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Buchtipps

Buchtipp: Helmut Schlünder
 
Buchtipp: Helmut Schlünder "Dahinten, – wo die Bäume stehn’n. Lieder ohne Noten"
1930 wurde Helmut Schlünder in Ickern an der Emscher geboren, heute lebt er in Ennepetal. Der ehemalige Malermeister hat sich Zeit seines Lebens mit dem Schreiben befasst und so gießt er auch im Alter seine Eindrücke und Erlebnisse in Verse, ordnet seine Gedanken der äußeren Form unter und zeigt dem Leser sein Innenleben.

Schlünder kann fröhlich und keck sein (gern auch in Auseinandersetzung mit Goethe oder Gernhardt), aber auch ironisch-fragend (Der 37. Psalm) oder dankbar und liebevoll in seinem Zyklus „Haus am Steinnocken“, in dem er dem Pflegepersonal ein literarisches Denkmal setzt. So zeigt sich Schlünder vielseitig, aber auch herausfordernd, wie hier zum Beispiel: „Erst dann, wenn du soviel weißt, dass du weißt, dass du nichts weißt, dann weißt du was.“ – So eine Erkenntnis wächst nicht auf Bäumen, die muss man sich erarbeiten.

Der Alltag, aber auch die kleinen Besonderheiten, die Sternstunden sind Thema in den Texten. Dane-ben ist aber auch der Raum des Schweigens, der Stille, der Trauer um einen geliebten Menschen, der größer wird, je älter man wird. Dass Schreiben auch eine Möglichkeit ist, sich mit dem Unsagbaren auseinander zu setzen, zeigt Schlünder ebenfalls in diesem Bändchen.

Verlag Haag + Herchen Hanau 2010, 70 Seiten, EUR 14,00
ISBN 978-3-89846-616-5
 
 

Buchtipp: Ingrid Noll
 
Buchtipp: Ingrid Noll "Ehrenwort"
Drei Generationen unter einem Dach: Student Max, die Buchhändlerin Petra, Ingenieur Harald und Willy Knobel, hochbetagt. Trautes Heim, Glück allein? Zwischen Maxiwindeln und mörderischer Eisenstange spielt diese bitterböse Kriminalkomödie. Ingrid Noll erzählt von einer Familie, die das Altern anpackt – auf unkonventionelle Art.

Ein halsbrecherischer Sturz bringt den fast 90-jährigen Willy Knobel ins Krankenhaus. Die Prognosen stehen schlecht, die Ärzte rechnen mit ein paar wenigen Wochen. Trotz der lauten Proteste seines Sohnes Harald setzt dessen Frau Petra es durch, dass der Alte bei ihnen zu Hause gepflegt wird. Lange würde es ja nicht mehr dauern. Dass Max mit seiner Vanille-Pudding-Kur es schaffen würde, den Großvater wieder auf Vordermann zu bringen, hätte keiner gedacht. Je besser sich der Umsorgte fühlt, desto mehr beginnt das Leben von Harald und Petra aus den Fugen zu geraten. Während sich die beiden den Kopf darüber zerbrechen, wie sie den Störenfried ohne Aufsehen loswerden, bandelt Max mit der Pflegerin Jenny an. Doch die hat ein dunkles Geheimnis. Ingrid Noll zeigt in ihrer bitterbösen Komödie, dass es ebenso wenig heile wie heilige Familien gibt. Sehr wohl aber schöne Momente in der menschlichen Begegnung – egal, in welchem Alter.

Diogenes 2010, 336 Seiten, EUR 21,90 / sFR 38,90
ISBN 978-3-257-06760-6
 
 

Buchtipp: UGB-Forum Spezial
 
Buchtipp: UGB-Forum Spezial "Gut leben im Alter"
Um das Älterwerden kommt niemand von uns herum. Es macht sich nicht nur äußerlich bemerkbar durch immer mehr graue Haare und Falten. Auch das Herz gerät leichter einmal aus dem Takt, der Blutdruck steigt und die Gelenke machen nicht mehr alles ohne Murren mit. Was ältere Menschen für sich und ihren Körper konkret tun können, erfahren Sie in diesem UGB-FORUM spezial. Informieren Sie sich, welche physiologischen Veränderungen stattfinden, warum es jetzt vor allem auf die Nährstoffdichte der Lebensmittel ankommt und wieso die meisten Anti-Aging-Präparate völlig überflüssig sind. Wie Sie Ihren Kopf fit halten und welcher Sport gut geeignet ist, können Sie ebenfalls nachlesen. Angehörige erhalten praktische Tipps, wie sie Pflegebedürftige bedarfsgerecht mit Essen und Trinken versorgen. Auch wer Ältere zum Aktivsein motivieren möchte, bekommt zahlreiche Anregungen.

Aus dem Inhalt:

* Gut ernährt im Alter
* Verpflegungssysteme: Nicht immer optimal
* Elixiere für ewige Jugend?
* Alzheimer: Gesundes für die grauen Zellen
* Blutdruck auf Höhenfahrt
* Osteoporose: Wenn Knochen zu leicht brechen
* Chancen des Alters: Neue Freiheiten genießen
* 70 und noch fit wie ein Turnschuh
* Patientenverfügung: Selbstbestimmt bis zum Schluss
* Tipps: Das Gedächtnis trainieren

Preis: 8,90 € (zzgl. Versand)

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Buchtipp: Duden Praxis
 
Buchtipp: Duden Praxis "Bewerben mit 45+"
Wer 45 oder gar 50 Jahre alt wird, hat sie überschritten – die unsichtbare Altersgrenze. Wer „in diesem Alter” auf Jobsuche geht, weil er noch einmal neu durchstarten will oder weil ihn seine berufliche Situation dazu zwingt, der wird in der Regel von seinem Umfeld skeptisch beäugt. Das nährt die Selbstzweifel der Betroffenen.

Praktische und kompetente Unterstützung für die gelungene und erfolgreiche Bewerbung als reifer Mensch bietet der „Duden-Praxis”-Ratgeber „Bewerben mit 45 +”. Das 192 Seiten umfassende Buch enthält nicht nur verständliche Anleitungen zur korrekten Gestaltung der Bewerbungsunterlagen, zahlreiche Formulierungshilfen für Anschreiben und Lebenslauf, Musterbriefe und -lebensläufe sowie viele konkrete Tipps von der Stellensuche bis zum Vorstellungsgespräch. Er leistet auch Hilfestellung beim Herausstreichen von Stärken sowie beim Entkräften von Vorurteilen und zeigt, wie man mit Berufserfahrung, Kontakten und Fachkompetenz beeindrucken kann. Der praktische Helfer berücksichtigt auch die Besonderheiten der E-Mail- und Onlinebewerbung und beinhaltet eine Anleitung zum Erstellen einer Bewerbungshomepage.

Dudenverlag Mannheim • Zürich 2010, 192 Seiten, EUR 12,95 / sFR 23,90
ISBN 978-3-411-73561-7
 
 

Buchtipp: Manfred Stolpe, Dr. Ingrid Stolpe
 
Buchtipp: Manfred Stolpe, Dr. Ingrid Stolpe "Wir haben noch so viel vor...
... Unser gemeinsamer Kampf gegen den Krebs"

Ein unbeugsames Paar, das Mut macht.

In ihrem Buch erzählen Ingrid und Manfred Stolpe vom gemeinsamen Kampf gegen die tückische Krankheit Krebs und von der Zuversicht, sie besiegt zu haben.

Manfred Stolpe steckt 2004 mitten in den Auseinandersetzungen um die LKW-Maut, als er die Diagnose Darmkrebs erhält. Schwäche will er sich um keinen Preis leisten. Lebermetastasen und Chemotherapie übersteht er mit geradezu preußischer Disziplin. 2008 erkrankt seine Frau an Brustkrebs, kurz vor ihrem 70. Geburtstag. In ihrem Buch erzählen die beiden sehr persönlich und offen, wie der Krebs ihre Beziehung verändert hat, wie sie gemeinsam den schwierigen Weg gegangen sind. Sie machen Betroffenen Mut: Eine Krebsdiagnose muss kein Todesurteil sein, und ein erfülltes Leben ist auch mit der Krankheit möglich. Ihr größter Wunsch ist es, ihre Goldene Hochzeit 2011 in Gesundheit zu feiern.

Ullstein Verlag, 224 Seiten, EUR 19,95 / sFr 35,90
ISBN 9783550088186
 
 

U. Herrmann & M. Wittneben;
 
U. Herrmann & M. Wittneben; "Älter werden, Neues wagen - Zwölf Porträts"
Ein Buchtipp

Die Journalistinnen Ulrike Herrmann und Martina Wittneben porträtieren zwölf Menschen, die im Alter noch einmal einen Neuanfang gewagt haben. Ob sie ein Unternehmen gründen, ehrenamtlich tätig sind, sich politisch engagieren oder ihr künstlerisches Talent entdecken – sie alle haben ihrem Leben eine neue Richtung gegeben und die Freiheit des Alters mit viel Mut, Kreativität und Selbstbewusstsein für sich genutzt.

Die Vorstellung vom Alter ist in unserer Gesellschaft von zwei einander widersprechenden Klischees geprägt. Dem Bild des hilfs- und pflegebedürftigen Greises steht das Werbemotiv des fast faltenlosen, ständig fröhlichen Senioren gegenüber. Die Lebenswirklichkeit älterer Menschen bewegt sich zwischen diesen Extremen und die Erwartungen an das Alter sind in einem grundlegenden Wandel begriffen. Das Alter ist heute nicht mehr eine Phase des gesellschaftlichen Rückzugs, sondern geprägt von einem aktiven und nach außen gewandten Lebensstil. Doch es fehlen die Rollenvorbilder für dieses »neue Alter«. Die Autorinnen stellen zwölf Menschen einer Pioniergeneration vor, die diese neue Lebensphase als Zeit der größten Freiheit für sich entdeckt haben.

Manche erfüllen sich einen Traum, wie der ehemalige Chefredakteur Hermann Schreiber, der sich nach seiner publizistischen Karriere als Schauspieler vor die Filmkamera wagte. Andere finden erst über eine Lebenskrise den Antrieb zu einer Lebenswende. Peter Spielmann, ehemals ein echter Workaholic, begriff erst nach einer schweren Erkrankung, dass der Erfolg eines Lebens sich nicht in Geld messen lässt – heute engagiert er sich ehrenamtlich in einem christlichjüdischen Pflegeheim. Einige der Porträtierten finden Befriedigung im bürgerschaftlichen Engagement, andere gestalten durch ihr Unternehmen ein neues Bild vom Alter mit: Christa Höhs gründete mit Anfang 50 eine Agentur für Models im Seniorenalter. So unterschiedlich die Geschichten, so ähnlich sind sich die Porträtierten in ihrem Mut und Ihrer Überzeugung, ihr Leben zu meistern – auch und gerade weil in einem langen Leben nicht immer alles geradlinig verlaufen kann.

Die Autorinnen:

Ulrike Herrmann studierte Geschichte und Philosophie an der FU Berlin. Seit acht Jahren arbeitet sie bei der taz und ist dort zuständig für wirtschaftspolitische und soziale Themen. Zuvor war sie Mitarbeiterin der Körber-Stiftung und Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungssenatorin Krista Sager.

Martina Wittneben ist Autorin und freie Journalistin in Berlin. Sie arbeitet für verschiedene Zeitungen, u. a. für die FAZ, die taz und die Schweizer Kulturzeitschrift »du«. Als Mitautorin verfasste sie das in der edition Körber-Stiftung erschienene Buch »Hoffnung säen. Lebensgeschichten von Flüchtlingen«.

edition Körber-Stiftung, 300 Seiten mit s/w-Abb.
Euro 14,–
ISBN 978-3-89684-069-1
 
 



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