56plus
Sonntag, 23. Januar 2022
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Freiburg: Neue Flächen für junge und innovative Unternehmen
Erweitertes Raumangebot im Innovationszentrum Nord – BioTech-Park Freiburg

Speziell für Start-ups, Spin-offs sowie junge und innovative Unternehmen schafft die Wirtschaftsförderung der FWTM gemeinsam mit der Technologiestiftung BioMed Freiburg ein modernes, attraktives Raumangebot in der Engesserstraße 4a. Die neuen Gewerbeflächen erweitern das bestehende Angebot des BioTechParks Freiburg und bestätigen die im Jahr 1997 mit Weitsicht getroffene Entscheidung, den BioTechPark in einem Gebäudekomplex einzurichten, der es auch langfristig erlaubt, flexibel und dynamisch mit zusätzlichen, bedarfsgerechten Flächenangeboten reagieren zu können. Die Erweiterungsfläche in einer Größenordnung von insgesamt ca. 840 m² ist unterteilt in Einheiten verschiedener Größenordnungen. Darüber hinaus sind auch zentrale Einrichtungen wie ein Besprechungsraum, eine Teeküche sowie kleinere Lagerräume im Ausbaukonzept vorgesehen. Die Räumlichkeiten werden im Mai bezugsfertig sein.

Der 1998 eröffnete BioTechPark im Innovationszentrum Freiburg-Nord umfasst durch diese Erweiterung eine Gesamtfläche von 4840 m². Im BioTechPark, der in den vergangenen Jahren im Schnitt zwischen 90 und 100 Prozent belegt war, sind bereits Firmen und erfolgreiche Start-ups aus dem Bereich der sogenannten Life Sciences, insbesondere Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik, sowie angrenzender Bereiche anzutreffen. „Die Erweiterung verspricht eine bessere und effizientere Betreuung der Unternehmen und ist damit konsequente Ergänzung des Konzepts der städtischen Innovations- und Technologieförderung“, so FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann.

Bereits im Jahr 2001 wurde die Mietfläche des BioTechParks Freiburg auf Grund von gestiegener Nachfrage erweitert. Die erneute Erweiterung der Räumlichkeiten erfolgt zum einem aufgrund des Bedarfs nach zusätzlicher Fläche bei den bereits im BioTechPark ansässigen Unternehmen. Zum anderem werden in die Engesserstraße 4a auch Firmen und Gewerbetreibende aus dem 1985 eröffneten Technologiezentrum Freiburg – Georg Salvamoser (TZF) in der Wippertstraße ziehen. Das in die Jahre gekommene Gebäude entspricht heute nicht mehr den Anforderungen junger Unternehmen. Bislang liegen von dort vier Reservierungen vor. Das Gebäude in der Wippertstraße war von 1966 bis 1984 Betriebsgebäude und Sitz des Unternehmens EssilorEhinger, das im November 1984 seinen Neubau in der Bötzingerstraße im Industriegebiet Haid bezog. Zum 1. Juni 2016 wird das Gebäude von der FWTM an die Stadt Freiburg vermietet und soll künftig als Notunterkunft für Familien dienen.

Die neue Gewerbefläche im Innovationszentrum Freiburg-Nord verspricht jungen und innovativen Unternehmen – vorzugsweise aus wissenschafts- und technologienahen Bereichen sowie unternehmensnahen Dienstleistungen – konkrete Standortvorteile: eine breitere Basis für den Wissens- und Erfahrungsaustausch, zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten und -partner, die unmittelbare räumliche Nähe zu Forschung- und Entwicklungsabteilungen der Universität, des Universitätsklinikums sowie der anwendungsorientierten Institute der Fraunhofer- und HahnSchickard-Gesellschaft sowie ein positives Standortimage.

Vor dem Hintergrund des großen Bedarfs an günstigen gewerblichen Flächen bildet das Innovationszentrum in der Engesserstraße zusammen mit dem neuen Kreativpark in der alten Lokhalle auf dem ehemaligen Güterbahnhofareal eine attraktive Infrastruktur für junge Unternehmen. FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann: „Es ist wichtig gute Rahmenbedingungen für Gründer zu schaffen, denn Innovationen und Patente beeinflussen die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Freiburg und stellen heute mehr denn je wichtige Standortfaktoren dar. Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist es deshalb auch, kreative und produktive Menschen in die Stadt zu ziehen, und hier zu halten.“
 
 

 
Freiburg: VAG-Fahrscheine nur noch am Automaten erhältlich
Was in den neuen Urbos Straßenbahnen von Anfang an die Regel war und sich bewährt hat, wird vom 15. Februar an auch in allen anderen Stadtbahnwagen der Freiburger Verkehrs AG (VAG) eingeführt: Fahrscheine sind dann ausschließlich an den Automaten erhältlich.

Die Änderung wurde möglich nachdem in alle 67 Stadtbahnfahrzeuge jeweils zwei neue Automaten eingebaut wurden. Anders als bei den alten Automaten ist hier fast das gesamte Fahrausweissortiment erhältlich und man kann den Fahrschein mit allen gängigen Zahlungsarten erwerben, nämlich mit Münzgeld, mit Geldscheinen, mit girocard („ec-Karte“ mit PIN) und mit der Geldkarte.

Wie gut die neuen Automaten von den Fahrgästen angenommen werden zeigt sich, wenn man die dort erzielten Umsätze mit jenem der abgelösten Automatengeneration vergleicht: Diese haben sich mehr als verdoppelt! Und schon 16 Prozent dieser Umsätze entfallen auf die – bei den alten Fahrausweisautomaten nicht möglichen – bargeldlosen Bezahlarten. Auffällig ist auch die große Zahl an RegioKarten (Monatskarten), die in den vergangenen Monaten an den mobilen Automaten gekauft wurden: Im November und Dezember 2015 waren dies rund 7.000 Stück.

In den Bussen der VAG können Fahrausweise auch weiterhin ausschließlich beim Fahrpersonal erworben werden.
Mehr
 

 
ÖKO-TEST Diät-Shakes
Die Aromen-Süßstoff-Gentechnik-Diät

Für die aktuelle Februar-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin 16 Diät-Shakes in Apotheken, Drogerien und Onlineshops gekauft und im Labor auf ihre Zusammensetzung sowie auf Schadstoffe untersuchen lassen. Es zeigte sich, dass die Pulverdiäten nicht zu empfehlen sind. Der Grund: Chlorat, Gentechnik, Süßstoffe, Aromen, eine unausgewogene Zusammensetzung sowie unseriöse Versprechungen der Hersteller.

Selbst wenn Anfang des Jahres viele Menschen hochmotiviert eine Diät starten, auf Pulverdiäten sollten sie besser nicht setzen, so die Empfehlung von ÖKO-TEST. Denn die Drinks helfen nicht bei der Umstellung auf eine kalorienärmere Ernährung. Sie sind Kunstprodukte, die nicht nur mit Aromen und Süßstoffen geschmacklich aufgepeppt werden, sondern teilweise auch noch Schadstoffe wie Chlorat und Perchlorat enthalten, welche die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockieren können. In drei Pulvern wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor gentechnisch veränderte Bestandteile von Sojabohnen nach – und zwar neben Roundup-Ready-Soja erstmals eine weitere modifizierte Sojasorte. Gentechnik ist mit diversen ökologischen Risiken verbunden und lässt sich nicht kontrollieren.

Formuladiäten müssen die Regularien der Diätverordnung erfüllen, was manche aber nicht tun. Almased Vitalkost und das apothekenexklusive Produkt Xlim Aktiv Mahlzeit etwa liefern in der Startphase weniger Kalorien als vorgeschrieben.

Gravierend ist die unzureichende Kennzeichnung der meisten Produkte. Denn: Falsch angewendet können Diät-Shakes zu gesundheitlichen Problemen führen. So sollte auf allen Produktverpackungen auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Begleitung hingewiesen werden, was entweder gar nicht oder nur ansatzweise erfüllt wurde. Hinzu kommt, dass einige Hersteller zu wenig Hinweise zur Anwendung geben, dafür umso markantere Werbesprüche machen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 

 
Karlsruhe: Stadt bietet Fortbildungen für Ehrenamtliche
Freiwillig Engagierte können sich in vielfältigen Kursen für ihre Tätigkeit qualifizieren

Auch in diesem Jahr bietet die Stadt Karlsruhe wieder ein kostengünstiges Fortbildungsprogramm für ehrenamtlich Engagierte in Vereinen und Organisationen an. In verschiedenen Kursen können sich Ehrenamtliche in Vereins- und Steuerrecht, Pressearbeit für Vereine, Fundraising, Projektmanagement oder Social Media für ihre Aktivitäten qualifizieren. Auch für das Engagement nützliche Kenntnisse in Rhetorik, Konflikmanagement und Teamführung können sie in Kursen erwerben oder auffrischen. Das Fortbildungsprogramm mit insgesamt elf Tages- und zwei Abendkursen steht ebenso wie der Anmeldebogen im Internet.
Mehr
 

 
Freiburg: Herzensangelegenheit Seelsorge
Birgit Hengel wird im Zentrum für Psychische Erkrankungen eingeführt

Freiburg (gh). „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat“. Mit diesem Satz aus dem Brief an die Hebräer (Kap. 10) ist Pfarrerin Birgit Hengel in ihren neuen Dienst als Krankenhausseelsorgerin im Zentrum für Psychische Erkrankungen und an der Hautklinik gestartet. Am Samstag, 30. Januar 2016 um 17 Uhr wird sie in der Kapelle in der Hauptstraße 5 von Stadtdekan Markus Engelhardt in ihren Dienst gottesdienstlich eingeführt. Im diesem Gottesdienst wird auch Carina Küsters für ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Klinikseelsorgerin gesegnet. Birgit Hengel folgt Pfarrerin Margrit Nöring, die vor einem Jahr ihren Dienst beendet hatte.

Birgit Hengel weiß, was es heißt, Vergangenes los zu lassen, sich zu trennen. Denn sie ist schon häufig umgezogen, immer wieder in eine neue Stadt. In Heidenheim war sie im Pfarrvikariat, dann zog die Familie nach Heidelberg, später nach München und schließlich nach Berlin. Weil Pfarrerin Hengels Ehemann als Wissenschaftler tätig ist, zog die Familie mit den drei Kindern auch immer mit zu den Wissenschaftsstandorten. Zuletzt lebte die Familie in Düsseldorf. „Der Umzug vor drei Jahren war nicht leicht“, berichtet Birgit Hengel, die ursprünglich aus dem Württembergischen stammt, rückblickend. Doch ihr Vertrauen auf Gottes Hilfe habe sie auch in schweren Zeiten nicht aufgegeben.

Jetzt ist sie, wie schon in Düsseldorf, als Klinikseelsorgerin tätig und hat ihre Schwerpunkte in der Psychiatrischen Klink und in der Hautklinik in Freiburg-Herdern. Hier ist sie Ansprechpartnerin für Patienten und Angehörige und - was auch wichtig ist – für alle in der Klinik Mitarbeitenden. „Mein Herz schlägt für die Seelsorge“, sagt sie begeistert. Es gälte „den Menschen mit seiner Krankheit Wert zu schätzen“. Viele Patienten gerade in der Psychiatrie seien froh, einen „behüteten Platz zu haben, an dem sie sich mit ihrer Erkrankung aufgehoben fühlen“, so ihre Erfahrung, seit sie im Dezember mit ihrem Dienst begonnen hat. Kontakte, Besuche und Gespräche seien hilfreich, denn so könne nach „Kraftquellen im Leben“ gesucht werden. Und dabei versucht sie auch immer wieder mit ihrem Gesprächspartner nach den bisher schon gemachten Gotteserfahrungen im Leben zu suchen und diese als hilfreiche Lebensressourcen zu erkennen.

Mit der halben Stelle ist die Pfarrerin auch für die Hautklinik zuständig. Regelmäßig macht sie auch dort Besuche. Schließlich ist sie auch in das Team der Uniklinikseelsorge eingebunden und übernimmt immer wieder den Rufbereitschaftsdienst der Seelsorge für das gesamte Uniklinikum.
Mehr
 

 
"Die Nacht von Freitag auf Montag" im Hotel Bell Rock
Peter Wackel im Europa-Park

Wo Peter Wackel auftaucht, steigt die Laune. Der Stimmungsgarant liefert schon seit 19 Jahren Ohrwürmer für Feierfreudige auf Mallorca und bei Après-Ski-Partys. Mit dem 11.11. hat die dritte Hochsaison für den Entertainer begonnen – Karneval. Auch die Ruster Balthasar-Hexen feierten am 23. Januar 2016 ihr Jubiläum mit einer wilden Fasentparty. Der publikumsnahe Live-Künstler brachte vor den Toren des Europa-Park mit seinem WM-Hit „Ladioo“ oder „Joana“ die Menge zum Kochen. Auch sein neuer Partykracher „Die Nacht von Freitag auf Montag“ wurde vom Publikum gefeiert. Mit über 200 Auftritten pro Jahr gehört Peter Wackel zu den meistgebuchten Partysängern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. In Deutschlands größtem Freizeitpark konnte er sich zumindest für eine Nacht im 4-Sterne Superior Hotel Bell Rock von den Partystrapazen erholen.
Mehr
 

 
HealthRegion Freiburg auf Auslandsmarkt präsent
Der Nahe Osten steht vier Tage im Fokus

Die HealthRegion Freiburg nimmt vom 25. bis 28. Januar 2016 vier Tage an der Arab Health in Dubai, der größten Fachmesse für Medizin und Gesundheitswesen im Nahen Osten, teil. Dort präsentiert sich das Land Baden-Württemberg, organisiert von der Landesgesellschaft bw-i, zum ersten Mal mit einem eigenen, über 450 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand als breit aufgestellter, innovativer Standort der Gesundheitswirtschaft einem interessierten Fachpublikum. Mit dabei sind rund 50 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Cluster und Netzwerke sowie insgesamt fünf Regionen aus Baden-Württemberg, die vor Ort ihre gesundheitsorientierten Angebote, Produkte und Leistungen in einem der am schnellsten wachsenden und lukrativen Gesundheitsmärkte der Welt präsentieren.

Unter den Ausstellern sind auf dem Gemeinschaftsstand – neben dem branchenübergreifenden Netzwerk „HealthRegion Freiburg“ und dessen Mitgliedsunternehmen „Gesundheitsresort Freiburg“ – auch Medizintechniker aus der Region Freiburg, darunter die Guenter Bissinger Medizintechnik GmbH aus Teningen, die Dr. Langer Medical GmbH aus Waldkirch und die pro med instruments GmbH aus Freiburg zu finden.

„Deutsche Kliniken und Ärzte genießen im arabischen Raum einen ausgezeichneten Ruf“, so FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann. „Vor diesem Hintergrund bieten sich auch für die HealthRegion Freiburg und Ihre Unternehmen gute Chancen mit Blick auf den an Bedeutung gewinnenden Medizin- und Gesundheitstourismus.“

Die HealthRegion Freiburg ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss von führenden Unternehmen und Einrichtungen aus Gesundheitswirtschaft und Tourismus, die Gesundheitsreisenden und Patienten ein perfekt aufeinander abgestimmtes Angebot zur Erhaltung und Wiederherstellung der persönlichen Lebensqualität und Leistungsfähigkeit bieten. Das Spektrum reicht dabei von der erfolgreichen Therapie mit integrierten Angeboten zur Rehabilitation bis hin zu Präventionsprogrammen für Privatpersonen und Unternehmen. Nicht zuletzt aufgrund des europaweit einzigartigen Gastronomie- und Freizeitangebotes und ihrer Landschaft im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz, repräsentiert die HealthRegion Freiburg auf der Arab Health eine einzigartige Wohlfühlregion für Gesundheit und Spitzenmedizin im Südwesten Deutschland.

Die Arab Health Messe und Kongress in Dubai ist die führende internationale Veranstaltung der Gesundheitswirtschaft im Nahen Osten, einem der am schnellsten wachsenden und lukrativsten Gesundheitsmärkte der Welt. Sie bringt die weltweit führenden Hersteller, Organisationen und Fachleute im Gesundheitswesen zusammen und deckt die gesamte Bandbreite der Branche ab. In den kommenden Tagen präsentieren über 4.000 Unternehmen auf einer Fläche von insgesamt 64.000 Quadratmetern ihre neuesten Innovationen und Lösungen dem interessierten Publikum. Erwartet werden über 130.000 Fachbesucher aus mehr als 160 Ländern.
 
 

 
Karlsruhe: Elefanten-Altersresidenz
Alleinstellungsmerkmal mit dem Tierschutzprojekt

Zooleiter Dr. Reinschmidt und Landestierschutzbeauftragte Dr. Jäger tauschten sich über Masterplan-Projekte aus

Der Zoo Karlsruhe und die Landestierschutzbeauftragte Dr. Cornelie Jäger sehen gemeinsame Anknüpfungspunkte bei der im Zoologischen Stadtgarten vorgesehenen Altersresidenz für Elefanten. „Für nicht mehr reisende Zirkus-Elefanten gibt es einen großen Bedarf an Aufnahmeplätzen“, betonte Dr. Jäger beim Besuch des Zoos Karlsruhe. Einig war sie sich mit Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt, dass die Übernahme von Zirkuselefanten nicht nur ein Tierschutzprojekt und wichtiger Baustein für das „Auslaufmodell Zirkuselefant“ ist, sondern für den Zoo Karlsruhe auch ein Alleinstellungsmerkmal wäre.

Das Treffen diese Woche diente dem Austausch über jüngste und vorgesehene Entwicklungen im Zoo Karlsruhe auf dem Weg zum Artenschutz- und Tierschutz-Zoo auf Basis eines Masterplans. Neben der Elefantenhaltung ging es unter anderem um ein Begegnungsgehege für die Wallaby-Kängurus, um kommentierte Tierpräsentationen als unterhaltsame Chance der Wissensvermittlung oder auch um die Haltung von frei gehaltenen Vögeln, denen die Flügel nicht gestutzt werden.

Anfang Januar hatte Jäger das neue Gutachten zu Zirkuselefanten vorgestellt und dabei betont, dass nur unter wirklich zeitgemäßen Haltungsbedingungen Elefanten im Zirkus überhaupt noch vertretbar sind. Die im Masterplan Zoologischer Stadtgarten vorgesehene Haltung älterer Elefantenkühe begrüße sie daher ausdrücklich. Der Masterplan sieht eine Erweiterung der Außenanlage auf dann rund 2.700 Quadratmeter vor – bei unterschiedlicher Gehege- und Bodenstruktur. Nach Erweiterung können bis zu fünf Tiere gehalten werden. Der Gemeinderat befasst sich Anfang Februar in seinem Fachausschuss mit dem Masterplan, das Bürgerforum ist für 17. Februar geplant.

Frühzeitig Kontakt zu Zirkusunternehmen aufnehmen

Wie Reinschmidt und Chefelefantenpfleger Rudolf Scholz plädierte auch Jäger dafür, frühzeitig mit den Zirkusunternehmen Kontakt aufzunehmen, die die Mindestanforderungen hinsichtlich der Haltung der Tiere in einer Gruppe sowie der Sicherheitsbelange der Menschen nicht umsetzen können. Ziel sollte eine gut vorbereitete, freiwillige Abgabe der nicht mehr reisenden Elefanten sein.
Zirkustiere sind wie die Karlsruher Tiere Rani, Shanti und Jenny den direkten Kontakt zu den Betreuern gewohnt. „Hands on“ genannt - im Gegensatz zum in vielen Zoos mittlerweile praktizierten „geschützten Kontakt“ („Protected Contact“ oder „Hands off“).
„Zirkustiere werden üblicherweise ziemlich autoritär geführt“, so Jäger. Daher benötige die Integration in eine Gruppe Erfahrung und Zeit, ergänzte Scholz. Bedingungen, die der Karlsruher Zoo mit seinem fünfköpfigen Elefantenpfleger-Team und Know-how in der Betreuung älterer Tiere biete. Kurzfristige Notübernahmen sollten dennoch vermieden werden, betonten Scholz und Jäger. Wobei die Landestierschutzbeauftragte mit Blick auf Unvorhergesehenes gerne sähe, dass für unabwendbare Krisenaufnahmen auch bei „Hands on-Haltung“ technische Vorrichtungen für einen - vorübergehenden – geschützten Kontakt zwischen Mensch und Tier mitbedacht werden.

Begegnungshaus spricht alle Sinne an

Mit der Erweiterung der bestehenden Anlage für Wallaby-Kängurus um ein Begegnungs-Gehege stellte Reinschmidt der obersten Landestierschützerin einen weiteren Baustein des Masterplans vor. „Das soll kein zweiter Streichelzoo gar mit Fütterungsmöglichkeit werden, sondern eine von Seiten der Tiere ausgehende Annäherung an den Mensch“, führte Reinschmidt aus. „Das Wildtier braucht Distanz“, betonte hier auch Jäger ein Kriterium für eine tiergerechte Haltung. „Total überzeugend ist das Exotenhaus als Begegnungs-Haus“, so Jäger; einleuchtend sei das Konzept, „das auf Eindrücke über mehrere Sinneskanäle setzt“.

Es wird nicht der einzige fachliche Austausch von Zoo und Landestierschutzbeauftragter bleiben. „Wir bleiben in Kontakt, gerade beim Thema Elefanten“, waren sich Reinschmidt und Jäger nach der gemeinsamen Runde durch die Anlage einig.

zum Bild oben:
Vorstellung der Elefantenanlage: Dr. Reinschmidt, Chefelefantenpfleger Scholz und Landestierschutzbeauftragte Jäger mit Rani und Shanti
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 


Copyright 2010 - 2022 Benjamin Jäger