petrus-Paulus-Gemeinde ihren Gottesdienst, dann folgt über Mittag die anglikanische Gemeinde und nachmittags kommt die baptistische Royal-Family-Church, deren Mitglieder aus afrikanischen Ländern kommen. So herrscht den ganzen Tag ein buntes Leben im Gemeindezentrum und unterschiedliche kirchliche und kulturelle Begegnungen sind möglich.

Eigentlich stand das Gebäude auf der Streichliste des Stadtkirchenbezirks, doch dann entschloss man sich, in das neue Konzept des interkulturellen Kirchenzentrums zu investieren. „Die Planungs- und Umbauzeit haben viel Energie gekostet, aber es hat sich gelohnt“, sagt Franke. Im Zuge des Umbaus wurde auch der Petruskindergarten neu aufgestellt und die Diakonie konnte mit Beratungsstellen in das Gebäude einziehen. Über all die Jahre habe sich die Gemeinde immer wieder theologisch mit der Frage auseinandergesetzt, was denn Aufgabe einer kirchlichen Gemeinde sei. „Wir sind kein Verein, der sich selbst genügt“, sagt Franke, vielmehr wolle man in der Stadt ein Raum sein und Raum geben für verschiedene Menschen und Gemeinden.

Zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit im Gemeindezentrum gehörte auch die monatlich stattfindende „Kleine Kirche“, bei der Gottesdienste mit Kindern und jungen Familien gefeiert werden. „Da kommen teilweise Leute aus ganz Freiburg und ich spüre eine hohe Verbundenheit“, sagt er. Als Mitherausgeber des Gemeindebriefs für die gesamte Pfarrgemeinde Ost arbeitete er in der Redaktion des Heftes mit. Auch die Kasualien, also Taufen und Beerdigungen und auch die Konfirmandenarbeit, teilweise zusammen mit den Pfarrkollegen der Christuskirche, seien Aufgaben gewesen, die er gerne übernommen habe. Besonders lobt er auch die „gute, intensive Zusammenarbeit“ in der Ökumene, vor allem mit der katholischen Gemeinde St. Johann.

Bei seiner neuen Aufgabe als Schulpfarrer wird er nun mit der Weiterentwicklung des evangelischen Religionsunterrichts und der Schulseelsorge beschäftigt sein. Sein 80-Prozent-Deputat lässt ihm nun auch mehr Zeit für seine künstlerische Tätigkeit. „Kirche hat viel mit Ästhetik zu tun“, ist er sicher. Seit vielen Jahren setzt er sich mit Siebdruck auseinander und arbeitet aktuell an der Vorbereitung einer Ausstellung seiner Werke im kommenden Frühjahr.
 
 

 
Seelische Gesundheit im Alter
Der neue „Demenz-Kalender“ umfasst 60 Veranstaltungen

Freiburg. Der neue Veranstaltungskalender „Demenz – Seelische Gesundheit und psychische Erkrankungen im Alter“ für die Monate September bis Dezember liegt jetzt vor. Er ist ab sofort im Seniorenbüro und unter www.freiburg.de/senioren erhältlich.

Der Demenz-Kalender umfasst wieder über 60 Veranstaltungen, die in den kommenden Monaten stattfinden und sich an Interessierte, Erkrankte, Angehörige und die Fachöffentlichkeit richten. Zum Teil sind sie kostenfrei. Die Vorträge und Gesprächskreise befassen sich mit Themen wie Bewegung, Vollmacht und Betreuungsrecht, Gesundheit und Pflege, auch mit Blick auf Demenz, psychische Erkrankungen und Suizidgefährdung. Der Demenz-Kalender nennt auch Unterstützungsmöglichkeiten für das Leben zu Hause, Kurse, Stammtische und Spaziergänge für pflegende Angehörige; im November gibt es einen Nachmittag für pflegende Angehörige.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltungen gilt der vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Tod, der Begleitung Sterbender, Abschiednehmen, Testament, Hospiz und Angeboten für Trauernde.

Weitere Veranstaltungen befassen sich mit Qualifizierungen für Betreuungskräfte; ein Kurs gilt dem Verstehen von und dem Umgang mit Demenz.

Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt der Stadt Freiburg (Fehrenbachallee 12) ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet, nachmittags nach Terminvereinbarung unter Tel. 0761/201-3032.
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Freier Adelssitz Oberrot wird an Treuhandstiftung übertragen
Die dauerhafte Erhaltung des Denkmals ist gesichert – Wechselnde Ausstellungen sind geplant

Bereits vor zehn Jahren unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) das Engagement der Denkmaleigentümerin Maria Fassbender beim Erhalt des unter Schutz stehenden ehemaligen Freien Amtssitzes, Rottalstraße 62 in 74420 Oberrot und stellte für Maßnahmen zur Innenrestaurierung rund 50.000 Euro zur Verfügung. Nun ist die Zukunft des Denkmals im Landkreis Schwäbisch Hall dauerhaft gesichert.

Beim diesjährigen Sommerfest am Sonntag, den 11. August 2019 in Oberrot verkündete Fassbender die Übertragung des Gebäudes an die von ihr gegründete treuhänderische „Stiftung ehemaliger Freier Adelssitz in Oberrot“ in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz öffentlich. Die Treuhandstiftung verfolgt das Ziel, den ehemaligen Freien Adelssitz dauerhaft zu erhalten und zu pflegen. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die Stifterin zusätzlich ein Stiftungskapital zur Verfügung.

Wie schon bisher kann auch künftig die im Foyer des Hauses eingerichtete Dauerausstellung über die Geschichte des Denkmals – zu bestimmten Zeiten und nach Vereinbarung – besichtigt werden, zudem die in den Räumen des Hauses wechselnden Ausstellungen. Auf diese Weise bewahrt Denkmaleigentümerin Fassbender das Erbe ihrer Vorfahren. Die erwarben das Anwesen Ende des 18. Jahrhunderts und betrieben in Oberrot Landwirtschaft.

Bei dem ehemaligen Freien Adelssitz handelt es sich um einen über einem massiven Sockelgeschoss aufgeführten, heute verputzten Sichtfachwerkbau mit hohem, teilweise ausgebautem Satteldach. Das Bauwerk wurde um 1550 anstelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Der Keller des zweigeschossigen Baus stammt teilweise noch vom Vorgängergebäude. Veränderungen und Umbauten im Innern des Hauses erfolgten im 18. und 19. Jahrhundert.

Die treuhänderische „Stiftung ehemaliger Freier Adelssitz in Oberrot“ ist eine von über 240 Stiftungen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz inzwischen treuhänderisch vertritt. Diese dauerhafte Unterstützung für bestimmte Themenbereiche oder Einzeldenkmale in Deutschland hat sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt, das aus der deutschen Denkmallandschaft bereits nicht mehr wegzudenken ist.
 
 

 
Neue Regeln für Onlineshopping mit Kreditkarte
Ab dem 14. September 2019 gelten neue Regeln für das Onlineshopping per Kreditkarte. Wie beim Onlinebanking sind zusätzliche Sicherheitschecks vorgesehen. Dabei kommen sogenannte 3D-Secure-Verfahren zum Zuge. Die Kunden müssen Kreditkartenzahlungen ausdrücklich freigeben. In der Regel geschieht das mit einer einmal gültigen Transaktionsnummer (Tan). Die Zeitschrift Finanztest beschreibt in ihrer September-Ausgabe, was Kunden tun müssen.

Finanztest hat 35 Banken nach ihren geänderten Verfahren befragt. Zunächst müssen Kunden selbst aktiv werden, wenn sie ab dem Stichtag mit der Kreditkarte im Netz shoppen wollen. Sie müssen sich auf der Webseite der Banken für das 3D-Secure-Verfahren registrieren. Welches Tan-Verfahren angeboten wird, hängt von der Bank bzw. dem Kreditkartenherausgeber ab. Am häufigsten angeboten werden die bereits aus dem Onlinebanking bekannten SMS-Tan-, AppTan- und PhotoTan-Verfahren. Das Prinzip dieser Verfahren: Nach Eingabe seiner Kreditkartendaten muss der Kunde eine Tan anfordern und mit dieser die Zahlung bestätigen.

Kreditkartenkunden müssen auch bei Nutzung der neuen Tan-Verfahren sorgfältig darauf achten, dass kein Dritter an ihre Daten gelangt. Sie dürfen ihre Kundendaten nur auf verschlüsselten Internetseiten eingeben. Kommt die Kreditkarte abhanden, müssen Kunden sie nach wie vor umgehend sperren lassen. Neu ist, dass sie die Bank benachrichtigen müssen, wenn das Legitimationsgerät abhandenkommt, in den meisten Fällen also das Smartphone. Aber auch einfache Handys, Photo-Tan-, ChipTan- und BestSign-Geräte fallen in diese Kategorie.

Der Artikel Kreditkarten findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online ...
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Symbolische Schlüsselübergabe in Schloss Wiepersdorf
Landesstiftung übernimmt Traditionshaus

Das traditionsreiche Schloss Wiepersdorf im Niederen Fläming hat durch die Gründung der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf am 1. Juli 2019 einen neuen Hausherrn. Am 1. August übergibt Dr. Steffen Skudelny vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) im Beisein von Kulturministerin Dr. Martina Münch das Schloss mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an die Gründungsbeauftragte der Kulturstiftung, Annette Rupp. Im Anschluss erläutern sie das neue Konzept für Wiepersdorf.

In die neue Landesstiftung bringt die DSD den Immobilienbesitz von Schloss Wiepersdorf und den ihr bei der Übernahme der Trägerschaft anvertrauten Land Brandenburg-Fonds in Höhe von über sieben Millionen Euro ein. 2020 soll das Haus nach der derzeit laufenden Sanierung wieder als Künstler- und Stipendiatenhaus eröffnet werden. Das brandenburgische Kulturministerium stellt für die Stiftung ab 2020 einen jährlichen institutionellen Landeszuschuss in Höhe von 720.000 Euro bereit.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und das Land Brandenburg arbeiten bei der Bewahrung des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf auch in Zukunft zusammen. Die DSD wird weiterhin die denkmalpflegerische Beratung für das historische Ensemble übernehmen. Insgesamt drei Millionen Euro hat die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz in den Jahren von 2004 bis 2018 aus eigenen Mitteln in die denkmalgerechte Erhaltung von Schloss Wiepersdorf und seine kulturelle Nutzung investiert. Aktuell werden die Arbeiten zur Erneuerung des Hauptdachs, die Überarbeitung der Fassaden und die restauratorischen Untersuchungen der zentralen historischen Räume abgeschlossen.

Der Fortbestand des Künstlerhauses Wiepersdorf war 2004 durch die Auflösung der Stiftung Kulturfonds im Bestand gefährdet. Durch die Übernahme von Schloss und Stipendiatenbetrieb rettete die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2005 das traditionsreiche Künstlerhaus. Finanzielle Basis dafür sollten die Erträgnisse des Landes Brandenburg Fonds sein. Die Erträgnisse des Fonds deckten aufgrund der Zinsentwicklungen am Kapitalmarkt zuletzt weniger als 50 Prozent der realen Kosten. Stipendiengelder konnten diese Lücke nicht schließen. Eine zusätzliche Finanzierung durch die DSD war aus gemeinnützigkeitsrechtlichen Gründen nicht möglich, so dass die Stiftung die Trägerschaft des Stipendiatenhauses nicht fortsetzen durfte.

1814 übersiedelte das Dichterpaar Ludwig Achim und Bettina von Arnim von Berlin nach Wiepersdorf. Sie machten Wiepersdorf zu einem Ort des geistigen Austausches mit Vertretern der künstlerischen und wissenschaftlichen Elite. Der Rückkehr Bettinas nach Berlin nach drei Jahren ist der umfangreiche Briefverkehr zu danken, der heute eine wichtige Quelle der Romantikforschung ist. An das Dichterpaar wird im "Bettina und Achim von Arnim Museum" erinnert, das in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Schloss Wiepersdorf eingerichtet wurde.

Nach 1947 diente Schloss Wiepersdorf als Arbeits- und Erholungsstätte für Schriftsteller und Künstler in der DDR. Künstler wie Arnold Zweig, Anna Seghers, Christa Wolf und Sarah Kirsch waren Gast in Wiepersdorf. Von 1992 bis zu dessen Auflösung 2004 wurde das Künstlerhaus als Einrichtung der Stiftung Kulturfonds betrieben. Über Jahrhunderte entstanden in diesem einmaligen Denkmalensemble umfangreiche Werke aus den verschiedensten Bereichen der bildenden Kunst. Diese Tradition kann nun fortgeführt werden.
 
 

 
Neuauflage der Broschüre zum Wohnen und Begegnen für ältere Menschen
Die Broschüre „Wohnen und Begegnen für ältere Menschen“, ist nun in bereits zehnter Auflage erschienen. Herausgeber sind das Seniorenbüro der Stadt Freiburg und die Trägern der Einrichtungen. Die Broschüre bietet einen Überblick über 26 Wohnanlagen, 3 Wohnstifte und 19 Begegnungsstätten in Freiburg. Sie informiert zudem über Kosten, Finanzierung und neue Wohnformen.

Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt informiert ältere Menschen über vielfältige Angebote in Freiburg. Außerdem bietet das Team eine persönliche Beratung zum Beispiel zu geeigneten Wohn-, Betreuungs- und Hilfsangeboten im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit.

Die Broschüre ist im Seniorenbüro in der Fehrenbachallee 12 zu folgenden Zeiten kostenlos erhältlich: Mo, Mi, Fr von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 0761 / 201-3032. Auf www.freiburg.de/senioren kann sie auch heruntergeladen werden.
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Neuer Turm an der Kreuzkirche errichtet
21 Meter mit fünf Elementen

Freiburg. An der evangelischen Kreuzkirche wurde am Mittwoch der lange geplante neue Kirchturm errichtet. Er besteht aus fünf einzelnen Elementen, die in einem Freiburger Betonwerk in sogenanntem Dyckhof-Weißbeton gegossen wurden. Die Fertigbau-Elemente wurden und Stück für Stück in die Fehrenbachallee transportiert und am Kirchplatz wie Lego-Steine aufeinandergesetzt. Jedes Turmelement ist etwas mehr als vier Meter hoch, wiegt 16 Tonnen und enthält rund 1,4 Tonnen Stahl.

Insgesamt wird der Turm, der eine quadratische Grundfläche von 2,80 Metern hat 21 Meter hoch. Für den Aufbau musste eigens ein Transportkran aus Karlsruhe angefahren werden. Das Gießen der Turmteile, die jeweils auch noch 120 verschieden große Aussparungen an den Wänden aufweisen, die wie kleine Fenster wirken, sei nur mit einer aufwendigen und umfangreichen Betontechnologie möglich gewesen, erklärte Matthias Meier von der ausführenden Freiburger Firma Egenter. „Einen Turm in dieser Weise zu fertigen haben wir auch noch nie gemacht“, sagte er. Jedes der fünf Elemente wird mit 16 langen Gewindestangen dann verschraubt. Der Sockel des Turmes reicht knapp drei Meter tief ins Erdreich.

Der schlanke Turm markiert den Platz vor der Kreuzkirche und dem der Kirche gegenüberliegenden Pfarramt. Das völlige neue Pfarramtsgebäude war erst im Frühjahr nach ein einhalbjähriger Bauzeit eröffnet worden (wir berichteten). „Wir wollten den Turm als eigenständiges Gebäude hervorheben“, erklärte Pfarrer Dieter Habel, deshalb sei er in einem weißen Farbton gehalten worden.

Noch im August wird dann ein Glockenstuhl und eine stählerne Wendeltreppe in den Turm eingebaut. Dann kann die Glocke wieder aufgehängt werden, die schon seit 1964 im abgerissenen Vorgängerturm ihren Dienst tat. Wenn dann noch die Elektrik verlegt und angeschlossen ist, wird die Glocke Anfang September zum Gottesdienst in der Kreuzkirche läuten.
 
 



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