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Donnerstag, 19. April 2018
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Veranstaltungen

Rust: Bayrische Tradition im Europa-Park
Foto: Europapark
 
Rust: Bayrische Tradition im Europa-Park
Großes Maifest und Eröffnung der Biergartensaison

Nach alter Tradition wird am 01. Mai in Deutschlands größtem Freizeitpark der Maibaum aufgestellt und die Biergartensaison eröffnet. Dabei warten auf die Besucher des Europa-Park typisch bayrische Schmankerl wie ofenfrische Riesen-Brezn, knusprige Schweinshaxen und original Münchner Weißwürste. Zudem wird im Schatten der Kastanien kühles Bier der Privatbrauerei Erdinger sowie der Kronenbrauerei Offenburg ausgeschenkt. Für eine herrlich ausgelassene Atmosphäre sorgt neben einem „Bayrischen Dreikampf“ die zünftige Musik der Blaskapelle aus Holzkirchen sowie der Wieberbuabe aus Kappel.

Mit dem Aufstellen des Maibaums wird im Europa-Park traditionell gegen 11.00 Uhr die Biergartensaison eingeläutet. Beim Aufrichten des blau-weiß bemalten und kunstvoll verzierten Baumes kommt es jedoch nicht nur auf wahre Muskelkraft und gute Zusammenarbeit, sondern auch auf eine ausgefeilte Technik an: Einem alten Brauch zufolge dürfen nämlich außer zwei Stangen, den sogenannten Schwaiberln, keinerlei Hilfsmittel verwendet werden, um ihn in den senkrechten Stand zu bringen. Haben kräftige Burschen das Werk schließlich vollbracht und die bunten Bänder des Maibaums tanzen endlich im Wind, gilt die Biergartensaison im Europa-Park offiziell als eröffnet. Bei herzhaften Spezialitäten aus Bayern wie saftigem Hendl und frischem Spanferkel sowie einer ordentlichen Maß Bier wird dann ausgiebig im Deutschen Themenbereich gefeiert − natürlich sind auch Ed Euromaus und seine Freunde dabei! Stilecht in Dirndl und Lederhosen gekleidet, lassen sie sich das Spektakel im Biergarten des Europa-Park nicht entgehen.

Beim „Bayrischen Dreikampf“ können die Besucher in Deutschlands beliebtestem Freizeitpark ab 13.00 Uhr selbst zur Tat schreiten und ihre freistaatlichen Qualitäten beim Maßkrughalten, -schieben oder Nageln unter Beweis stellen. Großer Einsatz kann sich hier durchaus bezahlt machen, da die besten Leistungen mit tollen Preisen der beiden Brauereien Erdinger und Kronen ausgezeichnet werden.

Bereits ab dem Vormittag begleitet die Blaskapelle aus Holzkirchen das Maifest im Europa-Park und sorgt mit bayrischer Schunkel-Musik für die rechte Gemütlichkeit. Ab 15.30 Uhr übernehmen die Kappler Wieberbuabe und Saison 2016 heizen den Besuchern des Biergartens nochmals mit jeder Menge Gaudi, Stimmung und Volksmusik ein.

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2016 vom 19. März bis zum 6. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison). Infoline: 07822 / 77 66 88. Weitere Informationen auch im Internet.
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Karlsruhe: Soziale Mahnung und Musik
Veranstaltungen der Seebühne Anfang Mai

Alles neu macht der Mai, und so dürfen sich auch Freunde der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Richtung Wonnemonat mit vielen Feiertagen schon auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Am Tag der Arbeit - Sonntag, 1. Mai - findet dem Anlass entsprechend ab 10.30 Uhr eine Kundgebung statt. Es sprechen der Stadtverbandsvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Dieter Bürk, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und mit einer Mairede der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Rüdiger Seidenspinner. Schon ab 10 Uhr ist der Stadtgarten Demonstrationsort, und ab 12 Uhr steigt eine informative Maifeier mit Musik von Zapata Soundz. Wenig später ist der nächste Feiertag: Zu Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 5. Mai, konzertiert von 16 bis 18 Uhr der Musikverein Harmonie Karlsruhe auf der Seebühne.
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Karlsruhe: Kammerkonzert am Konservatorium
Zum diesjährigen Kammerkonzert lädt das Badische Konservatorium für Donnerstag, 28. April, alle Freunde der Kammermusik um 19.30 Uhr in den Ordensteinsaal in der Kaiserallee 11 c ein. Nach intensiver Vorbereitung im Unterricht stellen Schülerinnen und Schüler des Konservatoriums Werke der Kammermusikliteratur vom Barock über Romantik bis zur Gegenwart vor. Für musikalische Vielfalt sorgen unter anderem ein Divertimento für Bläsertrio von Wolfgang Amadeus Mozart, Werke für Gitarrentrio von Georg Friedrich Händel oder Tango-Klänge für Akkordeon und Klavier von Astor Piazolla. Der Eintritt ist frei.
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Freiburg-Munzingen: „Phil“
“Phil” / Foto: Privat
 
Freiburg-Munzingen: „Phil“
Es ist wieder soweit: Mit dem Konzert von „Phil“ beginnt die Open Air Saison 2016 im Innenhof von Schloss Reinach

„Phil“ leben die Hits von „Genesis“ und Phil Collins: Nur das Original klingt „echter“!

Seit bald 20 Jahren unterwegs und auf zig Bühnen im In- und Ausland daheim: Die elfköpfige Band „Phil“ aus Bruchsal hat die Musik von „Genesis“ und Phil Collins längst so sehr verinnerlicht, dass selbst der „echte“ Superstar und Namensgeber der Band, Phil Collins, seinen Fans schon den Konzertbesuch bei den Süddeutschen ans Herz gelegt hat. Auch „Genesis“ Gitarrist Mike Rutherford hat sich die Band schon angeschaut. Jahr für Jahr locken „Phil“ mit ihren Open Air Konzerten in ihrer Heimatstadt Bruchsal einige Tausend Fans an, und auch in 2016 ist der Konzertkalender der Band wieder mit rund zwei Dutzend Auftritten unter anderem in Bremen, Wilhelmshaven und Baden-Baden gut gefüllt. Fans wissen: manche Konzerte sind bereits Monate vorab ausverkauft. Anfang Mai stehen „Phil“ mit ihrem charismatischen Sänger Jürgen „Phil“ Mayer zum Start der Open Air Saison 2016 erneut im historischen Innenhof von Schloss Reinach in Freiburg-Munzingen auf der Bühne.

Das Schöne dabei: Nur das Original klingt „echter“ als „Phil“! Publikumsnähe, Ausstrahlung, Begeisterung und nicht zuletzt der „Sound“ stimmen hier bis ins Detail. Und das nicht nur, weil Jürgen Mayer und sein Vorbild Phil Collins sich in Sachen Haarschnitt sehr, sehr ähnlich sehen. „Phil“ profitieren von der Kombination aus musikalischer Virtuosität und der Erfahrung vieler Jahre auf den Konzertbühnen Europas. „Bei „Phil“ muss man nicht einmal die Augen schließen um zu meinen, dass man das Original vor sich hat“, schwärmt Schloss Reinach Hotelier René Gessler von der Band, die mittlerweile längst einen Stammplatz im Konzertprogramm in Schloss Reinach hat. Musikalischer Schwerpunkt der „Phil“ Konzerte sind vor allem die Hits von „Genesis“ von den späten Siebzigern bis in die Neunzigerjahre hinein, darunter Klassiker wie „Carpet Crawler“, „Mama“ oder „I Can´t Dance“, sowie die zahlreichen Solo-Hits von Phil Collins, wie „In The Air Tonight“ oder „Another Day In Paradise“. Aber auch frühere Werke von „Genesis“ wie „I Know What I Like In Your Wardrobe“ finden sich im „Phil“-Programm wieder.

Wie nah „Phil“ dabei ihren musikalischen Vorbildern kommen, zeigt dieses Video mit dem Song „A Groovy Kind Of Love“ aus dem Jahr 2012:

https://www.youtube.com/watch?v=wCS73IXEUMY

„Phil“ spielen am Freitag, 6. Mai 2016 auf der großen Open Air Bühne im historischen Innenhof in Schloss Reinach in Freiburg-Munzingen. Der Eintritt kostet 18,- € (Vvk.) bzw. 22,- € (Ak.).

ViP-Packages incl. Konzertticket, mediterranem Büffet und aller Getränke sind für 99,- € ebenfalls schon jetzt buchbar. Das „badische Wirtshus“ in Schloss Reinach bietet alternativ dazu am Konzertabend ab 18 Uhr ein Dreigangmenü mit Kalbstafelspitz, Spargel und weiteren Spezialitäten des Hauses für 35,- € an.

Einlass: 18 Uhr
Konzertbeginn: 20 Uhr

Reservierungen sind möglich unter 07664-4070
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Freiburg: Neuer Kurs von Grips
Foto: Veranstalter
 
Freiburg: Neuer Kurs von Grips
FREIBURG. Mit "Brain Fit 60+" startet ein neuer Kurs von Grips, der Einrichtung für Hirnleistungstraining der Heiliggeistspitalstiftung mit acht Terminen. Beginn ist am 3. Mai 2015 von 17 Uhr - 18 Uhr im Begegnungszentrum Kreuzsteinäcker, Heinrich-Heine-Str. 10. Wie schnell arbeitet mein Gehirn, wie lässt sich die Merkfähigkeit mal ganz anders aktivieren? Mit Bewegung, Spaß und Tipps zum gesunden Älterwerden. Der Kurs mit acht Terminen jeweils am Dienstagabend kostet 60 €.
Anmeldung unter grips@sv-fr.de oder Tel. 612915 20.
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Freiburg: Friedenspreisträger predigt in der Auferstehungskirche
Michael-Sattler-Friedenspreis für christlich-muslimische Friedensinitiative

Freiburg. Am kommenden Sonntag (24.04. 2016, 10:00 Uhr) erwartet die evangelische Gemeinde in ihrer Auferstehungskirche (Kappeler Str. 25, FR-Littenweiler) einen besonderen Gast in ihrem Gottesdienst. Reverend Ephraim Kadala (55) aus Nigeria wird die Predigt halten. Der afrikanische Pfarrer hält sich derzeit in Deutschland auf, um für seine Kirche (Ekklesiyar Yan'uwa a Nigeria EYN) den Michael Sattler Friedenspreis entgegenzunehmen. 2010 gründeten die Christen zusammen mit muslimischen Partnern eine christlich-muslimische Friedens-initiative („Christian and Muslim Peace Initiative” CAMPI).

Trotz der Gewalt im Land hält die EYN fest an der christlichen Friedensbotschaft und verzichtet auf den Ruf nach Vergeltung. Sie unterrichtet ihre Glieder und besonders die junge Generation in der biblischen Lehre von Frieden und Versöhnung und knüpft Kontakte zu dialogbereiten Muslimen und Moscheen. Mit ihren Programmen für Frieden und Gerechtigkeit arbeitet sie gegen die ökonomischen und politischen Ursachen der Gewalt. So verweigert sie sich nicht nur der gewaltsamen Konfrontation – es gibt viele Beispiele persönlicher Feindesliebe – sondern leistet einen aktiven Beitrag zum Aufbau friedlicher Koexistenz von Muslimen und Christen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist Ausbildung und Training in Konflikttransformation.

Der Michael-Sattler-Friedenspreis wurde 2006 zum 50jährigen Bestehen des Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees (DMFK) erstmals vergeben. Zum 60jährigen des DMFK wird der Preis nun zum fünften Mal verliehen. Wolfgang Krauß, Mitglied im ökumenisch besetzten Preiskomitee, meint, die EYN sei angesichts ihrer Feindesliebe und Leidensbereitschaft eine besonders würdige Preisträgerin. Schließlich sei die Hinrichtung des Täufers Michael Sattler am 21.5.1527 aus demselben Grund geschehen. Auch er wollte der damaligen „Türkengefahr“ nicht mit Gewalt, sondern mit Gebet und Liebe begegnen.
Der Preis wird am 20.5.2016 in Rottenburg am Neckar verliehen.
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SAFARI IN RESTAURO
© Foto: Leonardo Bezzola, Bätterkinden
 
SAFARI IN RESTAURO
Restaurierung von Jean Tinguelys Le Safari de la Mort Moscovite vor Museumspublikum, ab 19. April 2016

Zum Gedenken an den 25-jährigen Todestag von Jean Tinguely (30.08.1991) findet am 3. September 2016 in den Strassen von Fribourg (CH) der „Grand Prix Tinguely“ statt. Die „Fahrskulptur“ Le Safari de la Mort Moscovite, kurz Safari (1989) aus der Sammlung des Museum Tinguely wird diese Prozession anführen, gefolgt von Fasnachtswagen, Rennautos und Oldtimern. Die Mitarbeiter der Restaurierungsabteilung des Museum Tinguely machen sich ab dem 19. April daran, Safari bis zu diesem Gedenkumzug wieder fahrtüchtig zu machen. Dazu werden verschiedene Konservierungs- und Restaurierungsmassnahmen an diesem Werk öffentlich vor Museumspublikum durchgeführt.

Ab 19. April können die Museumsbesucher die Arbeiten der Restauratoren, Jean-Marc Gaillard und Albrecht Gumlich sowie Chantal Willi, Praktikantin am Museum Tinguely und Studentin im Fachbereich Konservierung und Restaurierung an der HKB/Hochschule der Künste Bern, am Safari live mitverfolgen. Das Projekt SAFARI IN RESTAURO bietet spannende Einblicke in die Entscheidungsfindungen und die Massnahmen der Konservierung und Restaurierung. Die einzelnen Massnahmen werden in Form von Texten und Fotos an einer Pinnwand im Ausstellungsraum dokumentiert und fortlaufend aktualisiert. Der Ausstellungsraum wird dafür zu einer Art Restaurierungswerkstatt umfunktioniert. Fotos und Filme dokumentieren die Entstehungs- und Ausstellungsgeschichte von Tinguelys Werk.

Ziel der Konservierung und Restaurierung von Safari
Primäres Ziel einer Konservierung ist es immer, den Ist-Zustand eines Kunstwerks zu bewahren. Zusätzlich werden präventive Massnahmen ergriffen, um die unvermeidlichen Veränderungen am Objekt so gering wie möglich zu halten. Die stetig fortschreitende Abnutzung, der ein kinetisches Kunstwerk wie Safari unterliegt, führt zwangsläufig zu einem Dilemma: Durch die Bewegung wird das Originalmaterial abgenützt. Wird die Bewegung von Safari jedoch eingestellt, geht die ursprüngliche Intention des Künstlers verloren. Die komplexe konservatorische Herausforderung beim Safari besteht darin, dass vom Künstler zwei Bewegungsabläufe für das Werk vorgesehen sind: Tinguelys kinetische Konstruktion und die lineare Fortbewegung des Autos selbst. Ein Video, das in Verbindung mit diesem Restaurierungsprojekt von Studenten der Abteilung Konservierung und Restaurierung der HKB, unter Leitung von Marc Egger, Dozent im Fachbereich Moderne Materialien und Medien, realisiert wurde, veranschaulicht die Bewegungsabläufe und die akustische Dimension von Safari, die es als wichtige Bestandteile des Kunstwerks zu erhalten gilt. In einem ersten Schritt wird die Mechanik des Autos wieder instand gesetzt. Fragile Bestandteile der Konstruktion werden gesichert und dokumentiert. Eine detaillierte Bestandsaufnahme des Werks dient als Referenz und am Ende der durchgeführten Arbeiten zur Archivierung. Ziel des Projekts ist es, der Intention des Künstlers entsprechend die grösstmögliche Bewegungsvielfalt des Werks zu erhalten. Gleichzeitig soll das Risiko für das Originalmaterial so gering wie möglich gehalten werden.

Nach den erfolgten konservatorischen und restauratorischen Massnahmen kann entschieden werden, wie genau und unter welchen Voraussetzungen Safari am Umzug am 3. September in Fribourg fahren wird.

Entstehungs- und Ausstellungsgeschichte von Tinguelys „Fahrskulptur“ Safari
Safari entstand 1989 in Jean Tinguelys Atelier „La Verrerie“ bei Progens im Kanton Fribourg (CH) für die grosse Retrospektive im Zentralen Haus des Künstlers in Moskau (03.04. – 02.05.1990). Tinguely baute die „Fahrskulptur“ auf einem „Renault 5“ auf. Der Titel Safari bezeichnet einerseits ein früher von Renault produziertes Sondermodell des R5, andererseits spielt er auf die vielen Tierschädel an, die Bestandteile des Werks sind. Auf dem ausrangierten „Renault 5“ hat Tinguely in Zusammenarbeit mit seinem damaligen Assistenten Seppi Imhof eine kinetische Konstruktion aus grossen Holzrädern montiert, an der auch einige Tierschädel und andere Fundobjekte befestigt sind. Bekrönt wird die kinetische Konstruktion von einer Sense, Gerät des „Sensemanns“ und Symbol des Todes. War beim Klamauk (1979) noch die vergnügliche, unbeschwerte Seite die bestimmende, so ist es hier viel stärker die dunkle, von Tod und Endzeit geprägte. Das Auto selbst wird zum Sinnbild des Todes. Mit der Verwendung des Autos, einem Statussymbol unserer Konsumgesellschaft, wollte Tinguely die in der Zeit des zunehmenden Perestrojka-Klimas nach Wohlstand strebenden russischen Besucher auf die Vergänglichkeit der westlichen Luxusgüter aufmerksam machen. Obwohl Tinguely Safari für seine grosse Moskauer Ausstellung 1990 konzipiert hatte, war er zum ersten Mal am 1. September 1989 in der Freitagsgalerie in Solothurn zu sehen, die Seppi Imhof mit seinem Bruder Rolf seit 1975 betreibt. Im März 1990 verliess Safari auf einem Konvoi mit drei grossen Lastwagen mit vielen anderen Werken Tinguelys das Fribourger Atelier des Künstlers in Richtung Moskau. Nach der grossen Ferdinand Hodler-Schau im Jahr 1988 war die Tinguely-Ausstellung der zweite kulturelle Grossanlass, den die Kulturstiftung Pro Helvetia zur Förderung der Präsenz Schweizer Kunstschaffender in der Sowjetunion organisiert hatte. Je nach Rubelkurs kostete der Eintritt zwischen dreissig Rappen und drei Franken. Seppi Imhof drehte tagsüber zur Freude vieler Schaulustiger gelegentlich ein paar Runden mit Safari um das Ausstellungsgebäude. Der Künstlerassistent erzählte dem Fotografen Leonardo Bezzola, dass er einmal nachts bis zum Roten Platz vorgedrungen sei. Bezzola, der damals auch in Moskau weilte, bezweifelt allerdings diese Geschichte: „Zeugen fehlen. Ob es nur ein Traum war?“ Tinguely soll den Wunsch geäussert haben, dass Safari nur im Schnee fahren solle, am liebsten auf dem Roten Platz, dem weltberühmten Wahrzeichen der russischen Metropole. Da in Moskau zur Zeit des Ausstellungsbeginns kein Schnee lag, realisierte Bezzola eine Fotomontage, die die Autoskulptur vor der Kulisse des verschneiten Roten Platzes zeigt. Die Moskauer Schau war ein Riesenerfolg und wurde in etwas abgewandelter Form vom 03.02. bis 07.04.91 im Museum für Kunst und Geschichte in Fribourg (CH) gezeigt. Am Tag dieser Eröffnung drehte Safari mit Kunstschnee berieselt einige Runden im Garten des Ratzehofes, unter dessen Arkaden ein grosses Vernissagefest mit einem Buffet der Familie Luginbühl gefeiert wurde. Zur grossen Freude des Künstlers fiel im Februar wirklich Schnee und bedeckte die im Garten vor dem Museum präsentierten Werke, darunter auch Safari und L‘Ours de Bursinel (1990) mit einer weissen Schicht.

Nach dem Tode Tinguelys war Safari im Sommer 1993 in den Fabrikhallen der „Fours à Chaux“ in St. Ursanne anlässlich des 50. Jubiläums des Bergautorennens St. Ursanne – Les Rangiers zusammen mit anderen späteren Arbeiten ausgestellt. Seit der Eröffnung des Museum Tinguely im Jahr 1996 bis heute war Safari mehrere Male in der Sammlungspräsentation in Basel zu sehen. Im Rahmen zweier Tinguely-Ausstellungen wurde das Kunstwerk in der Mannheimer Kunsthalle (2002) und in der Kunsthal Rotterdam (2007/2008) gezeigt.

Museum Tinguely, Basel
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 11 – 18 Uhr
Sonntag, 1. Mai 2016, Tag der Arbeit, 11 – 18 Uhr
Donnerstag, 5. Mai 2016, Auffahrt, 11– 18 Uhr
Donnerstag, 14. Mai 2016, Auffahrt, 11 – 18 Uhr
Montag, 16. Mai 2016, Pfingstmontag, 11 – 18 Uhr

zum Bild oben:
​​Jean Tinguelys Safari auf dem Roten Platz in Moskau, Fotomontage für das Plakat der Ausstellung "Fribourg-Moscou-Fribourg", Museum für Kunst und Geschichte, Fribourg, 1991
© Foto: Leonardo Bezzola, Bätterkinden
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Tobias Eder: mondo perfetto
Kunstausstellung in der Katholischen Akademie Freiburg

Vom 2. Mai bis 22. Juli 2016 stellt Tobias Eder seine digital entworfenen Bilder und Objekte unter dem Titel „Mondo perfetto – die perfekte Welt“ in der Katholischen Akademie Freiburg aus. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 29. April 2016 um 20:00 Uhr in der Katholischen Akademie Freiburg, Wintererstr. 1, statt.

Nur vordergründig ist die Kunst von Tobias Eder Ausdruck einer schönen und makellosen Wirklichkeit. In seinen Werken lotet der Künstler Oberfläche und Tiefe aus, fragt nach Schönheit und Perfektion und wo grundsätzlich so etwas wie Realität beginnt. Denn nicht umsonst lässt der Titel an Aldous Huxleys Anti-Utopie »Brave new world« denken, wo auch nur oberflächlich alles neu und schön scheint. So auch in Tobias Eders Kunst, und dies formal und inhaltlich, wenn etwa die golden glänzenden, organischen Formen von harten Kanten wie Stacheln durchbrochen werden.
Die in der Ausstellung präsentierten Objekte sollen gerade in ihrer vordergründigen Perfektion ihren vorläufigen Charakter belegen. Auch wenn sie High End-Produkte suggerieren, so bleibt doch hinter der Oberfläche stets das Ringen und die Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen sichtbar: Was ist Realität? Wo beginnt sie, wo endet das Virtuelle? Was verstehen wir unter »schön«? Und ist eine perfekte Welt auch in die Tiefe hinein überhaupt denkbar?
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